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Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Thematische Auflistung der häufigsten Fragen und Antworten (FAQ) zum Coronavirus - mit Fokus auf den Kanton Aargau.

Inhaltsverzeichnis

1. Covid-Zertifikat
2. Impfung

3. Schutzkonzepte und Schutzmassnahmen in Betrieben und an Veranstaltungen

4. Schutzmassnahmen, Tests und Vorgehen bei Symptomen

5. FAQ Repetitives Testen (ReTe)

6. Wirtschaft und Gewerbe
7. Bildung und Betreuung
8. Kultur-, Sport und gemeinnützige Bereiche
9. Gesundheits-, und Sozialwesen sowie Gemeinden

1. Covid-Zertifikate

Wie erhalte ich ein Covid-Zertifikat?

Die verschiedenen Covid-Zertifikate erhalten Sie im Kanton Aargau wie folgt:

Kann ich für eine andere Person (z. B. Familie) das Zertifikat beantragen?

Im Zuge der Impfung wurden Ihre persönlichen Daten sowie Ihre Mobile Nummer hinterlegt. Wenn Ihre Familienangehörigen unter der gleichen Mobile Nummer registriert wurden, stehen die Impfzertifikate nach Beantragung im Online-Portal gesammelt zur Verfügung.

Wie lange ist mein Covid-Zertifikat gültig?

Die Gültigkeitsdauer unterscheidet sich je nachdem, ob Ihr Covid-Zertifikat eine Covid-19-Impfung, eine durchgemachte Erkrankung oder ein negatives Testergebnis dokumentiert. Aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse kann die Gültigkeitsdauer angepasst werden. Sie können sich in der App anzeigen lassen, wie lange das Covid-Zertifikat gültig ist und wann es in der Schweiz ablaufen wird. Eine proaktive Information erfolgt nicht.

Ein Geimpft-Zertifikat gilt bei einer Impfung mit zwei Dosen (Comirnaty, Spikevax, Vaxzevria, Sinopharm BIBP, Sinovac, Covishield) ab dem Tag der Verabreichung der zweiten Dosis, bei einer Dosis (Covid-19 Vaccine Janssen) ab dem 22. Tag nach Verabreichung der Dosis.

Ist mein Covid-Zertifikat auch im Ausland und für Reisen gültig?

Das hängt von Ihrer Reisedestination ab. Bitte informieren Sie sich beim Reiseveranstalter oder bei der Fluggesellschaft. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BAG (öffnet in einem neuen Fenster).

Wie lange dauert die Beantragung des Zertifikats?

Wenn Sie mit Ihren korrekten Daten erfasst wurden, dann dauert es wenige Minuten, bis Ihr Zertifikat im Online-Portal bereitsteht. Sollte eine Änderung Ihrer Daten erforderlich sein, so kann dies einige Tage dauern. Weitere Informationen finden Sie auf www.ag.ch/covid-zertifikat.

Was kostet mich die Bestellung eines Zertifikats?

Das Covid-Zertifikat ist grundsätzlich kostenlos. Die Kosten werden vom Bund übernommen.

Sollte Ihnen die Zertifikatserstellung in Rechnung gestellt werden, besteht die Möglichkeit, dass es sich um Betrug handelt. Prüfen Sie in diesem Fall mithilfe Ihrer "COVID Certificate"-App die Gültigkeit des Zertifikats.

Wie werden meine Daten im Kanton Aargau gespeichert?

Personendaten werden nicht zentral bei der Bundesverwaltung gespeichert. Die für die Signierung des Zertifikats benötigten persönlichen Daten werden vom System des Bundes gelöscht, sobald das Zertifikat generiert und übermittelt wurde. Ihre notwendigen persönlichen Daten wurden im Zuge Ihrer Registrierung für eine Impfung oder einen Test auf kantonaler Ebene bereits erfasst, es ist keine erneute Dateneingabe zur Beantragung des Zertifikats erforderlich. Diese Daten bilden die Grundlage für die Erstellung und Wiedererlangung Ihres Zertifikats. Ihre über das Online-Portal beantragten Covid-Zertifikate bleiben dort für den Falle eines Verlustes verfügbar, so dass Sie jederzeit Zugriff darauf haben.

Ich habe eine neue Telefonnummer (Wechsel zw. Registrierung und Zertifikatsantrag)

Bitte nehmen Sie mit uns über das Zertifikat-Antragsformular auf der kantonalen Webseite Kontakt auf und übermitteln Sie uns die dort aufgeführten Daten und Unterlagen. Wir werden Ihre Daten für Sie anpassen.

Ich wurde vom mobilen Team geimpft und habe nur ein Personendatenblatt ausgefüllt (z. B. Pflegeheim), ich habe keinerlei Bestätigung per Mail oder SMS.  Wie erhalte ich mein Zertifikat?

Bürgerinnen und Bürger die von mobilen Teams geimpft wurden oder Bewohner von Heimen sind, werden von uns proaktiv über die Möglichkeiten des Bezuges ihrer Zertifikate informiert. Sollten Sie noch keine Nachricht erhalten haben, nehmen Sie bitte mit uns über dasZertifikat-Antragsformular auf der kantonalen Webseite Kontakt auf und übermitteln Sie uns die dort aufgeführten Daten und Unterlagen. Wir werden uns bei Ihnen melden.

Meine Daten auf meiner Identitätskarte und dem Zertifikats-Portal weichen voneinander ab (z.B. Geburtsdatum oder Name). Wie soll ich vorgehen?

Bitte nehmen Sie mit uns über das Zertifikat-Antragsformular auf der kantonalen Webseite Kontakt auf und übermitteln Sie uns die dort aufgeführten Daten und Unterlagen. Wir werden Ihre Daten für Sie anpassen. Bitte beachten Sie, dass mit der erneuten Ausstellung des Zertifikats das früher bezogene seine Gültigkeit verliert.

Ich habe die App heruntergeladen, komme aber nicht weiter. Was muss ich tun?

Nachdem Sie die App geladen und installiert haben, folgen Sie bitte den Hinweisen auf dem Bildschirm. Anschliessend können Sie den QR-Code des Zertifikats in Papierform oder vom Bildschirm einscannen.

Wenn dies nicht funktioniert, schreiben Sie uns eine E-Mail auf coronavirus@ag.ch.

Können Covid-Zertifikate physisch im Impfzentrum bezogen werden?

Nein, das ist nicht möglich. Sie können das Covid-Zertifikat für Geimpfte auf www.ag.ch/covid-zertifikat beantragen.

Was ist das Covid-Zertifikat light?

Das Covid-Zertifikat "light" bietet die Möglichkeit, in der "COVID Certificate"-App eine datenminimierte Zertifikatskopie zu generieren. Diese Zertifikatskopie zeigt lediglich das Vorliegen eines gültigen Zertifikats an, jedoch ohne Gesundheitsdaten zu enthalten.

Die Schutzdauer der Impfung soll 12 Monate betragen. Müssen bereits Geimpfte ein neues Zertifikat beantragen, wenn sich die Gültigkeit des Covid-Zertifikates für Geimpfte aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse verändert?

Die Gültigkeitsdauer von Covid-Zertifikaten wird anhand des Datums der Verabreichung der letzten Impfdosis in den Applikationen automatisch angepasst und berechnet. Dies gilt auch für allfällige Anpassungen der Gültigkeitsdauern von Tests.

Was muss ich tun, wenn ich zwei Mal geimpft bin und mein Zertifikat bald abläuft? Mit welchem Test kann ich das Zertifikat verlängern?

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beobachten und evaluieren laufend die neuesten Daten und Erkenntnisse. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, kann die Gültigkeit verlängert werden. In der "COVID Certificate"-App wird die Dauer der Gültigkeit automatisch nach den aktuellen Bestimmungen angepasst.

Die Verlängerung des Covid-Zertifikates ist derzeit frühestens nach 12 Monaten notwendig. Informationen zum Vorgehen finden Sie auf www.ag.ch/covid-zertifikat, sobald noch offene Fragen geklärt sind.

Wann und wo brauche ich das Zertifikat?

Bitte informieren Sie sich direkt bei Veranstaltern, Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften, etc. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BAG (öffnet in einem neuen Fenster).
Ab 13. September gilt die Zertifikatspflicht neu auch in Innenbereichen von (Hotel-)Bars und Restaurants, in Freizeit-, Sport und Unterhaltungsbetrieben wie Theater, Kinos, Casinos, Schwimmbäder, Museen, Zoos, Veranstaltungen im Innenbereich sowie für Aktivitäten von Sport- und Kulturvereinen, ausser diese finden in beständigen Gruppen von bis zu 30 Personen statt.

Gibt es eine Zertifikatspflicht am Arbeitsplatz?

Nein. Arbeitgeber dürfen das Vorliegen eines Zertifikats bei ihren Arbeitnehmenden nur dann überprüfen, wenn es dazu dient, angemessene Schutzmassnahmen festzulegen oder Testkonzepte umzusetzen.

Kann man mit einer einzigen Impfung reisen?

Das hängt von Ihrer Reisedestination ab. Bitte informieren Sie sich beim Reiseveranstalter oder bei der Fluggesellschaft. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BAG (öffnet in einem neuen Fenster).

Kann ich Zertifikate auf andere Geräte weiterleiten/übertragen?

Informationen hierzu finden Sie unter www.ag.ch/covid-zertifikat. Das Zertifikat in PDF-Format können Sie an mehrere Endgeräte übertragen. Ebenso lassen sich mehrere Zertifikate in der "COVID Certificate"-App speichern. Für die Anzeige des Zertifikats auf dem Handy benötigen Sie hingegen die "COVID Certificate"-App. Eine Übertragung in eine andere App ist nicht möglich.

Woher bekomme ich den QR-Code für die App?

Das Covid-Zertifikat wird Ihnen auf Anfrage in Papierform oder als PDF-Dokument mit einem QR-Code zur Verfügung gestellt. Alle Informationen dazu finden Sie auf www.ag.ch/covid-zertifikat. Das Herzstück des Covid-Zertifikats ist ein QR-Code. Er macht das Zertifikat dank einer elektronischen Signatur der Schweizerischen Eidgenossenschaft fälschungssicher und garantiert die Echtheit des Covid-Zertifikats.

Ich habe die App heruntergeladen, komme aber nicht weiter. Was muss ich tun?

Nachdem Sie die "COVID Certificate"-App geladen und installiert haben folgen Sie bitte den Hinweisen in der App. Anschliessend können Sie den QR-Code des Zertifikats einscannen.

Ich habe mich in der Hausarztpraxis oder von einem mobilen Team impfen lassen. Bekomme ich ein Zertifikat? Wie?

Sie können Ihr Zertifikat über www.ag.ch/covid-zertifikat beziehen.

Ich habe die SMS zur Authentifizierung nicht erhalten. Wie soll ich vorgehen?

Bitte prüfen Sie Ihre registrierte Handynummer. Sollte sich diese zwischenzeitlich geändert haben nutzen Sie bitte das Zertifikat-Antragsformular auf der kantonalen Webseite und teilen uns diese mit. Wir werden die Daten für Sie anpassen und informieren Sie entsprechend.

Ich habe meine Impfung im Ausland oder in einem anderen Kanton erhalten, bekomme ich im Aargau ein Schweizer Covid-Zertifikat?

Ja. Wenn Sie in einem anderen Kanton oder im Ausland einmalig geimpft wurden und eine Folgeimpfung wünschen, so ist dies derzeit bei den Impfstandorten des Kantonsspitals Aarau und des Kantonsspitals Baden KSB (Standort Baden) möglich. Sie müssen hierfür über eine Schweizer Krankenversicherung verfügen. Bitte vereinbaren Sie über www.ag.ch/covid-impfanmeldung (öffnet in einem neuen Fenster) einen Termin und weisen Sie folgende Unterlagen vor:

Wenn Sie im Ausland genesen sind oder vollständig geimpft wurden können Sie unter coronavirus@ag.ch Ihr Schweizer Covid-Zertifikat beantragen.

Bitte stellen Sie nur in einem Kanton einen Antrag. Für einen Antrag im Kanton Aargau senden Sie eine E-Mail mit folgenden Angaben und Unterlagen an coronavirus@ag.ch. Eine telefonische Bestellung von Covid-Zertifikaten ist nicht möglich. Ihre Unterlagen müssen in Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch vorliegen, auch eine amtlich beglaubigte Übersetzung ist zulässig. Wir benötigen folgende Angaben / Unterlagen von Ihnen:

Persönliche Angaben:

  • Geschlecht
  • Vorname
  • Name
  • Geburtsdatum
  • Mobiltelefon-Nr.
  • E-Mail
  • Strasse/Nr. (Wohnadresse)
  • Postleitzahl / Wohnort

Und bitte senden Sie uns folgende Dokumente elektronisch in lesbarer Form:

  • Ausweis (amtlicher Ausweis, Pass, Niederlassungsbewilligung)
  • Für das Geimpft-Zertifikat: Impfnachweis (WHO-Impfpass, allg. Impfnachweis in Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch oder in einer amtlich beglaubigten Übersetzung)
  • Für das Genesen-Zertifikat: Nachweis einer durchgemachten Covid-Erkrankung (nur aufgrund eines positiven PCR-Tests) sowie Bestätigung der Aufhebung der Absonderung oder ärztliche Bestätigung der Genesung von einer zuständigen Stelle mit behördlichen Aufgaben einschliesslich Name und Adresse dieser Stelle

Wir senden Ihnen das Zertifikat per E-Mail zu. Postversand ist nur an eine Adresse in der Schweiz möglich. Falls Sie dies wünschen, geben Sie uns bitte eine Adresse in der Schweiz an.

Bitte teilen Sie uns zusätzlich mit, ob Sie das Zertifikat in elektronischer Form oder auf postalischem Weg erhalten möchten.

Weitere Informationen zum Covid-Zertifikat finden Sie auf www.ag.ch/covid-zertifikat (öffnet in einem neuen Fenster).

Ich bin Auslandschweizer oder Grenzgängerin, kann ich mich im Kanton Aargau impfen lassen?

Ja. Der Bund übernimmt die Kosten von Covid-19-Impfungen, die bei den folgenden Personen durchgeführt werden:

a. Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben;

b. Personen, die in der Schweiz als Grenzgängerinnen oder Grenzgänger erwerbstätig sind;

c. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sowie deren enge Familienangehörige ohne Schweizer Bürgerrecht, die im gleichen Haushalt leben.

Brauchen Kinder ein Covid-Zertifikat?

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren benötigen kein Zertifikat.

Kann die Sprache in der Zertifikat-App gewählt werden?

Das ist teilweise möglich. Die durch die "COVID Certificate"-App unterstützten Sprachen umfassen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Die Covid-Zertifikate werden in einer Amtssprache nach Wahl, jeweils in Kombination mit Englisch ausgestellt.

Wie kann ich als Veranstalter oder Restaurantbesitzerin Covid-Zertifikate prüfen?

Damit die Echtheit und Gültigkeit des Covid-Zertifikats überprüft werden kann, wird die «COVID Certificate Check»-App zur Verfügung gestellt. Diese steht in den Appstores für Apple und Android zur Verfügung. Dazu wird der QR-Code auf dem Papierzertifikat oder in der «COVID Certificate»-App gescannt und die darin enthaltene elektronische Signatur überprüft. Die prüfende Person sieht bei diesem Vorgang auf der «COVID Certificate Check»-App den Namen und das Geburtsdatum der Zertifikats-Inhaberin / des Zertifikats-Inhabers und, ob das Covid-Zertifikat gültig ist. Die prüfende Person muss dann den Namen und das Geburtsdatum mit einem Ausweisdokument mit Foto (beispielsweise Pass, Identitätskarte, Führerausweis, Aufenthaltsbewilligung, Studentenausweis oder SwissPass) abgleichen und so sicherstellen, dass das Zertifikat auf diese Person ausgestellt wurde.

Ungeimpfte Personen müssen nach der Einreise in die Schweiz Testresultate vorweisen. Wo kann man diese im Kanton Aargau einsenden?

