Jährlich veranstaltet die Bibliotheksförderung und die Aargauische Bibliothekskommission einen kantonalen Bibliothekstag zu einem aktuellen und zentralen Thema.
Die Fachtagung richtet sich an Mitarbeitende in Stadt-, Gemeinde- und kombinierten Gemeinde- und Schulbibliotheken. Der kantonale Bibliothekstag hat jeweils ein aktuelles Thema aus dem Bibliothekswesen als Schwerpunkt. Er findet traditionellerweise im Oktober alternierend in verschiedenen Gemeinden und Städten des Kantons Aargau statt. Neben der fachlichen Weiterbildung steht der Austausch und das Netzwerken zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt.
Der 31. Aargauer Bibliothekstag im Kultur- und Kongresshaus Aarau (KuK) stand ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz. Unter dem Motto "KI? Kann ich! – Impulse für Aargauer Bibliotheken" beschäftigten sich rund 150 Bibliotheksmitarbeitende aus dem ganzen Kanton mit einem Thema, das ihren Berufsalltag bereits heute prägt und in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird. Dass die Tagung vollständig ausgebucht war, zeigt eindrücklich, wie stark das Thema KI die Bibliotheken bewegt.
Durch das Programm führte in bewährter Weise die Bibliotheksbeauftragte Andrea Faedi – in diesem Jahr jedoch mit einer überraschenden Unterstützung: ChatGPT mischte sich als virtueller Co-Moderator immer wieder ein, gab charmante Hinweise zum Zeitplan und sorgte für unerwartete, heitere Momente.
Nach der herzlichen Begrüssung durch Daniel Schwane, Leiter Bibliothek und Archiv Aargau, würdigte Suzanne Marclay-Merz, Aarauer Stadträtin, in ihrem Grusswort die zentrale Rolle der Bibliotheken, die mit ihrem offenen und niederschwelligen Zugang Menschen aller Generationen sicher und selbstbestimmt in die digitale Zukunft begleiten.
KI eröffnet neue Möglichkeiten für Kommunikation, Organisation, Recherche und Vermittlung. Zugleich stellt sie Bibliotheken vor wichtige Fragen rund um Verantwortung, Transparenz und Datenschutz. Der Bibliothekstag bot den idealen Rahmen, diesen Chancen und Herausforderungen gemeinsam nachzugehen.
Im Zentrum stand dabei nicht die Technologie selbst, sondern die Menschen, die mit ihr arbeiten: Wo kann KI den Arbeitsalltag erleichtern? Wo braucht es klare Leitlinien, fachliches Urteilsvermögen und einen kritischen Blick? Und wie können Bibliotheken diese Entwicklungen aktiv mitgestalten?
Inputreferate
Diese Leitfragen bildeten den roten Faden der beiden Inputreferate zu Beginn des Tages:
Reto Vogt, Studienleiter für Digitale Medien und KI am MAZ, zeigte in seinem anschaulichen, praxisnahen und zugleich unterhaltsamen Vortrag, wie Bibliotheken Künstliche Intelligenz bewusst und reflektiert einsetzen können. Er machte deutlich, dass KI weder eine klassische Suchmaschine noch ein Ersatz für menschliches Denken ist, sondern ein Werkzeug – vergleichbar mit Word oder Photoshop. Anhand konkreter Beispiele zeigte er, wie KI den Arbeitsalltag erleichtern kann, sensibilisierte aber zugleich für Risiken wie Abhängigkeiten, Verzerrungen oder Datenschutzprobleme. Sein Fazit: Wer die Risiken kennt, kann die Chancen besser nutzen.
David Blum, Senior Art Director und Visual AI Creator, gab im zweiten Impuls einen eindrucksvollen Einblick in die rasante Entwicklung von KI-Bildgeneratoren. Er zeigte, wie künstliche Intelligenz heute Bilder erzeugt, die sich kaum mehr von echten Fotografien unterscheiden lassen. Für Bibliotheken eröffne dies enorme Potenziale in der visuellen Kommunikation: zeitgemäss, effizient und kreativ. Gleichzeitig regte Blum dazu an, kritisch über die Wirkung solcher Bilder auf unsere Wahrnehmung und unser Verständnis von Realität nachzudenken.
Die anschliessenden Workshops knüpften nahtlos an diese Impulse an. Sie boten Raum, das Gehörte zu vertiefen, eigene Erfahrungen einzubringen und konkrete Ideen für den Einsatz von KI in Bibliotheken mitzunehmen.
Die Workshops
01: KI-Bildgeneratoren für Bibliotheken – Neue Impulse für die visuelle Kommunikation
David Blum, Senior Art Director und Visual AI Creator, führte praxisnah in die Welt der KI-Bildgeneratoren ein und zeigte, wie Bibliotheken künstliche Intelligenz gezielt für ihre Kommunikationsarbeit nutzen können – etwa bei der Gestaltung von Flyern, Plakaten oder Social-Media-Beiträgen. Anhand eines konkreten Beispiels erprobten die Teilnehmenden Schritt für Schritt den kreativen Prozess vom Formulieren wirkungsvoller Prompts über die Generierung passender Bilder bis hin zur Gestaltung eines fertigen Layouts.
Der Workshop machte Lust, die kreativen Potenziale von KI auszuschöpfen und die visuelle Kommunikation von Bibliotheken mutig neu zu gestalten.
Senior Art Director, Visual AI Creator & KI Dozent
02: KI clever nutzen – praktische Inputs für deinen Bibliotheksalltag
Der Workshop von Jannine Meier und Joël Iselin von KI Kurse Zug zeigte praxisnah, wie künstliche Intelligenz den Bibliotheksalltag erleichtern kann – von der Automatisierung von Routineaufgaben bis zur Entwicklung kreativer Kommunikationsideen. Im Zentrum stand das gezielte Prompten, mit dem sich KI-Tools wie ChatGPT für E-Mails, Präsentationen oder Recherchen optimal nutzen lassen.
