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Bevölkerung

Bevölkerungsbestand und Bevölkerungsbewegung

Die Menschen, die im Kanton Aargau leben, prägen seinen Charakter und seine Entwicklung. Im Bereich Bevölkerungsbestand und Bevölkerungsbewegung werden Zusammensetzung und Veränderung der ständigen Wohnbevölkerung aufgezeigt.

Die Bevölkerung des Kantons verändert sich durch Geburten und Todesfälle, Zu- und Wegzüge sowie Einbürgerungen. In den letzten Jahrzehnten ist sie deutlich gewachsen, älter geworden und weist einen höheren Ausländeranteil auf. Die aktuellen Auswertungen bieten einen Überblick über Bestand, Struktur und Bewegungen bis hinunter auf Bezirks- und Gemeindeebene.

Kantonale Bevölkerungsstatistik

Die kantonale Bevölkerungsstatistik stützt sich auf das kantonale Einwohnerregister, das von den Gemeinden laufend aktualisiert wird. Die Statistik zeigt den Bevölkerungsbestand und die Bevölkerungsentwicklung nach Nationalität und Geschlecht, die Bevölkerungsbilanz, die natürliche Bevölkerungsbewegung (Geburten und Todesfälle), Zu- und Wegzüge, Einbürgerungen sowie die Altersstruktur der Aargauer Bevölkerung. Die Ergebnisse werden einmal jährlich veröffentlicht, zur Jahresmitte erscheinen zusätzlich Halbjahreszahlen in einer separaten Auswertung.

743'643 Personen wohnen im Aargau per Ende 2025.
28,1 % beträgt der Ausländeranteil 2025.
42,5 Jahre ist 2025 das Durchschnittsalter der Aargauer/innen.

Altersstruktur der Aargauischen Bevölkerung: deutliche Verschiebung zu den höheren Altersklassen

Per Ende 2025 zählen 743'643 Personen zur ständigen Wohnbevölkerung im Kanton Aargau. Gegenüber 1980 entspricht das einem Zuwachs von 290'857 Personen (+64,2 %). Im Jahr 1980 betrug die Gesamtbevölkerung im Kanton Aargau 452'786 Personen, davon 387'804 Schweizerinnen und Schweizer und 64'982 Ausländerinnen und Ausländer. Seither ist die schweizerische Bevölkerung um 146'575 (+37,8 %) auf 534'379 Personen gewachsen. Die ausländische Bevölkerung hat im gleichen Zeitraum um 144'282 (+222,0 %) auf 209'264 Personen zugenommen. Entsprechend ist auch der Ausländeranteil von 14,4 auf 28,1 Prozent gestiegen. Fast drei Viertel der ausländischen Bevölkerung stammen aus Zentral-, Südost- oder Südeuropa. Am häufigsten vertreten sind Personen mit Staatsangehörigkeit aus Deutschland, Italien und Kosovo.

Leicht verändert hat sich auch das Geschlechterverhältnis: Die Anzahl Männer je 100 Frauen ist von 99,6 im Jahr 1980 auf 101,8 im Jahr 2025 gestiegen.

Die untenstehende Grafik zeigt die Altersstruktur der Aargauischen Gesamtbevölkerung, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Nationalität, für die Jahre 1980 und 2025.

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Die Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung betrifft auch die Altersstruktur. Es ist eine Verschiebung zu den höheren Altersklassen zu beobachten. Das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung ist von 34,6 Jahren (1980) auf 42,5 Jahre (2025) gestiegen. Dabei nimmt das Durchschnittsalter sowohl bei der schweizerischen Bevölkerung (von 35,6 auf 44,3 Jahren) als auch bei der ausländischen Bevölkerung (von 28,8 auf 37,7 Jahren) zu. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei den höchsten Altersklassen: Während 1980 lediglich 14 Hundertjährige gezählt wurden, sind es 2025 insgesamt 126 Personen.

Weitere Informationen:

Kantonale Bevölkerung, Halbjahreszahlen

Die kantonale Bevölkerungsstatistik zum ersten Halbjahr aktualisiert die Bevölkerungszahlen zum Stichtag 30. Juni und erscheint jährlich als Zwischenstand. Sie basiert auf denselben Einwohnerregisterdaten wie die ordentliche Jahresstatistik.

Um 0,55 % ist die Bevölkerung im ersten Halbjahr 2026 gewachsen.
+4'410 Einwohner/innen seit Ende 2025
135 Aargauer Gemeinden sind im ersten Halbjahr 2026 gewachsen.

