Hauptmenü

Wirtschaft und Arbeit

Arbeit und Erwerb

Die Zahlen zu Arbeit und Erwerb zeigen, wie die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist und wie gut die Menschen im Kanton Aargau in den Arbeitsmarkt integriert sind. In diesem Bereich finden sich Kennzahlen zur Beschäftigung in den verschiedenen Branchen und Regionen, zur Arbeitslosigkeit sowie zur Bedeutung der Grenzgängerinnen und Grenzgänger für den Aargauer Arbeitsmarkt.

Der Aargauer Arbeitsmarkt wird weiterhin grösser, es sind jedoch auch spürbare Spannungen vorhanden. Die Arbeitsnachfrage hat sich 2024 nur noch leicht positiv entwickelt. Die Gesamtbeschäftigung im Aargau stieg zudem weniger stark an als im Schweizer Durchschnitt. Während im Dienstleistungssektor und erstaunlicherweise im Landwirtschaftssektor die Beschäftigung leicht gewachsen ist, ist sie im für den Aargau wichtigen Industriesektor rückläufig.

Während die registrierte Arbeitslosigkeit zwischen 2023 und 2025 kontinuierlich gestiegen ist, unterstreichen die Zahl der offenen Stellen sowie die Anzahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger die hohe Mobilität und den Bedarf an Arbeitskräften im Wirtschaftsraum.

Beschäftigung im Kanton Aargau

Das Bundesamt für Statistik (BFS) trägt jährlich die Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) zusammen. Diese gibt unter anderem Auskunft über die Entwicklung der Beschäftigungssituation im Kanton Aargau. Die Auswertungen zeigen, wie viele Beschäftigte und Betriebe es im Aargau gibt, in welchen Branchen sie tätig sind und wie sich die Beschäftigung im Zeitverlauf entwickelt, aufgeschlüsselt nach Wirtschaftszweigen, Grössenklasse der Betriebe oder auch Marktausrichtung.

280'717 Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) zählte der Aargau per Ende 2024.
61,3 % der Beschäftigten (in VZÄ) im Kanton Aargau waren 2024 Männer.
26,2 % der beschäftigten Frauen (in VZÄ) arbeiteten 2024 im Gesundheitswesen.

Ende 2024 zählte der Kanton Aargau 364'295 Beschäftigte und 47'193 Arbeitsstätten. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Beschäftigung um 0,3 Prozent zu; ein Plus von 1'007 Arbeitsplätzen. Damit fiel der Anstieg schwächer aus als im Zeitraum von 2021 bis 2023, als die Beschäftigung durchschnittlich um 6'176 Arbeitsplätze oder 1,7 Prozent pro Jahr zunahm. Umgerechnet in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) gab es im Kanton Aargau Ende 2024 insgesamt 280'717 Vollzeitbeschäftigte. Dies entspricht einer Zunahme von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Knapp ein Viertel der Männer im verarbeitenden Gewerbe tätig

Die untenstehende Grafik zeigt die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) nach Branche und Geschlecht für den Kanton Aargau im Jahr 2024. Vollzeitäquivalente rechnen Teilzeitstellen in Vollzeitstellen um und machen so das tatsächliche Arbeitsvolumen in unterschiedlichen Branchen und Jahren vergleichbar. Alle folgenden Angaben sind in VZÄ angegeben.

Lädt…

Ende 2024 entfiel der grösste Anteil der Beschäftigung im Kanton Aargau auf das verarbeitende Gewerbe mit 53'943 VZÄ. Es folgen der Handel mit 39'915 VZÄ und das Gesundheitswesen mit 37'471 VZÄ. Zusammen vereinten diese drei Branchen fast die Hälfte der gesamten Vollzeitbeschäftigung (46,8 %) auf sich.

Je nach Branche unterscheidet sich die Beschäftigung von Frauen und Männern deutlich. Bei den weiblichen Beschäftigten entfiel mit 26,2 Prozent der grösste Anteil der Vollzeitäquivalenten auf das Gesundheitswesen. Mit 23,8 Prozent der Vollzeitäquivalenten war der grösste Anteil der männlichen Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe tätig. Am ausgeglichensten war das Geschlechterverhältnis in der öffentlichen Verwaltung: Auf eine Frau kamen dort 1,1 Männer. Besonders deutlich überrepräsentiert waren Männer im Baugewerbe, wo auf eine Frau 10,5 Männer entfielen. In vier Branchen war die Beschäftigung von Frauen gemessen in VZÄ höher als jene von Männern: im Gesundheitswesen, bei den sonstigen Dienstleistungen, im Bereich Erziehung und Unterricht sowie im Gastgewerbe.