Die beiden Workshopleitenden inspirierten die Teilnehmenden, KI als smarte und vielseitige Unterstützung in ihrer täglichen Bibliotheksarbeit zu entdecken.
KI-Coach für Bildung & Wissensarbeit, KI Kurse Zug
03: Spielerisch zur KI-Kompetenz – Workshopideen für bibliothekspädagogische Angebote
Die beiden Bibliothekspädagogen der GGG Stadtbibliothek Basel, Hanna Cord-to-Krax und Patrik Blaser, zeigten eindrücklich, wie sich Kinder und Jugendliche spielerisch an das Thema Künstliche Intelligenz heranführen lassen. An drei erprobten Workshopformaten erlebten die Teilnehmenden, wie sich grundlegende KI-Konzepte – von Algorithmen über Datenverarbeitung bis hin zu generativen Text- und Bildmodellen – mit einfachen analogen Übungen ebenso wie mit digitalen Tools verständlich und greifbar machen lassen.
Dabei wurde deutlich, wie unkompliziert und wirkungsvoll Bibliotheken KI-Kompetenzen fördern können: mit viel Kreativität, überschaubarem Materialaufwand und Angeboten, die Neugier wecken, ohne zu überfordern.
04: Zwischen Fortschritt und Verantwortung – KI reflektiert nutzen in Bibliotheken
Jasna Zwimpfer, Open Science Verantwortliche an der ZHdK, vermittelte in ihrem Workshop einen kompakten Überblick über Chancen und Risiken generativer KI im Bibliotheksalltag. Anhand konkreter Beispiele – von Recherche und Textarbeit bis zur Bildgestaltung – diskutierten die Teilnehmenden, wo KI sinnvoll unterstützt und wo fachliches Urteilsvermögen entscheidend bleibt.
Im Zentrum standen Fragen zu Transparenz, Datenschutz, Fairness und dem verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten sowie energieintensiven Tools. Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmenden ein Merkblatt, das zentrale Leitlinien für einen bewussten, sicheren und nachhaltigen KI-Einsatz in Bibliotheken festhält.
Der Workshop sensibilisierte für die Potenziale und Grenzen von KI und zeigte konkret, wie Bibliotheken digitale Innovation mit professioneller Sorgfalt verbinden können.
Open Science Verantwortliche an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)
05: Kreativ mit KI – Generative Künstliche Intelligenz erleben
Der Workshop im Stadtmuseum Aarau, geleitet von Iris Aleit und Angela Kummer, lud die Teilnehmenden zu einem spielerischen Eintauchen in die Welt der generativen KI ein. Nach einer kurzen Einführung ging es direkt ins Prompt-Battle: Mit kreativen Eingaben liessen die Teams KI-Tools fantasievolle Bilder und sogar ganze Songs mit Text und Melodie erschaffen.
Die entstandenen Werke sorgten für viele Lacher und staunende Gesichter – und am Ende wurde gemeinsam abgestimmt, welche KI die originellsten Ideen geliefert hatte. Ein Workshop, der zeigte, wie viel Kreativität und Spass in künstlicher Intelligenz stecken kann.
So entwickelte sich ein vielseitiger, lebendiger und erkenntnisreicher Tag, der deutlich machte: KI ist längst zu einer zentralen Realität unserer Zeit geworden – und Bibliotheken spielen eine Schlüsselrolle, diesen Wandel verantwortungsvoll und kreativ zu begleiten.
Mit einem Hauch von Magie und einer Prise Humor feierte der Aargauer Bibliothekstag am 14. November im restlos ausverkauften Stadtsaal Zofingen sein 30. Jubiläum. Unter dem Motto "Magische Leseförderungsideen für Aargauer Bibliotheken" trafen sich rund 150 Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Kanton, um gemeinsam zu lachen, zu lernen und neue Ideen für die Leseförderung zu sammeln.
Zum Auftakt hiessen Daniel Schwane, Leiter Bibliothek und Archiv Aargau, sowie Christiane Guyer, Stadtpräsidentin von Zofingen, die Anwesenden herzlich willkommen. In seiner Rede sprach Daniel Schwane den Bibliotheken einen besonderen Dank aus und würdigte ihr unermüdliches Engagement bei der Umsetzung der kantonalen Sprach- und Leseförderungsprogramme:
Mit grossem Einsatz und viel Herzblut tragen Sie Tag für Tag dazu bei, dass Sprach- und Leseförderung nicht nur ein Begriff, sondern gelebte Realität wird. Ihre Arbeit ist von unschätzbarem Wert – für Kinder, die ihre ersten Leseerfahrungen sammeln, für Jugendliche, die ihre Lesekompetenz vertiefen, und für Familien, die in der Bibliothek einen Ort der Begegnung und des Austauschs finden.
Auch Stadtpräsidentin Christiane Guyer zeigte sich beeindruckt und beschrieb die Stadtbibliothek Zofingen voller Stolz als kleines Bijou mit einem grossen Angebot. Andrea Faedi, die Bibliotheksbeauftragte des Kantons Aargau, schloss sich den Worten an und betonte:
Besonders freut es uns, diesen Tag in Zofingen zu feiern. Die Stadtbibliothek Zofingen ist seit Jahren ein vorbildliches Beispiel für erfolgreiche Leseförderung. Ihr Engagement und ihre kreative Umsetzung der Fördermassnahmen des Kantons machen sie zur idealen Gastgeberin für unseren Anlass.
Highlights des Tags
Einer der Höhepunkte war die Präsentation des Buchfindomaten, vorgestellt von der charmanten Tina Kemnitz. Der Buchfindomat – ein interaktiver Bücherspass auf Knopfdruck – tourt ab Januar 2025 durch die Aargauer Bibliotheken und ist für jeweils vier Wochen kostenlos bei der Bibliotheksförderung ausleihbar. Ein witziges, animiertes Monster, das lippensynchron zu Tina Kemnitz spricht, sorgt mit lebhaften Buchempfehlungen für frischen Schwung in der Leseförderung und lässt Kinderaugen strahlen.
