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Gesellschaft

Bildung

Die Datensammlung zum Thema Bildung verschafft einen Überblick über das Aargauer Bildungswesen. Vom Kindergarten bis zur Hochschule werden alle Stufen der öffentlichen und privaten Bildungsinstitutionen beleuchtet.

Im Aargau ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Personal in diesem stark teilzeitgeprägten Lehrberuf. Bei den Bildungswegen nach der Volksschule sowie bei den Abschlüssen zeigt sich ein Mix aus stabiler Berufsbildung und zuletzt wieder zunehmenden Mittelschul- und Maturitätsabschlüssen. Die verschiedenen Statistiken bilden diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln ab: Lernendenbestand, Personal, Abschlüsse und Übergänge nach der Regelschule (STEP I).

Aargauer Schülerinnen und Schüler

Die Statistik der Lernenden (Schulstatistik) gibt einen umfassenden Überblick über die Schülerinnen und Schüler im Kanton Aargau – vom Kindergarten bis zur höheren Berufsbildung. Die Daten werden jährlich im Auftrag des Kantons und des Bundesamts für Statistik (BFS) erhoben und im Frühjahr des folgenden Jahres publiziert.

84'188 Schüler/innen an öffentlichen Volksschulen im Aargau 2025/26.
17'184 Lernende besuchen eine Aargauer Berufsfachschule, 2025/26.
+7,4 % Lernende an Aargauer Mittelschulen zwischen 2024/25 und 2025/26.

Zahl der Lernenden an der Volksschule leicht gestiegen

An den öffentlichen Aargauer Volksschulen werden im Schuljahr 2025/26 insgesamt 84'188 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 658 Lernenden (+0,8 %). Die Zahl der Lernenden ist im Kindergarten, in der Primarschule und in der Realschule gestiegen. In den Bezirks- und Sekundarschulen sind sie im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

Die untenstehende Grafik zeigt die Entwicklung der Zahl der Lernenden an öffentlichen Volksschulen im Kanton Aargau zwischen 1980 und 2025.

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Der Rückgang der Lernendenzahlen auf der Sekundarstufe I hängt mit der Verschiebung des Einschulungszeitpunkts in den Jahren 2013 bis 2017 zusammen. Damals wurde der Stichtag für den Kindergarteneintritt schrittweise vom 30. April auf den 31. Juli verlegt. Dadurch entstanden vorübergehend grössere Jahrgänge, die ab dem Schuljahr 2021/22 in die Oberstufe übergetreten sind und dort zu einem stärkeren Anstieg der Lernendenzahlen führten. Im vergangenen Schuljahr hielten sich Ein- und Austritte grosser Jahrgänge ungefähr die Waage, weshalb die Lernendenzahlen weitgehend stagnierten. Seit dem Schuljahr 2025/26 nimmt die Zahl der Lernenden auf der Sekundarstufe I nun wieder leicht ab.

Weitere Informationen:

Schulpersonal im Kanton Aargau

Die Statistik des Schulpersonals erfasst Informationen über Lehr- und Schulleitungspersonen an allen Schulen im Kanton Aargau. Sie wird jährlich von Statistik Aargau im Auftrag des Kantons und des Bundesamts für Statistik (BFS) erhoben. Die Erhebung umfasst alle Bildungsstufen von der obligatorischen Schule bis zur Tertiärstufe (ohne Hochschulen).

9'957 Lehrpersonen an Aargauer Volksschulen im Schuljahr 2025/26.
Ca. 25 % aller Lehrpersonen arbeiten Vollzeit, 2025/26.
98,4 % Frauenanteil beim Lehrpersonal in Aargauer Kindergärten, 2025/26.

Im Schuljahr 2025/26 sind an den Aargauer Volksschulen 9'957 Lehrpersonen tätig, die sich 6'319 Vollzeitstellen teilen. Etwa ein Viertel aller Lehrpersonen arbeitet Vollzeit. Rund 46 Prozent sind mit einem Pensum zwischen 50 und 90 Prozent angestellt und etwa ein Drittel arbeitet weniger als 50 Prozent.

Die untenstehende Grafik zeigt Alter und Beschäftigungsgrad der Volksschul-Lehrpersonen, nach Geschlecht unterschieden, im Kanton Aargau im Schuljahr 2025/26.

