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Sportaktivitäten wieder weitgehend möglich

Seit dem 22. Juni 2020 sind die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus weitgehend aufgehoben. Damit können Sportaktivitäten wieder weitgehend durchgeführt werden. Grossveranstaltungen bleiben bis Ende August verboten. Weiterhin sind Schutzkonzepte notwendig, die Hygieneregeln des BAG müssen beachtet werden und es muss ein Contact Tracing geführt werden. Im Kanton Aargau gilt vom 9. Juli bis zum 16. August zudem, dass bei Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmenden die Sektoren nicht mehr als 100 Personen umfassen dürfen.

Der Bundesrat hat am 19. Juni beschlossen, die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus im Sportbereich weitgehend aufzuheben. Die Lockerungen sind auf den 22. Juni in Kraft getreten. Sportlerinnen und Sportler dürfen seither individuell wie auch in den Vereinen weitgehend normal trainieren. Auch Wettkämpfe sind wieder möglich.

Erhöhte Ansteckungsgefahr

Die Lockerungen können zu erhöhter Ansteckungsgefahr führen, insbesondere wenn man sich verstärkt in Gruppen bewegt, bspw. in Sporttrainings. Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr und achten Sie auf Ihre Hygiene.

Rahmenvorgaben

Swiss Olympic hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sport (BASPO) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) für Sportaktivitäten ab dem 22. Juni Rahmenvorgaben (öffnet in einem neuen Fenster) erlassen.

Grundsätze

  • nur symptomfrei ins Training/an den Wettkampf - wer krank ist oder sich krank fühlt, bleibt zu Hause
  • Distanz halten (wenn immer möglich 1,5 Meter Abstand - die Flächenbegrenzung ist aufgehoben)
  • Einhaltung der Hygieneregeln des BAG (öffnet in einem neuen Fenster)
  • Präsenzlisten führen (Rückverfolgung von engen Kontakten – Contact Tracing)
  • Schutzkonzepte beachten
  • Bezeichnung einer verantwortlicher Person
  • Maximale Anzahl an Teilnehmenden und Zuschauenden bei Veranstaltungen einhalten

Erläuterung zum Trainingsbetrieb

Der Trainingsbetrieb ist grundsätzlich ohne Einschränkungen der Gruppengrössen wieder möglich und ist auch für Sportaktivitäten mit Körperkontakt wieder erlaubt. Dies gilt explizit auch für Sportaktivitäten, in denen ein dauernder enger Körperkontakt erforderlich ist; sei dies aufgrund der Spielanordnung in Mannschaftssportarten (z.B. American Football oder Rugby) oder bei Tanzsportarten und in Kampfsportarten wie Schwingen, Ringen oder Boxen. Bei der Ausübung von Sportaktivitäten mit engem Körperkontakt sollen die Trainings so gestaltet werden, dass sie möglichst in beständigen Gruppen stattfinden. Weiterhin sind Schutzkonzepte nötig.

Erläuterung zu Sportveranstaltungen

Seit Montag, 22. Juni 2020 dürfen Sportveranstaltungen mit bis zu 1000 Personen stattfinden - in allen Sportarten. Sofern es zu keiner Durchmischung der Zuschauerinnen und Zuschauern mit den Sportlerinnen und Sportlern kommt, sind auch bis je 1000 Personen möglich. Es gelten in jedem Fall strenge Vorgaben und für jede Veranstaltung muss ein eigenes Schutzkonzept erstellt werden in Absprache mit den zuständigen Behörden.

  • Im Kanton Aargau gilt gemäss einem Regierungsbeschluss, dass vom 9. Juli bis zum 16. August die maximale Sektorengrösse bei Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmenden auf 100 statt zuvor 300 Personen begrenzt ist. Damit wird im Falle einer Ansteckung der zu kontaktierende Personenkreis reduziert. Siehe dazu die Medienmitteilung vom 8. Juli 2020
  • Eine Durchmischung dieser Gruppen ist nicht erlaubt
  • Kann innerhalb dieser Gruppen der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden, empfiehlt sich gemäss BAG zudem das Tragen einer Schutzmaske.
  • Gilt bei einer Veranstaltung jedoch eine generelle Maskenpflicht und/oder kann die Abstandsregelung (1,5m) durchgehend eingehalten werden, kann auf die Aufteilung auf Gruppen und die Erfassung der Personendaten verzichtet werden.