Per 30. Juni 2026 zählte der Aargau 747'753 Einwohnerinnen und Einwohner

Die Bevölkerung des Kantons Aargau ist im ersten Halbjahr 2026 um 4'110 Personen gewachsen und beläuft sich per Ende Juni auf 747'753 Personen. Das entspricht einem Bevölkerungswachstum von 0,55 Prozent. Die schweizerische Bevölkerung hat um 1'512 Personen beziehungsweise 0,28 Prozent zugenommen. Die ausländische Bevölkerung ist um 2'598 Personen oder 1,24 Prozent gewachsen. Per Ende Juni 2026 leben somit 535'891 Schweizerinnen und Schweizer und 211'862 Ausländerinnen und Ausländer im Kanton Aargau. Der Ausländeranteil beträgt 28,33 Prozent. Es wurden 1'495 Personen eingebürgert.

Kantonale Bevölkerungsbilanz

Die untenstehende Grafik zeigt die Bevölkerungsbilanz der schweizerischen und der ausländischen Bevölkerung im Kanton Aargau in den ersten Halbjahren von 1980 bis 2026.

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Im ersten Halbjahr 2026 hat die Bevölkerung im Kanton Aargau erneut zugenommen. Während in den ersten Halbjahren 2019 und 2020 das Wachstum der schweizerischen Bevölkerung jeweils höher ausfiel als jenes der ausländischen, zeigt sich ab dem ersten Halbjahr 2021 das umgekehrte Bild – und diese Entwicklung setzt sich auch im ersten Halbjahr 2026 fort. Die Bilanz der ausländischen Bevölkerung beträgt 2'598 Personen und liegt um 67 Personen höher (+2,65 %) als im Vorjahreszeitraum. Die Bilanz der Schweizer Bevölkerung beträgt 1'512 Personen (+38,84 %). Darin enthalten sind 1'495 Einbürgerungen.

Bevölkerungsbewegungen nach Bezirk

Die untenstehende Grafik zeigt für alle elf Aargauer Bezirke die Veränderung des Bevölkerungsbestands, den Geburtenüberschuss und die Wanderungsbilanz des ersten Halbjahres 2026.

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Im ersten Halbjahr 2026 sind insgesamt 3'679 Personen mehr in den Kanton Aargau zu- als weggezogen. Die Wanderungsbilanz in den Bezirken reicht von 165 Personen im Bezirk Laufenburg bis zu 754 Personen im Bezirk Baden. Danach folgen die Bezirke Bremgarten mit 459 Personen, Aarau mit 339 und Kulm mit 322. Beim Geburtenüberschuss verzeichnet der Bezirk Zurzach mit –39 den tiefsten Wert. Die höchsten Werte weisen die Bezirke Baden (124), Lenzburg (58) und Aarau (55) auf. Das Total der Veränderung umfasst die Bereinigungen sowie die Aufnahme von Personen mit Ausweis S zur ständigen Wohnbevölkerung.

Bevölkerungsentwicklung nach Bezirk

Die untenstehende Grafik zeigt die indexierte Bevölkerungsentwicklung des Kantons Aargau und seiner elf Bezirke in den ersten Halbjahren von 1980 bis 2026. Der Ausgangswert am 30. Juni 1980 entspricht 100 Punkten.

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Die indexierte Bevölkerungsentwicklung zeigt, dass die Werte in den Bezirken Muri, Laufenburg, Lenzburg, Bremgarten und Rheinfelden im ersten Halbjahr 2026 über dem kantonalen Wert liegen. Diese fünf Bezirke haben bereits in der Vergangenheit überdurchschnittlich zum relativen Bevölkerungswachstum des Kantons beigetragen. Absolut betrachtet verzeichnet der Bezirk Baden im ersten Halbjahr 2026 den grössten Zuwachs (+938 Personen). Prozentual ist der Bezirk Brugg am stärksten gewachsen (+0,62 %).

Weitere Bevölkerungskennzahlen im Kanton Aargau

Hier finden sich die wichtigsten Kennzahlen zur Bevölkerung des Kantons Aargau – von Bevölkerungsbestand und -entwicklung über Mutationen bis hin zur kantonalen Einbürgerungsstatistik. Die Auswertungen basieren auf der kantonalen Bevölkerungsstatistik und weiteren Quellen (siehe Quellenangaben im jeweiligen Dokument).

