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Repetitives Testen

Auf der Basis eines umfassenden Testkonzepts startete im ganzen Kanton Aargau am 3. Mai 2021 schrittweise das repetitive Testen in Betrieben, Schulen, Pflegeheimen und sozialmedizinischen Institutionen.

Das repetitive Testen stellt neben der laufenden Impfkampagne einen weiteren wichtigen Pfeiler des Kantons Aargau in der Bekämpfung der Pandemie dar. Das Projekt umfasst regelmässige Tests an Schulen, in Betrieben, in Pflegeheimen und in sozialmedizinischen Institutionen. Durch das regelmässige wöchentliche Testen von grossen Personengruppen sollen unentdeckte Ansteckungen gefunden und Infektionsketten unterbrochen werden. Das Bundesamt für Gesundheit BAG geht davon aus, dass mehr als die Hälfte der Covid-19-Übertragungen durch Personen erfolgen, die zum Zeitpunkt der Ansteckung keine Symptome hatten, beziehungsweise nicht wussten, dass sie das Coronavirus in sich tragen. Im Fall eines positiven Testergebnisses einer einzelnen Person oder eines Infektionsausbruchs betreut das kantonale Contact Tracing Center die betroffenen Personen.

Der Testbetrieb startete am 3. Mai 2021 in den Schulen und Betrieben. Eine Woche später folgen die Pflegeheime und die sozialmedizinischen Institutionen. Damit könnte ein relevanter Teil der mobilen Aargauer Bevölkerung getestet werden.

Warum wir testen

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Projekt-Organisation

Das vom Regierungsrat am 7. April 2021 beschlossene Projekt deckt den Zeitraum April bis September 2021 ab. Die Schulen pausieren während der Sommerferien. Die Federführung für das Projekt liegt beim Departement Gesundheit und Soziales; miteinbezogen sind auch das Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI), das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) sowie externe Leistungserbringer in den Bereichen Logistik, Informatik und Labor. Die beiden Departemente DVI und BKS verantworten die Teilprojekte Betriebe respektive Schulen und sozialmedizinische Institutionen. Das DGS verantwortet das Teilprojekt Pflegeheime.

Testen an Schulen

An den Schulen begann das Testen an den oberen Stufen mit älteren Schülerinnen und Schülern. Diese Altersgruppe ist mobiler und pflegt mehr soziale Kontakte auch über ihre Stammklasse hinaus. Darum besteht ein höheres Risiko für eine Covid-19-Infektion und deren Weiterverbreitung. In einem ersten Schritt starteten Mitte Mai sämtliche Aargauer Tagesmittelschulen mit der ersten Testrunde. Rund 800 Lehrpersonen und 4'300 Mittelschülerinnen und -schülern eröffnet sich somit die Möglichkeit zur Teilnahme. Die bereits im vorausgegangenen Pilotprojekt eingebundenen Schulen nehmen den Testbetrieb wieder auf. Seither hat sich die Hälfte aller Aargauer Schulträger für das repetitive Testen registriert.

Doppelte Freiwilligkeit

Die Teilnahme an diesen Tests ist sowohl für die Schulen freiwillig als auch für die Personen selber. Schülerinnen und Schüler können somit nicht von schulischen Anlässen ausgeschlossen werden, wenn sie am repetitiven Testen nicht teilnehmen.

Sobald sich eine Schule für die Teilnahme entschieden hat, können die Eltern ihr Kinder für das repetitive Testen anmelden. Alle Informationen dazu erhalten Sie von der Schule Ihres Kinds. Eine Anmeldung ist laufend möglich.

Testen nach den Sommerferien

Das repetitive Testen an Schulen geht nach den Sommerferien weiter. Dies ist gerade nach den Ferien aufgrund der Auslandreisen und vielseitigen sozialen Kontakten besonders wichtig und von Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Kanton empfohlen.

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Der Test wird als Spucktest durchgeführt. Die Spüllösung ist eine ungefährliche und unbedenkliche Kochsalzlösung.

Weniger Klassenquarantänen

An den Schulen trägt das repetitive Testen insbesondere auch dazu bei, dass weniger Klassen in Quarantäne versetzt werden müssen und die Schulen offengehalten werden können. Ebenso sollen auch möglichst wenige Lehrpersonen in Quarantäne gehen müssen, damit der Unterricht vor Ort stattfinden kann.

Resultate

Das Testresultat liegt in der Regel innerhalb von 24 Stunden seit dem Erstellen der Poolprobe durch die Schule vor.

Einblicke

Online-Einführungen für Schulen

Webinar - was sonst?