Alle Personen, die nicht geimpft oder genesen sind müssen bei der Einreise einen negativen Test (Antigen oder PCR) vorweisen, unabhängig davon, woher sie kommen und mit welchem Verkehrsmittel sie einreisen. Nach vier bis sieben Tagen in der Schweiz wird ein weiterer, in der Schweiz durchgeführter Test verlangt. Dieser Test ist kostenpflichtig. Das Resultat des zweiten Tests muss der zuständigen kantonalen Stelle übermittelt werden. Für den Kanton Aargau steht dazu dieses Formular (öffnet in einem neuen Fenster) zur Verfügung. Für geimpfte und genesene Personen mit einem Covid-Zertifikat oder einem anderen gültigen Nachweis einer Impfung oder Genesung gilt keine Testpflicht. Weitere Informationen zum Einreiseformular finden Sie auf der Webseite des Bundes.

2. Impfung

2.1 Impfangebote

Welche Impfangebote gibt es derzeit im Kanton Aargau?

Eine Übersicht dazu finden Sie auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Wie kann ich mich anmelden?

Eine Übersicht über die derzeit verfügbaren Impfangebote und entsprechende Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Kann ich mich auch für einen Impftermin bei meinem Hausarzt anmelden?

Ja. Hausärztinnen und Hausärzte impfen nur ihre eigenen Patientinnen und Patienten.

Ich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht in eines der Impfzentren gehen. Wie melde ich mich an?

Bitte besprechen Sie dies mit Ihrer behandelnden Ärztin oder mit Ihrem behandelnden Arzt. Für immobile Patientinnen und Patienten (Bettlägerigkeit vorausgesetzt) sind mobile Einsätze möglich. Alle Informationen zu den derzeit verfügbaren Impfangeboten finden Sie auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Ich habe die erste Impfung in einem anderen Kanton oder im Ausland erhalten, kann ich nun die zweite Impfung einer beweglichen Impfstation, beim Hausarzt oder in einer Apotheke erhalten? Wenn ja, wie bekomme ich das Zertifikat?

Das ist nur in einem Impfzentrum möglich, nicht jedoch bei den beweglichen Impfstationen und auch nicht in den Apotheken. Eine Übersicht über die Impfzentren finden Sie auf www.ag.ch/coronavirus-impfung.

Nach der zweiten Impfung kann ein Covid-Zertifikat im Kanton, in welchem die zweite Impfung verabreicht wurde, beantragt werden.

Ich habe Covid-19 im Ausland gehabt und habe keinen Nachweis dafür. Kann ich nun bei einer beweglichen Impfstation, beim Hausarzt oder in einer Apotheke nur eine Impfung erhalten und bekomme dann trotzdem das Genesen-Zertifikat?

Nein, das ist nicht möglich. In der Schweiz nur ein Zertifikat, wer sich hier zweimal impfen lässt oder zweifelsfrei und schriftlich nachweisen kann, dass er oder sie mit einem in der Schweiz zugelassenen Impfstoff im Ausland geimpft wurde.

Wie melden sich Personen an, die an einer Allergie leiden?

Grundsätzlich genau gleich wie alle anderen Personen. Für Personen mit häufigen und bekannten Allergien wie etwa Pollen ist die Impfung unbedenklich. Lediglich für Personen mit Allergien auf einen Bestandteil des Impfstoffs (beispielsweise Propylenglykol, PEG oder Macrogol) ist eine Impfung derzeit nicht möglich. Falls Sie unsicher sind, informieren Sie sich bei der Hotline des Bundesamtes für Gesundheit, täglich von 6 bis 23 Uhr unter 058 377 88 92. Oder fragen Sie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.

Kann ich mich im Kanton Aargau für eine Impfung anmelden, wenn ich in einem anderen Kanton wohne?

Ja, das ist möglich. Bitte beachten Sie aber, dass die erste und die zweite Impfdosis in demselben Kanton bezogen werden muss.

Können Patientinnen und Patienten aus Deutschland, die von grenznahen Hausärztinnen und Hausärzten im Kanton Aargau medizinisch betreut werden, im Kanton Aargau eine Covid-19-Impfung erhalten?

Sofern die Person KVG-versichert ist, kann eine Person mit Wohnsitz in Deutschland im Kanton Aargau eine Covid-19-Impfung erhalten.

2.2 Weitere Fragen zur Impfung

Welche Dokumente muss ich zum Impftermin mitbringen?

Sie werden bei der Anmeldung darauf hingewiesen, wie Sie sich vorbereiten müssen und welche Dokumente Sie mitbringen sollten. Grundsätzlich benötigen Sie einen amtlichen Ausweis und Ihre Krankenkassenkarte bzw. einen anderen Versicherungsausweis.

Falls Sie bereits einmal an Covid-19 erkrankt waren, bringen Sie bitte auch einen positiven Testbescheid (PCR-, Antigen- oder Antikörper-Test) als Nachweis Ihrer Genesung zum Impftermin mit. Wer an Covid-19 erkrankt war, braucht in der Regel nur eine Impfdosis für eine längerfristige Immunität. Nachweise von Sars-Cov-2-Antiköper IgG werden nur anerkannt, wenn es sich um durch Swissmedic zertifizierte mikrobiologische Labore handelt.

Falls Sie die Covid-19-Impfung in Ihr Impfbüchlein (Impfausweis) eintragen lassen möchten, bringen Sie auch dieses mit. Sie benötigen diesen Eintrag aber nicht unbedingt. Sie erhalten vor Ort eine schriftliche Bestätigung der Impfung (Impfnachweis). Falls Sie noch kein Impfbüchlein besitzen oder dieses voll ist, können Sie bei einer Apotheke oder auf der Website des Bundes (öffnet in einem neuen Fenster) ein neues bestellen.

Auf was sollte ich im Zusammenhang mit der Impfung achten?

Am Tag der Impfung bis zwei Tage danach empfehlen wir Ihnen, Ihren Körper zu schonen, damit die schützende Immunität bestmöglich aufgebaut werden kann. Das heisst:

  • Keine körperliche Anstrengung
  • Kein Sonnenbad
  • Kein Alkohol

Benötige ich ein ärztliches Attest (Bescheinigung), um einen Impftermin zu erhalten?

Nein, das benötigen Sie nicht.

Kann ich einen Impftermin wahrnehmen, wenn ich mich wegen einer Coronaerkrankung in meinem Umfeld in Quarantäne begeben musste?

Ob Sie während einer Quarantäne-Zeit einen Impftermin wahrnehmen können oder nicht, hängt von den jeweiligen Umständen ab. Es liegt im Ermessen des Kantonsärztlichen Dienstes, die Quarantäne ausnahmsweise zum Zweck einer Impfung aufzuheben. Bitte melden Sie sich via E-Mail bei kantonsarzt@ag.ch und begründen Sie, weshalb in Ihrem Fall ein Impftermin während der Quarantäne-Zeit wichtig ist.

Kann ich mich nach einer Covid-19-Erkrankung impfen lassen?

Der Kanton Aargau folgt den Empfehlungen der eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF. Wer an Covid-19 erkrankt war, braucht in der Regel nur eine Impfdosis für eine längerfristige Immunität. Als Beleg einer durchgemachten Covid-19 Infektion gelten ein positiver PCR oder ein positiver Antigen-Schnelltest, eine Isolations-Verfügung des Contact Tracing Centers sowie der Nachweis von SARS-CoV-2 Antikörpern im Blut (positive Serologie). Nachweise von Sars-Cov-2-Antiköper IgG werden nur anerkannt, wenn es sich um durch Swissmedic zertifizierte mikrobiologische Labore handelt.

Der Kanton Aargau empfiehlt, nach einer Covid-19 Infektion minimal vier Wochen und maximal drei Monate zu warten bis zur Impfung. Wer zwischen der ersten und zweiten Impfdosis an Covid-19 erkrankt, braucht eine weitere Impfdosis nach vier Wochen bis maximal drei Monaten. Wer nach der zweiten Impfdosis an Covid-19 erkrankt, braucht keine weitere Impfung.

Wenn Sie bereits einmal an Covid-19 erkrankt waren, bringen Sie bitte einen positiven Testbescheid (PCR-, Antigen- oder Antikörper-Test) als Nachweis Ihrer Genesung zum Impftermin mit. Wenn Sie ein Covid-Zertifikat für Genesene möchten, dann gilt hingegen nur ein positiver PCR-Test als Nachweis.

Wann erhalte ich eine Auffrischimpfung, also eine dritte Impfdosis?

Personen mit schwerer Immundefizienz (z.B. bei schwer immun-supprimierenden Behandlungen bei Transplantation Autoimmunerkrankungen oder bösartigen Neoplasien) wird 4 Wochen nach der 2. Dosis eine Bestimmung der anti-Spike IgG zur Indikationsstellung einer allfälligen 3. Dosis empfohlen. Den idealen Zeitpunkt der Gabe der 3. Dosis sollte mit den betreuenden Spezialisten besprochen werden. Dort ist die dritte Impfdosis Teil der Grundimmunisierung und gilt in diesem Sinne nicht als Auffrischimpfung. Für eine Auffrischimpfung, wie sie beispielsweise in Israel, in Deutschland oder auch in den USA zum Einsatz kommt, braucht es zunächst eine Zulassung der Arzneimittelbehörde swissmedic, die derzeit noch nicht vorliegt. Sollte diese vorliegen, erhalten voraussichtlich zunächst wieder Personen in Pflegeheimen, im Gesundheitswesen oder mit schweren Vorerkrankungen eine Auffrischimpfung. Aktuelle Daten zeigen, dass eine vollständige Impfung mit den mRNA-Impfstoffen von Pfizer/BioNTech und Moderna mindestens 12 Monate vor einer milden Covid-19-Erkrankung schützt. Der Schutz vor schweren Erkrankungen hält gemäss aktuellem Wissen wahrscheinlich länger als 12 Monate.

Brauchen Jugendliche eine Einverständniserklärung der Eltern?

Nein, Kinder ab 12 Jahren können sich in den Impfzentren des Kantonsspitals Baden und des Kantonsspitals Aarau auch ohne Einverständniserklärung der Eltern impfen lassen, sofern sie urteilsfähig sind. Der Kanton Aargau orientiert sich hier an den Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Die Urteilsfähigkeit wird vor Ort von Fachpersonen eingeschätzt. Wir empfehlen allen Jugendlichen, den Impfentscheid mit den Eltern zur besprechen und sich bei der Impfung von den Eltern begleiten zu lassen. Nur Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Volksschule (Sekundarstufe I), die sich im Rahmen von Impfungen an Schulen impfen lassen möchten, benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern.

Für welche Personen ist die Impfung derzeit nicht vorgesehen?

Momentan ist die Impfung gegen Covid-19 für folgende Personen nicht vorgesehen:

  • Personen mit einer schweren bestätigten Allergie auf einen Bestandteil des Impfstoffes (insbesondere Polyethylenglykol [PEG]).
  • Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren. Es fehlen momentan noch die entsprechenden Studiendaten für diese Altersgruppe.

Ich bin schwanger. Darf ich mich gegen Covid-19 impfen lassen?

Die Impfung wird für alle Frauen, die eine Schwangerschaft planen, während der Schwangerschaft ab 12 Schwangerschaftswochen (ab dem 2. Trimester), sowie in der Stillperiode empfohlen. Das empfohlene Impfschema mit mRNA Impfstoffen weicht dabei nicht von dem der Normalbevölkerung ab. Mit der Anpassung der Empfehlung, auf alle schwangeren Frauen, die im September 2021 erfolgt ist, muss neu kein ärztliches Attest mehr ausgestellt werden und es ist auch keine schriftliche Einwilligung der zu impfenden Person mehr erforderlich.

Ich stille: darf ich mich impfen lassen?

Stillende Frauen können mit mRNA Impfstoffen geimpft werden.

Wie viel Impfstoff steht dem Kanton Aargau zurzeit zur Verfügung?

Die Anzahl vorhandener Impfdosen im Kanton Aargau finden Sie in der täglich aktualisierten Impfstatistik.

Soll ich mich auch als nicht besonders gefährdete Person gegen Covid-19 impfen lassen?

Gute Gründe, sich impfen zu lassen:

  • Die Impfung schützt Sie vor einer Covid-19-Erkrankung. Obwohl manche Personen keine Symptome entwickeln oder einen milden Krankheitsverlauf haben, kann auch ein schwerer Verlauf möglich sein.
  • Nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus können andauernde gesundheitliche Einschränkungen (beispielsweise Atemschwierigkeiten bei anstrengenden Tätigkeiten oder Müdigkeit) auftreten. Dies kann auch bei jüngeren, gesunden Personen der Fall sein. Indem Sie sich impfen lassen, besteht gemäss BAG ein kleineres/kein Risiko, dass Sie sich überhaupt anstecken.
  • Sie schützen mit einer Impfung auch Personen in Ihrem Umfeld. Es gibt Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder bei denen die Impfung nicht so gut wirkt, weil das Immunsystem geschwächt ist. Mit der Impfung tragen Sie dazu bei, andere Personen zu schützen und die Anzahl Erkrankungen zu reduzieren.

Das soziale und wirtschaftliche Leben ist durch das Coronavirus stark eingeschränkt. Je weniger Personen mit dem Coronavirus angesteckt werden, desto eher ist die Normalisierung des Alltags wieder möglich.

Muss ich meine Einwilligung geben, bevor ich geimpft werde?

Ja, die müssen im Impfzentrum Ihre explizite Zustimmung geben, bevor Sie geimpft werden.

Wer entscheidet bei Personen, die nicht mehr in der Lage sind, selbst zu entscheiden, ob sie geimpft werden oder nicht?

Ist eine Person nicht in der Lage, selbst zu entscheiden, ob sie eine Impfung will, muss die Beistandsperson diesen Entscheid fällen. Dieser Entscheid muss schriftlich vorliegen. Ohne eine Einwilligungserklärung finden keine Impfungen statt.

Wie informiert sich jemand, wenn sie/er kein Internet hat?

Für medizinische Fragen zur Impfung steht Ihnen die Infoline des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) (058 377 88 92) zur Verfügung. Bei der Anmeldung kann Sie eine Person aus Ihrer Familie oder Ihrem Bekanntenkreis unterstützen. Ansonsten melden Sie sich bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder bei einer Apotheke.

Ausserdem erhalten Personen ohne Mobiltelefon und ohne Zugang zum Internet in Aargauer Apotheken Unterstützung bei der Anmeldung zur Covid-19-Impfung.

Ist die Impfung freiwillig?

Ja. Impfungen sind in der Schweiz freiwillig. Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen.

Das BAG stellt Ihnen in Zusammenarbeit mit der EKIF und Swissmedic umfassende Informationen zur Verfügung, damit Sie selber entscheiden können, ob Sie sich impfen lassen wollen.

Muss ich immer noch in Quarantäne/Isolation, wenn ich geimpft bin?

Sie müssen nicht in Quarantäne während 12 Monaten ab vollständig erfolgter Impfung. Sie müssen die Behörden nicht von sich aus darüber informieren, benötigen aber eine Impfbestätigung.

Gelten Hygiene- und Verhaltensregeln für geimpfte Personen?

Ja. Die Hygiene- und Verhaltensregeln von Bund (öffnet in einem neuen Fenster) und Kanton sind vor, während und auch nach einer Impfung weiterhin einzuhalten. Für vollständig geimpfte Personen gelten folgende Ausnahmen: Sie können bei einem privaten Treffen mit anderen vollständig geimpften Personen auf das Abstandhalten und Maskentragen verzichten.

Welche Covid-19-Impfstoffe werden voraussichtlich in der Schweiz eingesetzt?

Bisher hat der Bund Verträge mit fünf Impfstoffherstellern abgeschlossen. Wenn ein Impfstoff von Swissmedic zugelassen ist, erhält die Schweiz aufgrund des Vertrages die Anzahl reservierter Impfdosen. Die Impfstoffhersteller liefern die reservierten Impfdosen gestaffelt über mehrere Monate in die Schweiz. Bisher sind in der Schweiz die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sowie der Impfstoff "Covid-19 Vaccine Janssen" zugelassen. Von letzterem Impfstoff steht ab Oktober 2021 eine beschränkte Menge zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Pfizer/BioNTech

Der Impfstoff von Pfizer/BioNTech wurde von Swissmedic am 19. Dezember 2020 zugelassen. Die Schweiz erhält 6 Millionen Impfdosen. Pfizer/BioNTech setzt bei ihrem Impfstoff auf die mRNA-Technologie.

Moderna

Der Impfstoff von Moderna wurde von Swissmedic am 12. Januar 2021 zugelassen. Die Schweiz erhält 13,5 Millionen Impfdosen. Auch Moderna setzt auf die mRNA-Technologie.

