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Sportaktivitäten

Sport- und Freizeitanlagen dürfen im Kanton Aargau seit Montag, 19. April sowohl die Innen- als auch Aussenbereiche für Personen aller Alterskategorien wieder öffnen. Für den Innenbereich gelten Einschränkungen für Erwachsene mit Jahrgang 2000 und älter. Auch Wettkämpfe sind mit Einschränkungen wieder erlaubt. Spezifische Regelungen bestehen ferner für den Leistungs-/Profisport.

Der Bundesrat hat am Mittwoch 14. April bekannt gegeben, die bestehenden Coronamassnahmen zu lockern. Der Kanton Aargau übernimmt im Sport- und Freizeitbereich grundsätzlich die Massnahmen des Bundes.

Regelungen seit 19.04.2021

Nutzung von Sport- und Freizeiteinrichtungen

Sport- und Freizeitanlagen können im Kanton Aargau im Aussenbereich wie auch im Innenbereich für Personen aller Alters- und Leistungsklassen öffnen. Es gelten u.a. Vorgaben bezüglich Gruppengrössen, Zuschauern, Kapazität und bezüglich Abstand- und Hygienemassnahmen. Innenbereiche von Wellnessanlagen müssen noch geschlossen bleiben, ebenso dürfen Hallenbäder nur für Schwimmaktivitäten öffnen (kein Plauschschwimmen). Für Fitnesscenter gelten separate Bestimmungen, ebenso wie für Hallen- und Freibäder.

Sportanlagen müssen von den jeweiligen Betreibern freigegeben werden, um entsprechende Sportaktivitäten durchführen zu können.

Spezifische Regelungen für Hallen- und Freibäder

Hallen- und Freibäder dürfen unter Einschränkungen wieder öffnen. Die Betreiber müssen ein Schutzkonzept erstellen, in dem die entsprechenden Vorgaben enthalten sind.

Hallenbäder

Erfolgt die Nutzung ausschliesslich durch Kinder und Jugendliche mit Jg. 2001 und jünger (bspw. Training eines Schwimmclubs, Schwimmkurs, Wettkampf) gilt:

  • keine Flächenbegrenzung
  • keine Gruppengrössenbeschränkung der Teilnehmenden
  • Es dürfen ferner soviele Leiterinnen und Leiter/Trainerinnen und Trainer und weitere Betreuungspersonen anwesend sein, wie nötig. Zuschauer, Eltern und Begleitpersonen ohne aktive Funktion sind nicht zugelassen.
  • keine Maskenpflicht im Wasser
  • Maskenpflicht für alle Personen die älter als 12 Jahre sind (Teilnehmende, Leiterinnen und Leiter/Trainerinnen und Trainer und weitere Betreuungspersonen) ab Eintritt in das Gebäude bis und mit Garderobe.

Erfolgt die Nutzung ausschliesslich durch oder gemischt mit Erwachsenen mit Jg. 2000 und älter gilt:

  • pro Person muss eine Wasserfläche von mindestens 25m2 zur Verfügung stehen
  • es dürfen maximal 15 Personen im gleichen Hallenbadraum sein (Teilnehmende inkl. Leiterinnen und Leiter und weitere Betreuungspersonen, ohne Personal des Hallenbads). Zuschauer und Begleitpersonen ohne aktive Funktion sind nicht zugelassen.
  • keine Maskenpflicht im Wasser
  • Maskenpflicht für alle Personen die älter als 12 Jahre sind (Teilnehmende, Leiterinnen und Leiter/Trainerinnen und Trainer und weitere Betreuungspersonen) ab Eintritt in das Gebäude bis und mit Garderobe.

Freibäder

  • Bezüglich Wasserfläche bestehen keine expliziten Vorgaben im Gegensatz zu den Hallenbädern.
  • Die maximale Kapazität berechnet sich hier auf die 10 Quadratmeter Fläche pro Person in Bezug auf die Gesamtfläche der Anlage (ohne Wasserfläche).

Wellnessanlagen/Wellnesszentren dürfen nur ihre Aussenbereiche und die dafür notwendigen Innenbereiche wie Toiletten, Garderoben, etc. öffnen.

Sportaktivitäten von Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Jahrgang 2001 und jünger

Für Sportaktivitäten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Jahrgang 2001 und jünger gelten keine Einschränkungen im Trainingsbetrieb, weder drinnen noch draussen. Auch Wettkämpfe dürfen in sämtlichen Sportarten durchgeführt werden, jedoch ohne Publikum. Trainerinnen und Trainer müssen Masken tragen, Sportlerinnen und Sportler nicht.

Sportaktivitäten von Personen mit Jahrgang 2000 und älter

Innenbereiche

Sportaktivitäten in Innenbereichen sind grundsätzlich wieder möglich. Pro Raum (bspw. Turnhalle) sind höchstens 15 Personen zulässig (gilt nicht für Fitnesscenter). Es muss dabei stets eine Maske getragen UND der Abstand von 1,5m eingehalten werden. Sportaktivitäten mit Körperkontakt sind nicht erlaubt. Sport ohne Maske ist nur möglich, wenn der Sport mit Maske nicht ausgeübt werden kann und strenge Abstandsvorgaben umgesetzt werden (25m2 p./P. bei körperlich anstrengenden Aktivitäten wie Ausdauertraining im Fitnesscenter z.B. Velo/Laufband/Ruderergometer, 15m2 p./P. bei «ruhigen», stationären Aktivitäten wie Yoga).