Mit 35,13 % bilden die 40- bis 64-Jährigen die grösste Altersklasse 2025.
101,81 Männer kommen 2025 im Aargau auf 100 Frauen.
40,1 Scheidungen je 100 Heiraten gab es 2024 im Aargau.
320'967 Privathaushalte insgesamt zählte der Kanton 2024.
2,26 Personen pro Privathaushalt, 2024
111'267 2-Personen-Haushalte gab es 2024 im Aargau.

Bevölkerungsentwicklung in den Aargauer Gemeinden

Für die Aargauer Gemeinden bietet die kantonale Bevölkerungsstatistik einen Überblick über Bevölkerungsbestand und -entwicklung auf Gemeindeebene. Ausgewiesen werden der Bestand der ständigen Wohnbevölkerung sowie die Bevölkerungsmutationen – etwa Geburten, Todesfälle, Einbürgerungen, Zu- und Wegzüge – für jede Gemeinde.

Bundesstatistiken zur Bevölkerung

Daten zu weiteren wichtigen Bevölkerungskennzahlen stammen aus spezifischen Bundesstatistiken. Informationen zum Bestand der ausländischen ständigen und nicht ständigen Wohnbevölkerung liefert das ZEMIS- (Zentrales Migrationsinformationssystem) des Staatssekretariats für Migration (SEM). Angaben zur natürlichen Bevölkerungsbewegung mit Geburten und Todesfällen stammen aus der Statistik BEVNAT des Bundesamts für Statistik (BFS). Die kantonalen Daten dieser Bundesstatistiken sind über unser Statistikportal einfach zugänglich.

Bestand ausländische ständige und nicht ständige Wohnbevölkerung

Per 31. August 2025 lebten 199'279 ausländische Staatsangehörige im Kanton Aargau. Die grösste Gruppe stellte dabei die deutsche Bevölkerung mit 39'390 Personen, gefolgt von 30'486 italienischen Staatsangehörigen.

Natürliche Bevölkerungsbewegung

Im Jahr 2024 sind 2'680 Frauen und 2'703 Männer im Kanton Aargau verstorben. Im selben Jahr wurden 6'536 Kinder geboren, darunter 3'376 Knaben und 3'160 Mädchen. Zudem gab es 3'013 Eheschliessungen, bei denen die Bräute am häufigsten zwischen 25 und 29 Jahre alt waren und die Bräutigame zwischen 30 und 34 Jahren.

Sonderauswertungen

Zu- und Wegwandernde 2022–2024

Diese Sonderauswertung zeigt die Bevölkerungsstruktur der zu- und wegwandernden Personen im Vergleich zur länger ansässigen Wohnbevölkerung im Kanton Aargau. Sie basiert unter anderem auf Hochrechnungen aus der Stichprobe der Strukturerhebung (Personen ab 15 Jahren in Privathaushalten).

29'815 Personen zogen 2022–2024 durchschnittlich pro Jahr in den Kanton Aargau.
32,5 Jahre betrug das Durchschnittsalter der zuziehenden Bevölkerung.
Fast 30 % der Zuziehenden verfügen über einen Universitäts- oder Hochschulabschluss.

Zwischen 2022 und 2024 zogen durchschnittlich pro Jahr 29'815 Personen in den Kanton Aargau, darunter auch Personen mit Schutzstatus S. Im selben Zeitraum verliessen pro Jahr durchschnittlich rund 20'150 Personen den Kanton. Die meisten Zuwandernden aus dem Ausland kommen aus Deutschland, mit durchschnittlich 1'900 Nettozuzügen (Anzahl Zuzüge abzüglich der Anzahl Wegzüge) pro Jahr. Innerhalb der Schweiz kommen die meisten Zuziehenden aus dem Kanton Zürich, mit durchschnittlich 2'850 Nettozuzügen pro Jahr.

Soziodemografische Merkmale der Zu- und Wegwandernden

Ein Vergleich zwischen der länger ansässigen Wohnbevölkerung und den Zu- und Wegziehenden zeigt: Die beiden letztgenannten Gruppen weisen ähnliche Profile auf, unterscheiden sich aber von der ansässigen Wohnbevölkerung. Besonders deutlich zeigt sich dies bei der Erwerbssituation. Wie die folgende Grafik zeigt, ist vor allem der Anteil der Erwerbstätigen bei den Zu- und Wegziehenden deutlich höher. Umgekehrt ist der Anteil der Nichterwerbspersonen in der Wohnbevölkerung wesentlich grösser.

