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Merkblätter Labiola

Offener Boden

offener Boden

Das Labiola-Merkblatt "Offener Boden" zeigt auf, wie lückige Vegetationsstrukturen in der Kulturlandschaft gezielt gefördert werden können, um bedrohten Vogelarten und bodennistenden Wildbienen bessere Lebensbedingungen zu bieten. Durch offene Bodenflächen auf besonnten, trockenen Standorten entsteht ein wertvoller Lebensraum, der sowohl als Jagdgebiet als auch als Nistplatz dient.

Lückige Vegetation als Lebensraum für Vögel und Wildbienen

Viele Vogelarten der halboffenen Kulturlandschaft ernähren sich zu einem wesentlichen Teil von Insekten und Spinnen am Boden. Die dichte Vegetation des Kulturlands erschwert die Nahrungssuche der Vögel erheblich. Mit dem Schaffen einer lückigen Vegetationsstruktur mit einem hohen Anteil an unbewachsenen Stellen kann ein Beitrag zur Förderung bedrohter Arten im Grasland geleistet werden. Auch bodennistende Wildbienen profitieren bei sandigem Substrat von offenen Bodenflächen. Optimal ist ein kleinräumiges Mosaik von vegetationsfreien und bewachsenen Stellen.

Information

Standort Besonnte und trockene Stellen bevorzugen. In unmittelbarer Umgebung sollten weitere naturnahe und strukturreiche Lebensräume vorkommen (Hecken, Naturwiesen, Waldränder, Hochstamm-Obstgärten).
Grösse Fläche 0,5 bis 1 Are, 2 bis 3 m breit (Maschinenbreite).
Pufferstreifen Nicht erforderlich.

Auffräsen

Die Vegetation ist entfernt und mit der Kreiselegge bearbeitet worden.

Vegetation entfernen und anschliessend Boden mit Kreiselegge bearbeiten. Bodenbearbeitung mehrmals jährlich zwischen April und Juli wiederholen (sobald Fläche zu 3/4 zugewachsen ist).

Pflege

Oberflächliche Bodenbearbeitungen müssen jährlich wiederholt werden. Offene Stellen nicht düngen. Zur Offenhaltung der Fläche dürfen keine chemischen Mittel eingesetzt werden.

Sitzwarte für Vögel

Sitzwarte für Vögel in Form von Pfählen.

Sitzwarten für Vögel sind ideal zum Beobachten, Rasten und als Ausgangspunkt für die Nahrungssuche.

Hinweis:Tipp

Um den Vögeln die Jagd zu erleichtern, können Sitzwarten in Form von Pfählen oder Heinzen direkt im Bereich der offenen Bodenfläche aufgestellt werden.

Vernetzung

Offener Boden ist als Vernetzungsmassnahme für folgende Objekttypen anrechenbar:
  • Bunt- und Rotationsbrachen
  • Einzelbäume und Baumreihen
  • Extensiv und wenig intensiv genutzte Wiesen
  • Hecken, Feld- und Ufergehölze
  • Hochstamm-Feldobstbäume
  • Saum auf Ackerfläche
  • Streueflächen
  • Uferwiesen entlang von Fliessgewässern

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