Das Bücherquiz mit Boni Koller und Elena Mpintsis brachte dann die Stimmung zum Kochen. In einem hitzigen Kopf-an-Kopf-Duell traten die Teams "Goethe" und "Schiller" gegeneinander an und lieferten sich ein packendes Rennen um den Titel des Literatur-Champions. Viele Lacher und literarische Geistesblitze sorgten für eine ausgelassene und heitere Atmosphäre.
Magisch wurde es, als der Zauberer Cyrano die Bühne betrat und das Publikum in Staunen versetzte. Mit einer meisterhaften Mischung aus Zauberkunst und Witz zog er die Teilnehmenden in seinen Bann und beschwor schliesslich ein Orakel zur Zukunft des Aargauer Bibliothekstags – ein symbolträchtiger Abschluss eines magischen Tags.
In entspannter Atmosphäre liessen die Gäste den Tag bei Gesprächen und kulinarischen Köstlichkeiten ausklingen. Zur Feier des Tages durfte natürlich auch die traditionelle Aargauer Rüeblitorte nicht fehlen.
Ein Tag voller Inspiration, bereichernder Begegnungen und zauberhafter Augenblicke – ein Jubiläum, das in Erinnerung bleibt!
Die Workshops
01: Rhetorik für die Buchvorstellung – Wie man Lust aufs Lesen macht!
Tina Kemnitz, Diplom-Sprechwissenschaftlerin und Literaturvermittlerin aus Berlin, gab praxisnahe Tipps für lebendige und spannende Buchpräsentationen – ideal für Schulklassenbesuche. Mit Stimme, Körpersprache und Gestik zeigte sie, wie man Neugier weckt, Lesemotivation steigert und Präsentationen unterhaltsam gestaltet. Auch der Umgang mit Lampenfieber und die Erstellung von Spickzetteln wurden behandelt.
Der Workshop lieferte hilfreiche Anregungen für die praktische Arbeit und zeigte, wie durch rhetorisches Geschick die Freude am Lesen geweckt und nachhaltig gefördert werden kann. Ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt – und definitiv Lust macht, Neues auszuprobieren!
Weiterführender Lehrgang
Wenn ihr das Thema vertiefen möchtet, bietet die Dozentin einen 19-minütigen Online-Lehrgang an. Der Kurs richtet sich an Lehrpersonen und Bibliotheksmitarbeitende – zeitlich flexibel abrufbar.
Tina Kemnitz Diplom-Sprechwissenschaftlerin und Literaturvermittlerin, Beirätin im Bundesverband Leseförderung (Deutschland), Berlin
02: Abenteuer zwischen den Buchseiten: Das Potenzial von Kinder- und Jugendcomics in der Leseförderung entdecken
Der Workshop bot spannende Einblicke in das Potenzial von Comics und Mangas für die Leseförderung. Unter der Leitung von Angela Heimberg, Inhaberin des Comix Shops in Basel, erkundeten die Teilnehmenden die vielfältige Welt der Kinder- und Jugendcomics. Neben aktuellen Titeln und Trends wurden besonders geeignete Comics und praktische Tipps für die gezielte Förderung von Leselust und schnellen Erfolgserlebnissen vorgestellt – ideal für Kinder mit geringer Leseerfahrung.
Der Workshop inspirierte die Teilnehmenden, Comics als vielseitiges Medium in der Bibliotheksarbeit zu nutzen und ihre Vielfalt als Chance für die Leseförderung zu entdecken.
Die Berliner Lese- und Literaturpädagogin Anne Hirschfelder präsentierte den Teilnehmenden praxisnahe und inspirierende Ansätze zur digitalen Leseförderung. Nach einem kurzen Einstieg, der die Vorteile digitaler Tools für die Förderung des Lesens veranschaulichte, hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, verschiedene Anwendungen selbst auszuprobieren:
Silent Books mit dem Tellimero-Stift zum Leben erwecken: Kinder können Erzähltexte und Figurenstimmen einsprechen und dabei auch ihre Familien- und Herkunftssprachen einbinden.
Eigene digitale Comics erstellen: Mit der App „Comic Life 3“ lassen sich auf kreative Weise literarische Inhalte gestalten und vertiefen.
Literarische Figuren spielerisch interpretieren: Fake-Posts für soziale Medien wie Instagram oder Snapchat können mithilfe der Plattform Zeoob erstellt werden, um Geschichten neu und interaktiv zu erleben.
In einer abschliessenden Ideensammlung wurde diskutiert, wie sich die erprobten Methoden in den Bibliotheksalltag integrieren lassen. Der Workshop bot wertvolle Impulse und verdeutlichte, wie digitale Tools die Leseförderung auf inspirierende Weise bereichern können.
Anne Hirschfelder unterstrich eindrucksvoll, dass digitale Leseförderung weit mehr ist als nur eine technologische Ergänzung: Sie bietet die Chance, das Lesen aus der Einsamkeit zu holen und es als gemeinschaftliche und kreative Erfahrung erlebbar zu machen.
Anne Hirschfelder Lese- und Literaturpädagogin, Berlin
04: Buch & MINT: Inspirierende Experimente für Kinder & Bibliotheksmenschen
Mit einer Mischung aus Neugier, Kreativität und einer Prise Wissenschaft lud der Workshop dazu ein, Kinder für Experimente zu begeistern und Bibliotheken in kleine Forschungslabore zu verwandeln. Katharina Tanner und Marie-Christine Kamke, beide erfahrene Kinderliteraturvermittlerinnen, haben eigens für den Bibliothekstag einen Workshop zu diesem Thema erarbeitet und führten die Teilnehmenden mit viel Expertise und Enthusiasmus durch das Programm.