AstraZeneca

Der Impfstoff von AstraZeneca befindet sich im Zulassungsverfahren. Der Schweiz werden 5,3 Millionen Impfdosen geliefert, sofern die klinische Testphase und die Zulassung durch Swissmedic erfolgreich verlaufen. AstraZeneca hat einen vektorbasierten Impfstoff entwickelt.

Curevac

Der Impfstoff von Curevac befindet sich in der Entwicklung. Der Schweiz werden 5 Millionen Impfdosen geliefert, sofern die klinische Testphase und die Zulassung durch Swissmedic erfolgreich verlaufen. Curevac setzt auf die mRNA-Technologie.

Novavax

Der Impfstoff von Novavax befindet sich in der Entwicklung. Der Schweiz werden 6 Millionen Impfdosen geliefert, sofern die klinische Testphase und die Zulassung durch Swissmedic erfolgreich verlaufen. Der Impfstoff von Novavax ist ein proteinbasierter Impfstoff.

Wie viel kostet die Impfung und wer bezahlt sie?

Die Covid-19-Impfung ist für alle Personen, die in der Schweiz eine obligatorische Krankenversicherung abgeschlossen haben, kostenlos. Die Kostenbeteiligung der Krankenkasse entfällt ebenfalls.

Kann ich wählen, welchen der beiden zugelassenen Impfstoffe ich bekomme?

Nein, Impfwillige können nicht selbst wählen, welchen der zugelassenen Impfstoffe sie erhalten.

Welche Nebenwirkungen können nach der Impfung auftreten?

Gemäss den Impfstoffherstellern Moderna und Pfizer/BioNTech gibt es bisher keine Sicherheitsbedenken. Die Impfstoffe sind gut verträglich.

Wie bei allen Medikamenten können Impfstoffe Nebenwirkungen verursachen. Sie sind meistens mild und von kurzer Dauer.

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:

  • Reaktion an der Einstichstelle wie Schmerzen, Rötungen und Schwellungen;
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit;
  • Muskel- und Gelenkschmerzen;
  • allgemeine Symptome wie Schüttelfrost, Fiebergefühl oder leichtes Fieber

Beim Impfstoff Moderna gibt es den sogenannten COVID-Arm ca. 1 Woche nach der Impfung (Rötung, Schwellung, Jucken, ev. Papeln), welcher bei 0.8% der Geimpften nach der 1. Impfung und 0.2% nach der 2. Impfung auftritt.

Sehr selten kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen, beispielsweise zu einer allergischen Reaktion. Eine solche Reaktion tritt meist unmittelbar nach der Impfung auf. Daher werden die geimpften Personen noch für eine gewisse Zeit nach der Impfung beobachtet und gegebenenfalls behandelt. Bei Personen, bei denen bereits schwere allergische Reaktionen aus der Vergangenheit bekannt sind, müssen im Fall einer Impfung entsprechende begleitende Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden.

Ernste, dauerhafte Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Es werden weiterhin Daten von den Behörden und Herstellerfirmen gesammelt. Ebenfalls werden die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe laufend überwacht.

Kann die Covid-19-Impfung Langzeitnebenwirkungen auslösen?

Nebenwirkungen von Impfstoffen treten immer kurz nach Impfungen auf, nicht erst neu nach Jahren.

Impfstoffe bleiben nicht im Körper "liegen". Totimpfstoffe (dazu gehören die COVID-19-Impfungen) werden innert Stunden wieder abgebaut. Daher zeigen sich Nebenwirkungen innert weniger Stunden bis 1 – 2 Tage (selten noch einige Tage später) nach der Impfung.

Was ist mRNA und wie funktioniert ein mRNA-Impfstoff?

mRNA steht für messenger-Ribonukleinsäure. Der menschliche Körper stellt von Natur aus mRNA her und braucht mRNA, um lebenswichtige Proteine herzustellen.

Die mRNA im Impfstoff liefert dem Körper Informationen des Coronavirus. So kann der Körper Virus-Proteine herstellen. Die Proteine werden dann vom Körper als fremd erkannt. Sie lösen im Körper eine Immunreaktion aus. Der Körper bereitet sich dadurch auf die Bekämpfung des Virus vor. Bei einem Kontakt mit dem Virus wird die körpereigene Abwehr schneller aktiviert. So kann das Virus rasch unschädlich gemacht und eine Erkrankung verhindert werden.

Auch wenn die mRNA-Technologie bei Impfstoffen noch nicht weit verbreitet ist, wird bereits seit rund 10 Jahren weltweit daran geforscht. Zudem wurden schon andere mRNA-Impfstoffe in Studien erprobt.

Die Impfstoffe der Hersteller Pfizer/BioNTech, Moderna und Curevac, mit welchen der Bund einen Vertrag hat, sind mRNA-Impfstoffe.

Wie lange bleibt die nRNA des Impfstoffs im Körper?

Die mRNA der Impfstoffe wird innert weniger Stunden bis Tage von den Zellen abgebaut. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Virusproteins statt.

Kann ein mRNA-Impfstoff mein Erbgut (DNA/Gene) verändern?

Nein. Die mit der Impfung verabreichte mRNA kann nicht in den Zellkern gelangen und sich dort ins menschliche Erbgut (DNA/Gene) einbauen. Zudem werden sowohl die mRNA aus dem Impfstoff als auch die in den Zellen erzeugten Proteine vom Körper rasch wieder abgebaut. Denn zu diesem Zeitpunkt wurde die nötige Immunantwort bereits aufgebaut und die mRNA sowie die Proteine werden zum Schutz vor dem Coronavirus nicht mehr benötigt.

Die mit der Impfung verabreichte mRNA ist für unseren Körper nicht gefährlich. Der menschliche Körper stellt von Natur aus mRNA her und braucht mRNA, um lebenswichtige Proteine herzustellen. Zudem enthält auch das Coronavirus RNA, welche bei einer Infektion in unseren Körper gelangt. Die Impfung ist aber im Gegensatz zu einer Infektion harmlos. Denn durch die Impfung kann man nicht am neuen Coronavirus erkranken.

Auch wenn der mRNA-Impfstoff auf einer neuen Technologie basiert, wird schon seit rund 10 Jahren weltweit an mRNA-Impfstoffen geforscht. Damit sind bereits einige Studien und Resultate vorhanden.

Alle Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe finden Sie auf der Webseite von Infovac (öffnet in einem neuen Fenster).

Erfahren Sie mehr zum mRNA-Impfstoff in der Frage: Was ist mRNA und wie funktioniert ein mRNA-Impfstoff (öffnet in einem neuen Fenster)?

Was ist ein Vektorimpfstoff?

Bei Vektorimpfstoffen wird ein harmloses Bakterium oder Virus als Transportmittel (Vektor) verwendet. Mit diesem Transportmittel werden dem Körper Informationen geliefert, um eine schützende Immunreaktion gegen einen Krankheitserreger aufzubauen. Im Falle der Impfung gegen das Coronavirus ist es die genetische Information (DNA) für sein typisches Spike-Protein (nur ein kleiner Teil des Coronavirus). Als Vektor kann ein ungefährliches Virus (zum Beispiel ein Adenovirus, das zu den Viren gehört, die eine Erkältung verursachen) verwendet werden. Die Viren sind so verändert, dass sie in einige menschliche Zellen zwar eintreten, aber sich nicht vermehren können und so auch die geimpfte Person nicht krankmachen. Nach Verabreichung des Impfstoffes dringen die Vektoren in die Körperzellen ein. Die Körperzellen produzieren dann das Spike-Protein des Coronavirus. Die hergestellten Proteine werden als fremd erkannt und der Körper löst eine Immunreaktion aus. Wenn die geimpfte Person später mit dem Coronavirus in Kontakt kommt, wird das Virus vom Immunsystem rasch erkannt und unschädlich gemacht. Somit kann eine Erkrankung verhindert werden.

Wirkt die Covid-19-Impfung und ab wann?

Kurz: ja, sie wirkt sehr gut.

Die mRNA Impfstoffe bieten gemäss den Phase-III-Studien einen sehr hohen Schutz vor Covid-19-Erkrankungen von ca. 94 % (95 % Konfidenzintervall zwischen 89 und 98 %) und auch vor schweren Verläufen. Auch bei älteren Personen konnte ein sehr guter Schutz gezeigt werden. Daten zu asymptomatischen Infektionen weisen darauf hin, dass die Übertragung des Virus auf andere Personen nach vollständiger Impfung deutlich reduziert ist. Daten zur Schutzdauer werden im Verlauf erhältlich sein, somit wird in Zukunft noch über allfällige notwendige Auffrischimpfungen entschieden werden. Auch der Vektorimpfstoff von Janssen bietet einen sehr guten Schutz vor schweren Verläufen und Hospitalisierungen. Der Schutz vor einer Infektion liegt bei etwa 66 % und damit tiefer als bei den mRNA-Impfstoffen.

Wer macht die Impfempfehlungen und wie werden die Impfempfehlungen erarbeitet?

Die Impfempfehlungen werden in der Schweiz von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF in Zusammenarbeit mit dem BAG erarbeitet. Die Eidgenössische Kommission für Impffragen EKIF ist eine unabhängige Expertenkommission.

Sobald Swissmedic die Zulassung für einen Impfstoff erteilt, erarbeitet die EKIF die Impfempfehlungen, basierend auf den Resultaten der klinischen Phase III Studien. Die Impfempfehlungen können sich pro Impfstoff unterscheiden, da jeder Impfstoff unterschiedliche Eigenschaften hat, die je nach Zielgruppe (z.B. besonders gefährdete Personen, Alter) möglicherweise anders wirken.

Zudem werden für die Impfempfehlungen die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse einbezogen und die aktuelle epidemiologische Lage berücksichtigt.

Kann ich durch die Impfung am neuen Coronavirus erkranken?

Nein. Sie können durch die Impfung nicht am neuen Coronavirus erkranken. Im Impfstoff gibt es keine Coronaviren. Nebenwirkungen sind wie bei allen Medikamenten möglich.

Verhindert die Covid-19-Impfung die Übertragung des Virus auf andere?

Wer geimpft ist, gibt das Virus weniger weiter als ungeimpfte Personen. Dies weil es trotz einer Impfung zu einer Ansteckung kommen kann mit einer nun aber sehr geringen Vermehrung der Viren, welche auch rasch wieder verschwinden. Hier bedarf es aber noch weitere Studien für genauere Erkenntnisse.

Sind die Impfstoffe wirksam und sicher?

Die Impfstoffhersteller haben Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit durchgeführt. Erste Resultate der Studien ergaben eine Wirksamkeit von 94 Prozent oder mehr. Auch konnte ein guter Schutz bei älteren Personen und bei Personen mit chronischen Erkrankungen gezeigt werden, damit die Erkrankung nicht ausbricht oder sich nur milde Symptome entwickeln.

Jedoch ist heute noch nicht klar, ob die Impfung auch vor einer Übertragung des Coronavirus schützen wird.

Schwere Nebenwirkungen und bleibende Folgen für die Gesundheit sind bisher nicht bekannt. Weiterhin werden Daten von den Behörden und Herstellerfirmen gesammelt. Die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe werden laufend überwacht.

Damit ein Impfstoff zugelassen wird, muss er hohe Anforderungen bei der Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität erfüllen. In der Schweiz ist Swissmedic für die Zulassung zuständig und entscheidet, ob ein Impfstoff zugelassen wird. Kann Swissmedic die Wirksamkeit, die Sicherheit und die Qualität des Impfstoffes bestätigen, erteilt Swissmedic die Marktzulassung für die Schweiz. Im Falle der Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sind diese Kriterien erfüllt. Swissmedic hat den Impfstoff Pfizer/BioNTech am 19. Dezember 2020 und den Impfstoff von Moderna am 12. Januar 2021 zugelassen.

Alle Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe finden Sie auf der Webseite von Infovac (öffnet in einem neuen Fenster).

Wie wird die Impfung verabreicht und wie viele Impfdosen sind notwendig?

Die Impfung wird in den Oberarm gespritzt. Es sind zwei Impfungen nötig. Die zweite Impfung erfolgt etwa vier Wochen nach der ersten Impfung. Damit der Schutz gewährleistet ist, braucht es beide Impfungen.

Was muss ich tun, wenn ich den Eindruck habe, dass durch die Covid-19-Impfung bei mir schwere oder unbekannte Nebenwirkungen auftauchen?

Leichte Nebenwirkungen sind in der Regel nach wenigen Tagen vorbei. Fühlen Sie sich jedoch nach der Impfung über längere Zeit unwohl? Oder hat sich Ihr Wohlbefinden verändert? Dann wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Die Meldung von möglichen schweren oder unbekannten Nebenwirkungen sollte, wenn immer möglich, über die impfende Fachperson oder Ihren Arzt / Ihre Ärztin erfolgen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass Einzelpersonen Nebenwirkungen direkt bei Swissmedic melden können. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website von Swissmedic. (öffnet in einem neuen Fenster)

Wie wird meine Covid-19-Impfung dokumentiert?

Jede Person, die sich impfen lässt, erhält von der Fachperson einen unterschriebenen Impfnachweis. Der Impfnachweis ist kein offizielles amtliches Dokument, es ist einzig eine Bestätigung, dass Sie geimpft worden sind. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung wird im Impfnachweis festgehalten, wo Sie die erste und die zweite Impfung von welchem Impfstoff erhalten haben und ob die Immunisierung abgeschlossen wurde. Den Impfnachweis stellt die Organisation aus, die Sie geimpft hat (beispielsweise Impfzentrum, Pflegeheim, Arzt, Apotheke). Danach können Sie über das Portal www.ag.ch/covid-zertifikat ein amtliches Zertifikat beziehen.

Wie war es möglich, so schnell Impfstoffe gegen das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) zu entwickeln?

Bei der Entwicklung einer Impfung gegen das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) wurden die verschiedenen Phasen der Impfstoffentwicklung parallel durchgeführt. Dadurch konnte Zeit gewonnen werden. Üblicherweise werden die Phasen der Impfstoffentwicklung nacheinander durchgeführt.

Zusätzliche Punkte, welche geholfen haben, rasch einen Impfstoff zu entwickeln:

  • Die Eigenschaften des neuen Coronavirus wurden rasch erforscht und allgemein zugänglich gemacht.
  • Verschiedene vorhandene Ressourcen in der Forschung und Entwicklung wurden ausschliesslich für die Herstellung eines Impfstoffes gegen das neue Coronavirus genutzt.
  • Grosse und erfahrene Impfstoffhersteller hatten die Möglichkeit, in kurzer Zeit effizient Studien durchzuführen.
  • In den letzten Jahren wurde intensiv an der Impfstoff-Technik mit mRNA geforscht. Dabei wurden die technologischen Voraussetzungen für die rasche Entwicklung und Herstellung solcher Impfstoffe geschaffen. Die Impfstoffe, die in der Schweiz als erstes verfügbar sein werden sind mRNA-Impfstoffe.

Weiter wird auch das Zulassungsverfahren von Swissmedic beschleunigt. Im Normalfall werden die Ergebnisse der klinischen Phasen I – III gesammelt geprüft. Für die Zulassung des Impfstoffes gegen das Coronavirus werden einzelne Studien an Swissmedic gesendet und laufend geprüft. Die Anforderungen bezüglich Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe bleiben bei diesem Verfahren jedoch gleich wie beim üblichen Zulassungsverfahren. Nur wenn Swissmedic die Wirksamkeit, die Sicherheit und die Qualität des Impfstoffes bestätigen kann, erteilt Swissmedic die Marktzulassung für die Schweiz.

Hat die Covid-19-Impfung Einfluss auf meine Fruchtbarkeit?

Nein, die Covid-19-Impfung hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Durch die Impfung werden keine Antikörper gegen die Plazenta gebildet. Durch die Impfung wird eine Abwehrreaktion des Körpers gegen das Coronavirus hervorgerufen. Diese Abwehrreaktion richtet sich sehr spezifisch gegen das Coronavirus und hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Unser Körper erkennt nach der Impfung das Coronavirus anhand seines typischen Spike-Proteins und kann das Virus gezielt bekämpfen. Das Spike-Protein des Coronavirus ähnelt leicht einem menschlichen Protein für die Entwicklung der Plazenta. Die Ähnlichkeit aber ist viel zu gering, um den Körper zu verwirren: Es ist unmöglich, dass die Antikörper gegen das Spike-Protein des Coronavirus sich auch gegen das körpereigene Protein für die Plazenta-Entwicklung richten.