Die Abbildung zeigt die Erwerbstätigkeit (Erwerbstätige, Erwerbslose und Nichterwerbspersonen) in den drei verschiedenen Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge.
Erwerbstätigkeit in den drei Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge (zwei Jahre nach dem Umzug), in Prozent, 2022–2024.

Die Abbildung zeigt die Erwerbstätigkeit (Erwerbstätige, Erwerbslose und Nichterwerbspersonen) in den drei verschiedenen Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge.

Insgesamt sind mehr als 77 Prozent bzw. knapp 79 Prozent der Zu- und Wegziehenden erwerbstätig, bei der länger ansässigen Wohnbevölkerung sind es 62 Prozent. Der Anteil der Nichterwerbspersonen ist bei der ansässigen Wohnbevölkerung mit rund 35 Prozent grösser als bei den Zu- und Wegziehenden. Dazu zählen unter anderem Rentner/innen im Ruhestand, Hausfrauen und Hausmänner, die nicht erwerbstätig sind, Personen in Aus-/Weiterbildung ohne Einkommen und Personen, die wegen Invalidität nicht erwerbsfähig sind.

Auch beim Bildungsniveau zeigen sich Unterschiede: Während fast 30 Prozent bzw. knapp 29 Prozent der Zu- und Wegziehenden über einen Universitäts- oder Hochschulabschluss verfügen, sind es bei der länger ansässigen Wohnbevölkerung rund 16 Prozent.

Die folgende Grafik zeigt die höchste abgeschlossene Ausbildung in den drei verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Die Abbildung zeigt die höchste abgeschlossene Ausbildung in den drei verschiedenen Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge.
Höchste abgeschlossene Ausbildung in den drei Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge (zwei Jahre nach dem Umzug), in Prozent, 2022–2024.

Die Abbildung zeigt die höchste abgeschlossene Ausbildung in den drei verschiedenen Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge.

Ein Teil dieser Unterschiede hängt mit der Altersstruktur zusammen. So sind Personen im Alter von 25 bis 44 Jahren unter den Zu- und Wegziehenden deutlich stärker vertreten als in der länger ansässigen Wohnbevölkerung. Dort beträgt ihr Anteil rund 31 Prozent, bei der zu- und wegziehenden Bevölkerung ist er ungefähr doppelt so hoch. Umgekehrt ist der Anteil der Personen ab 65 Jahren in der länger ansässigen Wohnbevölkerung mit knapp 23 Prozent deutlich höher als bei den Zu- und Wegziehenden (5 bzw. 7 Prozent).

Die folgende Abbildung zeigt den Anteil der Personen, die in den verschiedenen Haushaltstypen wohnhaft sind, unterteilt in ansässige Wohnbevölkerung, zu- respektive wegziehende Bevölkerung.

Die Abbildung zeigt den Haushaltstyp in den drei verschiedenen Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge.
Haushaltstyp in den drei Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge (zwei Jahre nach dem Umzug), in Prozent, 2022–2024.

Die Abbildung zeigt den Haushaltstyp in den drei verschiedenen Bevölkerungsgruppen: Wohnbevölkerung, internationale und interkantonale Zuzüge sowie interkantonale Wegzüge.

In der Haushaltsstruktur unterscheiden sich alle drei Bevölkerungsgruppen voneinander: In der länger ansässigen Wohnbevölkerung wohnen fast 41 Prozent der Personen in Paarhaushalten mit Kind(ern). Bei den Zuziehenden beträgt dieser Anteil 30 Prozent und bei den Wegziehenden 22 Prozent.

Erwerbstätigkeit und Arbeitsweg

Betrachtet man nur die erwerbstätige Bevölkerung, zeigen sich hinsichtlich Branche und Sektor nur geringe Unterschiede zwischen den Gruppen. Deutlichere Unterschiede bestehen hingegen beim Arbeitsweg.

In der länger ansässigen Wohnbevölkerung arbeitet die Mehrheit im Kanton Aargau, lediglich 26 Prozent arbeiten ausserhalb des Kantons. Bei den zuziehenden Personen liegt dieser Anteil bei 44 Prozent, bei den Wegziehenden bei fast 63 Prozent. Der Anteil der Nichtpendler unterscheidet sich nur geringfügig zwischen den drei Bevölkerungsgruppen. Seit der letzten Auswertung für den Zeitraum 2016 bis 2020 ist dieser Anteil jedoch von durchschnittlich fast 16 Prozent auf 22 Prozent gestiegen. Zudem ist der Anteil der Nichtpendler in allen drei Gruppen bei den Männern höher.