An verschiedenen Forschertischen konnte man selbst Hand anlegen und einfache Experimente ausprobieren, die ohne grossen Aufwand in Bibliotheken umgesetzt werden können. Besonders inspirierend war die Vielfalt an praktischen Ideen, die sofort Lust machten, selbst loszulegen. Ergänzt wurde dies durch eine beeindruckende Auswahl an passender Literatur, die vom Sachbuch bis zur Belletristik reichte und zusätzliche Impulse lieferte.
Die vorgestellten Ideen machten deutlich, wie kreativ und niederschwellig sich MINT-Themen in Bibliotheken umsetzen lassen. Mit vielen neuen Impulsen und praktischen Ansätzen konnten die Teilnehmenden den Workshop bereichert verlassen.
05: Videospielevents – auch in Aargauer Bibliotheken?
Simon Schultze, Dozent an der FH Graubünden und Gründer von Gamemobil, zeigte in seinem Impulsvortrag, wie Gaming junge Menschen begeistert und gleichzeitig ihre Medienkompetenz fördert. Der Verein Gamemobil aus St. Gallen hat bereits 45 Bibliotheken erfolgreich bei der Organisation von Videospielevents unterstützt.
Besonders hervorgehoben wurde der Mehrwert von Turnieren gegenüber blossen Spielstationen: Sie schaffen Begeisterung, fördern Teamgeist und positionieren Bibliotheken als moderne Treffpunkte.
In den anschliessenden Diskussionsrunden, die von Andrea Faedi, Bibliotheksbeauftragte des Kantons Aargau, geleitet wurden, ging es um Relevanz, Zielgruppen, Chancen und Herausforderungen solcher Angebote sowie um konkrete Umsetzungsideen.
Der Workshop machte deutlich, dass Gaming Aargauer Bibliotheken neue Türen öffnen und mit Unterstützung der Bibliotheksförderung zu einem vielversprechenden Entwicklungsfeld werden könnte.
Am 29. Aargauer Bibliothekstag in Brugg stand die Rolle der Bibliothek als öffentlicher Raum und gesellschaftliches Wohnzimmer im Mittelpunkt. Während sich Öffentliche Bibliotheken früher auf die Medienausleihe konzentrierten, sind ihre Aufgaben heute um einiges vielfältiger und umfassender geworden: Moderne Bibliotheken bieten freien Zugang zu Wissen, fördern Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe. Sie dienen als wichtige Treffpunkte und Lernorte und bieten Plattformen für soziale Interaktion und Zusammenarbeit, sowohl analog als auch digital.
Dass der Bibliothekstag in Brugg stattfand, war kein Zufall. Die Stadtbibliothek Brugg ist ein Jahr zuvor in den zentral gelegenen Effingerhof umgezogen. Die neuen, hellen und einladenden Räumlichkeiten mit verlängerten Öffnungszeiten durch die Open Library und ein geplantes Café machen die Bibliothek zu einem modernen Begegnungsort.
Das Inputreferat
Franziska Baetcke, Leiterin der Winterthurer Bibliotheken, und der Bibliotheksberater Andreas Mittrowann gestalteten das Inputreferat im Dialog. Franziska Baetcke berichtete über die Herausforderungen bei der Entwicklung der Bibliothek hin zum Begegnungsort. So wurde in der Stadtbibliothek Winterthur der Jugendbereich in ein Bild-/Tonstudio umgewandelt und ein Infodesk für Neuzuzüger eingerichtet. Andreas Mittrowann ergänzte dies mit theoretischen Aspekten und Beispielen aus skandinavischen und deutschen Bibliotheken. Beide Referierenden räumten ein, dass die Umsetzung solcher Projekte in kleineren Bibliotheken oft an politischen, personellen und finanziellen Hürden scheitert, betonten aber die Wichtigkeit des Mutes zur Veränderung. So plädierten sie dafür, Projekte zu priorisieren, Altes loszulassen und klein anzufangen. Trotz der Herausforderungen den Mut zu haben, Neues auszuprobieren und zu wagen und dabei vielleicht auch einmal zu scheitern.
Einige der Fragen aus dem Inputreferat wurden in den fünf Workshops wieder aufgegriffen und rege diskutiert.
01: Bibliothek beleben – Wie können Gemeindebibliotheken vom Konzept des Dritten Orts profitieren?
"Gehen wir davon aus,…
…dass die Bibliothek etwas hat, das alle wollen."
…dass Geld vorhanden ist – nur steckt es gerade woanders."
…dass die Veränderung in den Köpfen beginnt."
Anhand dieser Leitgedanken analysierten die Workshop-Teilnehmenden die Ist-Situation in Aargauer Bibliotheken, sammelten Ideen zur Umsetzung einer Bibliothek als Dritten Ort und diskutierten über Perspektiven und Widerstände. Als Fazit entstanden zahlreiche Ideen, die man kurzfristig angehen bzw. umsetzen kann, z. B.: Sprachtandem-Pinnwand, Kundenwünsche abfragen, Ideen für renitente Gemeinderäte entwickeln (weitere Punkte siehe Fotodokumentation).
02: Crowdfunding – Mittels Schwarmfinanzierung zum Ort der Begegnung
Sandra Müller von der Gemeinde- und Schulbibliothek Bischofszell berichtete, wie sie mittels Crowdfunding eine neue Bibliothekseinrichtung finanzieren konnten. Die Teilnehmenden lernten, dass für Bibliotheken vor allem das klassische Crowdfunding Sinn macht. Dabei handelt es sich um Crowdsupporting, wobei als Dankeschön bei Erfolg ein Geschenk ausgerichtet wird. Sandra Müller machte klar, dass unter der Fülle von Crowdfunding-Plattformen nur etwa drei Anbieter für Bibliotheken relevant sind: lokalhelden, Crowdify oder wemakeit.