Man kann sich das etwa so vorstellen: Zwei Telefonnummern haben als Gemeinsamkeit, dass beide die Ziffer 4 enthalten. Sie sind aber in jeder anderen Hinsicht unterschiedlich. Wenn man die eine Nummer wählt, erreicht man sehr spezifisch auch ihren Inhaber - und nicht den Inhaber der zweiten Nummer. In ähnlicher Weise richten sich die durch die Impfung stimulierten Antikörper nur gegen das Spike-Protein des Coronavirus.

3. Schutzkonzepte und Schutzmassnahmen in Betrieben und an Veranstaltungen

3.1 Schutzkonzepte

Wann bin ich verpflichtet ein Schutzkonzept zu erstellen und umzusetzen?

Wenn Sie zu den folgenden drei Kategorien gehören:

  • Öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe
  • Bildungseinrichtungen
  • Organisatoren von Veranstaltungen

Muss ich das Schutzkonzept den kantonalen Behörden zustellen?

Schutzkonzepte müssen den kantonalen Behörden auf Anfrage vorgewiesen werden

Kantonalen Behörden muss der Zutritt zu dem entsprechenden Areal gewährt werden

Die kantonalen Behörden kontrollieren die Schutzkonzepte regelmässig, sie können Mahnungen aussprechen und Einrichtungen, Betrieben oder Veranstaltungen schliessen, verbieten oder auflösen.

Welche Informationen muss mein Schutzkonzept beinhalten?

Dies hängt von der Art des Anlasses ab, auf welchen sich das Schutzkonzept bezieht. Genaue Informationen können der "Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie" entnommen werden. Folgende Punkte können beispielsweise Bestandteile eines Schutzkonzeptes sein:

  • Kontaktdaten der verantwortlichen Person
  • Massnahmen bei einem Ausbruch
  • Massnahmen zur Hygiene
  • Massnahmen zur Einhaltung des erforderlichen Abstands
  • Massnahmen zur Umsetzung der Zugangsbeschränkung
  • Massnahmen zur Erhebung der Kontaktdaten
  • Massnahmen zur Einhaltung der Maskenpflicht
  • Massnahmen zur Information der Besuchenden
  • Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmenden

Situativ können weitere oder andere Massnahmen erforderlich sein.

Was ist unter "Massnahmen zur Hygiene" zu verstehen?

Dazu gehören beispielsweise:

  • Händedesinfektionsmittel und Seife bei öffentlich zugänglichen Waschbecken
  • Regelmässige Reinigung viel berührter Kontaktflächen (Türklinken, Tische, etc.)
  • Handschuh- und Maskentragpflicht beim Umgang mit Lebensmitteln
  • Genügend Abfalleimer

Situativ können weitere Massnahmen erforderlich sein.

Was ist mit dem "erforderlichen Abstand" zu verstehen?

  • Erforderlicher Abstand: 1.5 Meter
  • Sitzplatzbereiche: 1 Platz freihalten ODER 1.5 Meter Abstand
  • Restaurations-, Bar- und Clubbetriebe: 1.5 Meter zwischen Gruppen
  • Abstand ist auch während des Personenflusses sicherzustellen (z.B. durch Markierungen oder Bänder)
  • Ausnahmen Abstand: Schulkinder, Familien, Personen im selben Haushalt.

Was ist unter "Massnahmen zur Umsetzung der Zugangsbeschränkung" zu verstehen?

  • Bei Anlässen, die der Zertifikatspflicht unterstehen, muss durch eine geordnete, lückenlose Zugangskontrolle (dazu gehört auch die Schulung des Personals) sichergestellt werden, dass sich nur Personen mit einem gültigen Zertifikat auf dem Gelände befinden
  • Bei mehrtägigen Anlässen ist dies von besonderer Bedeutung, da Zertifikate ablaufen können und erneuert werden müssen

3.2 Betriebe und Veranstaltungen

Ich möchte ein Schutzkonzept für meinen Betrieb ohne Zertifikateinschränkung erstellen. Welche Punkte muss mein Schutzkonzept beinhalten?

  • Massnahmen zu Hygiene und Abstand
  • Maskentragpflicht
  • Wenn keine Masken getragen werden UND keine "wirksamen Schutzmassnahmen" (Abstand) ergriffen werden MÜSSEN die Kontaktdaten der anwesenden Personen erhoben werden
  • Verantwortliche Person für Erstellung, Anpassung, Um- und Durchsetzung sowie für den Kontakt zur Behörde muss namentlich festgehalten sein

Ich möchte ein Schutzkonzept für meinen Betrieb mit Zertifikateinschränkung erstellen. Welche Punkte muss mein Schutzkonzept beinhalten?

  • Massnahmen zur Hygiene
  • Massnahmen zur Umsetzung der Zugangsbeschränkung
  • Verantwortliche Person für Erstellung, Anpassung, Um- und Durchsetzung sowie für den Kontakt zur Behörde muss namentlich festgehalten sein

Ich betreibe eine Betriebskantine, welche Regelungen gelten für mich?

  • Keine Zertifikatspflicht
  • Schutzkonzept
  • Abstand oder Abschrankungen
  • Sitzpflicht während Konsumation
  • Nur im Betrieb arbeitende Personen zugelassen

Ich betreibe ein Restaurant, eine Bar oder einen Club mit Innenräumen. Welche Regeln gelten für mich?

  • Zertifikatspflicht (ab 16 Jahren)
  • Schutzkonzept
  • Lückenlose Zutrittskontrolle, Einlass nur von Personen mit Zertifikat

Ich betreibe ein Restaurant, eine Bar oder einen Club mit Aussenräumen und ohne Zertifikatspflicht. Welche Regeln gelten für mich?

  • Sieht ein Betrieb im Aussenbereich keine Beschränkung des Zugangs vor (Zertifikat), so muss zwischen den Gästegruppen entweder der erforderliche Abstand eingehalten oder müssen wirksame Abschrankungen angebracht werden.
  • Definition aussen:
    Mindestens die Hälfte des Umfangs ohne Wände UND mindestens 2 Seiten der Länge ohne Wände ODER
    kein Dach

Ich möchte eine Bewohnerin des APH besuchen. Welche Regeln gelten bezüglich der Zertifikatspflicht?

  • Für den Zugang zu Pflegeeinrichtungen ist kein Zertifikat erforderlich
  • In Pflegeheimen die im Innenraum eine öffentlich zugängliche Cafeteria oder einen Restaurationsbetrieb führen, gilt für alle Gäste eine Zertifikatspflicht
  • Für den nicht öffentlichen Speisesaal der Bewohner gilt keine Zertifikatspflicht
  • Für die Angestellten wäre eine Betriebskantine ohne Zertifikatspflicht denkbar

Ich betreibe eine Diskothek oder ein Tanzlokal, welche Regeln gelten für mich?

  • Zertifikatspflicht
  • Schutzkonzept

Ich möchte eine Veranstaltung im Freien ohne Zertifikatspflicht durchführen. Welche Regeln gelten für mich?

Personeneinschränkung:

  • Sitzend: maximal 1'000 Personen
  • Stehend Innen: maximal 250 Personen
  • Stehend Aussen: maximal 500 Personen
  • Generell: Maximal 2/3 der Kapazität (Feuerpolizeilich)

Veranstaltungen an denen getanzt wird sind verboten (z.B. Hochzeiten mit Tanz)

Tanzaufführungen vor Publikum sind erlaubt

Nicht als Veranstaltung gelten:

  • Bibliotheken, Archive und Blutspendenaktionen
  • Mit Einkaufseinrichtungen und Märkten vergleichbare Anlässe (z.B. Messen, Gewerbeausstellungen oder Jahrmärkte)

Jahrmärkte:

  • Schutzkonzept: Schutzvorschriften über Konsumation auf dem Areal
  • Vorschriften zu Schutzkonzepten gelten auch für einzelne "anlassinterne" Veranstaltungen
  • Jeder Veranstalter bzw. Bahnbetreiber muss ein einzelnes Schutzkonzept erarbeiten und umsetzen

Ich möchte eine Veranstaltung in Innenräumen ohne Zertifikatspflicht durchführen. Welche Regeln gelten für mich?

  • Personeneinschränkung:
    • Maximal 30 Personen (50 Personen bei religiösen Veranstaltungen, politischen Veranstaltungen, Selbsthilfegruppen, etc.)
    • Generell: Maximal 2/3 der Kapazität (Feuerpolizeilich)
  • Veranstaltung mit einer beständigen Gruppe (Mitglieder sind bekannt)
  • Tragen von Gesichtsmasken
  • Einhalten von Mindestabstand
  • Kein Konsum von Speisen und Getränken
  • Schutzkonzept

Ich möchte eine Veranstaltung mit Zertifikatspflicht durchführen. Welche Regeln gelten für mich?

  • Ab 1'000 Personen (= Grossveranstaltung) gilt eine Bewilligungspflicht (siehe unten)
  • Lückenlose Zutrittskontrolle: Einlass nur von Personen mit Zertifikat
  • Schutzkonzept

Ich möchte eine private Veranstaltung durchführen. Welche Regeln gelten für mich?

Personeneinschränkung:

  • Innen: maximal 30 Personen

Als private Veranstaltungen gelten Anlässe im Familien- und Freundeskreis, die nicht öffentlich in zugänglichen Einrichtungen und Betrieben stattfinden (z. B. "zu Hause in den eigenen vier Wänden").

Nicht als private Veranstaltungen gelten:

  • Veranstaltungen in öffentlich zugänglichen Einrichtungen (z.B. Saal eines Restaurants (in diesem Fall gelten die Regeln für die Gastronomie, siehe oben))
  • Veranstaltungen von Vereinen und Freizeitorganisationen (in diesem Fall gelten die Regeln je nach Veranstaltungsgrösse)

Ich möchte eine Grossveranstaltung (eine Veranstaltung mit mehr als 1'000 Personen) durchführen, welche Regeln gelten für mich?

  • Bewilligungspflicht durch kantonale Behörde (bei überkantonalen Veranstaltungen ist von jedem Kanton eine Bewilligung erforderlich)
  • Zertifikatspflicht
  • Lückenlose Zutrittskontrolle, Einlass nur von Personen mit Zertifikat
  • Ausnahmen von der Zertifikatspflicht: Freiluftveranstaltungen auf längeren Wegstrecken (z.B. Fahrradrennen), bei welchen keine Zugangskontrolle möglich ist (die Ausnahme gilt nicht für neuralgische Stellen [z.B. Start- oder Zielraum])
  • Schutzkonzept mit Massnahmen zur Hygiene und Umsetzung der Zugangsbeschränkung liegt vor
  • Sind Restaurationsbetriebe vor Ort, müssen die Regeln zur Konsumation im Schutzkonzept enthalten sein
  • Für mehrtätige Veranstaltungen muss die Möglichkeit Zertifikate mehrfach zu prüfen und ggf. zu erneuern (d.h. sich vor Ablauf der Frist erneut testen zu lassen) gegeben sein
  • Für Angestellte ohne Zertifikat gilt in Innenbereichen die Masken- und Abstandspflicht
  • Für repetitive Veranstaltungen am selben Ort (z.B. Fussballspiele, Konzerte, Theater, etc.) reicht ein einmaliges Gesuch
  • Der Kanton widerruft die Bewilligung, wenn sich die epidemiologische Lage verschlechtert oder das Schutzkonzept nicht eingehalten wurde / werden kann

Ich möchte eine Fach- oder Publikumsmesse veranstalten. Welche Regelungen gelten für mich?

  • Wenn teilweise in Innenräumen, gilt eine generelle Zertifikatspflicht (ab 16 Jahren)
  • Bei mehr als 1'000 Personen pro Tag gilt die Messe als bewilligungspflichtig
  • Messen haben Sonderreglungen, ansonsten gelten die Reglungen wie an Grossveranstaltungen (s. oben)
  • Bei weniger als 1'000 Personen / Tag gelten die Vorschriften für öffentlich zugängliche Einrichtungen (Schutzkonzept mit Abstandspflicht und Besucherströmen)

Für Messen mit Zertifikatspflicht gilt:

  • Schutzkonzept
  • Bewilligungspflicht (s. oben)
  • Keine Maskenpflicht in Innenräumen

Welche Regelungen gelten für Gemeindeversammlungen?

Für die Versammlung der Legislative gelten spezielle Regeln:

  • Personeneinschränkung
    • maximal 50 Personen (falls ohne Zertifikatspflicht durchgeführt)
  • Keine Bewilligungspflicht
  • Alle übrigen Regeln gemäss Veranstaltungsgrösse

Ich möchte eine öffentliche Kundgebung veranstalten. Welche Regelungen gelten für mich?

Für öffentliche Kundgebungen und Unterschriftensammlungen gelten spezielle Regeln:

  • Kein Schutzkonzept
  • Keine Erhebung von Kontaktdaten
  • Keine Beschränkung der Personenanzahl
  • Keine Zertifikatspflicht
  • Keine Bewilligungspflicht im Sinne der Covid-19 Verordnung
  • WICHTIG: Es gelten weiterhin die kantonalen Bewilligungsbestimmungen für öffentliche Kundgebungen

Ich möchte eine Versammlung einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft veranstalten (z.B. eine Generalversammlung einer AG). Welche Regelungen gelten für mich?

Falls die Versammlung unaufschiebbar ist gelten spezielle Regeln:

  • Keine Beschränkung der Personenanzahl
  • Keine Zertifikatspflicht
  • Keine Bewilligungspflicht
  • Alle übrigen Regeln gemäss Veranstaltungsgrösse

Ich möchte eine sportliche oder kulturelle Aktivität anbieten. Welche Regelungen gelten für mich?

  • Keine Maskenpflicht
  • Keine Abstandspflicht
  • Schutzkonzept nur, wenn Aktivitäten in Gruppen von mehr als 5 Personen stattfinden

In Innenräumen:

  • Kontaktdatenerhebungspflicht (Ausnahme: Zertifikatspflicht)
  • Wirksame Lüftung

Für sportliche oder kulturelle Veranstaltungen gelten die Richtlinien gemäss Veranstaltungsgrösse (siehe oben)

Ich möchte ein Angebot in der Kinder- oder Jugendarbeit anbieten (Pfadi, Cevi, JUBLA, etc.). Welche Regeln gelten für mich?

  • Schutzkonzept
  • Keine weiteren Regelungen

Wann müssen die Kontaktdaten erhoben werden?

Eine Erhebungspflicht gilt bei Kontakt von mehr als 15 Minuten UND ohne Maske

Über welche Punkte müssen die Personen informiert werden?

  • Informationspflicht durch Organisator: Unterschreitung des Abstands = erhöhtes Risiko UND mögliche Kontaktaufnahme bzw. mögliche Quarantäneanordnung durch Behörden
  • Sie müssen die Personen über den Verwendungszweck der Daten informieren

Welche Daten muss ich erheben?

  • Generell: Name, Vorname, Wohnort, Telefonnummer
  • Sitzplätze: Platz- bzw. Tischnummer
  • Bei untereinander bekannten Personen (Gruppen) reichen die Kontaktdaten einer Person pro Gruppe

Muss ich die Daten elektronisch erfassen?

Sie müssen die Kontaktdaten der kantonalen Stelle auf Anfrage unverzüglich und in elektronischer Form zustellen können

Wie lange darf ich die Daten speichern?

Sie müssen die Kontaktdaten 14 Tage aufbewahren und danach sofort löschen

Wer ist für die Richtigkeit der Daten verantwortlich?

Sie müssen die Korrektheit der Daten gewährleisten

Was gilt es zum Thema "Datenschutz" zu beachten?

  • Sie müssen die geltenden Regeln des Datenschutzes einhalten.
  • Sie haften für die Datensicherheit bzw. Vertraulichkeit (öffentlich einsehbare Listen entsprechen dem Datenschutz nicht)
  • Die Daten dürfen ausschliesslich zu epidemiologischen Zwecken verwendet werden

4. Schutzmassnahmen, Tests und Vorgehen bei Symptomen

4.1 Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Welches sind die Symptome des Coronavirus?

Nicht alle haben dieselben Symptome. Folgende Symptome können auftreten:

  • Husten (meist trocken)
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Fieber, Fiebergefühl
  • Muskelschmerzen
  • Plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns

Selten sind:

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Symptome
  • Bindehautentzündung
  • Schnupfen

Die Symptome sind unterschiedlich stark, sie können auch nur leicht sein. Ebenfalls möglich sind Komplikationen wie eine Lungenentzündung.