Aussenbereiche

Einzelsportarten, die draussen ausgeführt werden (wie Joggen, Langlauf, Radfahren etc.) sowie Gruppentrainings bis maximal 15 Personen im freien Gelände resp. im Aussenbereich von Freizeit- und Sportanlagen sind weiterhin erlaubt. Körperkontakt ist nur erlaubt, wenn eine Maske getragen wird. Grundsätzlich muss eine Maske getragen oder stets der erforderliche Abstand eingehalten werden.

Professioneller Sport

Für den Leistungssport sowie den professionellen und semi-professionellen Bereich im Sport (Erwachsene sowie Nachwuchsleistungssportler/-innen) gelten spezifische Regeln. Es sind die Schutzkonzepte und Vorgaben der entsprechenden Sportverbände zu berücksichtigen und die Angaben des BASPO und von Swiss Olympic zu konsultieren.

Sportveranstaltungen/Wettkämpfe

Breitensport

  • Wettkämpfe im Sportbereich sind für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Jahrgang 2001 und jünger in allen Sportarten sowohl im Innenbereich wie auch im Aussenbereich von Sport- und Freizeitanlagen erlaubt. Publikum ist nicht zugelassen.
  • Für Personen ab Jahrgang 2000 und älter dürfen Wettkämpfe bis maximal 15 Personen drinnen wie draussen wieder durchgeführt werden. Zudem muss drinnen eine Maske getragen UND der Abstand eingehalten werden; draussen muss eine Maske getragen oder der Abstand eingehalten werden. Publikum ist nicht zugelassen.

Details zu den Vorgaben für Sportwettkämpfe im Breitensport sind dem FAQ vom BASPO (öffnet in einem neuen Fenster) und dem FAQ von Swiss Olympic (öffnet in einem neuen Fenster) zu entnehmen.

Leistungssport/Teams aus einer Liga mit professionellem oder semiprofessionellem Spielbetrieb:

Wettkämpfe mit und ohne Körperkontakt sind im Leistungssport möglich. Es gibt keine Begrenzung an Teilnehmenden. Es sind draussen maximal 100 Zuschauer, drinnen maximal 50 Zuschauer zugelassen. Zusätzlich gilt eine Beschränkung auf maximal ein Drittel der Kapazität des Veranstaltungsorts. Für die Zuschauenden gilt Sitzpflicht, Maskenpflicht und der Abstand von 1,5m muss eingehalten oder ein Sitz zwischen den Zuschauenden muss freigelassen werden. Es gilt ferner die weiteren Bestimmungen des BAG, BASPO, Swiss Olympic und der Sportverbände einzuhalten.

Immer geltende Grundsätze

Für Personen mit Jahrgang 2001 und jünger

  • Nur gesund und symptomfrei ins Training. Sportlerinnen und Sportler, aber auch Trainerinnen und Trainer mit Krankheitssymptomen bleiben zu Hause.
  • Hygieneregeln beachten. Vor und nach dem Training Händewaschen.
  • Bei Gruppen- und Vereinstrainings sowie Veranstaltungen Präsenzlisten führen. Für ein allfälliges Contact Tracing ist das Führen von Präsenzlisten und die Bezeichnung einer verantwortlichen Person zur Einhaltung der Grundregeln (Schutzkonzept) notwendig.

Für Personen mit Jahrgang 2000 und älter

  • Training draussen und drinnen in maximaler Gruppengrösse von 15 Personen.
  • Drinnen: grundsätzlich immer eine Maske tragen, immer Abstand von 1,5m einhalten. Ausnahmen je nach Sportart/Sportaktivität möglich.
  • Draussen: Entweder Abstand von 1.5m einhalten oder Maske tragen.
  • Nur gesund und symptomfrei ins Training. Sportlerinnen und Sportler, aber auch Trainerinnen und Trainer mit Krankheitssymptomen bleiben zu Hause.
  • Hygieneregeln beachten. Vor und nach dem Training Händewaschen.
  • Bei Gruppen- und Vereinstrainings Präsenzlisten führen. Für ein allfälliges Contact Tracing ist das Führen von Präsenzlisten und die Bezeichnung einer verantwortlichen Person zur Einhaltung der Grundregeln (Schutzkonzept) notwendig.

Merkblatt Sportaktivitäten

Der Kanton Aargau stellt die oben notierten Ausführungen für Sportaktivitäten als Merkblatt zur Verfügung.