Umzugsgründe

Um die Gründe für Zu- und Wegzüge besser zu verstehen, hat die Aargauer Staatskanzlei im Jahr 2021 eine Wanderungsbefragung durchgeführt. Die häufigsten Umzugsgründe waren eine Vergrösserung des Haushalts sowie Veränderungen im Zusammenhang mit Arbeit oder Ausbildung. Während sich die Pendelzeit der Wegziehenden am neuen Wohnort ausserhalb des Kantons Aargau verkürzte, blieb sie bei den Zuziehenden etwa gleich. Sowohl Zu- als auch Wegwandernde waren der Meinung, dass Wohnraum im Kanton Aargau günstiger war und sie von einem niedrigeren Steuerfuss profitierten als an ihrem neuen Wohnort ausserhalb des Kantons. Die Wegwandernden bewerteten jedoch die Verbindungen des öffentlichen Verkehrs, die Kinderbetreuungsangebote, die Freizeitangebote und den Zugang zu Dienstleistungen an ihrem neuen Wohnort als besser.

Wanderungsmonitoring 2022–2024: eDossier (XLSX, August 2026, 91 KB)

Weitere Sonderauswertungen

Beliebteste Namen für Neugeborene 2025

Seit dem Höchststand 2021 mit über 7'000 Geburten gehen die Geburtenzahlen im Kanton kontinuierlich zurück. 2025 wurden 6'193 Geburten registriert – 3'218 Knaben und 2'975 Mädchen. Bei den Vornamen lagen 2025 bei den Mädchen Lina (29), Aurora (26), Emilia (25) und Emma (25) vorne, bei den Jungen dominierten Noah (42), Liam (39) und Matteo (29).

Word Cloud der beliebtesten Namen für Neugeborene im Jahr 205. Die häufig gewählten Namen sind grösser, die weniger häufig genannten Namen sind kleiner. Knabennamen sind in blau, Mädchennamen in orange.
Beliebteste Namen für Neugeborene nach Geschlecht, 2025. Abgebildet sind Namen von Kindern, die 2025 im Aargau zur Welt kamen und mindestens 10-mal vergeben wurden.

Word Cloud der beliebtesten Namen für Neugeborene im Jahr 205. Die häufig gewählten Namen sind grösser, die weniger häufig genannten Namen sind kleiner. Knabennamen sind in blau, Mädchennamen in orange.

Hinweis: Aufgrund unterschiedlicher Datenquellen kann die Rangliste der Namen von der vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten abweichen.

Beliebteste Namen für Neugeborene nach Geschlecht, 2025 (XLSX, April 2026, 11 KB)

Geburten und Todesfälle im Kanton Aargau 2013–2023

Seit Mitte der Achtzigerjahre spielen Geburten und Todesfälle für die Bevölkerungsentwicklung im Kanton Aargau im Vergleich zu den Wanderungsbewegungen meist eine untergeordnete Rolle. Trotzdem lassen sich im Zeitverlauf interessante Trends und saisonale Muster erkennen. Im Folgenden werden die monatlichen Geburten- und Todesfallzahlen im Kanton Aargau von Januar 2013 bis Dezember 2023 dargestellt. Um die Vergleichbarkeit der Daten über die Zeit zu gewährleisten, wurden diese unter Berücksichtigung der jeweiligen Monatslänge angepasst (standardisiert).

Geburten und Todesfälle im Kanton Aargau von Januar 2013 bis Dezember 2023. Die Daten sind als kontinuierliche Zeitreihen (oben) und gruppiert nach Monaten (unten) mit unterschiedlichen Achsenabschnitten dargestellt. Der Geburtenüberschuss ist die Anzahl Geburten abzüglich der Anzahl Todesfälle.