Wenn Sie eines oder mehrere der typischen Symptome haben, sind Sie eventuell am neuen Coronavirus erkrankt.

In diesem Fall:

  • Bleiben Sie zu Hause.
  • Wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung und lassen Sie sich testen.

Für weiterführende Fragen zum Coronavirus steht Ihnen die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamts für Gesundheit zur Verfügung.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Für eine Ansteckung mit dem Coronavirus ist in der Regel ein enger Kontakt (weniger als 1,5 Meter über mehr als 15 Minuten) mit einer infektiösen Person erforderlich. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen und Aerosole: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen. Wenn eine mit dem Coronavirus infizierte Person – anstatt in ein Taschentuch oder die Armbeuge – in die Luft niest oder hustet, bleiben Tröpfchen mit Viren auf Oberflächen und Gegenständen haften. Momentan liegen keine exakten Erkenntnisse vor, wie lange die Viren auf verschiedenen Oberflächen ansteckend bleiben. Deswegen ist auch das Einhalten der grundlegenden Hygienemassnahmen (z. B. regelmässiges Händewaschen) wichtig.

Eine Übertragung durch feinste Tröpfchen (Aerosole) über weitere Distanzen ist möglich. Über die Rolle der Übertragung via Aerosole in der Corona-Pandemie bestehen keine gesicherten Kenntnisse. Diese Art der Übertragung könnte vor allem bei Aktivitäten eine Rolle spielen, die eine verstärkte Atmung erfordern. Dies kommt zum Beispiel bei körperlicher Arbeit, Sport, lautem Sprechen und Singen vor. Dasselbe gilt bei längerem Aufenthalt in schlecht oder nicht belüfteten Räumen, vor allem wenn die Räume klein sind. Weitere Informationen zu Aerosolen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (öffnet in einem neuen Fenster).

Nach einer Infektion dauert es meist 4 bis 7 Tage (Spannweite 1 bis 14 Tage) bis die ersten Krankheitszeichen wie Atembeschwerden, Husten oder Fieber auftreten. In unklaren Situationen empfehlen wir jedoch unbedingt telefonische Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt oder einem der beiden Kantonsspitäler zu halten.

Alternativ können Sie sich bei weiterführenden Fragen zum Coronavirus auch an die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamts für Gesundheit wenden.

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung?

Eine Übertragung durch feinste Tröpfchen (Aerosole) über weitere Distanzen ist möglich, kommt aber nicht häufig vor. Diese Art der Übertragung könnte vor allem bei Aktivitäten eine Rolle spielen, die eine verstärkte Atmung erfordern. Dies kommt zum Beispiel bei körperlicher Arbeit, Sport, lautem Sprechen und Singen vor. Dasselbe gilt bei längerem Aufenthalt in schlecht oder nicht belüfteten Räumen, vor allem wenn die Räume klein sind. Weitere Informationen zu Aerosolen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (öffnet in einem neuen Fenster).

Kann das Virus auf Oberflächen überleben und übertragen werden?

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen. Wenn eine mit dem Coronavirus infizierte Person – anstatt in ein Taschentuch oder die Armbeuge – in die Luft niest oder hustet, bleiben Tröpfchen mit Viren auf Oberflächen und Gegenständen haften. Momentan liegen keine exakten Erkenntnisse vor, wie lange die Viren auf verschiedenen Oberflächen ansteckend bleiben.

Berühren Sie danach die Oberflächen und Gegenstände und greifen sich mit der Hand an Auge, Nase oder Mund, gelangen die Viren in den Körper. Sie können sich infizieren.

Wichtig:

  • Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife.
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
  • Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge.
  • Waschen Sie nach jedem Husten und Niesen die Hände.

Reinigen Sie regelmässig Gegenstände oder Oberflächen, die Sie häufig berühren. Verwenden Sie dazu ein normales Reinigungsmittel.

Kann ein Paket oder Warenimport das neue Coronavirus übertragen?

Das Virus kann auf Oberflächen und Gegenständen haften bleiben. Momentan liegen keine exakten Erkenntnisse vor, wie lange die Viren auf verschiedenen Oberflächen ansteckend bleiben.

Wichtig: Reinigen Sie regelmässig Gegenstände oder Oberflächen, die Sie häufig berühren. Verwenden Sie dazu ein normales Reinigungsmittel.

Kann das neue Coronavirus via Lebensmittel, Trinkwasser oder Alltagsgegenstände übertragen werden?

Eine Übertragung des neuen Coronavirus durch Lebensmittel, Trinkwasser oder Alltagsgegenstände auf den Menschen ist bis jetzt nicht bekannt. Daher ist bei der Verwendung dieser Produkte keine besonderen Massnahmen wichtig. Achten Sie aber auf eine gute Küchenhygiene und folgen Sie den Hygieneempfehlungen des BAG:

  • Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife.
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
  • Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge.
  • Waschen Sie nach jedem Husten und Niesen die Hände.

Weitere Informationen zum Umgang mit Lebensmitteln finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (öffnet in einem neuen Fenster).

Können Haustiere das neue Coronavirus verbreiten?

Generell ist es ist wichtig, beim Umgang mit Heim- und Nutztieren die üblichen Hygienemassnahmen wie regelmässiges Händewaschen, kein Gesicht ablecken lassen etc. konsequent anzuwenden.

Mehr Informationen zum Coronavirus im Zusammenhang mit Tieren finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (öffnet in einem neuen Fenster).

Können Sie mir nähere Informationen zu den Fallzahlen geben?

Auf den folgenden Webseiten finden Sie ein grosses Angebot an Daten zur Covid-19-Pandemie in der Schweiz:

4.2 Vorgehen bei Symptomen und möglicher Ansteckung

Ich habe eine medizinische Frage zum Coronavirus, wer kann mir Auskunft geben?

Für medizinische Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.

Bei Fragen zum Vorgehen und Verhalten bei Symptomen und möglicher Ansteckung finden Sie Informationen auf der verlinkten Webseite.

Alternativ können Sie sich bei Fragen zum Coronavirus auch an die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamtes für Gesundheit wenden.

Welche Personen gehören zur Risikogruppe und wie können sich diese schützen?

Besonders gefährdet sind folgende Personen:

  • ältere Menschen (Das Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus steigt mit zunehmendem Alter. Vorerkrankungen erhöhen das Risiko zusätzlich.)
  • schwangere Frauen
  • Erwachsene mit Trisomie 21
  • Erwachsene mit bestimmten Formen folgender chronischer Krankheiten
    • Bluthochdruck
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Diabetes
    • Lungen- und Atemwegserkrankungen
    • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
    • Krebs
    • Adipositas (BMI ≥ 35 kg/m2)
    • Niereninsuffizienz
    • Leberzirrhose

So können Sie sich schützen:

Wenn Sie eine ältere Person sind oder eine der oben aufgeführten Vorerkrankungen haben, gelten folgende Massnahmen:

  • Waschen Sie sich gründlich und regelmässig die Hände mit Seife.
  • Vermeiden Sie unnötige Kontakte und halten Sie Abstand zu anderen Personen (mindestens 1,5 Meter).
  • Befolgen Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln auch, wenn Sie Freunde oder Familie treffen. Beispielsweise indem Sie beim Rausschöpfen des Essens nicht dasselbe Besteck anfassen und nicht aus demselben Glas trinken etc.
  • Vermeiden Sie Stosszeiten an Orten mit hohem Personenaufkommen (beispielsweise Pendlerzeiten im ÖV oder am Bahnhof, Einkaufen am Samstag). Wenn Sie sich trotzdem an Orten mit hohem Personenaufkommen aufhalten und den nötigen Abstand nicht einhalten können, tragen Sie stets eine Hygienemaske.

Haben Sie Krankheitssymptome (öffnet in einem neuen Fenster) insbesondere Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen oder plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns), dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.

Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus können sehr unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen haben nur milde Symptome und merken kaum, dass sie krank sind. Andere benötigen eine intensive Behandlung im Spital. Es ist wichtig, im Alltag auf grundlegende Hygienemassnahmen zu achten, genau wie während der Grippe und Erkältungszeit.

Für weiterführende Fragen zum Coronavirus steht Ihnen die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamtes für Gesundheit zur Verfügung.

Wie soll man sich verhalten, wenn man Erkältungs- und Grippesymptome aufweist?

Es ist wichtig, dass möglichst alle Ansteckungen mit dem Coronavirus erkannt werden. Wenn Sie sich krank fühlen oder Sie einzelne Symptome haben, die auf das Coronavirus hindeuten, dann gehen Sie gemäss untenstehendem Ablauf vor. Dieses Vorgehen gilt ebenfalls für Kinder über 6 Jahre. Ausführliche Informationen zum Vorgehen bei Kindern unter 6 Jahren finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (öffnet in einem neuen Fenster).

  • 1. Kontaktreduktion: Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen.
  • 2. Testempfehlung: Machen Sie den Coronavirus-Check (öffnet in einem neuen Fenster). Sie erhalten am Ende des Checks unsere Empfehlung. Wenn Sie sich testen lassen sollen, erhalten Sie Informationen zum weiteren Vorgehen. Sie können auch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anrufen und das Vorgehen besprechen.
  • 3. Testen: Lassen Sie sich testen, wenn Ihre Ärztin / Ihr Arzt dies empfiehlt. Testkosten werden vom Bund übernommen, wenn die Testkriterien des BAG (öffnet in einem neuen Fenster) erfüllt sind.
  • 4. Bis zum Testergebnis: Bleiben Sie zu Hause und folgen Sie den Anweisungen zur Isolation (öffnet in einem neuen Fenster). Vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen bis das Testergebnis vorliegt. Sobald das Testergebnis vorliegt: folgenden Sie dem passenden Vorgehen auf der folgenden Seite.

Mehr Informationen unter Vorgehen und Verhalten bei einer möglichen Ansteckung.

Kann ich mich testen lassen?

Welche Testkriterien gelten für Kinder?

Was kosten die Covid-Tests im Kanton Aargau? Gibt es kostenlose Tests zum Erhalt eines Covid-Zertifikats?

Bitte informieren Sie sich beim Testzentrum. Für Personen mit Symptomen sind die PCR-Tests gratis und werden vom Bund bezahlt. Für symptomfreie Personen sind die PCR-Tests kostenpflichtig. Ab dem 11. Oktober 2021 sind auch die Antigen-Schnelltests kostenpflichtig. Ausnahmen gelten für die folgenden Personengruppen, für die Antigen-Schnelltests weiterhin kostenlos sind bzw. vom Bund bezahlt werden:

  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (Attest erforderlich)
  • Besuchende von Gesundheitseinrichtungen (keine Ausstellung eines Covid-Testzertifikates)
  • Die Kosten für Tests bei einmal geimpften Personen, die zu Testzertifikaten führen, werden bis 30. November 2021 vom Bund getragen (bis zur vollständigen Impfung).

Wir führen ein Lager durch und möchten alle Teilnehmenden vorher testen. Wer übernimmt die Kosten?

Grundsätzlich gehen die Kosten ab dem 11. Oktober 2021 zu Lasten der Teilnehmenden. Es gibt keine kostenlose Tests mehr, ausser für Kinder- und Jugendliche unter 16 Jahren und für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und ein entsprechendes Attest besitzen. Bis zum 30. November erhalten Personen, die bereits einmal geimpft sind und noch auf die zweite Impfung warten müssen oder eine Frist abwarten müssen bis zur Gültigkeit des Zertifikats (Janssen-Impfstoff), weiterhin kostenlose Tests.

Wo kann ich mich testen lassen?

Die Tests können in Spitälern, in Arztpraxen oder Gesundheitszentren sowie in einigen Apotheken durchgeführt werden. Die Listen zu den Testorten entnehmen Sie bitte der Webseite.

Sie können den Coronavirus-Check (öffnet in einem neuen Fenster) des BAG machen. Wenn der Test empfiehlt, dass Sie sich testen lassen sollen, erhalten Sie Anweisungen, wie Sie vorgehen müssen.

Wer darf Corona-Tests durchführen?

Alle Ärztinnen und Ärzte sowie Kliniken dürfen PCR-Tests durchführen. Es ist den behandelnden Ärztinnen und Ärzten überlassen, ob sie den Test selber durchführen wollen oder die Patientinnen und Patienten in eine entsprechende Klinik zuweisen. In diesem Sinne liegt es in der Entscheidungskompetenz der behandelnden Fachperson über den Ort der Testdurchführung zu bestimmen und die Patientinnen und Patienten entsprechend zu informieren.

Die Antigen-Schnelltest dürfen zusätzlich von den Apotheken angeboten werden, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.

Wie ist die Vergütung der Coronatests geregelt?

Wie wird eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt?

Mit dem Coronavirus-Check (öffnet in einem neuen Fenster) finden Sie am einfachsten heraus, ob Sie sich testen lassen sollen.

Personen mit typischen Krankheitssymptomen von Covid-19 sollten sich testen lassen und müssen in Isolation. So können Infektionsketten unterbrochen werden.

Alternativ können Sie auch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anrufen und mit ihr / ihm besprechen, ob ein Test empfohlen wird. Eine abschliessende Bestätigung ist nur durch eine Laboranalyse möglich. Für die Laboranalyse wird ein Abstrich aus Nase und Rachen genommen werden. Bestätigt das Labor eine Ansteckung, wird die erkrankte Person gemäss Vorgaben des kantonsärztlichen Dienstes isoliert. Das CONTI instruiert und betreut infizierte Personen.

Für weiterführende Fragen zum Coronavirus steht Ihnen die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamts für Gesundheit zur Verfügung.

Was passiert, wenn man positiv auf Coronavirus getestet wurde?

Gehen Sie bei einer Ansteckung wie folgt vor:

Isolation

  • Begeben Sie sich in Isolation und vermeiden Sie jeden Kontakt zu anderen Personen. Falls Sie mit anderen im selben Haushalt leben: Richten Sie sich alleine in einem Zimmer ein.
  • Die Isolationsanordnung des Contact Tracing verpflichtet Sie, sich in Isolation zu begeben. Die Ausstellung der Isolationsanordnung durch das Contact Tracing kann bei grossem Patientenaufkommen einige Tage dauern. In der Zwischenzeit ist die mündliche Information zur Isolation verbindlich.
  • Weitere Informationen dazu finden Sie in den Anweisungen zur Isolation (öffnet in einem neuen Fenster).

Mehr Informationen finden Sie unter Vorgehen und Verhalten bei Symptomen und möglicher Ansteckung, unter CONTI sowie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (öffnet in einem neuen Fenster).

Für weiterführende Fragen zum Coronavirus steht Ihnen die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamtes für Gesundheit zur Verfügung.

Was tun, wenn man mit einer mit dem neuen Coronavirus infizierten Person in Kontakt stand?

Alle Informationen hierzu finden Sie unter Vorgehen und Verhalten bei einer möglichen Ansteckung.

Wie lange dauert es zwischen Ansteckung und Erkrankung? Und ab wann ist eine Person ansteckend?

Die "Inkubationszeit" des neuen Coronavirus, das heisst die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt meist fünf Tage. Sie kann jedoch bis zu 14 Tage dauern.

Wer am neuen Coronavirus erkrankt, ist während einer langen Zeit ansteckend. Nämlich:

  • Zirka 48 Stunden bevor Symptome auftreten, das heisst bevor man überhaupt merkt, dass man sich angesteckt hat.
  • Während man Krankheitssymptome hat. Dann ist man am ansteckendsten.
  • Bis mindestens 48 Stunden nach Ende der Symptome.

Während der ganzen Zeit: Beachten Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln (öffnet in einem neuen Fenster).

Für weiterführende Fragen zum Coronavirus steht Ihnen die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamtes für Gesundheit zur Verfügung.

Wie sollen sich Tierhaltende verhalten, die wegen einer Erkrankung mit dem Coronavirus isoliert zu Hause sind oder sich aufgrund einer möglichen Ansteckung in häuslicher Quarantäne befinden?

Ist man nach einer durchgemachten Corona-Infektion immun gegen das Virus?

