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Geringer Aufwand – Grosser Effekt

Kaum hatte sich das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau für die Betriebstestungen angemeldet, lag auch schon das Testmaterial im Briefkasten. Stabsleiter Daniel Küttel berichtet, wie seine Abteilung das regelmässige Testen innert kurzer Zeit koordiniert hat – ohne grossen Aufwand.

Eine Frau mischt einzelne Speichelproben. Bild vergrössern
Beim MIKA sind zwei Poolmanagerinnen für das Mischen der Speichelproben verantwortlich.

"Es ging alles ganz schnell, nachdem wir uns für das repetitive Testen angemeldet hatten. Bereits am nächsten Tag erhielten wir das gesamte Testmaterial", sagt Daniel Küttel, Stabsleiter beim Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (MIKA). Seit Ende Mai gehört das MIKA zu jenen Betrieben, die an den Betriebstestungen des Kantons Aargau teilnehmen. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen koordiniert Küttel die wöchentlichen Testungen innerhalb der Abteilung.

Vorausgegangen ist der Entscheid der Amtsleitung, allen Mitarbeitenden die Möglichkeit einzuräumen, sich auf freiwilliger Basis einmal wöchentlich testen zu lassen – trotz fortschreitender Impfkampagne. Denn eine Teilnahme ist auch bei geimpften Personen sinnvoll. Bei diesen ist eine erneute Covid-19-Infektion selten, dennoch ist es möglich. Das MIKA betrachtet die Betriebstestungen als Ergänzung zu den bestehenden Massnahmen, welche die Mitarbeitenden gegen eine Ansteckung schützen.

Das repetitive Testen ist eine niederschwellige Schutzmassnahme mit grossem Effekt.

Daniel KüttelStabsleiter beim Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (MIKA)

Sobald der Entscheid für das repetitive Testen gefallen war, mussten die Mitarbeitenden angefragt und das Testen organisiert werden. Wann ist der Testtag? Wo sollen die Mitarbeitenden ihre Röhrchen abgeben? Wer übernimmt die Aufgabe des Poolens der Speicherproben? Innert kurzer Zeit wurden der interne Ablauf organisiert und die zwei Poolmanagerinnen haben zugesagt. "Kaum hatten wir das E-Mail mit dem Aufruf zum Testen an unsere Mitarbeitenden verschickt, erhielten wir die ersten Anmeldungen. Die prompte Reaktion hat mich positiv überrascht", sagt Küttel.

Zwei Boxen, die mit Nimmstation und Bringstation beschriftet sind. Bild vergrössern
Flyer und Plakate, wie jene für die Nimm- und Bring-Station, werden vom Kanton zur Verfügung gestellt.

Pünktlich zum ersten Testtag war die sogenannte "Bring-Station" eingerichtet. Dabei handelt es sich um eine Box, in der die Mitarbeitenden die Teströhrchen mit ihren Speichelproben deponieren können. Hier sammeln die Poolmanagerinnen die einzelnen Speichelproben ein, bevor sie diese mischen. "Beim ersten Durchlauf haben unsere beiden Poolmanagerinnen das Poolen gemeinsam durchgeführt, um den Ablauf kennenzulernen", erklärt Küttel.

Geringer Zeitaufwand dank einfachen Abläufen

Der QR-Code auf einem Testrährchen wird mit einem Smartphone gescannt. Bild vergrössern
Vor dem Mischen müssen die QR-Codes der Einzelproben mit dem Smartphone gescannt werden.

Erstaunt ist man beim MIKA in erster Linie vom geringen Zeitaufwand: Das Poolen von 10 Einzelproben dauert nicht länger als 10 Minuten. Rasch haben die Poolmanagerinnen eine gewisse Routine entwickelt. Volle Teströhrchen, Mischbecher, Vacutainer, Handschuhe, Gesichtsvisier, QR-Code, Smartphone – alles wird bereitgelegt und schon geht’s los. Anschliessend werden die gepoolten Proben verpackt und für den Transport ins Labor in den Sammelcontainer bei der Hauptpost in Aarau eingeworfen.

Seit der zweiten Testwoche ist beim MIKA zusätzlich eine "Nimm-Station" aufgestellt. Die Mitarbeitenden können sich dort mit Nachschub versorgen und das Teströhrchen für die nächste Woche selbständig beziehen. Küttel ist überzeugt von der Einfachheit des Ablaufs: "Das repetitive Testen ist eine niederschwellige Schutzmassnahme mit grossem Effekt. Der Aufwand ist gering – für die Mitarbeitenden wie auch für den Betrieb. Bislang waren glücklicherweise alle unsere Proben negativ, sodass keine weiteren Massnahmen notwendig waren."