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Empfehlungen für die Bevölkerung

Befolgen Sie weiterhin die Hygiene- und Verhaltensregeln. Damit können Sie sich und andere am besten vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus schützen.

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, gibt es schweizweite und kantonale Massnahmen in Form von Vorgaben, Pflichten und Verboten.

Ausserdem gibt es verschiedene Empfehlungen und besondere Vorkehrungen für den Schutz besonders gefährdeter Personen.

Massnahmen seit dem 13. September 2021

Weitere Informationen zu verschiedenen Bereichen finden Sie in der Übersicht auf www.ag.ch/coronavirus.

So wird das Coronavirus hauptsächlich übertragen

  • Bei engem und längerem Kontakt:
    Wenn man zu einer infizierten Person weniger als 1,5 Meter Abstand ohne Schutz hält (Schutz: z. B. beide Personen tragen eine Maske). Je länger und enger dieser Kontakt ist, desto wahrscheinlicher ist eine Ansteckung.
  • Durch Tröpfchen: Atmet, spricht, niest oder hustet die infizierte Person, können virenhaltige Tröpfchen direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen in unmittelbarer Nähe (<1,5 m) gelangen.
  • Durch Aerosole: Eine Übertragung durch Aerosole ist über kurze Distanzen oder auch über weitere Distanzen möglich. Diese Art der Übertragung findet vor allem in kleinen und schlecht belüfteten Innenräumen statt, in denen sich Aerosole über längere Zeit anreichern können. Dies kann vor allem bei Aktivitäten eine Rolle spielen, die eine verstärkte Atmung erfordern, z.B. bei körperlicher Arbeit, Sport, lautem Sprechen und Singen. Weitere Informationen zu Aerosolen finden Sie auf der Seite Häufig gestellte Fragen (FAQ). (öffnet in einem neuen Fenster)
  • Über Oberflächen und die Hände. Wenn infizierte Personen husten und niesen, gelangen ansteckende Tröpfchen auf ihre Hände oder auf benachbarte Oberflächen. Eine andere Person könnte sich anstecken, wenn sie diese Tröpfchen mit den Händen aufnimmt und anschliessend Mund, Nase oder Augen berührt.

Die Unterscheidung zwischen Tröpfchen und Aerosolen bezieht sich auf die Grösse und die Übergänge sind fliessend.

Hygiene- und Verhaltensregeln

1. Halten Sie Abstand

Mit dem neuen Coronavirus können Sie sich anstecken, wenn Sie engen und längeren Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Indem Sie den nötigen Abstand (1.5 Meter) halten, schützen Sie sich und andere vor einer Ansteckung:

  • Halten Sie beim Anstehen Abstand zu den Personen vor und hinter Ihnen (zum Beispiel an der Kasse oder in der Kantine).
  • An Sitzungen: Lassen Sie zwischen den Teilnehmenden einen Stuhl frei.
  • Schützen Sie besonders gefährdete Personen in Ihrem Umfeld durch Abstand.
  • Beachten Sie die Besuchsregeln der Alters- und Pflegeheime sowie der Spitäler.

2. Maske tragen

In der Schweiz gilt an vielen Orten Maskenpflicht. Vereinfacht gilt: Tragen Sie immer eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können. Ausführliche Informationen erhalten Sie auf der Seite Masken.

Halten Sie sich immer an die Maskenpflicht. Tragen Sie die Maske über Nase und Mund. Indem Sie die Maske korrekt tragen und verwenden, können Sie andere vor einer Ansteckung schützen. Denn eine infizierte Person kann bereits vor Auftreten der Symptome ansteckend sein, ohne es zu wissen. Wenn auf engem Raum also alle eine Maske tragen, schützen wir uns alle gegenseitig.

Kinder unter zwölf Jahren müssen keine Maske tragen. Ebenso von der Maskenpflicht ausgenommen sind Personen, die aus besonderen Gründen, hauptsächlich medizinischen, keine Masken tragen können. Dazu zählt folgendes: Gesichtsverletzungen, hohe Atemnot, Angstzustände beim Tragen einer Maske und Behinderungen, die das Tragen einer Maske nicht zumutbar oder umsetzbar machen. Um mit Personen zu kommunizieren, die eine Hörbehinderung haben, darf insbesondere das ÖV-Personal die Maske ausziehen.