Die Corona Pandemie führte zu starken Ausschlägen bei Geburten- und Todesfallzahlen

In der oberen Grafik sind die Daten für Geburten und Todesfälle als kontinuierliche Zeitreihen von Januar 2013 bis Dezember 2023 dargestellt. Der Monat Januar eines jeden Jahres liegt auf einer vertikalen gestrichelten Linie, die anderen Monate liegen dazwischen. Tendenziell nehmen sowohl die Geburten als auch die Todesfälle im betrachteten Zeitraum leicht zu. Der Geburtenüberschuss war relativ stabil, bis sich die Folgen der Covid-19-Pandemie Ende 2020 manifestierten. Nach höheren Geburtenzahlen im Jahr 2021 gingen diese ab 2022 zurück, während die Zahl der Todesfälle weiter anstieg, was zu einem sinkenden Geburtenüberschuss führte. Von Januar 2013 bis und mit Oktober 2020 blieb die Zahl der Todesfälle niedriger als jene der Geburten. Im November 2020 kehrte sich dieser Trend als Folge der Covid-19 Pandemie erstmals um, wobei die Zahl der Todesfälle erst im Dezember 2020 ihren Höhepunkt erreichte. In den drei Folgejahren 2021, 2022 und 2023 übertrafen die Todesfälle im Monat Dezember wieder die Geburten.

Die unteren Grafiken fassen die Zahlen der Geburten bzw. Todesfälle pro Monat zusammen. Dadurch lassen sich deren saisonale Muster erkennen. So bleibt die Zahl der Geburten von Januar bis Mai relativ stabil. Von Juni bis September bewegt sie sich auf einem höheren Niveau, wobei der höchste Mittelwert über die beobachteten Jahre im Monat September erreicht wird. Danach sinken die Geburtenzahlen in den Herbstmonaten Oktober bis Dezember wieder deutlich. Auffallend sind zudem die hohen Geburtenzahlen im Jahr 2021, insbesondere in den Monaten Januar, März, Juni, Juli und Oktober.

Bei den Todesfällen zeigt sich folgendes Bild: In den Jahren vor der Covid-19 Pandemie (2015 bis 2019) lag die Zahl der Todesfälle in der Regel in den Monaten Januar bis März am höchsten. Für die Jahre während der Pandemie (2020 bis 2022) werden für die Monate November und Dezember hingegen deutlich höhere Todesfallzahlen ausgewiesen. Die hohe Zahl der Todesfälle im Januar 2021 ist der anhaltenden starken Covid-19-Welle geschuldet, die die Schweiz bereits in den Monaten November und Dezember 2020 erfasst hatte.

Status S – Starke Bevölkerungszunahme im 1. Quartal 2023

Per 31. März 2023 zählte die ständige Wohnbevölkerung im Kanton Aargau 716'961 Einwohnerinnen und Einwohner. Das sind 3'844 Personen mehr als am 31. Dezember 2022 (713'117 Einwohnerinnen und Einwohner). In den ersten Quartalen der Jahre 2019 bis 2022 betrug die Bevölkerungszunahme jeweils rund 1'500 bis 2'000 Personen. Die starke Zunahme in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 erklärt sich in erster Linie durch die Aufnahme von Personen mit Status S in die ständige Wohnbevölkerung.

Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung im Kanton Aargau im ersten Quartal des Jahres, 2019–2023. Erstmalig erreichen 1’512 Personen mit Status S eine Aufenthaltsdauer von mindestens 12 Monaten und werden damit zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt.
Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung im Kanton Aargau im ersten Quartal des Jahres, 2019–2023. Erstmalig erreichen 1’512 Personen mit Status S eine Aufenthaltsdauer von mindestens 12 Monaten und werden damit zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt.

Der Status S wurde erstmals im März 2022 mit der Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in der Schweiz aktiviert. In den ersten zwölf Monaten ihres Aufenthalts werden Personen mit Status S gleich wie Asylsuchende (Ausweis N) und vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer (Ausweis F) der nichtständigen Wohnbevölkerung zugewiesen. Nach zwölf Monaten werden sie zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt. Per 31. März 2023 befinden sich somit 1'528 Personen mit Status S in der ständigen Wohnbevölkerung.

Die Bevölkerungsbilanz umfasst den Geburtenüberschuss, den Wanderungssaldo und die Bereinigungen. Die Aufnahme der Personen mit Status S in die ständige Wohnbevölkerung wird in den Bereinigungen ausgewiesen.

Wanderungsbewegungen 2012–2022

Die Wanderungsbewegungen im Kanton Aargau, kumuliert über die Jahre 2012 bis 2021, zeigen, dass die Zuzüge insgesamt häufiger sind als die Wegzüge. Besonders mobil sind die 20- bis 40-Jährigen. Bei den 60- bis 70-Jährigen kehrt sich dieser Trend leicht um. In der Altersklasse 70+ gleichen sich die Wanderungsbewegungen zwischen Zu- und Wegzügen tendenziell an. Die Differenz zwischen der Zahl der Zuzüge und der Zahl der Wegzüge ergibt einen insgesamt positiven Wanderungssaldo von 58'731 Personen.