Frau sitzt vor Computer und nimmt an einer Sitzung mit vielen weiteren Personen teil.
Adobe Stock

Etwas mehr als 200 Schulträger von Volksschulen gibt es im Kanton Aargau. Damit die interessierten Schulen möglichst rasch nach Projektstart am repetitiven Testen teilnehmen konnten, musste die Einführung gut geplant werden. Mit der Durchführung von Webinars konnten innert vier Wochen praktisch alle Schulen, die Interesse an der Teilnahme am Testen bekundet hatten, informiert und angeleitet werden. Und dies mit Erfolg: Die Rückmeldungen auf die Webinars sind durchwegs positiv.

Wie erreichen wir in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Personen, um Schulen eine Einführung ins repetitive Testen geben zu können und ihnen den Einstieg in die schulinterne Organisation der Testdurchführungen zu erleichtern? Diese Frage war aufgrund der positiven Erfahrungen aus verschiedensten Veranstaltungen für Schulleitungen im letzten Jahr schnell beantwortet: Als Online-Einführung respektive Webinar.

Drei Viertel der Volksschulen interessiert

Rund drei Viertel der Volksschulen hatten sich erfreulicherweise in einer ersten Umfrage an einer Teilnahme am repetitiven Testen interessiert gezeigt. Dieses Interesse bestätigt sich auch aufgrund der sehr gut besuchten Online-Einführungen der Abteilung Volksschule.

Ich bin überzeugt, dass unser Beitrag wichtig ist. Das Mitmachen startete bei uns etwas verhaltener, weil in den Pilotschulen nicht alles rund lief. Grundsätzlich unterstütze ich das Departement BKS, wo ich kann. Und als Naturwissenschaftler ist für mich ohnehin klar, dass wir die Pandemie nur mit Testen und Impfen in den Griff bekommen werden.

Rolf LiechtiSchulleiter Beinwil am See

Seit dem 3. Mai werden Schulleitungen, Covid-19-Verantwortliche an Schulen, Schuladministrationen oder Pooling-Verantwortliche ins repetitive Testen eingeführt. Die Webinars haben den Vorteil, dass viele Personen auf einmal informiert werden können und nur wenig Kursleitenden zur Verfügung stehen müssen – konkret drei bis vier Personen des Teilprojekts Schulen. Somit konnte auch das nötige Fachwissen für die Schulungen im kleinen Team auf kurzen Wegen einfach geteilt werden.

Webinars gut besucht

Nach nur kurzer Anmeldefrist nahmen an der ersten Durchführung bereits mehr als 60 Personen teil. Das Interesse und Engagement der Schulen bestätigte sich damit – und dies im Wissen, dass der Aufwand vor Ort nicht zu unterschätzen ist. Für die Schulen umfasst dies vor allem einen gewissen Initialaufwand bezüglich schulinterner Organisation. Während des Betriebs verursachen das Pooling und die Testadministration zusätzlichen Aufwand

Der Aufwand für uns als Schule für das repetitive Testen ist recht gross, aber die gute Vorbereitung des Departements BKS hat uns den Einstieg stark erleichtert und damit hat es auch dazu beigetragen, dass wir beim repetitiven Testen mitmachen.

Stefan LüpoldSchulleiter Bezirksschule Mellingen-Wohlenschwil

Die Online-Einführung Teil 1 gibt Schulleitungen und Covid-19-Verantwortlichen an Schulen Einblick in die Ziele, Organisation, Prozesse, Ressourcen und Kommunikation des repetitiven Testens. Teil 2 bietet Pooling-Verantwortlichen und Personen, die für die Testadministration zuständig sind, Anleitungen und klärt die konkreten Abläufe zum Poolen und Testen beim repetitiven Testen an Schulen.

Während drei Wochen wurden die Webinars in hoher Kadenz durchgeführt, um möglichst schnell möglichst viele interessierte Schulen an Board holen zu können. Danach wurde der Rhythmus reduziert: Momentan wird jeder Teil noch einmal pro Woche durchgeführt.

Viele positive Rückmeldungen

Die Rückmeldungen auf die Webinars sind durchwegs positiv. Die Online-Einführungsveranstaltungen zusammen mit den aufgeschalteten Videos wurden als praxisnah empfunden und haben den Schulen Schritt für Schritt die notwendigen Arbeiten aufgezeigt. Viele Fragen konnten bereits vor dem Teststart geklärt und das Einarbeiten des Pooling-Personals vor Ort unkompliziert gestaltet werden.