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An den Aargauer Mittelschulen sind 867 Personen angestellt, die insgesamt 545 Vollzeitäquivalente unterrichten. An den Aargauer Berufsfachschulen und den berufsvorbereitenden Schulen arbeiten 990 Lehrpersonen in 591 Vollzeitstellen.

Weitere Informationen:

Bildungsabschlüsse

Die Statistik der Bildungsabschlüsse auf der Sekundarstufe II umfasst die jährlich verliehenen Abschlüsse im berufsbildenden und im allgemeinbildenden Bereich. Dazu zählen Eidgenössische Fähigkeitszeugnisse (EFZ), Eidgenössische Berufsatteste (EBA), Berufsmaturitäten sowie Mittelschulabschlüsse (Maturitäten und Fachmittelschuldiplome) inklusive Passerelle.

923 Absolvent/innen erlangen eine Berufsmaturität, 2025.
4'545 Lernende im Aargau schliessen 2025 mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis ab.
1'565 Mittelschulabschlüsse, inkl. (Fach-)Maturität und Fachmittelschul-diplom, 2025.

Im berufsbildenden Bereich konnten im Jahr 2025 insgesamt 5'096 Lernende ein EFZ (4'545 Abschlüsse) oder ein EBA (551 Abschlüsse) in Empfang nehmen. An den allgemeinbildenden Schulen schlossen 1'565 Lernende mit einem Mittelschulabschluss ab: 1'289 davon mit einer (Fach-)Maturität und 276 mit einem Fachmittelschuldiplom. Eine Berufsmaturität erlangten 923 Absolventinnen und Absolventen, 122 davon an einer Wirtschafts- oder Informatikmittelschule, die übrigen 801 im dualen Bildungssystem.

Die untenstehende Grafik zeigt die Entwicklung der Abschlüsse an Aargauer Gymnasien zwischen 2016 und 2025.

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Über die letzten zehn Jahre blieb die Verteilung der Abschlüsse nach Schwerpunktfächern in den Aargauer Kantonsschulen relativ stabil. Am häufigsten wurden Abschlüsse in den Schwerpunktfächern "Wirtschaft und Recht" sowie "Biologie und Chemie" erzielt. Im Jahr 2025 gab es erstmals keine Abschlüsse im Schwerpunktfach "Alte Sprachen".

Statistik der Bildungsabschlüsse 2025: eDossier (XLSX, Mai 2026, 976 KB)

Weitere Informationen:

Weitere Daten zu den Bildungsabschlüssen im Kanton Aargau, Statistikportal Statistik Aargau Das Linkziel ist nicht barrierefrei. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere allgemeine Auskunft: Telefon 062 835 35 35, Montag bis Freitag, 07:30 - 17:00 Uhr.

Anschlusslösungen der Abgängerinnen und Abgänger der Regelschule

Im Auftrag des Departements Bildung, Kultur und Sport führt Statistik Aargau jährlich die Erhebung STEP I durch. Dabei wird jeweils im Mai und Juni erfasst, welchen Weg die Lernenden nach Abschluss der Sekundarstufe I einschlagen werden.

7'377 Schulabgänger/innen aus der Aargauer Regelschule im Jahr 2026
6'060 Schulabgänger/innen schaffen 2026 den Direktübertritt in die Sekundarstufe II.
213 Abgänger/innen hatten bis anfangs Juni 2026 noch keine Anschlusslösung.

82,1 Prozent der Regelschülerinnen und Regelschüler im Kanton Aargau gelingt im Jahr 2026 der Direktübertritt in eine Ausbildung auf Sekundarstufe II

Der Grossteil der Schülerinnen und Schüler der Regelschule – 2026 waren es 97,5 Prozent – verlässt im Abschlussjahr die Volksschule. Für das Jahr 2026 liegen die Anschlusslösungen dieser insgesamt 7'377 Aargauer Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus der Regelschule vor. Davon gelingt 6'060 Schülerinnen und Schülern (82,1 %) der Direktübertritt in eine qualifizierende nachobligatorische Ausbildung auf Sekundarstufe II, das heisst, sie besuchen eine allgemeinbildende Schule oder beginnen eine berufliche Grundbildung.

Die untenstehende Grafik zeigt die Verteilung der gewählten Anschlusslösungsgruppen der Abgängerinnen und Abgänger der Regelschule von 2017 bis 2026.