Wanderungsbewegungen nach Nationalität und Alter im Kanton Aargau, Gesamtzahl Jahre 2012–2021. Die Daten der über 80-Jährigen sind aufgrund der geringen Anzahl nicht dargestellt. © Statistik Aargau
Wanderungsbewegungen nach Nationalität und Alter im Kanton Aargau, Gesamtzahl Jahre 2012–2021. Die Daten der über 80-Jährigen sind aufgrund der geringen Anzahl nicht dargestellt. Quelle: Statistik Aargau

Bei den Schweizerinnen und Schweizern ist die Differenz zwischen den Zu- und den Wegwandernden gering mit einem insgesamt positiven, jedoch relativ kleinen Wanderungssaldo von 8'733 Personen (14,87 % des Wanderungssaldos der Gesamtbevölkerung zwischen 2012 und 2021). Am häufigsten wandern die 24- bis 29-Jährigen aus dem Kanton Aargau aus, in geringerem Masse die 60- bis 67-Jährigen.

Die Wanderungsbewegungen der ausländischen Bevölkerung sind durch eine höhere Zahl von Zuzügen als Wegzügen charakterisiert, was zu einem hohen positiven Anteil des Wanderungssaldos führt (49'998 Personen oder 85,13 % des Wanderungssaldos der Gesamtbevölkerung). Zwischen 2012 und 2021 ist ein positiver Wanderungssaldo von mehr als 1'000 Personen bei den 20- bis 38-Jährigen zu verzeichnen. Ein negativer Wanderungssaldo ist bei den Ausländerinnen und Ausländern ausschliesslich bei den 60- bis 70-Jährigen zu beobachten. Diese Abwanderung ist höher als bei der schweizerischen Bevölkerung.

Geburten und Todesfälle im Kanton Aargau 2013–2022

Die Corona Pandemie führte zu starken Ausschlägen bei Geburten- und Todesfallzahlen.

Geburten und Todesfälle spielen für die Bevölkerungsentwicklung im Kanton Aargau seit Mitte der Achtzigerjahre im Vergleich zu den Wanderungsbewegungen meist eine untergeordnete Rolle. Trotzdem zeigen sie im Lauf der Zeit interessante Trends und saisonale Muster. Hier werden die monatlichen Geburten- und Todesfallzahlen im Kanton Aargau von Januar 2013 bis Dezember 2022 dargestellt. Um die Vergleichbarkeit der Daten über die Zeit zu gewährleisten, wurden diese unter Berücksichtigung der jeweiligen Monatslänge angepasst (standardisiert).

Geburten und Todesfälle im Kanton Aargau von Januar 2013 bis Dezember 2022. Die Daten sind als kontinuierliche Zeitreihen (oben) und gruppiert nach Monaten (unten) mit unterschiedlichen Achsenabschnitten dargestellt.
Geburten und Todesfälle im Kanton Aargau von Januar 2013 bis Dezember 2022. Die Daten sind als kontinuierliche Zeitreihen (oben) und gruppiert nach Monaten (unten) mit unterschiedlichen Achsenabschnitten dargestellt.

In der oberen Grafik sind die Daten für Geburten und Todesfälle als kontinuierliche Zeitreihen ab Januar 2013 bis Dezember 2022 dargestellt. Der Monat Januar eines jeden Jahres liegt auf einer vertikalen gestrichelten Linie, die anderen Monate liegen dazwischen. Tendenziell nehmen sowohl die Geburten als auch die Todesfälle im betrachteten Zeitraum leicht zu. Dies ist auf die demografische Entwicklung sowie auf die Altersstruktur der Bevölkerung zurückzuführen. Die Zahl der Todesfälle blieb von Januar 2013 bis und mit Oktober 2020 niedriger als jene der Geburten. Im November 2020 war dies jedoch als Folge der Covid-19 Pandemie über den betrachteten Zeitraum zum ersten Mal umgekehrt, wobei die Zahl der Todesfälle erst im Dezember 2020 ihren Höhepunkt erreichte. In den zwei Folgejahren 2021 und 2022 übertrafen die Todesfälle im Monat Dezember wieder die Geburten.