Weitere Informationen:

Aargauer Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt bietet wertvolle Einblicke in die wirtschaftliche Entwicklung und die strukturellen Bedingungen einer Region. Die Arbeitsmarktstatistik bildet unter anderem Arbeitslosigkeit, offene Stellen und registrierte Stellensuchende ab. Die entsprechenden Daten stammen vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und vom Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Aargau (AWA) und werden monatlich aktualisiert.

12'655 Arbeitslose waren im Aargau im August 2026 registriert.
4'061 Stellen waren im August 2026 unbesetzt.
3,2 % der Aargauer Bevölkerung waren 2025 als arbeitslos gemeldet.

Im Jahr 2025 waren im Kanton Aargau durchschnittlich 12’317 Arbeitslose registriert (2024: durchschnittlich 10’144 Arbeitslose). Die Zahl der im Kanton Aargau registrierten Arbeitslosen nahm somit im Vergleich zum Vorjahr um 21,4 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote für das Jahr 2025 beträgt im Kanton Aargau 3,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ist die Quote um 0,6 Prozentpunkte gestiegen (Arbeitslosenquote 2024: 2,6 Prozent).

Im Jahr 2025 waren im Durchschnitt 3'230 offene Stellen gemeldet (2024: durchschnittlich 3'325 offene Stellen).

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen im Kanton Aargau seit 1976, insgesamt sowie getrennt nach Geschlecht.

Lädt…

Der Jahresdurchschnitt der registrierten Stellensuchenden im Kanton Aargau (Arbeitslose zuzüglich Personen in Programmen zur vorübergehenden Beschäftigung, Personen mit Zwischenverdienst sowie Übrige) betrug im Jahr 2025 durchschnittlich 18’719 Personen, was einer Zunahme um 18,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 15’747 Stellensuchende) entspricht. Die Quote lag damit bei 4,8 Prozent (2024: 4,0 %).

Weitere Informationen:

Grenzgängerinnen und Grenzgänger

Die Grenzgängerstatistik des Bundesamts für Statistik (BFS) liefert quartalsweise Informationen zur Zahl der in der Schweiz erwerbstätigen ausländischen Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie zu deren wichtigsten Merkmalen.

Im zweiten Quartal 2026 pendelten 15’950 ausländische Grenzgängerinnen und Grenzgänger zur Arbeit in den Kanton Aargau. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent beziehungsweise 233 Personen im Vergleich zum Vorjahresquartal. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 hat die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger um rund 0,8 Prozent zugenommen.

Von den im Aargau arbeitenden Grenzgängerinnen und Grenzgängern sind 73,6 Prozent männlich; dieser Anteil liegt damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahres (73,7 %). Die grosse Mehrheit stammt aus Deutschland (79,5 %), die zweitgrösste Gruppe aus Frankreich (17 %). Schweizweit ist die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozent gestiegen.

Stand: 6. August 2026

Löhne und Erwerbseinkommen

Statistische Auswertungen zu Löhnen und Erwerbseinkommen geben Aufschluss über Höhe, Verteilung und Dynamik der Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Über die nachfolgenden Verweise stehen umfassende Informationen zur Lohnentwicklung und -struktur sowie zu weiteren Aspekten der Entlohnung in der Schweiz zur Verfügung.

Begriffsdefinitionen

Beschäftigte

In der STATENT umfassen die Beschäftigten alle Personen (Unselbstständig- und Selbstständigerwerbende), die eine Tätigkeit ausüben, mit der sich Güter oder Dienstleistungen erzeugen lassen. Eine Person mit mehreren Arbeitsverträgen wird mehrmals als beschäftigt erfasst, sofern die Arbeitsverträge mit verschiedenen Unternehmen abgeschlossen wurden. Hat die Person hingegen mehrere Arbeitsverträge mit einem einzigen Arbeitgeber, so wird sie nur einmal als beschäftigte Person erfasst. In der STATENT werden die (unselbstständigen und selbstständigen) Beschäftigten ausgehend vom AHV-pflichtigen Lohn erhoben. Die Anzahl der Beschäftigten in der STATENT ist nicht mit der Anzahl der Erwerbstätigen (Personen) gleichzusetzen. Beschäftigte, Stellen und Arbeitsplätze können als Synonyme verwendet werden.

Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten

Die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten wird ermittelt, indem die in Stunden gemessene Arbeitsleistung sämtlicher Voll- und Teilzeitbeschäftigten durch die durchschnittliche Anzahl der Arbeitsstunden eines Vollzeitpensums geteilt wird.

Mehr zum Thema