03: Die Bibliothek für alle – Dank Barrierefreiheit und Inklusion
Ein wesentlicher Teil des Workshops stand unter dem Motto "Selbsterfahrung". Die Teilnehmenden durften sich ein Bild machen, was es heisst, beeinträchtigt zu sein und wagten ein paar Versuche, Blindenschrift zu lesen. Laut den Workshopleitenden Imelda Natter, Leiterin Bibliothek Rorschach-Rorschacherberg und Paola Pitton, Fachstelle Kultur inklusiv von Pro Infirmis, sei die Selbsterfahrung ein wesentlicher Schritt, ein Verständnis für eine andere Welt zu schaffen. Der Perspektivenwechsel ermögliche es, Massnahmen für die eigene Institution abzuleiten. Für eine umfassende Inklusion brauche es jedoch weit mehr als z. B. nur eine barrierefreie Website. Paola Pitton, bei der Fachstelle unter anderem für die Bibliotheken in der Deutschschweiz zuständig, zeigte auf, wie erste niederschwellige Schritte für mehr Teilhabe und Zugänglichkeit in Bibliotheken aussehen könnten. Die Bibliothek Rorschach-Rorschacherberg verfolgt seit 2015 fünf Bausteine: Kulturelles Angebot (z. B. Veranstaltungen mit Kunstschaffenden mit und ohne Behinderung), Inhaltlicher Zugang (z. B. Geschichten in Leichter Sprache), Baulicher Zugang (z. B. behindertengerechte Toilette), Arbeitsangebote für Menschen mit Einschränkungen, Kommunikation (z. B. barrierefreie Website).
04: Begegnungsraum Bibliothek – Wirkungsvolle Raumgestaltung mit Lagom
Wie kann die Bibliothek als einladender und ansprechender Begegnungsraum und Arbeitsort gestaltet werden? Angelica Bütler ist Bibliothekarin und Minimalismus Aufräumcoachin. Sie zeigte im Workshop Instrumente, wie man mit Leichtigkeit Übersicht und Ordnung schafft. Das Motto dabei ist Ausgeglichenheit: Nicht zu viel und nicht zu wenig. Mit der 4 M Methode habe man sowohl für den privaten Haushalt als auch für die Bibliothek ein einfaches Werkzeug, um Übersicht zu schaffen: 1. Mission, 2. Minimalisieren, 3. Methodisieren, 4. Meistern. Die einzelnen Punkte werden in den Präsentationsfolien übersichtlich dargestellt.
Der Aargauer Bibliothekstag fand am 22. Oktober 2022 endlich wieder vor Ort statt und zwar in der Schule Burghalde in Baden. Im Fokus des Bibliothekstags stand das Thema "Sharing".
Bibliotheken sind Sharing-Partnerinnen der ersten Stunde. Sie geben dem Teilen einen institutionellen Rahmen. Das bibliothekarische Dienstleistungsspektrum in Bezug auf Teilen und Tauschen ist breitgefächert: Bibliotheken stellen ihren Kundinnen und Kunden Medien und Wissen rund um die Uhr zur Verfügung und bieten Menschen einen Raum für Begegnung und selbstorganisierte Aktivitäten.
Bibliotheken bietet sich aber auch die Chance, ihre Sharing-Angebote auszubauen. Es gibt bereits eine Reihe von Projekten, von denen gelernt werden kann und deren Ergebnisse nachgenutzt werden können. Bibliotheken dürfen dabei auf Bewährtes zurückgreifen, zusammenspannen, Synergien nutzen, über den Tellerrand blicken und Ressourcen schonen.
Die Referate
Roman Weibel, Leiter der Stadtbibliothek Uster, gilt in der Bibliothekswelt als Pionier in Sachen Sharing. Seinen reichen Erfahrungsschatz zum Thema Zugänglichmachen und Offenlegen hat er mit uns geteilt: "Sharing ist für mich selbstverständlich. Warum soll jede Bibliothek das Rad neu erfinden? Jede sich zeitaufwändig in ein neues Thema einarbeiten? Jede von Grund auf alles abklären und stundenlang ein Konzept ausbrüten? Und jede die gleichen Anfängerfehler machen? Wir haben doch nicht die Zeit für ein so ineffizientes und mühsames Vorgehen!"
Auch die Stadt Aarau ist überzeugt, dass im Sharing-Ansatz grosses Potenzial liegt. Sie testet und fördert "Sharing" stellvertretend für andere Städte. Damit strebt die Kantonshauptstadt einen Kulturwandel an. Teilen soll selbstverständlich und alltäglich werden. Simon Prenner, Projektmitarbeiter der Stadtentwicklung Aarau, erläuterte, wo Aarau auf dem Weg zur Sharing-Modellstadt steht und zeigte auch die Herausforderungen bei der Umsetzung auf.
Am Nachmittag bot sich den Aargauer Bibliotheksmitarbeitenden die Gelegenheit, sich vertiefter mit einzelnen Sharing-Angeboten für Bibliotheken auseinanderzusetzen.
Die einen liessen sich auf das Experiment eines moderierten Erzählcafés ein und tauschten persönliche und berührende Geschichten zum Thema "Teilen" miteinander. So konnten die Workshopbesuchenden die Kraft und den Zauber des autobiografischen Erzählens gleich selber erfahren und wertvolle Tipps für die Durchführung in ihrer Bibliothek mitnehmen.
Andernorts wurde anhand von zwei unterschiedlichen Ansätzen über das Spannungsfeld der Freiwilligenarbeit in Bibliotheken diskutiert. Die Teilnehmenden bekamen eine Vorstellung des Konzepts der Tessiner Kantonsbibliothek "LaFilanda" und des Freiwilligenprogramms von Bibliothek und Archiv Aargau und entwickelten eigene Ansätze für ihre Bibliothek.
