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Informationen für Unternehmen, Läden und Selbständige

Hier finden Sie Informationen zur Kurzarbeitsentschädigung und zur wirtschaftlichen Soforthilfe durch Kanton und Bund, zu den aktuellen Vorgaben bezüglich Schutzkonzepten sowie zu Öffnung und Schliessungen von Läden.

Massnahmen ab dem 18. Januar 2021

Die Massnahmen, die seit dem 21. Dezember 2020 in Kraft sind, werden bis zum 28. Februar 2021 weitergeführt, mit einigen Änderungen.

Was ändert im Aargau ab dem 18. Januar 2021 für Unternehmen, Läden und Selbständige?

  • Sortimentbeschränkung: Läden, die geöffnet bleiben dürfen, müssen ab dem 18. Januar 2021 das Sortiment des nicht-täglichen Gebrauchs abdecken oder absperren.
  • Aufhebung der eingeschränkten Öffnungszeiten: Die Schliessung der Läden und Märkte zwischen 19:00 und 06:00 Uhr sowie an Sonntagen wird aufgehoben. (Das gilt nur für diejenigen Läden und Märkte, die gemäss Vorgaben des Bundes offen bleiben dürfen.)
  • Schutz von besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern: Besonders gefährdete Personen haben ab dem 18. Januar 2021 ein Recht auf Homeoffice oder auf einen gleichwertigen Schutz am Arbeitsplatz. Die Pflichten des Arbeitgebers zum Schutz dieser Personen muss auch dann eingehalten werden, wenn die Betroffenen freiwillig darauf verzichten möchten.
    Mehr Informationen sind in der Covid-19-Verordnung 3 sowie in den Erläuterungen zur Covid-19-Verordnung 3 (PDF, 4 Seiten, 128 KB) zu finden.
  • Homeoffice-Pflicht und Maskenpflicht am Arbeitsplatz: Ab dem 18. Januar 2021 sind Arbeitgeber verpflichtet, Homeoffice überall dort anzuordnen, wo dies möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist. Am Arbeitsplatz muss eine Maske getragen werden, sobald sich mehr als eine Person im selben Raum befindet. Mehr Informationen auf der Seite Maskenpflicht.

Weiterhin gilt: Schliessung der Läden und Märkte

Läden und Märkte bleiben im Kanton Aargau geschlossen, wie dies bereits seit Montag, 21. Dezember 2020, der Fall ist. Diese Massnahmen gelten bis Ende Februar 2021. Es ist weiterhin zulässig, bestellte Ware vor Ort abzuholen.

Von der Schliessung ausgenommen sind folgende Läden und Einrichtungen:

  • Lebensmittelläden
  • Sonstige Läden, die Lebensmittel oder andere Güter des dringenden täglichen Bedarfs verkaufen (z.B. Kioske und Tankstellenshops)
  • Lebensmittelmärkte
  • Apotheken und Drogerien
  • Läden für medizinische Hilfsmittel (z.B. Brillen und Hörgeräte)
  • Gesundheitseinrichtungen, Arztpraxen sowie Praxen und Einrichtungen von Gesundheitsfachpersonen nach Bundesrecht und kantonalem Recht
  • Verkaufsstellen von Telekommunikationsanbietern
  • Geschäfte für Reparatur und Unterhalt von Gegenständen (ohne Verkaufssortimente)
  • Bau- und Gartenmärkte (mit beschränktem Sortiment)
  • Blumenläden
  • Parfümerien
  • Papeterien
  • Tankstellen
  • Coiffeurgeschäfte
  • soziale Einrichtungen (Anlaufstellen);
  • Dienststellen der öffentlichen Verwaltung und der Polizei;
  • Schalter von Betrieben des öffentlichen Verkehrs;
  • Autovermietung
  • Automaten für den Bezug einer Dienstleistung, insbesondere für den Geldbezug

Für Läden, die von der Schliessung ausgenommen sind, gelten weiterhin die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen. Dazu gehören:

Rechtliche Grundlagen

Kantonale Härtefallhilfe für Unternehmen

Der Regierungsrat hat am 2. Dezember 2020 weitere Härtefallhilfe für Unternehmen verabschiedet, die von den Folgen der Covid-19-Pandemie betroffen sind. Mit der zweiten Welle der Covid-19-Pandemie sind weitere Massnahmen notwendig, an denen sich auch der Bund beteiligt. Unternehmen mit Sitz im Aargau können seit dem 3. Dezember 2020 einen Antrag stellen. Welche weiteren Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, erfahren Sie unter www.ag.ch/wirtschaftsmassnahmen.

Wirtschaftshilfe des Bundes

Der Bundesrat hat verschiedene Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Höhe von 70 Millionen Franken beschlossen. Ziel ist es, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen.

Wirtschaftshilfe des Bundes (öffnet in einem neuen Fenster)

Vereinfachung der Kurzarbeitsentschädigung

Das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit sowie das summarische Verfahren für die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) wird bis Ende März 2021 weitergeführt. Weitere Infos auf: www.ag.ch/kurzarbeit

Entschädigungen bei Erwerbsausfällen für Selbstständige

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden entschädigt, sofern nicht bereits eine Entschädigung oder Versicherungsleistung besteht. Eine Entschädigung ist für folgende Fälle vorgesehen:

  • Schulschliessungen
  • Ärztlich verordnete Quarantäne
  • Schliessung eines selbstständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes
  • Selbständigerwerbende, die zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, wie beispielsweise Taxifahrer

Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden. Die Entschädigungen werden als Taggelder über die AHV-Ausgleichskasse ausgerichtet und betragen 80 Prozent des Einkommens sowie höchstens 196 Franken pro Tag.

Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne oder mit Betreuungsaufgaben ist auf 10, respektive 30 Tage befristet. Die AHV-Ausgleichskassen prüfen den Anspruch und nehmen die Auszahlungen der Leistungen vor.

Bitte melden Sie sich bei Ihrer Ausgleichskasse, bei der Sie AHV-Beiträge bezahlen und abrechnen. Diese informiert Sie darüber, wie Sie Entschädigung für Erwerbsausfälle aufgrund des Coronavirus' beantragen können.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Verbandsausgleichskassen (öffnet in einem neuen Fenster).

Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Angestellte

Anspruch auf Entschädigung haben Eltern, die ihre Erwerbsarbeit aufgrund von Schulschliessungen unterbrechen müssen, um ihre Kinder zu betreuen. Ebenfalls Anspruch gibt es bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne.

Arbeitgebende können die Entschädigung für sie bei ihrer AHV-Ausgleichskasse einfordern. Wie für die Selbstständigen werden die Erwerbsausfälle über die Erwerbsersatzordnung als Taggeld bezahlt. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Entschädigung ist auf 10 Taggelder für Personen in Quarantänemassnahmen begrenzt.

Soforthilfe mittels verbürgten Covid-Überbrückungskrediten

Damit betroffene KMUs (Einzelunternehmen, Personengesellschaften, juristische Personen) Überbrückungskredite von den Banken erhalten, schafft der Bund ein Garantieprogramm im Umfang von 20 Milliarden Franken. Dieses Programm soll auf bestehenden Strukturen der Bürgschaftsorganisationen aufbauen. Betroffene Unternehmen sollen rasch und unkompliziert Kreditbeträge bis zu 10 Prozent des Umsatzes oder maximal 20 Millionen Franken erhalten

Mehr dazu finden Sie im Merkblatt des Bundes "Spezialregime Bürgschaftswesen" (PDF, 1 Seite, 95 KB).

Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmässigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Zuständig für die Prüfung der Zahlungsaufschübe und der Reduktion der Akontobeiträge sind die AHV-Ausgleichskassen

Liquiditätspuffer im Steuerbereich

Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, die Zahlungsfristen zu erstrecken, ohne Verzugszins zahlen zu müssen. Aus diesem Grund wird für die Mehrwertsteuer, für Zölle, für besondere Verbrauchssteuern und für Lenkungsabgaben in der Zeit vom 21. März 2020 bis 31. Dezember 2020 der Zinssatz auf 0,0 Prozent gesenkt. Es werden in dieser Zeitspanne keine Verzugszinsen in Rechnung gestellt. Für die Direkte Bundessteuer gilt dieselbe Regelung ab dem 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020.

Zusätzliche Hilfe für Kultur, Sport und Tourismus

Kultur und Sport

Auch die Bereiche Kultur und Sport werden unterstützt.

  • 280 Millionen Franken Soforthilfe und Ausfallentschädigungen hat der Bundesrat zugunsten des Kulturbereichs gesprochen.
  • 100 Millionen Franken sind für Sportorganisationen vorgesehen.

Wie die Bereiche Kultur und Sport entschädigt werden, erfahren Sie bei den Informationen für Kultur-, Sport- und gemeinnützige Bereiche.

Tourismus

  • Im Rahmen der tourismuspolitischen Förderinstrumente werden bereits seit Februar 2020 Sofortmassnahmen umgesetzt. Im Vordergrund stehen Informations- und Beratungsaktivitäten sowie Massnahmen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen.
  • Im Rahmen der Regionalpolitik sind zurzeit Bundesdarlehen in der Höhe von rund 530 Mio. Franken in Projekte investiert, davon rund 60 Prozent im Tourismusbereich. Die Administration der Bundesdarlehen ist gesetzlich den Kantonen übertragen. Um die Liquidität der Darlehensnehmer zu stärken, erlaubt der Bund den Kantonen, die Stundungsmöglichkeiten flexibler zu handhaben und teilweise auf fällige Rückzahlungen und Darlehen zu verzichten.
  • Mehr dazu finden Sie auf der Webseite des Bundes (öffnet in einem neuen Fenster).

Coronavirus: Covid-19-Kredite

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Schutzkonzepte in Betrieben

Der Bundesrat hat per 22. Juni 2020 eine Vereinheitlichung der Vorgaben für die Schutzkonzepte von Betrieben, Einrichtungen, Schulen und Veranstaltungen beschlossen. Die Vorgaben der Schutzkonzepte werden durch die Verordnung geregelt. Arbeitgebende von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben sind verpflichtet, die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten.

Betreiber von Skigebieten benötigen eine Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde. Als Skigebiet gilt die Gesamtheit der Beförderungsanlagen eines Betreibers, einschliesslich der zugehörigen Skipisten, Schlittelwege und anderen Schneesportanlagen.

Trinkwassersysteme vor Wiederinbetriebnahme durchspülen

In Betrieben, die über längere Zeit ihre Tore geschlossen hatten, sind auch die Trinkwasserinstallationen ungenutzt geblieben. Vor Inbetriebnahme müssen diese Trinkwasserinstallationen zwingend durchgespült werden, da sich allenfalls Mikroorganismen wie Legionellen bilden können. Diese können eine schwere Lungenentzündung (Legionärskrankheit) auslösen.

Mehr dazu erfahren Sie im Merkblatt "Sicherstellen der Hygiene in vorübergehend ungenutzten Trinkwasserinstallationen in Gebäuden" (PDF, 2 Seiten, 125 KB) des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches

Verordnungen und Erläuterungen des Bundes

Massnahmenpaket des Bundes