Es liegt hierzu keine gesicherte wissenschaftliche Beurteilung vor. Das Contact Tracing entscheidet situativ, ob nach überstandener Infektion eine erneute Quarantäne nach Kontakt nötig ist. Nur bei erneuten Symptomen oder positivem Test wird allenfalls Isolation verordnet. Personen, die eine Covid-19-Infektion durchgemacht haben, müssen sich auch nach der Erkrankung konsequent an die Vorgaben und Massnahmen der Behörden halten. Nach einer durchgemachten Infektion ist man für 180 Tage immun. Die Immunität beginnt ab dem 11. Tag des Symptombeginns respektive der Testentnahme bei asymptomatischen Personen.

4.3 Massnahmen und Verhaltensempfehlungen

Wo/wann ist das Tragen einer Maske vorgesehen?

Beachten Sie diesbezüglich die aktuellen Vorgaben des Bundes und des Kantons sowie das für die Situation geltenden Schutzkonzept.

Was muss man beim Reisen beachten?

Wichtige Informationen zum Reisen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit unter Informationen für Reisende (öffnet in einem neuen Fenster).

Bei Reisen ins Ausland empfehlen wir beim Zielland abzuklären, welche Einschränkungen gelten.

Zudem gilt für alle Länder: Die Einreisevorschriften können sich aufgrund der epidemischen Entwicklung sehr schnell ändern. Informieren Sie sich bei der Botschaft oder dem Konsulat Ihres Ziellandes (öffnet in einem neuen Fenster), ob die Einreise an diesem Tag ohne Beschränkungen möglich ist oder ob es neue Einreisebestimmungen gibt.

Wer fällt beim Reisen unter die Transitpersonen?

Als Transitpassagiere gelten Personen,

  • die sich im Transitbereich eines Flughafens aufhalten und die Zeit für die Weiterreise überbrücken, somit die Einreise in den Staat mit erhöhtem Ansteckungsrisiko faktisch nicht vollziehen; respektive
  • die einen Staat mit erhöhtem Ansteckungsrisiko auf kürzestem Weg durchqueren (in der Regel durchfahren), um in einen Drittstaat zu gelangen.

Somit gelten Personen welche in einen Staat mit erhöhtem Ansteckungsrisiko einreisen, einer Tätigkeit (Arbeit, Serviceleistung, Shopping etc.) nachgehen und innerhalb von 24 Stunden wieder ausreisen, nicht als Transitpassagiere. Diese Personen halten sich, anders als beispielsweise auf einem Flughafen, nicht in einer kontrollierten Umgebung auf.

Was ist zu tun, wenn Sie aus dem Ausland zurückkehren?

Bei der Ein- respektive Rückreise in die Schweiz gibt es zwei Dinge zu beachten:

  • Darf ich in die Schweiz einreisen? Wer einen Schweizer Pass hat, über eine gültige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verfügt oder freizügigkeitsberechtigt ist, darf aus jedem Land in die Schweiz einreisen. Für alle anderen Personen können Einreisebeschränkungen bestehen. Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Staatssekretariats für Migration (SEM) (öffnet in einem neuen Fenster). Wenden Sie sich bei Fragen zu den Einreisebestimmungen der Schweiz an das SEM.
  • Sofern die Einreise erlaubt ist: Muss ich nach der Einreise in die Schweiz in Quarantäne? Das BAG definiert eine Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Wer aus einem solchen Staat oder Gebiet einreist, muss die Einreise via Formular melden und in Quarantäne. Alle Informationen zum Thema finden Sie auf der Seite Quarantänepflicht für Einreisende (öffnet in einem neuen Fenster).
    Wenden Sie sich bei Fragen zur Quarantäne an die Infoline für Einreisende des BAG: +41 58 464 44 88 (täglich 6 bis 23 Uhr).

Bei der Einreise in die Schweiz werden teilweise die Kontaktdaten der Reisenden erhoben. Die Kontaktdatenerhebung betrifft alle Flugpassagiere sowie die Passagiere der Reisebusse aus Ländern mit erhöhtem Infektionsrisiko. Für die Erhebung der Kontaktdaten gibt es zwei Gründe: einerseits ist die Rückverfolgbarkeit gewährleistet, falls es an Bord infektiöse Passagiere gab und eine Übertragung des neuen Coronavirus möglich ist. Andererseits werden die Kontaktdaten von den kantonalen Behörden verwendet, um die Einhaltung der Quarantänepflicht mit Stichproben zu überprüfen.

Können kleinere Gruppen unbedenklich Ferien in der Schweiz machen?

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Voraussagen über zukünftige Entwicklungen machen können und nur auf die aktuell geltenden Massnahmen verweisen.

Für Reisen in der Schweiz, empfiehlt der Bundesrat Folgendes:

  • Befolgen Sie bei allen Reisen und Ausflügen innerhalb der Schweiz die Hygiene- und Verhaltensregeln (öffnet in einem neuen Fenster).
  • Tragen Sie immer eine Maske, wenn Sie den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht einhalten können und kein physischer Schutz vorhanden ist. In der Schweiz gilt an vielen Orten Maskenpflicht, z. B. im öffentlichen Raum (wenn belebte Zone) und Innenräumen sowie im öffentlichen Verkehr (Bahn, Bus, Schifffahrt, Bergbahnen, Seilbahnen und Flugzeug). Weitere Informationen zur Maskenpflicht.
  • Umgehen Sie möglichst die Pendlerzeiten morgens und abends und nutzen Sie schwächer frequentierte Verbindungen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten über die Möglichkeiten, von zuhause aus zu arbeiten (Homeoffice).

Weitere Informationen finden Sie unter Informationen für Reisende (öffnet in einem neuen Fenster). Wir empfehlen Ihnen weiter, sich über die Situation am Ferienort und die dort geltenden Massnahmen zu informieren und laufend die Massnahmen des Bundesrats und der lokalen Behörden zu beachten.

Welche Verhaltensempfehlung gilt für die Bevölkerung?

4.4 Contact Tracing

Was muss ich tun, wenn ich ein positives Testresultat auf Covid-19 erhalten habe?

Wenn Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden, müssen Sie sich in Isolation begeben. Diese dauert 10 Tage ab Symptombeginn bzw. ab Testdatum, wenn Sie keine Symptome hatten. Das Conti kontaktiert Sie telefonisch und Sie erhalten eine schriftliche Bestätigung. Bei der Berechnung der Isolationsdauer ist der Testtag bzw. der Tag der ersten Symptome der Tag Null, der Folgetag somit Tag 1.

Wann ruft mich das Conti an?

Wenn der Coronatest positiv ausgefallen ist, erhalten Sie eine SMS und werden in aller Regel innert 24 Stunden telefonisch kontaktiert. Auch Kontaktpersonen werden zeitnah per SMS und telefonisch kontaktiert. Infizierte Personen erhalten eine schriftliche Isolationsverfügung, Kontaktpersonen eine Quarantäneverfügung. Bis diese eintrifft, gilt die SMS als provisorische Bestätigung für den Arbeitgeber.

Meine Verfügung enthält ein falsches Datum

Korrekturen können Sie melden an: . Sie erhalten eine angepasste Verfügung.

Ich warte schon länger auf meine Quarantäneverfügung.

Melden Sie sich bitte unter conti-verfuegungen@ag.ch. Bitte geben Sie die genaue Quarantänedauer an sowie nach Möglichkeit die infizierte Person, mit der Sie Kontakt hatten.

Ich bin Kontaktperson und habe eine SMS erhalten. Was soll ich tun?

Nach dem Erstkontakt erhalten sie eine SMS. Diese gilt als provisorische Bestätigung für den Arbeitgeber, bis die schriftliche Anordnung eintrifft.

Wenn das Contact Tracing Center Sie nach drei Anrufversuchen nicht erreicht hat, erhalten Sie ebenfalls eine SMS mit der Anordnung, dass Sie sich sofort in Quarantäne begeben müssen. Bitte stellen Sie die telefonische Erreichbarkeit sicher, damit das Contact Tracing Center Sie kontaktieren kann.

Ich bin Kontaktperson. Kann ich meine Quarantäne verkürzen?

Seit dem 8. Februar 2021 können Sie als Kontaktperson unter bestimmten Voraussetzungen die Quarantäne vorzeitig beenden. Dazu können Sie frühestens am 7. Quarantänetag einen PCR- oder Antigen-Schnelltest machen. Wenn das Resultat negativ ausfällt, senden Sie den Bericht an conti@ag.ch. Bitte geben Sie Ihre Fallnummer an. Sie finden diese auf der Quarantäneverfügung. Anschliessend erhalten Sie eine Bestätigung, dass Sie Ihre Quarantäne verlassen dürfen.

Bis zum effektiven Ende der Quarantäne müssen Sie immer eine Maske tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten, ausser in der Wohnung oder im Wohnraum (Hotel, Ferienwohnung usw.). Das Contact Tracing Center wird sich nochmals telefonisch mit Ihnen im Verbindung setzen und ein abschliessendes Gespräch führen.

Ich bin in Quarantäne. Wie lange erhalte ich eine Entschädigung?

Bis zum 7. Februar 2021 hatten Personen in Quarantäne Anspruch auf maximal 10 Taggelder über eine ununterbrochene Zeitdauer. Ab dem 8. Februar 2021 kann die Quarantäne frühestens am 7. Tag aufgehoben werden, falls ein negativer PCR-Test oder ein Antigen-Schnelltest vorliegt. Seit dem 8. Februar 2021 ist der Corona-Erwerbsersatz infolge Quarantäne auf 7 Taggelder begrenzt, auch wenn die Quarantäne 10 Tage gedauert hat. Kein Anspruch besteht, wenn jemand wissentlich in ein deklariertes Risikogebiet gereist ist. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt erneut eine Quarantänemassnahme angeordnet wird, kann ein neuer Anspruch von maximal 7 Taggeldern entstehen.

Sind meine Daten beim Contact Tracing sicher?

Auf der Grundlage des Epidemiengesetzes bestehen ausreichende Rechtsgrundlagen für die Datenbearbeitung durch das CONTI – die Kompetenz- und Koordinationsstelle Contact Tracing Centerdes Kantonsärztlichen Dienstes. Ein Datenbearbeitungsreglement für die CONTI-Mitarbeitenden garantiert auch operativ den geforderten Daten- und Persönlichkeitsschutz derjenigen Personen, die durch das CONTI betreut werden. In den Verträgen mit dem Softwarelieferanten sind Verpflichtungen zu Datenschutz und Datensicherheit formuliert.

Besonders wichtig ist die Aufklärung und Information derjenigen Personen, die vom CONTI kontaktiert werden. Hierzu befolgen die Mitarbeitenden des CONTI die Arbeitsanweisungen.

Muss ich beim Contact Tracing mitmachen?

Ja, das Contact Tracing dient dazu, Infektionsketten rasch zu unterbrechen. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung einer Pandemie/Epidemie. Der Kantonsärztliche Dienst als Betreiber des CONTI – die Kompetenz- und Koordinationsstelle Contact Tracing – kann auf der Grundlage des Epidemiengesetzes eine Isolation, eine Quarantäne und einen Covid-19 Test verfügen, wenn Covid-19 infizierte Personen und Verdachtsfälle nicht freiwillig kooperieren.

Wie berechne ich die Dauer der Quarantäne?

Die Quarantäne beginnt mit dem letzten nahen Kontakt zur infizierten Person. Dies ist Tag 1. Bei der Einreise aus einem Risikogebiet ist der Einreisetag Tag Null.

5. FAQ Repetitives Testen (ReTe)

5.1 Allgemein

Mein Arbeitgeber will, dass ich mich testen lasse. Wer bezahlt die Kosten?

Falls ein Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmenden einen Test verlangt, muss er die Kosten dafür selber tragen. Nur wenn der Test im Rahmen der repetitiven Tests im Betrieb erfolgt, übernimmt der Bund die Kosten.

Welche Unternehmen können beim repetitiven Testen teilnehmen?

Eine Teilnahme ist für Betriebe mit Firmensitz (Hauptsitz oder Zweigniederlassung) im Kanton Aargau möglich. Es bestehen zwei Möglichkeiten für das repetitive Testen:

  • Im Rahmen des Projekts "Repetitives Testen" des Kantons Aargau.
  • Eigenverantwortliche regelmässige Testdurchführung mittels Antigen-Schnelltests. Voraussetzungen für diese Möglichkeit sind ein vom Kanton bewilligtes Konzept des Betriebs, die grossmehrheitliche Beteiligung der Belegschaft und die Durchführung der Tests durch Leistungserbringer nach KVG (Ärzte, Apotheker, Laboranten etc.).
  • Formular für das Einreichen des Konzepts repetitives Testen für Unternehmen

Detailinformationen für Unternehmen, die im Projekt ReTe des Kantons teilnehmen, erteilt:

Departement Volkswirtschaft und Inneres
Amt für Wirtschaft und Arbeit
Rain 53
5001 Aarau
Tel.: 062 835 55 22
retebe-covid@ag.ch

Teilprojekt sozialmedizinische Einrichtungen

Alle Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Sonderschulen im Kanton Aargau können am ReTe teilnehmen.

Interessierte Einrichtungen und Sonderschulen können sich via corona.shw@ag.ch oder serkan.yavuz@ag.ch anmelden.

Weitere Informationen via:

Eine Teilnahme ist für Betriebe mit Firmensitz (Hauptsitz oder Zweigniederlassung) im Kanton Aargau möglich. Es bestehen zwei Möglichkeiten für das repetitive Testen:

• Im Rahmen des Projekts "Repetitives Testen" des Kantons Aargau.

• Eigenverantwortliche regelmässige Testdurchführung mittels Antigen-Schnelltests. Voraussetzungen für diese Möglichkeit sind ein vom Kanton bewilligtes Konzept des Betriebs, die grossmehrheitliche Beteiligung der Belegschaft und die Durchführung der Tests durch Leistungserbringer nach KVG (Ärzte, Apotheker, Laboranten etc.).

• Formular für das Einreichen des Konzepts repetitives Testen für Unternehmen

Detailinformationen für Unternehmen, die im Projekt ReTe des Kantons teilnehmen, erteilt:

Departement Volkswirtschaft und Inneres

Amt für Wirtschaft und Arbeit

Rain 53

5001 Aarau

Tel.: 062 835 55 22

retebe-covid@ag.ch

Teilprojekt sozialmedizinische Einrichtungen

Alle Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Sonderschulen im Kanton Aargau können am ReTe teilnehmen.

Interessierte Einrichtungen und Sonderschulen können sich via corona.shw@ag.ch oder serkan.yavuz@ag.ch anmelden.

Weitere Informationen via:

Serkan Yavuz
Fachspezialist Einrichtungen
Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten
Sektion Aufsicht
Bachstrasse 15, 5001 Aarau
Telefon direkt 062 835 21 59
serkan.yavuz@ag.ch

Wie viele Mitarbeitende müssten sich mindestens testen wollen, damit ein Betrieb teilnehmen kann?

Es gibt keine Vorgaben zu einer Mindestzahl von Teilnehmenden pro Betrieb.

Können sich einzelne Mitarbeitende, die wegen des Dienstplans nicht am Spucktest mitmachen können, einen Antigen-Schnelltest machen oder einen Selbsttest?

Die Probenabgabe darf auch an verschiedenen Wochentagen erfolgen. Insbesondere wenn beispielsweise Schichtarbeitende berücksichtigt werden sollten. Es ist sicherzustellen, dass die Proben auch zur Sammelstelle gebracht werden.

Antigen-Schnelltests oder Selbsttests können als Ergänzung eingesetzt werden, sind aber nicht Teil des kantonalen repetitiven Testens. Die Kosten müssen in der Folge durch die Firma getragen werden.

Ein Mitarbeitender kommt einmal pro Woche ins Büro. Sonst ist er im Homeoffice. Soll er am Repetitiven Testen mitmachen?

Wir empfehlen eine Teilnahme, um die maximale Wirkung und den Nutzen, nämlich das Identifizieren von asymptomatisch infizierten Personen, zu erreichen. Auch diese Person kann unerkannt Träger des Virus sein. Im Idealfall fällt der Testtag auf denselben Tag, an dem sie im Büro ist. Dabei kann der Mitarbeitende gleich ein Test-Kit für die Folgewoche mitnehmen.

Was ist, wenn nicht am gleichen Tag getestet wird? Dann muss sichergestellt werden, dass die Probe an die Sammelstelle (Post) gebracht wird.

Wie hoch muss der Prozentsatz der Teilnehmenden in einem Unternehmen mindestens sein, damit das Resultat aussagekräftig ist?