Die Winterthurer Bibliotheken berichteten viel Wissenswertes über das beliebte Leseförderungsprojekt Miniclub und gewährten den Interessierten Einblicke in die Umsetzung anhand von Beispielen. Das Kollaborationsprojekt der sieben Winterthurer Standorte ist eine kostengünstige und ressourcenschonende Idee, die sich auch im Kanton Aargau umsetzen liesse.
Im Workshop Co-Kreation wiederum spielten die Teilnehmenden mit der Zeit, verkürzten sie, testeten, ob 5 Minuten Denkzeit beflügeln oder überwältigen. Sie lernten einfache und überraschende Co-Kreationsansätze und Design Thinking Methoden kennen, die helfen, die eigenen Denkmuster aufzuwirbeln, um auf neue Lösungen zu kommen.
Sehr beliebt war auch der Markt der Sharing-Ideen. Die Teilnehmenden erfuhren an den Marktständen, dass sich Bibliotheken als Sharing-Weltmeisterinnen auch wunderbar eignen, um Gegenstände oder sogar Originalkunst auszuleihen und um Saatguttauschbörsen oder Repair Cafés zu betreiben. Die Marktstandleitenden zeigten Mehrwert, Aufwand und mögliche Stolpersteine bei der Umsetzung der Sharing-Angebote auf.
Neben der Wissensvermittlung wurde der Tag vor allem für den Austausch und die Vernetzung genutzt. Dazu lud auch der Mezze-Sharing-Lunch ein. Nach zwei Jahren Unterbruch war es eine besonders grosse Freude, die Kolleginnen und Kollegen wieder persönlich zu treffen.
2021 Corona-Spezial: virtueller Bibliothekstag live aus der Kantonsbibliothek
Was kommt. Was geht. Was bleibt: Die Zukunft der Aargauer Bibliotheken
Im Fokus stand die Zukunft des Aargauer Entwicklungsplans für öffentliche Bibliotheken. Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über den entsprechenden Evaluationsprozess und lernten die daraus resultierten Schwerpunkte der Bibliotheksförderung kennen. Einer dieser Schwerpunkte liegt auf den Vernetzungsprojekten: Bibliotheken haben die Möglichkeit, Projekte, mit denen sie sich untereinander oder mit anderen Partnerinnen oder Partnern vernetzen, bei der Bibliotheksförderung einzureichen und finanzielle Unterstützung dafür zu erhalten.
Zur Anschauung präsentierte Sibylle Baumgartner, Leiterin der Bibliothek Obersiggenthal, ihre Erfahrungen mit Vernetzungsprojekten und ermunterte die Aargauer Bibliotheken, ebenfalls Projekteingaben zu machen. Prozessberaterin Norina Schenker gewährte einen Einblick in das Wesen von Projekten und gab Tipps, wie man damit umgeht, wenn ein geplantes Vorhaben einmal nicht gelingt.
Online-Workshops
In Gruppen setzten sich die Teilnehmenden anschliessend spielerisch mit einzelnen Themenfeldern des Entwicklungsplans auseinander. 13 Workshops zu unterschiedlichen Themen standen zur Auswahl. Während die einen zum Beispiel darüber diskutierten, was die Bibliotheken zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Uno beitragen können, ging es andernorts darum, welche Bedürfnisse bei den Bibliotheken für eine kantonale Austauschplattform bestehen. In einem Workshop stellte man sich die Frage "Bekomme ich, was ich verdiene?", in einem anderen erforschten die Teilnehmenden "TikTok, Insta, Twitter und Co." für den Einsatz in der Bibliothek. Die Stadtbibliothek Zofingen berichtete von ihren Erfahrungen mit Open Library und Interessierte erfuhren am Beispiel der Bibliothek Möhlin, wie man einen Escape Room einrichtet.
Lunch per Post
Für ein schnelles und gesundes Mittagessen bekamen alle Teilnehmenden ein Care-Paket mit Rezept und Zutaten zugeschickt. Und damit der Netzwerkgedanke trotz Online-Veranstaltung nicht zu kurz kam, wurde einem bei der sogenannten Lunch-Lotterie auf Wunsch und nach dem Zufallsprinzip eine Essenspartnerin zum gemeinsamen, virtuellen Mittagessen zugelost.
Mit Simon Libsig auf Bibliotheksreise
Slampoet und Wortspieler Simon Libsig begleitete den ganzen Tag mit seinen Bibliotheksfilmen, in denen er auf liebevolle Art und Weise die Dorfbibliothek Obersiggenthal, die Stadtbibliothek Zofingen, die Gemeinde- und Schulbibliothek Wittnau und Bibliothek Ammerswil porträtierte. Zum Abschluss stand auch er live in der Kantonsbibliothek vor der Kamera und gab einige seiner Geschichten zum Besten.
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Was am Bibliothekstag geschätzt wird, sollte im Corona-Jahr nicht zu kurz kommen: Der Weiterbildungstag lebt vom gegenseitigen Austausch und sorgt für Vernetzung. Ein Format, das unter Einhaltung von Abstandsregeln in Zeiten von Corona schwer umsetzbar war. Eine Zäsur – denn der Bibliothekstag hätte am 31. Oktober 2020 zum 26. Mal stattgefunden. Unter anderem wäre die Weiterführung des Aargauer Entwicklungsplan für öffentliche Bibliotheken 2015 am Bibliothekstag diskutiert worden. Auch ohne Bibliothekstag sollten die Aargauer Bibliotheken zum Thema befragt werden. Deshalb besuchte das dreiköpfige Team der Bibliotheksförderung die Bibliotheken persönlich vor Ort, um mit den Bibliotheksmitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
Die Besuche in lockerer Bibliotheksmanier stiessen von Seite der Bibliotheken auf positives Echo. Oft war das ganze Bibliotheksteam anwesend. Anfängliche Unsicherheiten waren rasch überwunden und es entwickelten sich lebhafte Gespräche. Eine Win-Win-Situation: für die Bibliothek wie für die Bibliotheksförderung Kanton Aargau.