Details zu den Regeln für Veranstaltungen sind der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (öffnet in einem neuen Fenster) des Bundes zu entnehmen.

Die aktualisierte Grafik von Swiss Olympic zu den Sportaktivitäten ab 22. Juni dient als Übersicht zu den geltenden Rahmenvorgaben.

Reduktion der Sektorengrösse bei Veranstaltungen auf maximal 100 Personen

Im Kanton Aargau gilt gemäss einem Regierungsbeschluss, dass vom 9. Juli bis zum 16. August die maximale Sektorengrösse bei Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmenden auf 100 statt zuvor 300 Personen begrenzt ist.

Bedingungen für Sportaktivitäten

Grundsätzlich gilt weiterhin, dass für die Ausübung einer Sportaktivität zwei Schutzkonzepte notwendig sind:

  • Es braucht ein Schutzkonzept des Betreibers der Sportanlage.
  • Es braucht ein Schutzkonzept des Trainingsveranstalters oder des Wettkampfveranstalters

Wer als Sportgruppe nicht Teil eines übergeordneten Verbands ist (zum Beispiel Plauschmannschaften) muss ein eigenes Schutzkonzept erstellen. Individualsportlerinnen und -sportler müssen keine Schutzkonzepte erstellen.

Grundlage für jedes Schutzkonzept eines lokalen Trainingsveranstalters (Sportverein) bildet das Standardkonzept Trainigsbetrieb (öffnet in einem neuen Fenster) von Swiss Olympic, das mit wenig Aufwand auf den eigenen Verein angepasst werden kann. Die Verantwortung zur Umsetzung der jeweiligen Schutzkonzepte liegt bei den einzelnen Vereinen und Trainerinnen und Trainern/Leiterinnen und Leitern sowie den Sportlerinnen und Sportlern. Sportverbände stellen teilweise eigene Schutzkonzepte zur Verfügung.

Bei Fragen zur Wiederaufnahme der Vereinsaktivitäten oder zu den benötigten Schutzkonzepten, können sich die lokalen Vereine an ihre jeweilige Dachorganisation wenden.

Öffnung der Sportanlagen

Die zum Ausüben der Sportart betroffene Sportanlage muss vom jeweiligen Betreiber (Gemeinde, Kanton, Schule, Private, usw.) für die Sportaktivität wieder freigegeben werden. Dieser Entscheid obliegt jedem Sportanlagenbetreiber selber.

Der Kanton Aargau ermuntert alle Sportanlagenbetreiber, ihre Sportanlagen – falls dies bisher noch nicht erfolgt ist – wieder zu öffnen. Es besteht ein grosses Bedürfnis nach Wiederaufnahme der Sportaktivitäten!

Keine Flächenbegrenzung pro Person

Der Bund hat die Vorgabe aufgehoben, dass pro Person 10m2 Fläche zur Verfügung stehen müssen. Der Kanton Aargau verzichtet darauf, als Ersatz dafür eine kantonale Richtlinie zu erlassen. Das bedeutet:

  • Es steht den jeweiligen lokalen Betreibern einer Sportanlage - insbesondere auch von Hallen- und Freibädern - frei, dazu spezifischere Vorgaben zu erlassen.
  • Jede Person muss in Eigenverantwortung sein Verhalten an die jeweilige Situation anpassen und trägt mit einem rücksichtsvollen Umgang dazu bei, weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Unter diesen gegebenen Bedingungen kann in den Sportanlagen der Betrieb nahe am Normalbetrieb geführt werden.

Merkblatt und Schutzkonzepte Kanton Aargau

Der Kanton Aargau hat für Sportinteressierte und Sportvereine sein Merkblatt für Sportaktivitäten aktualisiert. Ebenso stehen die überarbeiteten Schutzkonzepte für die kantonalen Sportanlagen und das Hallenbad Telli zur Verfügung.