Je mehr Mitarbeitende teilnehmen desto sicherer fühlen sich auch die Arbeitskolleginnen und -kollegen und Sie erreichen als Arbeitgeber die maximale Wirkung und den Nutzen, nämlich das Identifizieren von asymptomatisch infizierten Personen. Selbst Kleinstbetriebe mit nur einer testwilligen Person können am kantonalen repetitiven Testen teilnehmen.

Was kostet die Teilnahme?

Die Testungen sind im Rahmen des Projekts "Repetitives Testen" des Kantons kostenlos. Betriebe, Schulen, sozialmedizinische Institutionen und Pflegeheime tragen den personellen Aufwand, der beispielsweise für das Zusammentragen und Verpacken der Proben notwendig ist.

Teilprojekt sozialmedizinische Einrichtungen

Bei den sozialmedizinischen Einrichtungen werden nicht sämtliche Kosten direkt vom Kanton beglichen. Die zusätzlichen Aufwendungen (zum Beispiel zusätzliche Personalkosten), welche die Einrichtungen haben werden, können separat bei der Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten (SHW) zur Prüfung eingereicht werden. Diese Information ging an alle Einrichtungen per E-Mail.

Bei Fragen können sich die Einrichtungen bei folgender Person melden:

Serkan Yavuz
Fachspezialist Einrichtungen
Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten
Sektion Aufsicht
Bachstrasse 15, 5001 Aarau
Telefon direkt 062 835 21 59
serkan.yavuz@ag.ch

Wie oft wird der Test durchgeführt?

Es wird einmal pro Woche getestet. Die Testtage sind von Montag bis Donnerstag.

Macht das Testen noch Sinn, jetzt wo der Impfstoff da ist?

Solange nicht alle Personen geimpft sind und abschliessend bekannt ist, wie lange die Immunisierung durch die Impfung anhält, werden weiterhin Tests zum Nachweis von SARS-CoV-2 benötigt. Denn eine Impfung garantiert nie einen hundertprozentigen Schutz. Es ist möglich, dass Sie trotz der Impfung am neuen Coronavirus erkranken. Mit der Covid-19-Impfung ist die Chance höher, dass Sie keinen schweren Krankheitsverlauf haben.

Das Repetitive Testen ist nebst dem Impfen ein wichtiger Pfeiler in der Bekämpfung des Coronavirus.

Dürfen Personen, die ihre 1. Impfung erhalten haben, am regelmässigen Testen teilnehmen?

Ja. Einmal geimpfte Personen dürfen am repetitiven Testen teilnehmen. Für vollständig geimpfte Personen ist eine Teilnahme am repetitiven Testen nicht empfohlen, aber möglich.

Was bringen solche repetitiven Tests?

Durch regelmässiges und grossflächiges Testen können Personen ohne Symptome entdeckt und so Infektionsketten unterbrochen werden. Dies ist wichtig, um die Verbreitung des Virus aufzuhalten.

Besteht eine Teilnahmepflicht?

Nein, das Testen ist für alle Betriebsmitarbeitenden und -kader, Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Schulangestellten sowie für Heimbewohnende und Pflegepersonal freiwillig. Wir sind jedoch dankbar für jede Person, die mitmacht und so hilft, die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Wo kann sich ein Betrieb anmelden?

Interessierte Betriebe können sich auf regelmässige Betriebstestungen - Kanton Aargau (www.ag.ch) (öffnet in einem neuen Fenster) über Registrierung für Betriebstestung registrieren.

Dies ist der direkte Link zur Plattform "easytesting". (öffnet in einem neuen Fenster)

Teilprojekt sozialmedizinische Einrichtungen

Interessierte Einrichtungen und Sonderschulen können sich via corona.shw@ag.ch oder serkan.yavuz@ag.ch anmelden.

Wo kann ein Betrieb Sammeltaschen nachbestellen?

  1. Sammeltaschen können via Onboarder nachbestellt werden.
  2. In Ausnahmefällen kann der Betrieb, wenn er keine Sammeltaschen mehr hat und die Proben dringend ins Labor müssen, eine eigene gepolsterte Tasche verwenden und bei der Sammelstelle einwerfen.

Können Klein- und Kleinstbetriebe teilnehmen?

Ja, durch das zentrale Poolen können auch Kleinstbetriebe teilnehmen.

Sind ReTe-Resultate relevant für das COVID-Zertifikat?

Nein. Sie haben keinen Zertifikatcharakter.

Kann ein negatives Testresultat als Nachweis für grenzüberschreitendes Reisen verwendet werden?

Leider nein, da die Probenabgabe nicht unter Aufsicht einer Gesundheitsfachperson erfolgt ist. Den erforderlichen Nachweis erhält man bei Durchführung eines PCR-Tests bei einer Ärztin oder einem Arzt oder in einem Testzentrum.

Welche ist die gesetzliche Grundlage, wonach der PCR-Test nur dann gültig ist, wenn er durch eine Gesundheitsfachperson durchgeführt wird?

Seitens Kanton Aargau wird wie folgt argumentiert: Die PCR Speichel-Tests, die beim repetitiven Testen einsetzt werden, sind genau und aussagekräftig. Die Probe-Entnahme beim repetitiven Testen ist allerdings individuell und selbstverantwortlich. Die Zuweisung der Speichelprobe zu einer bestimmten Person kann deshalb nicht belegt/nachgewiesen werden. Aus diesem Grund können die Resultate aus dem ReTe nicht als Basis für ein Covid-Zertifikat hergezogen werden.

Der Kanton Aargau hat aber das Bundesamt für Gesundheit (BAG) nochmals zu einer Stellungnahme diesbezüglich aufgefordert, damit diese Frage schweizweit einheitlich geregelt ist.

5.2 Testmethode, Poolen

Welche Testmethode wird verwendet?

Es wird ein gepoolter PCR-Speicheltest eingesetzt. 1h vor der Speichelabgabe sollte nichts konsumiert werden. In einem nüchternen Zustand (vor dem Kaffeetrinken, Frühstück, Rauchen etc.) wird der Mund mit einer Flüssigkeit gespült und die Lösung anschliessend in ein Röhrchen gegeben. Die abgegebenen Proben werden zusammengetragen, in eine Sammeltasche verpackt und zur Sammelstelle gebracht. Von dort werden sie dann per Kurier zu einer externen Einrichtung befördert, wo sie zusammengemischt (gepoolt) werden. Anschliessend werden die daraus gewonnenen Poolproben zum PCR-Speicheltest in ein Labor transportiert. Der PCR-Test gilt als das zuverlässigste Verfahren, um einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 abzuklären.

Die Proben werden gepoolt. Was heisst das und wie weiss ich, ob ich positiv bin?

Beim Pooling werden mehrere, üblicherweise bis zu zehn Speichelproben zu einem Pool zusammengemischt. Dies geschieht bei der Pooleinrichtung an einem externen Ort. Im Labor wird diese Poolprobe ausgewertet. Fällt der Pooltest negativ aus, sind keine weiteren Aktivitäten erforderlich. Bei einem positiven Resultat eines Pools werden die vom Labor zurückbehaltenen Proben für Nachtests herangezogen.

Ist der Test durch das Poolen nicht weniger genau?

Nein, die Poolgrösse (ca. 10) ist so gewählt, dass sichergestellt ist, dass das Ergebnis zuverlässig ist.

Es besteht aber immer ein Restrisiko, dass das Ergebnis nicht korrekt ausfällt, zum Beispiel aufgrund einer falschen Probenentnahme (zum Beispiel nicht im nüchternen Zustand von mind. 1 h), eines Fehlers im Labor oder aufgrund des Infektionsverlaufs. Kein diagnostischer Test ist immer zu 100% korrekt.

Wie wird die Durchführung der Speicheltests organisiert? Wer führt die Poolproben zusammen?

Das Prozedere beginnt bereits vor der Speichelprobe:

  • Es sollte eine Stunde vor Probenentnahme auf Essen, Trinken, Zähneputzen, Rauchen und Kaugummikauen verzichtet werden – sich die Person also in nüchternem Zustand befinden.
  • Zweimal husten.
  • Für die Speichelentnahme wird die Flüssigkeit aus der Ampulle für zehn Sekunden gegurgelt oder im Mund hin und her bewegt und dann in das Röhrchen gespuckt.
  • Die Einzelproben werden dann von der zuständigen und entsprechend instruierten Person im Betrieb, in der Schule, Institution zusammengetragen und in einer Sammeltasche abgepackt.
  • Diese Person bringt die Sammeltasche mit den Proben zu einer Sammelstelle bei der Post.
  • Diese werden an den Sammelstellen 2x täglich abgeholt und in die Pooling-Einrichtung transportiert, wo sie zusammengemischt werden. Die gepoolten Proben gelangen dann ins Labor für den PCR-Test.
  • Nach der Analyse im Labor werden die Pooltest-Resultate in der Regel innerhalb von 24 Stunden nach Eingang im Labor mitgeteilt. Siehe unten "Wann wird wer benachrichtigt?"

Teilprojekt sozialmedizinische Einrichtungen

  • Dasselbe Prozedere wie oben, mit Ausnahme der Probeentnahme zu Hause:
  • Bei Wohnheim-Bewohnenden wird die Probeentnahme im Wohnheim selbst durchgeführt.
  • Wenn Unterstützungsbedarf besteht, muss die Betreuungsperson Hilfe anbieten können.
  • Eine von der Einrichtung bestimmte Person ist für das Zusammentragen und Verpacken der Proben verantwortlich.
  • Das Testergebnis wird an die Leitung oder ReTe-verantwortliche Person übermittelt. Eltern von Kindern in den Sonderschulen werden per SMS bei positivem Poolergebnis benachrichtigt.

Wann wird wer benachrichtigt?

Pool Negative

Schule
  • Schulleitung: Sammel-E-Mail
  • Eltern/Schüler: -

Betriebe
  • Betrieb: Über ihr Dashboard
  • Mitarbeiter: SMS
Pool Positive

Schule
  • Schulleitung: SMS
  • Eltern/Schüler: SMS und/oder E-Mail

Betriebe
  • Betrieb: Über ihr Dashboard
  • Mitarbeiter: SMS
Einzeltest Negative

Schule
  • Schulleitung: E-Mail
  • Eltern/Schüler: SMS

Betriebe
  • Betrieb: Über ihr Dashboard
  • Mitarbeiter: SMS
Einzeltest Positive

Schule
  • Schulleitung: SMS
  • Eltern/Schüler: SMS

Betriebe
  • Betrieb: Über ihr Dashboard
  • Mitarbeiter: SMS

Was ist, wenn das Röhrchen nicht abgegeben wurde?

Das hat keine Auswirkung auf den Betrieb. Sollte eine Person zum Beispiel die Speichelprobe zu Hause vergessen haben oder ist aus diversen Gründen nicht im Büro/Schule anwesend, können die vorliegenden Proben trotzdem verpackt und abgegeben werden.

Sollte eine testwillige Person das Röhrchen zu Hause vergessen haben, kann sie vor Ort im Betrieb, in der Schule, in der Institution nach mind. 1h Nüchternheit (keine Speisen, Getränke, Kaugummi, Zigaretten etc.) eine Speichelprobe abgeben.

Mitarbeitende können sich zwar registrieren, aber sie sind nicht verpflichtet, teilzunehmen.

Wie viele Proben dürfen/sollen in eine Sammeltasche?

Die Sammeltaschen sind für bis zu 25 Einzelproben vorgesehen.

5.3 Resultate, Vorgehen

Was passiert, wenn ein Poolresultat positiv ist?

Die im Pool teilnehmenden Personen werden einzeln getestet, wenn ein Poolresultat positiv ist. Die asymptomatisch infizierte Person geht für 10 Tage ab Testentnahme in Isolation. Sie wird vom Contact Tracing (CONTI) betreut, entsprechend informiert und kontaktiert.

Enge Kontaktpersonen* (Definition enge Kontaktperson: Distanz von weniger als 1,5 Meter, während mehr als 15 Minuten über den Tag verteilt ohne Schutz (mind. eine Person ohne Schutzmaske)) müssen für 10 Tage in Quarantäne gehen, insbesondere

  • alle Personen des gemeinsamen Haushalts
  • alle engen Kontaktpersonen (BAG-Definition) im privaten Umfeld

Im Sinne der verkürzten Quarantäne können aber alle Kontaktpersonen am 7. Tag mit einem negativen Test die Quarantäne verlassen. Siehe Vorgehen nach engem Kontakt. (öffnet in einem neuen Fenster)

* Enge Kontaktpersonen gemäss BAG

Der Pool wird nach einem positiven Test aufgelöst, die Einzeltests sind jedoch negativ. Ist die Empfindlichkeit/Einstellung bei der Messung anders?

Die Sensibilität für die Einzeltests ist gegenüber jener der Pooltests leicht reduziert. Ziel des Pooltesting ist es, durch die Entdeckung asymptomatischer infizierter Personen die Ansteckungsketten zu unterbrechen. Die Messempfindlichkeit ist leicht höher eingestellt, um sicherzustellen, dass kein positiver Pool durchgeht.

Was passiert bei einem positiven Einzeltestresultat?

Sie erhalten eine SMS mit dem Resultat. Sie werden von der Covid-Vertrauensperson Ihrer Institution und vom Contact Tracing (CONTI) kontaktiert und erhalten genaue Instruktionen. Bei Infektionsausbrüchen - ab zwei oder mehr positiv getestet Personen innerhalb des Pools - erfolgen keine Quarantänemassnahmen. Die Schutzmassnahmen werden überprüft und allenfalls intensiviert.

Gibt es in der Folge ein "normales" Contact Tracing mit Bestimmung der engen Kontaktpersonen?

Die infizierte Person geht für 10 Tage ab Testentnahme in Isolation. Sie wird vom Contact Tracing (CONTI) betreut, entsprechend informiert und kontaktiert.

Enge Kontaktpersonen müssen für 10 Tage in Quarantäne gehen, insbesondere

  • alle Personen des gemeinsamen Haushalts
  • alle engen Kontaktpersonen (BAG-Definition) im privaten Umfeld

Alle engen Kontaktpersonen werden am Tag 3-5 und Tag 7 getestet (Speicheltest, PCR-Labortest). Bei Nachweis von zwei negativen Tests, kann die Quarantäne beendet werden (verkürzte Quarantäne). Alle Personen in Quarantäne werden vom CONTI betreut, entsprechend informiert und kontaktiert.

Wie lange dauert es, bis das Testresultat vorliegt?

Das Testresultat liegt in der Regel innert 24 Stunden nach Eingang im Labor vor.

Wie ist die Quarantäneregelung für Mitarbeitende im Rahmen der Betriebstestungen?

Gemäss dem Bundesratsbeschluss vom 14. April 2021 zur Covid-19-Verordnung entfällt die Kontaktquarantäne am Arbeitsplatz für jene Mitarbeitenden, die Kontakt mit einer an Covid-19 erkrankten Person hatten, wenn Unternehmen ihren Mitarbeitenden einfachen Zugang zu repetitiven Tests gewähren und sich die Mitarbeitenden einmal pro Woche testen lassen können. Die Quarantänebefreiung gilt nur für die berufliche Tätigkeit; im privaten Leben müssen die Mitarbeitenden die Quarantänevorgaben einhalten und soziale Kontakte vermeiden.

Darf während des Wartens auf das Poolresultat normal weitergearbeitet werden?

Ja, unter Einhaltung der aktuell geltenden Schutz- und Hygienemassnahmen und immer unter der Voraussetzung, dass die getestete Person keine Covid-Symptome hat.

Wer hat Zugriff auf die Testresultate?

Der Betrieb erhält Zugriff auf Resultate, um sich betrieblich organisieren zu können.

Ich habe denselben Speicheltest irrtümlich 2x gescannt. Wie behebe ich diesen Irrtum?

Kein Problem, der Barcode Ihres Teströhrchens wird zwar mehrmals gescannt aber letztendlich nur einmal verarbeitet und einmal ausgewertet.

5.4 Teilnahme

Ich bin schon einmal positiv auf Covid-19 getestet worden. Soll ich beim Betriebstestungen mitmachen?

Personen, die Covid-19 überstanden haben, sollten innerhalb von drei Monaten nach der Infektion bei den Tests nicht mitmachen. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass der Pooltest positiv ausfällt (das Virus kann über eine gewisse Zeitdauer nachgewiesen werden).

Ich bin im Homeoffice, soll ich dennoch mitmachen?

