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Wirtschaft und Arbeit

Land- und Forstwirtschaft

Der Kanton Aargau zählt zu den fünf bedeutendsten Agrarkantonen und ist einer der waldreichsten Kantone der Schweiz. Die Land- und Forstwirtschaft hat eine zentrale Bedeutung für den Kanton. Die vorliegenden Kennzahlen bieten einen Einblick in den aktuellen Zustand und die Entwicklung der Landwirtschaft, des Waldes, des Rebbaus und der Jagd im Kanton Aargau.

In den letzten zwanzig Jahren ist die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe im Kanton Aargau stetig gesunken. Im Jahr 2025 bewirtschafteten knapp 2'850 Landwirtschaftsbetriebe rund 59'000 Hektaren Land. Die Anzahl biologischer Betriebe nimmt dabei immer mehr zu, während die konventionellen Betriebe weniger werden. Mit 383 Hektaren macht der Aargauer Rebbau etwa drei Prozent der gesamtschweizerischen Rebflächen aus. Der Wald bedeckt rund ein Drittel der Kantonsfläche und liefert mit seinen verschiedenen Holzarten ein wichtiger Rohstoff. Seit einigen Jahren macht Holz zur Energiegewinnung den grössten Teil der jährlichen Holzernte aus. Zur Nutzung und zum Schutz des Lebensraums Wald gehöret auch die Jagd: Mit rund 5'750 erlegten Tieren sind Rehe das am häufigsten erlegte Wild im Kanton Aargau.

Landwirtschaft

Die landwirtschaftliche Strukturerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) ermöglicht eine differenzierte Betrachtung der Aargauer Landwirtschaft nach Betriebsstruktur, Beschäftigtenzahl, Nutztierhaltung und landwirtschaftlicher Nutzfläche. Die Erhebung wird jährlich durchgeführt.

2'847 Landwirtschafts-betriebe zählte der Kanton 2025.
59'330 Hektaren wurden 2025 landwirt-schaftlich genutzt.
85'423 Rinder wurden 2025 auf Aargauer Bauernhöfen gehalten.

Rebbau

Die Rebbaugebiete des Kantons Aargau erstrecken sich vor allem entlang der Flüsse Aare, Limmat, Reuss und Rhein sowie im Fricktal. Im Jahr 2024 wurden auf einer Rebfläche von 282 Hektaren Trauben für circa 12'000 Hektoliter Wein geerntet. Rund 63 Prozent davon stammen von roten Trauben. Die Angaben zum Rebbau stammen von der Abteilung Landwirtschaft des Departements Finanzen und Ressourcen und werden jährlich erhoben. Sie dokumentieren den Umfang und die Entwicklung des Reblands sowie der Weinernte im Kanton Aargau.

Forstwirtschaft

Die Daten zur Forstwirtschaft stammen von der Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt. Sie bieten Einblicke in die Nutzung und Entwicklung des Rohstoffs Holz im Kanton. Die Daten werden jährlich aktualisiert.

Der Kanton Aargau ist einer der waldreichsten Kantone der Schweiz: Mit etwas mehr als 49'000 Hektaren wird rund ein Drittel der Kantonsfläche von Wald bedeckt.

Im Jahr 2024 stammten etwa 7 Prozent der schweizweiten Holzernte aus dem Aargau. Über alle Holzarten hinweg wurden ca. 340'000 Kubikmeter Holz geerntet.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Holzernte im Kanton Aargau seit 1990. Dargestellt werden die verschiedenen Sortimentsgruppen Energie-, Industrie- und Stammholz sowie die gesamte Holzernte.

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Die ausserordentlich hohe Holzernte im Jahr 2000 (803'341 Kubikmeter) ist auf die Aufarbeitung von Sturmholz infolge des Orkans Lothar (26. Dezember 1999) zurückzuführen. In den Folgejahren sinkt die Holzernte wieder auf ein tieferes, vergleichsweise stabiles Niveau. Während die Ernte von Industrieholz über den gesamten Zeitraum eher rückläufig ist, nimmt die des Energieholzes seit den 2010er-Jahren zu.

Wild

Die Jagd steht für eine angemessene Nutzung der Wildtier- und Vogelbestände. Sie trägt zur Erhaltung der Artenvielfalt sowie zum Schutz von Wäldern und Kulturen bei und hilft, die Lebensräume der Wildtiere zu fördern. Die Daten werden jährlich von der Abteilung Wald des Departements Bau, Verkehr und Umwelt erhoben und geben Auskunft über das im Kanton Aargau erlegte Wild sowie das registrierte Fallwild. Im Jahr 2025 wurden im Kanton Aargau 5'746 Rehe, 1'436 Wildschweine, 1'837 Füchse und 538 Dachse erlegt. Der Fuchs ist das Tier, das im Jahr 2025 am häufigsten dem Strassenverkehr zum Opfer fiel: Es waren 767 Tiere, gefolgt von 548 Rehen.

Begriffsdefinitionen Forstwirtschaft

Energieholz

Holz, das zur Energiegewinnung genutzt wird, sei es für Wärme (Heizungen, Fernwärme) oder Strom. Vielfach in Form von Hackschnitzel oder auch Stückholz.

Industrieholz

Als Industrieholz gilt Rohholz, welches in Papierfabriken für die Herstellung von Zellstoff oder Holzschliff, in Plattenwerken für die Herstellung von Span- oder Faserplatten und ähnlichen industriellen Holzprodukten Verwendung findet.

Stammholz

Als Stammholz gilt Rundholz, welches in Sägereien für die Herstellung von Schnittholz und in Furnierwerken für die Herstellung von Furnier oder in Imprägnierwerken Verwendung findet.

Begriffsdefinitionen Wild

Fallwild

Tiere, die tot aufgefunden oder aufgrund schwerer Verletzungen erlöst werden.