Vorgehensweise
Im Vorfeld des Besuchs wurde ein Steckbrief mit Eckdaten der Bibliothek basierend auf der Bibliotheksstatistik 2019 erstellt. Ziel war unter anderem die Erstellung eines kohärenten, aktuellen Datenbestandes zur besseren Vergleichbarkeit der Bibliotheken. Im Rahmen des Besuchs wurde ein strukturiertes dreiteiliges, informelles Interview von etwa 30 Minuten durchgeführt. Fragen dazu wurden spontan von der Bibliotheksleitung und/oder den Bibliotheksmitarbeitenden beantwortet. Es galt einerseits zu eruieren, wo die Bibliothek heute steht und welche Themen in den letzten fünf Jahren relevant waren oder geworden sind. Dabei wurden auch Chancen und Herausforderungen sowie die Relevanz des Aargauer Entwicklungsplans für öffentliche Bibliotheken 2015 diskutiert. Welche Relevanz hat dieser im Alltag der Bibliotheken? Wie wird er genutzt oder warum wird er nicht genutzt? Den Abschluss des Gesprächs bildete die Frage nach der Bibliotheksvision und konkretem Unterstützungs- und Förderbedarf durch die Bibliotheksförderung.
Wichtigste Erkenntnisse
Die Schule wird als wichtiger Kooperationspartner anerkannt.
Sprach- und Leseförderung ist gut etabliert und wichtig.Informations- und Medienkompetenz birgt Potential – für Bibliotheken wie für Kundinnen und Kunden.
Bibliothek als 3. Ort ist etabliert, wenn auch teilweise schwer umsetzbar.
Kontakt und Austausch mit Trägerschaften variiert von Bibliothek zu Bibliothek.
Vernetzung findet vor allem regional und kommunal statt.
Ein Grossteil der Konzepte/Bibliotheksstrategien fussen auf dem Aargauer Entwicklungsplan öffentliche Bibliotheken.
Best Practices sind vorhanden, müssen aber vermehrt kommuniziert werden.
Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 tritt der neue Aargauer Lehrplan Volksschule in Kraft. Am Bibliothekstag vom 26. Oktober 2019 in Beinwil am See erfuhren die Teilnehmenden, welche Rolle den Bibliotheken mit dem neuen Lehrplan insbesondere bei der Förderung von Informations- und Medienkompetenz zukommt.
Was sind die bibliotheksrelevanten Kompetenzen im Lehrplan? Wie positionieren wir uns? Wie kommunizieren wir? Wie erreichen wir längerfristige Kooperationen? Welche schulischen und ausserschulischen Angebote können wir gestalten?
Die Workshops
Die Workshops wurden von ausgewiesenen Expertinnen und Experten geleitet. Die Teilnehmenden lernten in den 90 Minuten Praxisbeispiele kennen und entwickelten daraus eigene Ideen und mögliche Vorhaben. Als Gastgeberein stellte uns die Schul- und Gemeindebibliothek Beinwil am See alle Räumlichkeiten der Bibliothek und des Löwensaals zur Verfügung. Wir waren kreativ und nutzten die Räume sowohl digital als auch analog.
Kultureller Abschluss auf dem Hallwilersee
Die Bibliotheksförderung als Veranstalterin und Clo Bisaz als unterhaltsamer "Reiseleiter" hiessen die Teilnehmenden herzlich willkommen auf der MS Brestenberg zu einer Schifffahrt auf dem Hallwilersee.
Um 15:45 Uhr startete die MS Brestenberg auf ihre 1 1/2-stündige Rundfahrt. Die Gäste liessen sich von den illustren Geschichten rund um den Hallwilersee, erzählt von Clo Bisaz, erheitern. Franziska und Christian Hänni begleiteten die Reise mit musikalischen Intermezzos.
Am 20. Oktober 2018 feierten wir den 25. Bibliothekstag in Wohlen. Das Jubiläum und die damit verbundene, kontinuierliche und dynamische Entwicklung in den Aargauer Bibliotheken waren Grund genug, um anzustossen.
Das Jubiläumsprogramm startete am Nachmittag mit Jubiläums-Workshops. An Schauplätzen vor Ort in Wohlen thematisierten die kurzen Jubiläums-Workshops für Bibliotheken relevante Aspekte der Veränderung und zeigten anschaulich Parallelen auf. Industrialisierung, Raum- und Stadtentwicklung, Lernen im Kontext der Schule oder in der Werbung, waren nur einige Facetten, die interessante Einblicke in das "Gestern und Heute" gewährten.
Ab 16.30 Uhr startete der Jubiläumsabend mit einem Willkommens-Cüpli und Apéro-Häppli im Casino Wohlen. Mit einem Rückblick in das Jahr 1989 und Bibliothekserinnerungen stiegen die Moderatoren Reto Zeller und Christian Sauter thematisch in den Abend ein. Glückwünsche von Gratulant/-innen und Wegbegleiter/-innen, die Bibliotheksentwicklung im Aargau live gezeichnet sowie Bibliotheksgeschichten geschrieben von Bibliotheksmitarbeitenden, wechselten sich ab mit feinen kulinarischen Zwischenstopps. Les Papillons gaben dem Anlass mit ihrem musikalischem Kaleidoskop durch die Jahrhunderte den letzten Schliff.