Ursprünglich waren wir aufgrund der momentanen Arbeitsbelastung unschlüssig, ob wir uns von Anfang an noch ein weiteres Projekt "zumuten" oder lieber noch etwas zuwarten wollen… Die übersichtlichen, wirklich toll vorbereiteten, speditiv und kompetent durchgeführten Online-Einführungsveranstaltungen haben dann aber klar den Ausschlag gegeben – das machen wir!

Sandra HenkesSchulleiterin Primarschule Sarmenstorf

Auch für das Team des Teilprojekts Schulen sind die Webinars ein Gewinn. Man ist nahe an den Schulen und ihren Fragen dran und fühlt den Puls von Beginn weg. Das Departement BKS ist weiterhin bestrebt, den Schulen bestmögliche Unterstützung zu bieten, wenn es um schulorganisatorische und prozessuale Fragen geht oder es Unklarheiten bei der Testsoftware und Logistik gibt.

Weitere Schulen gewinnen

Die Schulen, die bereits vor dem Projektstart Interesse bekundeten, am repetitiven Testen teilzunehmen, sind nun informiert – es nahmen rund 400 Personen an den Online-Einführungen teil – und bereits die Hälfte der Schulträger haben sich registriert. Das Departement BKS hofft, dass sich in den nächsten Wochen noch weitere Schulen anmelden und mit dem repetitiven Testen starten werden. Einerseits bedeutet dies zwar einen Aufwand für die Schulen, gleichzeitig haben sie aber einen hohen Gewinn daraus: Das repetitive Testen ist eine weitere wirkungsvolle Massnahme zur Sicherstellung des Schulbetriebs, die mehr Gewissheit für alle Beteiligten bringt und es ist letztlich ein Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie, was der ganzen Gesellschaft zugute kommt.

Wichtige Informationen für Testpersonen

Die teilnehmenden Personen entnehmen selbstständig eine Speichelprobe und geben diese an eine definierte Stelle in der Schule oder im Betrieb ab. Hier werden sämtliche Proben zu einem "Pool" zusammengeführt. Diese Poolprobe wird an einer Sammelstelle abgegeben. Danach werden die Pools im Labor analysiert. Ist die Probe negativ, sind alle Personen dieser Gruppe prinzipiell nicht ansteckend. Ist eine "gepoolte" Probe positiv, muss diese bestimmte Gruppe eine zweite Speichelprobe abgeben. Diese Proben werden nicht gepoolt, sondern einzeln ausgewertet. Diejenigen Personen, die letztlich Träger des Virus sind, werden anschliessend von der Covid-19-Vertrauensperson der Schule oder des Betriebs mithilfe des kantonalen Contact Tracing Center nach den bewährten Prozessen in der Isolation betreut und unterstützt.

Wer darf getestet werden?

  • Alle gesunden beziehungsweise symptomlosen Personen

Wer soll nicht getestet werden?

  • Personen, die innerhalb der letzten drei Monate an Covid-19 erkrankt sind, sollen sich nicht testen lassen.
  • Für vollständig geimpfte Personen ist es nicht empfohlen, am repetitiven Testen teilzunehmen.

Jede Person, die teilnehmen will, muss sich registrieren.

Einfach spucken - Die Kampagne fürs repetitive Testen

Der Kanton hat eine Inserate- und Online-Kampagne zum repetitiven Testen gestartet, um erneut auf die Einfachheit der Probeabgabe aufmerksam zu machen.

Bilder für den Download

  1. Kampagne 1
    Kampagne 1
  2. Kampagne 2
    Kampagne 2
  3. Bildmarke "WIR TESTEN": Coronavirus-Symbol auf blauem Hintergrund
    Bildmarke transparent
  4. Bildmarke "WIR TESTEN": Coronavirus-Symbol auf blauem Hintergrund
    Bildmarke transparent klein
  5. Bildmarke "WIR TESTEN": Coronavirus-Symbol auf blauem Hintergrund
    Bildmarke weiss klein

Testen Sie repetitiv und zeigen Sie es

Wir haben für das repetitive Testen eine eigene Bildmarke entworfen. Laden Sie die Bildmarke herunter und nutzen Sie diese für Ihre Kommunikation. Signalisieren Sie Ihr wichtiges Engagement und zeigen Sie damit Ihren Anspruchsgruppen, dass Sie wöchentlich testen und Ihren Mitarbeitenden Sorge tragen. Wir danken Ihnen für die Unterstützung.

Kostenübernahme

Der Kanton trägt sämtliche Kosten. Die Testungen sind im Rahmen des Projekts "Repetitives Testen" kostenlos.