Grabhügel im Fornholz
Im Fornholz bei Seon ist ein Grabhügel noch heute zu sehen.
Bei den Ausgrabungen im Oktober 1931 wurden in der Grabanlage im "Fornholz" insgesamt sieben Gräber entdeckt – fünf Brand- und zwei Körperbestattungen. Sie stammen alle aus unterschiedlichen Abschnitten der älteren Eisenzeit (Hallstattzeit) und wurden zwischen 700 und 500 v. Chr. angelegt. Tongefässe, Bronzeschmuck, Gagat-Armringe und Speerspitzen sind typische Grabbeigaben für diese Epoche.
Der Aufbau des Hügels und vor allem die Steinmäuerchen, die die einzelnen Gräber abtrennen, zeigen aber, dass der Hügel viel älter ist. Sie sind typisch für die mittlere bis späte Bronzezeit (etwa 1500−1200 v. Chr.). Von den ursprünglichen, bronzezeitlichen Bestattungen ist nichts ausgegraben worden. Wie bei verschiedenen anderen Grabhügeln im Aargau ist es auch hier so, dass in einem bronzezeitlichen Hügel eisenzeitliche Tote bestattet sind.
Es ist typisch für die frühe Eisenzeit, dass Tote in bereits vorhandenen Hügeln bestattet wurden −vermutlich um eine Verbindung mit tatsächlichen oder mythischen Ahnen zu betonen.
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