Navigation

Sprunglinks

Empfehlungen für die Bevölkerung

Befolgen Sie weiterhin die Hygiene- und Verhaltensregeln. Damit können Sie sich und andere am besten vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus schützen.

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, gibt es schweizweite und kantonale Massnahmen in Form von Vorgaben, Pflichten und Verboten.

Ausserdem gibt es verschiedene Empfehlungen und besondere Vorkehrungen für den Schutz besonders gefährdeter Personen.

Massnahmen ab dem 22. März 2021

Übersichtsgrafik zu den aktuellen Massnahmen.

Im Kanton Aargau sind zudem weiterhin die Erotik- und Sexbetriebe geschlossen.

Weitere Informationen zu verschiedenen Bereichen finden Sie in der Übersicht auf www.ag.ch/coronavirus.

So wird das Coronavirus hauptsächlich übertragen

  • Bei engem und längerem Kontakt:
    Wenn man zu einer infizierten Person weniger als 1,5 Meter Abstand ohne Schutz hält (Schutz: z. B. beide Personen tragen eine Maske). Je länger und enger dieser Kontakt ist, desto wahrscheinlicher ist eine Ansteckung.
  • Durch Tröpfchen und Aerosole:
    Atmet, spricht, niest oder hustet die infizierte Person, können virenhaltige Tröpfchen direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen in unmittelbarer Nähe (<1,5 m) gelangen. Nach einer Distanz von 1,5 Metern verdünnen sich Aerosole. Dadurch sind die Viren weniger konzentriert, was das Risiko für eine Übertragung stark mindert. Ansteckungen durch Aerosole kommen deshalb nicht häufig vor.
    Mehr zu Aerosolen (öffnet in einem neuen Fenster)
  • Über die Hände:
    Ansteckende Tröpfchen gelangen beim Husten und Niesen auf die Hände und werden beim Berühren von Oberflächen auf diesen verteilt. Berührt eine andere Person eine Oberfläche, auf der sich Viren befinden, gelangen sie an Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt.

Hygiene- und Verhaltensregeln

1. Halten Sie Abstand

Mit dem neuen Coronavirus können Sie sich anstecken, wenn Sie engen und längeren Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Indem Sie den nötigen Abstand (1.5 Meter) halten, schützen Sie sich und andere vor einer Ansteckung:

  • Halten Sie beim Anstehen Abstand zu den Personen vor und hinter Ihnen (zum Beispiel an der Kasse oder in der Kantine).
  • An Sitzungen: Lassen Sie zwischen den Teilnehmenden einen Stuhl frei.
  • Schützen Sie besonders gefährdete Personen in Ihrem Umfeld durch Abstand.
  • Beachten Sie die Besuchsregeln der Alters- und Pflegeheime sowie der Spitäler.

2. Maske tragen

In der Schweiz gilt an vielen Orten Maskenpflicht. Vereinfacht gilt: Tragen Sie immer eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und den Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können. Ausführliche Informationen erhalten Sie auf der Seite Masken.

Halten Sie sich immer an die Maskenpflicht. Tragen Sie die Maske über Nase und Mund. Indem Sie die Maske korrekt tragen und verwenden, können Sie andere vor einer Ansteckung schützen. Denn eine infizierte Person kann bereits vor Auftreten der Symptome ansteckend sein, ohne es zu wissen. Wenn auf engem Raum also alle eine Maske tragen, schützen wir uns alle gegenseitig.

Kinder unter zwölf Jahren müssen keine Maske tragen. Ebenso von der Maskenpflicht ausgenommen sind Personen, die aus besonderen Gründen, hauptsächlich medizinischen, keine Masken tragen können. Dazu zählt folgendes: Gesichtsverletzungen, hohe Atemnot, Angstzustände beim Tragen einer Maske und Behinderungen, die das Tragen einer Maske nicht zumutbar oder umsetzbar machen. Um mit Personen zu kommunizieren, die eine Hörbehinderung haben, darf insbesondere das ÖV-Personal die Maske ausziehen.

Visiere können Sie nicht als Ersatz für eine Maske nutzen. Sie schützen die Augen vor einer möglichen Infektion durch Tröpfchen, jedoch ist eine Ansteckung über Mund und Nase nicht auszuschliessen.

3. Waschen Sie sich gründlich die Hände

Händewaschen spielt eine entscheidende Rolle bei der Hygiene. Indem Sie Ihre Hände regelmässig mit Seife sorgfältig waschen, können Sie sich schützen. Die Seife macht das Virus unschädlich.

Waschen Sie die Hände, wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Schnäuzen, Niesen oder Husten oder bevor Sie essen oder Essen zubereiten.