2017 in Möhlin
Gewusst wie: Vermittlungsangebote in der Bibliothek
Im Fokus des kantonalen Bibliothekstags am Samstag, 28. Oktober 2017 in Möhlin stand das Thema Lernen - Wissen - Vermitteln. An Bibliotheken wurden viele neue - pädagogische - Aufgaben herangetragen. Sie sollten für unterschiedlichste Zielgruppen ihre (Medien-)Angebote, aber auch Kompetenzen für die Sprachentwicklung, die Lesefertigkeit, das Suchen, Finden und Bewerten von Informationen oder für den Umgang mit neuen Technologien vermitteln.
Der kantonale Bibliothekstag thematisierte die pädagogischen und lerntheoretischen Grundlagen für Vermittlungsangebote und zeigte auf, wie diese praxisnah gestaltet werden konnten.
Verleihung Bibliothekspreis
Am kantonalen Bibliothekstag 2018 wurde auch der kantonale Bibliothekspreis der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) verliehen. Prämiert wurden beispielhafte und innovative Projekte, die Bibliotheken anbieten, damit ihre Nutzerinnen und Nutzer experimentieren, die Welt erforschen, Neues lernen und neue Fähigkeiten entwickeln können.
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Vernetzung, Zusammenarbeit, Bündelung von Ressourcen und Kompetenzen sowie die Nutzung von Synergien sind entscheidende Faktoren für die erfolgreiche Bewältigung von Zukunftsaufgaben der Bibliotheken. Für zahlreiche Kernaufgaben in der Bibliothek bieten sich Kooperationen an.
Der Aargauer Bibliothekstag 2016 in Möriken-Wildegg thematisierte das vielfältige Spektrum der Netzwerkarbeit, zeigte exemplarisch Kooperationen aus der Bibliothekspraxis und konkrete Massnahmen zur Gestaltung von Partnerschaften auf. Die 160 Tagungsteilnehmenden haben sich intensiv mit dem Thema Zusammenarbeit auseinandergesetzt, neue Kontakte geknüpft und eine Aargauer Netzwerklandkarte als Leitfaden für die Praxis erarbeitet.
Bibliotheken stehen bedingt durch technologische und gesellschaftliche Umfeldveränderungen vor grossen Herausforderungen. Damit sie ihren Auftrag auch zukünftig wirkungs- und kundenorientiert erfüllen können, müssen Bibliotheken sich neu positionieren. Am kantonalen Bibliothekstag 2015 haben sich die 160 Tagungsteilnehmeden intensiv mit Instrumenten und Möglichkeiten der strategischen Entwicklung auseinandergesetzt, damit der Veränderungsprozess im Bibliotheksalltag zielgerichtet und erfolgreich umgesetzt werden kann. Bei einer Tour d’Aarau präsentierten 16 Aarauer Firmen und Institutionen den Tagungsteilnehmenden vor Ort ihre individuellen Strategien und ermöglichten einen exklsuiven Blick hinter die Kulissen. Die Aargauische Bibliothekskommission stellten Eckdaten des kantonalen Entwicklungsplans 2015-2020 vor. Erstmals wurde im Rahmen des Bibliothekstags, der kantonale Bibliothekspreis (Interner Link) der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) verliehen. Prämiert wurden beispielhafte und innovative Projekte, die Bibliotheken als Ort der Lesemotivation für Schülerinnen und Schüler auszeichnen.
"Zündstoff für neue Ideen" war das Thema des 22. Aargauer Bibliothekstags in Dottikon. Die Fachtagung war der Kreativität im Umgang mit neuen und pfiffigen Angeboten für die Aargauer Bevölkerung gewidmet.Mit einem "Markt der Ideen" haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aargauer Bibliotheken erstmalig direkt den Bibliothekstag mitgestaltet und innovative Dienstleistungen und Angebote aus ihren Bibliotheken an Marktständen präsentiert.
Der Trend in Bibliotheken geht hin, von Bibliotheken für Medien zu Bibliotheken für Menschen.
Bibliotheksexpertinnen und -experten aus der Schweiz und dem Ausland haben sich anlässlich des Bibliothektags vom 26. Oktober in kurzen Statements dazu geäussert, wie aus Ihrer Sicht Bibliotheken auf diesen Paradigmenwechsel reagieren können.
"Aargauer Bibliotheken im Wandel – wir gestalten mit" war das Motto des 20. Bibliothekstags 2012 in Wettingen. Die Tagung beschäftigte sich mit der Frage, welche Funktionen und Aufgaben Bibliotheken in unserer digitalen und zunehmend technologisierten Welt übernehmen können. Nehmen Sie sich Zeit, um den Bibliothekstag mit seinen Eindrücken nochmals Revue passieren zu lassen und lassen Sie sich überraschen von den teilweise sehr konkreten Lösungsansätzen für die zukünftigen Bibliotheken im Kanton Aargau.
Unter dem Motto "Bibliotheken - die Sprachbrückenbauer" referierten 2011 Fachleute aus der Schweiz und dem Ausland am Bibliothekstag.
Zu den Kernaufgaben einer modernen, zukunftsorientierten Bibliothek gehört das Brücken bauen zu den Menschen in unserer Gesellschaft, unabhängig von Alter, Nationalität, Sprache Bildungsniveau und Geschlecht. Grundlage dafür bilden Sprache und Kommunikation in all ihren Facetten: gedruckt, geschrieben, gesprochen, digitalisiert. Brücken überwinden Sprachbarrieren, zeigen Wege auf im Medien-Dschungel, fördern die Integration von ausländischen Mitbürgern, vereinfachen den Zugang zu Sprache und unterstützen so die Förderung von Lesekompetenz. Brücken bauen verfolgt auch das Ziel, die Bibliothek nach aussen sichtbar zu machen. Neue Kommunikationsplattformen bilden virtuelle Brücken – direkt in den Alltag unserer Bibliothekskunden.
2010 in Muri
Unter dem Motto "Braucht die Bibliothek der Zukunft noch einen Ort?" referierten am 2010 Fachleute aus der Schweiz und aus dem Ausland im Rahmen des Bibliothektags über dieses kontroverse Thema.