Schutzkonzepte

Für die Ausübung einer Sportaktivität sind weiterhin zwei Schutzkonzepte notwendig:

Schutzkonzept der Trainingsveranstalter oder Wettkampfveranstalter

Viele Sportverbände stellen eigene Schutzkonzepte zur Verfügung. Diese dienen als Grundlage für ein Schutzkonzept, das mit wenig Aufwand auf den eigenen Verein angepasst werden kann. Die Verantwortung zur Umsetzung der jeweiligen Schutzkonzepte liegt bei den einzelnen Vereinen, Trainerinnen und Trainern/Leiterinnen und Leitern sowie den Sportlerinnen und Sportlern. Bei Fragen zur Durchführung von Vereinsaktivitäten oder zu den benötigten Schutzkonzepten, können sich die lokalen Vereine an ihre jeweilige Dachorganisation wenden.

Wer als Sportgruppe nicht Teil eines übergeordneten Verbands ist (zum Beispiel Plauschmannschaften) muss ein eigenes Schutzkonzept erstellen. Individualsportlerinnen und -sportler müssen bis zu einer Gruppengrösse von 5 Personen keine Schutzkonzepte erstellen.

Schutzkonzept der Sportanlagen-Betreiber

Die zum Ausüben der Sportart betroffene Sportanlage muss vom jeweiligen Betreiber (Gemeinde, Kanton, Schule, Private, usw.) für die Sportaktivität freigegeben werden. Dieser Entscheid obliegt jedem Sportanlagenbetreiber selber.

  • Es steht den jeweiligen lokalen Betreibern einer Sportanlage - insbesondere auch von Hallen- und Freibädern - frei, spezifischere Vorgaben zu erlassen.
  • Jede Person muss in Eigenverantwortung sein Verhalten an die jeweilige Situation anpassen und trägt mit einem rücksichtsvollen Umgang dazu bei, weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Kantonale Schutzkonzepte für den Trainings- und Sportbetrieb

Der Kanton Aargau hat für die kantonalen Sportanlagen und das Hallenbad Telli Schutzkonzepte erarbeitet. Die Inhalte können von Gemeinden als Vorlage verwendet werden.

Dokumente werden laufend aktualisiert

Die vorliegenden kantonalen Dokumente und Merkblätter werden laufend in Rücksprache mit dem BASPO und Swiss Olympic überarbeitet und präzisiert. Bitte überprüfen Sie regelmässig die Aktualität.

J+S-Aktivitäten

J+S Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Jahrgang 2001 und jünger sind ohne Einschränkungen möglich. Es werden alle J+S-Aktivitäten subventioniert, die durchgeführt wer-den, auch wenn die minimale Anzahl Aktivitäten nicht eingehalten werden.

Weitere Informationen auf der Webseite von Jugend+Sport, auf der Webseite des BASPO sowie bei den jeweiligen Sportverbänden.

Hinweis Freiwilliger Schulsport

Der Freiwillige Schulsport findet grundsätzlich regulär statt. Über die Durchführung entscheiden die Verantwortlichen im Einzelfall vor Ort.

Lageraktivitäten

Von Volksschulen organisierte Klassen- und Schullager sind im Kanton Aargau verboten. Auf Lager auf Sekundarstufe II sollte weitestgehend verzichtet werden.

Bei der Planung und Durchführung von Lagern anderer Organisatoren muss auf die aktuelle Lage Rücksicht genommen werden. Solche Lager sind grundsätzlich wieder möglich. Über die Durchführung müssen die Organisatoren inidividuell entscheiden. Es müssen Schutzkonzepte erstellt und ggf. weitere Abklärungen und Schutzmassnahmen getroffen werden. Der Kanton Aargau rät zur Vorsicht.

Grundsätzlich gilt:

Lager-Schutzkonzepte

Da sich Lager von Fall zu Fall unterschieden, sieht der Kanton Aargau davon ab, ein zentrales Schutzkonzept für Lageraktivitäten zur Verfügung zu stellen.

Es ist wichtig, dass bei einer Durchführung das Lagerschutzkonzept durch alle Beteiligten (Leitungspersonen, Teilnehmende, Eltern, etc.) jederzeit eingehalten wird. Es empfiehlt sich, die Vorgaben vollständig, wiederholt und klar vor und während dem Lager zu kommunizieren. Für die Umsetzung und Einhaltung des Schutzkonzepts sind die einzelnen Organisationen zuständig.

Schneesportlager

Für Schneesportlager stellt die Schneesportinitiative Schweiz (GoSnow) ein Schutzkonzept für zur Verfügung. Dieses kann als Vorlage verwendet und von den Organisatoren (Schulen, Vereine) übernommen und angepasst werden. Zusätzlich zum eigenen Schutzkonzept müssen die Schutzmassnahmen und -vorschriften des Lagerhauses, der Bergbahnen und allenfalls Restaurantbetriebe eingehalten werden. Holen Sie diese Informationen frühzeitig ein, damit die Rahmenbedingungen im Lagerschutzkonzept aufgenommen werden können.

Lager von Jugendverbänden

Für Lager von Jugendverbänden stehen verschiedene Schutzkonzepte und Checklisten zur Verfügung. Auch diese können für das eigene Lager übernommen und angepasst werden.

Sportartenspezifische Lager

Informationen zu sportartenspezifischen Lagern sind jeweils beim entsprechenden Sportartenverband einzuholen.