Sie waschen Ihre Hände richtig, wenn Sie sich die Hände einseifen, bis sie vollständig eingeschäumt sind. Spülen Sie die Hände unter fliessendem Wasser gut ab. Trocknen Sie sie mit einem sauberen Handtuch, wenn möglich mit einem Wegwerf-Papiertuch oder einer einmal benutzbaren Stoffhandtuchrolle.

Zudem sollten Sie beachten, dass Sie am besten keine Ringe tragen oder aber diese vor dem Händewaschen abnehmen und ebenfalls einseifen. Pflegen Sie Ihre Haut mit einer Feuchtigkeitscreme und halten Sie die Fingernägel kurz und sauber.

4. Schütteln Sie keine Hände

Je nachdem, was wir gerade angefasst haben, sind unsere Hände nicht sauber. Ansteckende Tröpfchen aus Husten und Niesen können sich an den Händen befinden. Sie gelangen an Mund, Nase oder Augen, wenn man diese berührt. Darum ist es wichtig, das Händeschütteln zu vermeiden. Gegen Ansteckung können wir uns schützen, indem wir:

  • Keine Hände schütteln;
  • Auf Begrüssungsküsse verzichten;
  • Nase, Mund und Augen möglichst nicht berühren.

5. Niesen oder husten Sie in ein Papiertaschentuch oder in die Armbeuge

Schnäuzen, Niesen, Spucken, Husten: Damit können wir Viren übertragen, wenn wir die Verhaltensregeln nicht beachten.

Wie kann ich das Übertragungsrisiko verringern oder vermeiden?

  • Husten oder Niesen Sie in ein Taschentuch – oder, wenn Sie keines haben, in Ihre Armbeuge.
  • Waschen Sie die Hände nach jedem Husten, Niesen, Schnäuzen und Spucken.
  • Verwenden Sie Papiertaschentücher und benutzen Sie es nur einmal. Dann entsorgen Sie es.

6. Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation

Müssen Sie aufgrund von Symptomen im Zusammenhang mit den neuen Coronavirus in eine Arztpraxis oder Notfallstation gehen, dann rufen Sie unbedingt vorher an.

Bei Beschwerden, Krankheitsgefühl oder Symptomen ohne Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus: Nehmen Sie diese ernst und lassen Sie sich behandeln. Warten Sie nicht zu lange, nehmen Sie Hilfe in Anspruch: Rufen Sie eine Ärztin oder einen Arzt an.

7. Homeoffice

Arbeitgebende sind seit dem 18. Januar 2021 verpflichtet, die Homeoffice-Pflicht (vorher Empfehlung) des Bundesamts für Gesundheit zu beachten. Mit dem Arbeiten zu Hause können grössere Menschenansammlungen vermieden und enge Kontakte am Arbeitsplatz reduziert werden. Es vermindert zudem das Risiko, dass bei einem Covid-19-Fall ganze Arbeitsteams in Quarantäne müssen.

Wo Homeoffice nicht oder nur zum Teil möglich ist, werden weitere Massnahmen am Arbeitsplatz erlassen: Zum Schutz von Arbeitnehmenden gilt in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht, wo sich mehr als nur eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt nicht mehr.

(Dispensation von der Maskentragpflicht: Für den Nachweis medizinischer Gründe ist ein Attest einer Ärztin, eines Arztes, einer Psychotherapeutin oder eines Psychotherapeuten erforderlich; ein Attest darf nur dann ausgestellt werden, wenn dies für die betreffende Person angezeigt ist.)

8. Lüften

Das Risiko einer Übertragung des neuen Coronavirus in Innenräumen lässt sich durch geeignete Lüftungsmassnahmen reduzieren. Deshalb empfehlen wir, in allen Räumen, in denen sich Personen aufhalten, regelmässig zu lüften.

Beachten Sie dabei folgendes:

  • Öffnen Sie dazu die Fenster immer vollständig und sorgen Sie für Durchzug beim Lüften.
  • Lüften Sie alle Räume regelmässig und häufig. Je mehr Personen sich in einem Raum befinden und je kleiner der Raum ist, desto häufiger soll er gelüftet werden.
  • Lüften Sie die Räume in Ihrem Zuhause drei- bis fünfmal täglich für 5 bis 10 Minuten.
  • Lüften Sie Räume, in denen sich mehrere Personen längere Zeit aufhalten (z. B. Arbeitsräume, Aufenthaltsräume, Homeoffice-Räume) alle 1 bis 2 Stunden für 5 bis 10 Minuten.
  • Lüften Sie Schulzimmer mindestens nach jeder Lektion. Weitere Informationen und Tipps dazu finden Sie unter www.schulen-lueften.ch. (öffnet in einem neuen Fenster)

Wichtig: Eine gute Durchlüftung kann Ansteckungen durch engen Kontakt nicht verhindern. Abstandhalten, Maske tragen sowie Hygienemassahmen bleiben die wirksamsten Massnahmen.