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Mehr als die Hälfte der Schulabgängerinnen und Schulabgänger wählen eine berufliche Grundbildung

Von den insgesamt 7'377 Schulabgängerinnen und Schulabgängern im Kanton Aargau im Jahr 2026 starten mehr als die Hälfte (58,3 %, 4'306 Jugendliche) mit einer beruflichen Grundbildung. Davon besuchen 217 Lernende eine Vollzeitschule (berufliche Grundbildung an einer Mittelschule) und 4'089 Jugendliche beginnen eine duale Berufsbildung in einem Lehrbetrieb mit Besuch der Berufsfachschule und überbetrieblichen Kursen.

23,8 Prozent oder 1'754 Lernende entscheiden sich für den Besuch einer allgemeinbildenden Schule (Gymnasium oder Fachmittelschule). Weitere 15 Prozent oder 1'104 Schulabgängerinnen und Schulabgänger beginnen nach den Sommerferien ein Brückenangebot oder eine andere Zwischenlösung, starten ein Praktikum oder treten ohne Ausbildung ins Erwerbsleben ein. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten 213 Jugendliche (2,9 %) noch keine Anschlusslösung.

Seit 2017 ist die meistgewählte Anschlusslösung nach dem Austritt aus der Regelschule die berufliche Grundbildung. Der Besuch einer allgemeinbildenden Schule bleibt über den gesamten Zeitverlauf die zweitgrösste Gruppe. An dritter Stelle, auf stabilem Niveau, steht die Wahl eines Brückenangebots oder Praktikums. Die Anzahl Jugendlicher ohne Anschlusslösung hat zugenommen.

Die Wahl der Anschlusslösung unterscheidet sich deutlich je nach besuchtem Oberstufentyp. Die untenstehende Grafik zeigt die Verteilung der Anschlusslösungsgruppen der Abgängerinnen und Abgänger der Aargauer Regelschule nach Oberstufentyp im Jahr 2026.

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Anschlusslösungen nach Oberstufentyp

Mehr als die Hälfte der Bezirksschülerinnen und Bezirksschüler (55,6 %, 1'649 Jugendliche) beginnt 2026 nach den Sommerferien eine allgemeinbildende Schule. 40,1 Prozent (1'188 Jugendliche) nehmen eine berufliche Grundbildung in Angriff. Rund 3 Prozent (101 Jugendliche) entscheiden sich für ein Brückenangebot oder ein Praktikum und weniger als 1 Prozent der Bezirksschulabgängerinnen und Bezirksschulabgänger (26 Jugendliche) haben zum Zeitpunkt der Befragung noch keine Anschlusslösung.

Von den Aargauer Sekundarschülerinnen und Sekundarschülern nehmen 2026 75,6 Prozent beziehungsweise 2'051 Jugendliche eine berufliche Grundbildung in Angriff. 3,9 Prozent (105 Jugendliche) wechseln an eine Fachmittelschule oder ein Gymnasium. 17,1 Prozent, das sind 464 Jugendliche, entscheidet sich für ein Brückenangebot oder Praktikum. 92 Schülerinnen und Schüler (3,4 %) aus der Sekundarschule haben zum Zeitpunkt der Befragung noch keine Anschlusslösung gefunden.

Bei den Realschülerinnen und Realschülern ist das Spektrum der Anschlusslösungen eingeschränkter als in der Bezirks- oder Sekundarschule. Im Kanton Aargau ist für Lernende aus der Realschule der direkte Übertritt in eine allgemeinbildende Schule in der Regel nicht vorgesehen. 65,2 Prozent der Aargauer Realschülerinnen und Realschüler (1'014 Jugendliche) beginnen eine berufliche Grundbildung. Fast ein Drittel (29,7 %, 462 Jugendliche) wählt ein Brückenangebot oder Praktikum. 5,1 Prozent der Realschülerinnen und Realschüler (80 Jugendliche) hatten bis anfangs Juni vor den Sommerferien noch keine Anschlusslösung gefunden.