Visiere können Sie nicht als Ersatz für eine Maske nutzen. Sie schützen die Augen vor einer möglichen Infektion durch Tröpfchen, jedoch ist eine Ansteckung über Mund und Nase nicht auszuschliessen.

3. Waschen Sie sich gründlich die Hände

Händewaschen spielt eine entscheidende Rolle bei der Hygiene. Indem Sie Ihre Hände regelmässig mit Seife sorgfältig waschen, können Sie sich schützen. Die Seife macht das Virus unschädlich.

Waschen Sie die Hände, wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Schnäuzen, Niesen oder Husten oder bevor Sie essen oder Essen zubereiten.

Sie waschen Ihre Hände richtig, wenn Sie sich die Hände einseifen, bis sie vollständig eingeschäumt sind. Spülen Sie die Hände unter fliessendem Wasser gut ab. Trocknen Sie sie mit einem sauberen Handtuch, wenn möglich mit einem Wegwerf-Papiertuch oder einer einmal benutzbaren Stoffhandtuchrolle.

Zudem sollten Sie beachten, dass Sie am besten keine Ringe tragen oder aber diese vor dem Händewaschen abnehmen und ebenfalls einseifen. Pflegen Sie Ihre Haut mit einer Feuchtigkeitscreme und halten Sie die Fingernägel kurz und sauber.

4. Schütteln Sie keine Hände

Je nachdem, was wir gerade angefasst haben, sind unsere Hände nicht sauber. Ansteckende Tröpfchen aus Husten und Niesen können sich an den Händen befinden. Sie gelangen an Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt. Darum ist es wichtig, das Händeschütteln zu vermeiden. Gegen Ansteckung können wir uns schützen, indem wir:

  • Keine Hände schütteln;
  • Auf Begrüssungsküsse verzichten;
  • Nase, Mund und Augen möglichst nicht berühren.

5. Niesen oder husten Sie in ein Papiertaschentuch oder in die Armbeuge

Schnäuzen, Niesen, Spucken, Husten: Damit können wir Viren übertragen, wenn wir die Verhaltensregeln nicht beachten.

Wie kann ich das Übertragungsrisiko verringern oder vermeiden?

  • Husten oder Niesen Sie in ein Taschentuch – oder, wenn Sie keines haben, in Ihre Armbeuge.
  • Waschen Sie die Hände nach jedem Husten, Niesen, Schnäuzen und Spucken.
  • Verwenden Sie Papiertaschentücher und benutzen Sie es nur einmal. Dann entsorgen Sie es.

6. Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation

Müssen Sie aufgrund von Symptomen im Zusammenhang mit den neuen Coronavirus in eine Arztpraxis oder Notfallstation gehen, dann rufen Sie unbedingt vorher an.

Bei Beschwerden, Krankheitsgefühl oder Symptomen ohne Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus: Nehmen Sie diese ernst und lassen Sie sich behandeln. Warten Sie nicht zu lange, nehmen Sie Hilfe in Anspruch: Rufen Sie eine Ärztin oder einen Arzt an.

7. Homeoffice

Es gilt eine Homeoffice-Empfehlung.

Die Homeoffice-Pflicht wurde per 26. Juni 2021 aufgehoben. Das Arbeiten vor Ort wird somit nicht mehr an die Pflicht zum repetitiven Testen gebunden.

8. Lüften

Lüften verdünnt die Konzentration von Coronaviren in Innenräumen und erlaubt, das Risiko einer Übertragung zu vermindern. Deshalb empfehlen wir, Räume, in denen sich Personen aus unterschiedlichen Haushalten aufhalten, besonders gut zu lüften. Gerade bei wärmeren Temperaturen ist es sinnvoll, die Fenster für längere Zeit geöffnet zu lassen.