9. Weniger Menschen treffen

Viele Personen stecken sich im privaten Umfeld mit dem Coronavirus an. Denn gerade im Familien- und Freundeskreis kann oder möchte man nicht genügend Abstand halten. Es ist wichtig, dass Sie im Moment auf Treffen in grösseren Gruppen verzichten. Genauso wichtig ist es, dass Sie auch insgesamt weniger Leute treffen. So helfen Sie, die schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Bei Treffen im Freundes- und Familienkreis ist die erlaubte Anzahl Personen eingeschränkt. Bei dieser Anzahl werden Kinder mitgezählt. Der Bundesrat empfiehlt: Nur wenige Haushalte gleichzeitig treffen.

  • Regel drinnen: Erlaubt sind maximal 10 Personen.
  • Regel draussen: Erlaubt sind maximal 15 Personen.

Wir empfehlen: Wägen Sie bewusst ab, mit welcher Person Sie wann persönlichen Kontakt haben. Berücksichtigen Sie dabei wie viele verschiedene Freunde, Familienmitglieder und Arbeitskollegen Sie in den Tagen vorher getroffen haben oder bald treffen werden. Je mehr persönliche Kontakte Sie innerhalb kurzer Zeit haben, desto mehr Leute könnten Sie im Falle einer Infektion anstecken.

10. Bei Veranstaltungen und Ansammlungen: erlaubte Personenanzahl einhalten

  • Öffentliche Veranstaltungen sind verboten. Ausgenommen sind religiöse Feiern (bis max. 50 Personen), Beerdigungen im Familien- und engen Freundeskreis, Versammlungen von Legislativen und politische Kundgebungen. Auch davon ausgenommen sind Auftritte von professionellen Kulturschaffenden und Matches von professionellen Sportlern, jedoch ohne Publikum. Mehr Informationen für Kultur, Sport und gemeinnützige Bereiche.
  • An privaten Veranstaltungen im Freundes- und Familienkreis dürfen in Innenräumen höchstens 10 Personen teilnehmen und im Freien höchstens 15 Personen. Der Bundesrat empfiehlt dringend, Treffen auf wenige Haushalte zu beschränken und damit die Anzahl der Kontakte so gering wie möglich zu halten.
  • Im öffentlichen Raum wie beispielsweise auf Plätzen, Spazierwegen und in Parkanlagen sind spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten.

Wichtig: Bei der Anzahl Teilnehmenden werden Kinder mitgezählt.

Empfehlungen und Schutzmassnahmen für besonders gefährdete Personen

Besonders gefährdet sind:

  • Ältere Menschen
    • Das Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus steigt mit zunehmendem Alter. Vorerkrankungen erhöhen das Risiko zusätzlich.
  • Schwangere Frauen
  • Erwachsene mit Trisomie 21
  • Erwachsene mit folgenden chronischen Vorerkrankungen
    • Adipositas (BMI ≥ 35kg/m2)
    • Bluthochdruck
    • Lungen- und Atemwegserkrankungen
    • Diabetes
    • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Krebs
    • Niereninsuffizienz
    • Leberzirrhose

Am besten schützten Sie sich vor einer Ansteckung indem Sie sich weiterhin an die Hygiene- und Verhaltensregeln halten.
Beachten Sie auch die Informationen zu den besonders gefährdeten Personen auf der Seite des BAG. (öffnet in einem neuen Fenster)

Anspruch auf Homeoffice, gleichwertiger Schutz am Arbeitsplatz oder Beurlaubung

Besonders gefährdete Personen werden spezifisch geschützt. Dazu wird das Recht auf Homeoffice oder ein gleichwertiger Schutz am Arbeitsplatz oder eine Beurlaubung für besonders gefährdete Personen eingeführt.

Für gefährdete Personen in Berufen, in denen die Schutzbestimmungen nicht umgesetzt werden können, muss der Arbeitgeber die betroffenen Arbeitnehmenden unter voller Lohnzahlung von der Arbeitspflicht befreien. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

Beachten Sie: Wenn Sie vollständig geimpft sind, ist der Arbeitgeber nicht mehr verpflichtet Sie als besonders gefährdete Person am Arbeitsplatz zusätzlich zu schützen. Vollständig geimpft bedeutet, eine Person hat beide Impfdosen erhalten und seit der zweiten Impfung sind 14 Tage vergangen.

Vorgehen bei Krankheitssymptomen

Haben Sie ein oder mehrere Krankheitssymptome wie Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit oder einen plötzlichen Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen? Dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.