Weitere Informationen:

Studierende an universitären Hochschulen und Fachhochschulen

Im Herbstsemester 2025 studierten 14'306 Aargauerinnen und Aargauer an Schweizer Universitäten (6'778 Lernende) und Fachhochschulen (7'528). Diese Daten basieren auf dem Schweizerischen Hochschulinformationssystem (SHIS). Enthalten sind alle Studierenden, die vor Studienbeginn ihren Wohnsitz im Kanton Aargau hatten. Am meisten Aargauer Fachhochschulstudentinnen und -studenten verzeichnete die Lehrkräfteausbildung (2'071 Studierende), gefolgt von den Bereichen Wirtschaft und Dienstleistungen (1'849) sowie Technik und IT (1'253). An den Schweizer Universitäten waren bei Aargauer Studierenden vor allem die Geistes- und Sozialwissenschaften gefragt (1'756 Studierende), danach Exakte und Naturwissenschaften (1'263) sowie Medizin und Pharmazie (1'046).

Am häufigsten entschieden sich Aargauer Studierende für die Universität und die ETH Zürich sowie für die Universität Basel. Unter den Fachhochschulen war die Fachhochschule Nordwestschweiz die am häufigsten gewählte Institution.

Erläuterungen

Schulstufen

Die obligatorische Schulzeit besteht aus dem zweijährigen Kindergarten, der Primarschule und der Oberstufe bzw. Sekundarstufe I. Die Primarschule dauert sechs und die Oberstufe drei Jahre. Die Oberstufe gliedert sich in die drei Schultypen Realschule, Sekundarschule und Bezirksschule. Daneben gibt es noch besondere Schulungsformen, die auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen ausgerichtet sind wie die Förder- und Einführungsklassen (ehemals Kleinklasse und Einschulungsklasse) und die regionalen Förderklassen plus.

Nach der obligatorischen Schulzeit erlernen die Jugendlichen in der Regel einen Beruf oder besuchen eine Mittelschule (Sekundarstufe II).

Weitere Informationen: Schulstufen - Kanton AargauDas Linkziel ist nicht barrierefrei. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere allgemeine Auskunft: Telefon 062 835 35 35, Montag bis Freitag, 07:30 - 17:00 Uhr.

Umstellung des Schulsystems im Schuljahr 2014/15:

Seit dem Schuljahr 2014/15 dauert die Primarschule sechs und die Oberstufe drei Jahre (vormals fünf bzw. vier Jahre). Für die Statistik der Lernenden und des Schulpersonals bedeutet dies, dass sich ein Bruch in den Zahlen der Zeitreihe im Volksschulbereich erkennen lässt. Zudem wird der Kindergarten ab diesem Jahr dem Volksschulbereich zugeordnet.

Begriffsdefinitionen

Duales Bildungssystem

Beim dualen Berufsausbildungssystem findet die Ausbildung parallel im Betrieb und in der Berufsfachschule statt. Voraussetzung für eine Berufsausbildung im dualen System ist ein Lehrvertrag, den der Ausbildungsbetrieb mit der auszubildenden Person abschliesst. Der praktische Teil der Ausbildung wird grundsätzlich in den Betrieben vermittelt und durch überbetriebliche Kurse, den berufskundlichen Teil sowie den allgemeinbildenden Unterricht in der Berufsfachschule ergänzt.

Lernende (Schülerinnen und Schüler)

Als Lernende gelten alle Personen, die eine Aargauer Bildungsinstitution (ohne Hochschule) besuchen.

Vollzeitäquivalente

Eine Lehrperson kann in einem Voll- oder Teilzeitpensum unterrichten. Oft interessieren aber auch die entsprechenden 100 %-Stellen bzw. die Summe aller Teilpensen. Mit Hilfe einer Aufsummierung der einzeln erhobenen Pensen können sogenannte Vollzeitäquivalente für jeden Schulort und Schultyp berechnet werden. Unterrichtet beispielsweise eine Lehrperson ein 40 %-Pensum und eine zweite Lehrperson ein 60 %-Pensum auf derselben Schulstufe, so gelten sie gemeinsam als ein Vollzeitäquivalent.

Frühere Publikationen

Erhebungen

Im Bildungsbereich führt Statistik Aargau verschiedene Erhebungen durch, unter anderem zur Statistik der Lernenden, des Schulpersonals und der Bildungsabschlüsse (Stichtag jeweils im Herbst) sowie im Rahmen von STEP I zu den gewählten Anschlusslösungen der Abgängerinnen und Abgänger der Aargauer Volksschule (Stichtag im Mai/Juni). Die Daten werden von den Schulen direkt erfasst, von Statistik Aargau ausgewertet und für die Publikation aufbereitet. Unter Erhebung Bildungsstatistiken haben berechtigte Personen Zugang zum Portal, über das sie ihre Daten sicher übermitteln können.