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Angebote für Schulklassen

Licht an! Elektrizität trifft auf Kulturgeschichte

Historisches Museum Baden – Kulturgeschichte – 5. bis 9. Klasse, Sekundarstufe II

© Historisches Museum Baden

Wie hat die Industrialisierung unser Leben verändert? Und welche Rolle spielte dabei die Elektrizität? In diesem Workshop entdecken die Schülerinnen und Schüler auf einer interaktiven Führung, wie sich die Stadt Baden mit der Industrialisierung veränderte, wo in Baden die ersten Glühbirnen leuchteten und wie das alles unseren Alltag noch heute beeinflusst.

Zusätzlich zur historischen Spurensuche wird es praktisch: In Zusammenarbeit mit den Lernenden von libs Industrielle Berufslehren Schweiz bauen die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Verlängerungskabel – fachgerecht geprüft und bereit für den Einsatz zu Hause!

Bezug zum Aargauer Lehrplan Volksschule

  • Die Schülerinnen und Schüler können Wege zur Gewinnung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse beschreiben und deren kulturelle Bedeutung reflektieren. (NMG.1.1)
  • Die Schülerinnen und Schüler können sich an ausserschulischen geschichtlichen Bildungsorten zurechtfinden und sie zum Lernen nutzen. (RZG.7.1)
  • Die Schülerinnen und Schüler können Dauer und Wandel bei sich sowie in der eigenen Lebenswelt und Umgebung erschliessen. (NMG.9.2)
  • Die Schülerinnen und Schüler können Kontinuitäten und Umbrüche im 19. Jahrhundert charakterisieren. (RZG.6.2)
  • Die Schülerinnen und Schüler können ausgewählte Phänomene der Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts analysieren und deren Relevanz für heute erklären. (RZG.6.3)

Detailinformationen

OrtHistorisches Museum Baden
Datennach Vereinbarung
Kosten/DauerFr. 240.– für 2.5 Stunden (mit Impulskredit Fr. 120.–)
FahrtkostenBeteiligung möglich
Gruppengrösse1 Schulklasse
KontaktTel. 056 222 75 74, hist.museum@baden.ch
Websitewww.museum.baden.ch

Hintergrundbericht

Licht an! Ein Workshop, der Geschichte und Zukunft verbindet

Was hat Strom mit Kultur zu tun? Mehr, als man denkt! Im Historischen Museum Baden wird die Elektrifizierung nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht. Der Workshop "Licht an! Elektrizität trifft auf Kulturgeschichte" führt Schülerinnen und Schüler mitten hinein in eine Epoche, die unseren Alltag revolutionierte. Zwischen historischen Objekten und Geschichten aus Baden wird deutlich: Ohne die Industrialisierung und den Strom gäbe es keine moderne Welt.

© Historisches Museum Baden

Von der Theorie zur Praxis

Doch das Angebot bleibt nicht bei der Theorie. Nach der Führung durch die Geschichte der Industrialisierung und der Elektrifizierung folgt der Schritt in die Praxis. Und der ist einzigartig! Gemeinsam mit Berufslernenden von libs (Industrielle Berufslehren Schweiz) bauen die Jugendlichen ein eigenes Verlängerungskabel. Sie hantieren mit Werkzeugen, lernen Sicherheitsprüfungen kennen und erleben, wie aus Einzelteilen ein funktionierendes Produkt entsteht. Der Aha-Moment: Technik ist nicht abstrakt, sondern wird greifbar!

Hier lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur handwerkliche Fertigkeiten, sondern erleben Peer-to-Peer-Lernen in seiner besten Form.

Gabriela Gehrig Historikerin, Fachperson für Bildung und Vermittlung im Museum und Leiterin des Vermittlungsteam im Historischen Museum Baden

Lernen auf Augenhöhe

Die Kooperation mit libs macht den Workshop einzigartig. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur handwerkliche Fertigkeiten, sondern erleben Peer-to-Peer-Lernen in seiner besten Form. Die Berufslernenden geben ihr Wissen weiter, zeigen ihren Ausbildungsalltag und beantworten Fragen zur Berufswahl. Ganz nebenbei entsteht ein Austausch auf Augenhöhe, der Orientierung bietet und Neugier weckt. Auch die Lernenden selbst profitieren: "Es macht Spass, unser Know-how weiterzugeben, und wir lernen dabei selbst", sagt ein Automatiker im zweiten Lehrjahr.

Der Workshop zeigt, wie eng Kulturgeschichte und Technik miteinander verwoben sind. Er vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch Selbstwirksamkeit: Wer selbst etwas baut, versteht den Wert von Arbeit und Innovation.

Person mit geflochtenen Haaren und gemustertem Sommeroberteil steht mit verschränkten Armen im städtischen Aussenraum.
© Historisches Museum Baden

Über die Autorin

Gabriela Gehrig ist Historikerin und Fachperson für Bildung und Vermittlung im Museum. Sie leitet das Vermittlungsteam im Historischen Museum Baden und setzt sich für ein erlebnisorientiertes Vermittlungsangebot ein. Ihr Ziel ist es, Geschichte durch interaktive Führungen und Workshops lebendig und greifbar zu machen und Brücken zur Gegenwart zu schlagen.