Die unteren Grafiken fassen die Geburten- bzw. Todesfallzahlen pro Monat zusammen. Dadurch lassen sich deren saisonale Muster erkennen. So bleibt die Zahl der Geburten von Januar bis Mai relativ stabil. Von Juni bis September bewegt sie sich auf einem höheren Niveau, wobei der höchste Mittelwert über die beobachteten Jahre im Monat September erreicht wird. Danach sinken die Geburtenzahlen über die Herbstmonate Oktober bis Dezember wieder deutlich. Auffallend sind zudem die hohen Geburtenzahlen im Jahr 2021, insbesondere in den Monaten Januar, März, Juni, Juli und Oktober.

Bei den Todesfällen zeigt sich folgendes Bild: Während den betrachteten Jahren vor der Covid-19 Pandemie bis 2019, lag die Zahl der Todesfälle in der Regel in den Monaten Januar bis März am höchsten. Für die Jahre während der Pandemie (2020 bis 2022) werden für die Monate November und Dezember deutlich höhere Todesfallzahlen ausgewiesen als davor. Die hohe Zahl der Todesfälle im Januar 2021 ist der Fortsetzung der starken Covid-19 Welle geschuldet, die bereits in den Monaten November und Dezember 2020 die Schweiz erfasst hatte.

Erläuterungen

Beschreibung der Datenquellen

Informationen über die Wohnbevölkerung des Kantons Aargau stammen aus kantonalen Quellen sowie aus Quellen des Bundes. Dabei werden verschiedene Aspekte der Bevölkerung beleuchtet, die mit unterschiedlichen Methoden erhoben werden.

Die Bevölkerungszahlen können sich aufgrund der verschiedenen Datenquellen leicht unterscheiden.

  • Die Kantonale Bevölkerungsstatistik basiert auf dem kantonalen Einwohnerregister, welches die Gemeinden nachführen. Als ständige Wohnbevölkerung zählen seit dem 31. Dezember 2012 die Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der jeweiligen Gemeinde und einer schweizerischen Staatsangehörigkeit oder einer ausländischen Staatsangehörigkeit und einer (kumulierten) Aufenthaltsdauer von mindestens zwölf Monaten (Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung: Ausweis B, C, F oder EDA-Ausweis bei internationalen Funktionären, Diplomaten und ihren Familienangehörigen; Kurzaufenthaltsbewilligung: Ausweis L; Personen im Asylprozess: Ausweis N; Schutzbedürftige: Ausweis S).
  • Informationen zur Bevölkerung und den Haushalten basieren auf der Registererhebung des Bundes (STATPOP) sowie auf Stichprobenerhebungen des Bundes (Strukturerhebung). In der STATPOP werden Informationen aus dem kantonalen Bevölkerungsregister und dem ZEMIS sowie der BEVNAT kombiniert (s. unten).
  • Die Statistik der ausländischen ständigen und nicht ständigen Wohnbevölkerung aufgeschlüsselt nach Staatszugehörigkeit stammt aus dem Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) des Staatssekretariats für Migration SEM.
  • Die Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung beinhaltet Informationen über Todesfälle, Geburten sowie Eheschliessungen und stammt aus der gleichnamigen Bundesstatistik (BEVNAT).

Begriffsdefinitionen

Bereinigungen

Die Zahl der Bereinigungen gibt die Differenz zum Vorjahresbestand nach Zuzählen von Geburten und Zuzügen beziehungsweise nach Abzählen von Wegzügen und Todesfällen an. In Zusammenarbeit mit den Einwohnerkontrollen der Gemeinden wird daran gearbeitet, diese Zahl gering zu halten und die Genauigkeit der Registerführung zu erhöhen.

Bevölkerungsmutationen / Bevölkerungsbewegungen

Zu Bevölkerungsmutationen oder Bevölkerungsbewegungen werden Geburten, Todesfälle, Zuzüge, Wegzüge und Einbürgerungen gezählt.

Ständige Wohnbevölkerung

Die ständige Wohnbevölkerung ist die Referenzbevölkerung der Bevölkerungsstatistik. Seit 2012 umfasst die ständige Wohnbevölkerung der kantonalen Bevölkerungsstatistik alle schweizerischen Staatsangehörigen mit einem Hauptwohnsitz im Kanton Aargau sowie alle ausländischen Staatsangehörigen mit einer Anwesenheitsbewilligung für mindestens 12 Monate oder ab einer Anwesenheit von 12 Monaten in der Schweiz (Ausweise B/C/L/F/S/N oder EDA-Ausweis, d.h. internationale Funktionäre, Diplomaten und deren Familienangehörige).

Frühere Publikationen