Nein, es ist nicht notwendig, dass Arbeitnehmende, die sich im Homeoffice befinden, am repetitiven Testen teilnehmen.

Ich habe Symptome, die auf Covid-19 hindeuten können? Soll ich trotzdem eine Probe abgeben?

Es ist wichtig, dass möglichst alle Ansteckungen mit dem Coronavirus erkannt werden. Wenn Sie sich krank fühlen oder Sie einzelne Symptome haben, die auf das Coronavirus hindeuten, dann gehen Sie gemäss untenstehendem Ablauf vor.

  1. Kontaktreduktion: Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen.
  2. Testempfehlung: Machen Sie den Coronavirus-Check. Sie erhalten am Ende des Checks unsere Empfehlung. Wenn Sie sich testen lassen sollen, erhalten Sie Informationen zum weiteren Vorgehen. Sie können auch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt anrufen und das Vorgehen besprechen. Sie können sich auch in einem Testzentrum testen lassen.
  3. Testen: Lassen Sie sich testen, wenn Ihre Ärztin / Ihr Arzt oder der dies empfiehlt. Testkosten werden vom Bund übernommen, wenn die Testkriterien des BAG erfüllt sind. Sie können sich auch in einem Testzentrum testen lassen.
  4. Bis zum Testergebnis: Bleiben Sie zu Hause und folgen Sie den Anweisungen zur Isolation. Vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen, bis das Testergebnis vorliegt.

Alle Informationen sind auf der Webseite des Kantons ersichtlich.

Welche Aufgaben hat ein teilnehmender Betrieb?

Das Ziel des Projekts ist es, im Kanton Aargau möglichst viele Personen regelmässig zu testen. Die teilnehmenden Betriebe müssen sich anmelden, ihre Belegschaft informieren und einen möglichst grossen Teil davon zum Mitmachen motivieren (für Mitarbeitende freiwillig). Für die interne Organisation wird dazu seitens Kantons ausführliches Informationsmaterial zur Verfügung gestellt.

In einem ersten Schritt registriert sich das Unternehmen und akzeptiert die Vertragsbedingungen. Anhand des anschliessend automatisch generierten QR-Codes (nicht für Schulen) können sich interessierte Mitarbeitende mit dem Smartphone dann selbstständig registrieren.

Die Testsets werden regelmässig per Post direkt an den Betrieb und die Schulen geliefert. Die Proben werden im Betrieb und in den Schulen gesammelt, durch die im Betrieb und in der Schule zuständige Person gesammelt und verpackt und dann zu einer der Sammelstellen gebracht. Es empfiehlt sich, für das Projekt eine innerbetriebliche Koordinationsperson oder -stelle zu definieren. Die Liste der Sammelstellen ist auf der Webseite des Kantons unter Regelmässige Betriebstestungen - Kanton Aargau (www.ag.ch) (öffnet in einem neuen Fenster) abrufbar.

Teilprojekt sozialmedizinische Einrichtungen

Die Aufgaben bei sozial-medizinischen Einrichtungen und Sonderschulen ist gleich wie beim Teilprojekt Schulen. Die teilnehmenden Einrichtungen werden im Rahmen einer Schulung informiert.

Wohin muss ein Betrieb die Proben bringen?

Die Poolproben können von Montag bis Donnerstag an einer der Sammelstellen (öffnet in einem neuen Fenster) abgegeben werden.

Wir haben mehrere Tochterfirmen. Ich kann aber via Web-Formular nur eine Firma anmelden.

Das Webformular ist eine Voranmeldung. Die definitive Anmeldung erfolgt mittels IT-Plattform "easytesting", in welche die Nebenstandorte erfasst werden können.

Werden im ReTeBe Teilnehmende an Weiterbildungskursen zugelassen, die längere Zeit an diesen Veranstaltungen teilnehmen?

Die Kurzeinführungen (Webinare) sind für alle interessierten Betriebe zugänglich. Sie können auch mehr als einmal besucht werden (siehe Freiwillige Webinare (öffnet in einem neuen Fenster)).

Können Betriebe den positiven Pool ausserhalb von ReTe auflösen (zum Beispiel mit Antigen-Schnelltests, Selbsttests etc.), um schneller das Resultat zu haben?

Nein, die Einzeltests eines positiven Pools müssen im System ReTe abgewickelt werden.

Finden am Freitag Poolauflösungen statt?

Am Freitag findet keine Rückwärtslogistik statt.

Poolauflösung (Einzeltests) am Freitag - Rückwärtslogistik: Abholung durch Kurier wird durch das CONTI aufgeboten.

Kann ich auch ohne Smartphone am Testing teilnehmen?

Eine Teilnahme am repetitiven Testen ist auch ohne Smartphone möglich.

  1. Dafür kopiert der Covid-Verantwortliche den Link zur Mitarbeiteranmeldung aus dem Register Unternehmen in der "easytesting" IT-Plattform.
  2. Der Mitarbeitende registriert sich mit dem Link auf der Plattform.
    WICHTIG: Auswahl der Option "Teilnahme via E-Mail"
  3. Der Mitarbeitende erhält eine E-Mail zur Bestätigung mit einem Registrationslink, um wieder auf sein Profil zugreifen zu können.
  4. Am Testtag ruft der Mitarbeitende sein Profil mit dem Registrationslink auf und tippt die Barcode-Nummer seines Teströhrchens von Hand ein: "von Hand eintippen" Option in der IT Plattform.

Dies gilt nicht für Schulen. Bei Schulen wird ein Smartphone benötigt.

6. Wirtschaft und Gewerbe

Was gilt für Wirtschaft und Gewerbe?

Aktuelle Informationen finden Sie auf der Seite Wirtschaft & Gewerbe des Kantons oder bei Fragen zu Massnahmen des Bundes (öffnet in einem neuen Fenster) oder Schutzkonzepten (öffnet in einem neuen Fenster) auf den Webseiten des BAG.

Welche Aspekte müssen im Bereich der Landwirtschaft beachtet werden?

7. Bildung und Betreuung

Wie soll eine KITA oder Tagesstätte handeln, wenn Mitarbeitende oder Kinder erkranken?

Bitte beachten Sie die Angaben auf der Webseite Informationen für Kitas, Tagesfamilien und Tagesstrukturen.

Welche Schutzmassnahmen gelten für familien- und schulergänzende Betreuungsangebote?

Bitte beachten Sie die Angaben auf der Webseite Informationen für Kitas, Tagesfamilien und Tagesstrukturen.

Dürfen Grosseltern ihre Grosskinder hüten?

Mit steigendem Alter nimmt das Risiko für einen schweren Verlauf einer Erkrankung mit dem neuen Coronavirus zu. Dies gilt verstärkt für Personen mit einer Vorerkrankung wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen, Krebs, Bluthochdruck, Adipositas Grad III sowie Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen. Sie sollten sich besonders schützen. Wenn Sie als Grosseltern ihre Grosskinder hüten möchten, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Besprechen Sie Ihre Situation bei Unsicherheit mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, besonders, wenn Sie an Vorerkrankungen leiden
  • Sie sollten sich gesund fühlen und keine Krankheitssymptome aufweisen. Das gilt auch für die Personen in Ihrem Familienumfeld. Hüten Sie keine Kinder, wenn Sie, Ihr Grosskind oder jemand in der Familie des Kindes krank ist, auch bei leichten Symptomen.
  • Befolgen Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln, indem Sie zum Beispiel häufig die Hände waschen, keine Gläser mit den Kindern teilen und Abstand von den Eltern halten.
  • Versuchen Sie, wenn möglich das Ansteckungsrisiko zu minimieren, indem Sie z. B. Aktivitäten draussen verfolgen oder sich, wenn möglich, nur mit Ihrem oder Ihren Enkelkindern ohne die Eltern treffen.
  • Bei Kindern ab 12 Jahren steigt das Risiko für eine Erkrankung und Übertragung auf andere Personen an. Entsprechend sollten bei älteren Enkelkindern die Abstandsregeln eingehalten sowie nach Möglichkeit Masken getragen werden.
  • Meiden Sie Orte mit hohem Personenaufkommen, zum Beispiel Bahnhöfe oder öffentliche Verkehrsmittel während Stosszeiten.

8. Kultur-, Sport und gemeinnützige Bereiche

Was ist ein enger Kontakt in der Schule und bei Freizeitaktivitäten? Wer muss in Quarantäne?

Gilt für Schule und Freizeitaktivitäten (z. B. Fussballtraining):

Kinder im Vor- oder Schulalter (obligatorische Schule) gelten nicht als enger Kontakt, wenn keine Häufung von Fällen (= max. 1 Fall innerhalb der Gruppe) vorliegt.

Ab 16 Jahren werden die Jugendlichen wie erwachsene Personen hinsichtlich Übertragungs- und Krankheitsrisikos betrachtet.

Sofern im Training alle Jugendlichen im Schulalter (max. 9. Klasse) trainieren, werden sie untereinander nicht als enge Kontakte betrachtet.

Anders ist die Situation für die erwachsenen Trainer. Sofern die Abstandsregel von 1,5 Metern zwischen Trainer und Jugendlichen nicht eingehalten werden, werden diese Personen als enge Kontakte betrachtet.

Sollte der Jugendliche aufgrund eines Erkrankungsfalls im Team (bspw. Trainer) unter Quarantäne stehen, gilt dies nicht für die ganze Familie. Die Familie würde dann unter Quarantäne stehen, wenn der Jugendliche selber erkranken (=infiziert) würde.

Mehr Informationen zu Sportaktivitäten.

9. Gesundheits-, und Sozialwesen sowie Gemeinden

Was sollten betreuende Angehörige wissen?

Halten Sie sich an die Empfehlungen, damit Sie sich und die betreute Person schützen:

  • Waschen Sie sich gründlich und regelmässig die Hände mit Seife.
  • Vermeiden Sie unnötige Kontakte und halten Sie Abstand zu anderen Personen (mindestens 1,5 Meter). Auch wenn Sie Freunde oder Familie treffen.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit Stosszeiten an Orten mit hohem Personenaufkommen (beispielsweise Pendlerzeiten im ÖV oder am Bahnhof, Einkaufen am Samstag).
  • Lassen Sie Ihr Umfeld wissen, welche Unterstützung Sie benötigen und nehmen Sie die Unterstützung an oder kontaktieren Sie Organisationen wie die Spitex.
  • Sprechen Sie mit anderen Menschen über Ihr Erleben, Ihre Gedanken und Gefühle – mit Ihrer Familie, Freunden oder Bekannten oder auch mit Fachpersonen.
  • Bereiten Sie den Fall vor, dass Sie selbst krank werden: Bestimmen Sie – möglichst gemeinsam mit der von Ihnen betreuten Person – eine Stellvertretung. Schreiben Sie wenn möglich gemeinsam das Wichtige auf, damit alles rasch greifbar ist, wenn Sie krank würden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (öffnet in einem neuen Fenster).

Welche Empfehlungen gibt es für die Krankenpflege und Hilfe zu Hause?

Informieren Sie sich auf der Seite Informationen für Gesundheitsfachpersonen (öffnet in einem neuen Fenster) über die Schutzkonzepte und -massnahmen.

Kann beim Kanton Schutzmaterial bezogen werden?

Grundsätzlich gilt, dass private und öffentliche Organisationen für die Beschaffung von Schutzmaterial selbst verantwortlich sind. Da die Verfügbarkeit von Schutzmaterial im April 2020 nicht gewährleistet war, hat der Kanton das ihm verfügbare Schutzmaterial an Organisationen des Gesundheitswesens sowie an Betriebe gratis abgegeben.

Auf dem freien Markt ist Schutzmaterial (z. B. Hygienemasken, Handschuhe, Desinfektionsmittel etc.) seit ca. Mitte Mai 2020 wieder ohne Einschränkungen verfügbar. Deshalb wurde die kantonale Gratisabgabe an Organisationen des Gesundheitswesens per 15. Juni 2020 eingestellt. Die Abgabestelle Zeughaus Aarau wurde ebenfalls auf diesen Zeitpunkt geschlossen.

Bezüglich Beschaffung von Schutzmaterial verweisen wir auf den ordentlichen Beschaffungsweg. Eine Auskunft über mögliche Bezugsquellen ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Der Bund beschafft Mangelgüter für das Gesundheitswesen im Sinne einer subsidiären Unterstützung. Im Pflegebereich tätige Organisationen und Gesundheitsfachpersonen können allfällige Gesuche um Unterstützung direkt an die im Kanton zuständige Stelle (in der Regel die Kantonsapotheken) richten. Eine Liste der Kantonsapothekerinnen und Kantonsapotheker (öffnet in einem neuen Fenster) ist auf der verlinkten Webseite zu finden.

Sind Besuche in Spitälern, Kliniken, Psychiatrien und Pflegeheimen wieder erlaubt?

Die Institutionen müssen über ein Schutzkonzept verfügen. Darin wird geregelt, wie die Hygiene- und Schutzmassnahmen eingehalten werden. Jeder Institutionstyp – Spital, Rehaklinik, Psychiatrie und Pflege- oder Altersheim – entscheidet selbstständig, in welchem Masse sie Besuche gewähren können, sodass die Hygiene- und Schutzmassnahmen eingehalten werden können. Eine Anmeldung ist daher immer empfehlenswert. Grundsätzlich gelten für alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe folgende Grundregeln:

  • Händehygiene: Alle Personen reinigen sich regelmässig die Hände.
  • Distanzregeln: Alle Personen halten 1,5 Meter Abstand zueinander. Das Einhalten der Distanzregel von 1,5 Metern bleibt mit den Hygieneregeln die wichtigste Massnahme, um Übertragungen zu verhindern. Eine Unterschreitung des Abstands ist zulässig, wenn geeignete Schutzmassnahmen wie das Tragen einer Gesichtsmaske oder das Anbringen zweckmässiger Abschrankungen vorgesehen werden.
  • Schutzmassnahmen: Schutzmassnahmen wie Abschrankungen oder obligatorisches Tragen von Masken sollen umgesetzt werden, falls die Distanz nicht eingehalten wird.
  • Kontaktdaten: Es müssen Kontaktdaten erhoben und während 14 Tagen aufbewahrt werden, falls es während mehr als 15 Minuten zu einer Unterschreitung der Distanz von 1,5 Metern ohne Schutzmassnahmen kommen kann. Die betroffenen Personen müssen über das Sammeln der Kontaktdaten informiert werden. Die Erhebung von Kontaktdaten ist nur dann eine Alternative zu den Distanzregeln oder Schutzmassnahmen, wenn im betreffenden Betrieb oder an der betreffenden Veranstaltung diese aufgrund der Art der Aktivität, wegen örtlicher Gegebenheiten oder aus betrieblichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht umgesetzt werden können.
  • Nachweispflicht: Jeder der Öffentlichkeit zugängliche Ort muss in der Lage sein, ein Schutzkonzept vorzulegen, das die Einhaltung dieser Prinzipien gewährleistet.

Einige Kantone haben spezifische Vorkehrungen getroffen, zum Beispiel Einrichtungen bzw. Gebäude für Quarantänen vorbereitet. Gibt es auch im Kanton Aargau solche vorbereiteten Einrichtungen?

Es besteht gegenwärtig kein Bedarf und keine Veranlassung, Menschen ausserhalb ihrer sozialen Strukturen in Quarantäne zu nehmen. Aktuell sind Lösungen im privaten Umfeld oder in Hotels zu suchen.

In diesem Zusammenhang ist wichtig, zwischen Isolation und Quarantäne zu unterscheiden:

Isolation: Eine Person, die am neuen Coronavirus erkrankt ist, muss sich isolieren. Das bedeutet, dass sie jeglichen Kontakt mit anderen Personen vermeiden sollte. Wenn der Test positiv ist, dann wird das CONTI – die Kompetenz- und Koordinationsstelle Contact Tracing des Kantonsärztlichen Dienstes – aktiv.

Quarantäne: Eine Person, die mit einer am neuen Coronavirus erkrankten Person in engem Kontakt stand, muss in Quarantäne. Sie werden von den CONTI-Mitarbeitenden kontaktiert und informiert. Die Quarantäne bedeutet, dass sie mit anderen Personen keinen Kontakt haben sollten. Damit kann man vermeiden, dass sie unwissentlich andere Personen anstecken. So werden Übertragungsketten unterbrochen.

Mehr Informationen zur Isolation und Quarantäne (öffnet in einem neuen Fenster) und zu CONTI.