Beachten Sie dabei folgendes:

  • Öffnen Sie die Fenster immer vollständig und sorgen Sie für Durchzug.
  • Lüften Sie Räume, in welchen sich mehrere Personen aus verschiedenen Haushalten aufhalten, mindestens jede Stunde für 5 bis 10 Minuten (z. B. Wohnzimmer mit Gästen, Aufenthaltsräume).
  • Lüften Sie Schulzimmer wenn möglich alle 20 bis 25 Minuten. Weitere Informationen und Tipps dazu finden Sie unter www.schulen-lueften.ch (öffnet in einem neuen Fenster).
  • Lassen Sie sich ans Lüften erinnern: z. B. vom Wecker Ihres Handys oder durch einen CO2-Sensor, der misst, wie gut ein Raum gelüftet ist.
  • Sofern Sie eine Lüftungs- oder Klimaanlage haben: Beachten Sie, dass Sie für einen guten Schutz die Anlage mit einer hohen Frischluftwechselrate (höchste Stufe) und möglichst geringem Umluftanteil betreiben (Informationen für Betreiber (öffnet in einem neuen Fenster)).

9. Weniger Menschen treffen

Viele Personen stecken sich im privaten Umfeld mit dem Coronavirus an. Denn gerade im Familien- und Freundeskreis kann oder möchte man nicht genügend Abstand halten. Es ist wichtig, dass Sie im Moment auf Treffen in grösseren Gruppen verzichten. Genauso wichtig ist es, dass Sie auch insgesamt weniger Leute treffen. So helfen Sie, die schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Bei Treffen im Freundes- und Familienkreis ist die erlaubte Anzahl Personen eingeschränkt. Bei dieser Anzahl werden Kinder mitgezählt. Der Bundesrat empfiehlt: Nur wenige Haushalte gleichzeitig treffen.

  • Regel drinnen: Erlaubt sind maximal 30 Personen.
  • Regel draussen: Erlaubt sind maximal 50 Personen.

Wir empfehlen: Wägen Sie bewusst ab, mit welcher Person Sie wann persönlichen Kontakt haben. Berücksichtigen Sie dabei wie viele verschiedene Freunde, Familienmitglieder und Arbeitskollegen Sie in den Tagen vorher getroffen haben oder bald treffen werden. Je mehr persönliche Kontakte Sie innerhalb kurzer Zeit haben, desto mehr Leute könnten Sie im Falle einer Infektion anstecken.

10. Bei Veranstaltungen und Ansammlungen: erlaubte Personenanzahl einhalten

Wichtig: Bei der Anzahl Teilnehmenden werden Kinder mitgezählt.

Empfehlungen und Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Personen

Besonders gefährdet sind:

  • Ältere Menschen
    • Das Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus steigt mit zunehmendem Alter. Vorerkrankungen erhöhen das Risiko zusätzlich.
  • Schwangere Frauen
  • Erwachsene mit Trisomie 21
  • Erwachsene mit folgenden chronischen Vorerkrankungen
    • Adipositas (BMI ≥ 35kg/m2)
    • Bluthochdruck
    • Lungen- und Atemwegserkrankungen
    • Diabetes
    • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Krebs
    • Niereninsuffizienz
    • Leberzirrhose

Am besten schützten Sie sich vor einer Ansteckung indem Sie sich weiterhin an die Hygiene- und Verhaltensregeln halten.
Beachten Sie auch die Informationen zu den besonders gefährdeten Personen auf der Seite des BAG. (öffnet in einem neuen Fenster)

Schutz am Arbeitsplatz

Gemäss der Verordnung 3 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (öffnet in einem neuen Fenster) können besonders gefährdete Personen (gemäss der Auflistung der Krankheiten) von einem erhöhten Schutz am Arbeitsplatz profitieren. Informationen dazu erhalten Sie beim SECO (öffnet in einem neuen Fenster).

Wenn Sie vollständig geimpft sind, ist der Arbeitgeber nicht mehr verpflichtet, Sie als besonders gefährdete Person am Arbeitsplatz zusätzlich zu schützen. Vollständig geimpft bedeutet, eine Person hat beide Impfdosen erhalten und seit der zweiten Impfung sind 14 Tage vergangen.

Dies gilt vorerst für 6 Monate nach einer Covid-19-Impfung oder nach Aufhebung der Isolation. Dieser Zeitraum basiert auf aktuell verfügbaren wissenschaftlichen Daten und wird regelmässig angepasst.

Vorgehen bei Krankheitssymptomen

Haben Sie ein oder mehrere Krankheitssymptome wie Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit oder einen plötzlichen Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen? Dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.