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Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Thematische Auflistung der häufigsten Fragen und Antworten (FAQ) zum Coronavirus - mit Fokus auf den Kanton Aargau.

Inhaltsverzeichnis

1. Covid-Zertifikat
2. Impfung

3. Schutzkonzepte und Schutzmassnahmen in Betrieben und an Veranstaltungen

4. Schutzmassnahmen, Tests und Vorgehen bei Symptomen

5. FAQ Repetitives Testen (ReTe)

6. Wirtschaft und Gewerbe
7. Bildung und Betreuung
8. Kultur-, Sport und gemeinnützige Bereiche
9. Gesundheits-, und Sozialwesen sowie Gemeinden

1. Covid-Zertifikate

Wie erhalte ich ein Covid-Zertifikat?

Eine Übersicht über die im Kanton Aargau verfügbaren Covid-Zertifikate finden Sie auf der Webseite www.ag.ch/coronavirus-zertifikat.

Schweiz: Im Zuge der Impfung wurden Ihre persönlichen Daten sowie Ihre mobile Telefonnummer hinterlegt. Wenn Ihre Familienangehörigen unter der gleichen mobilen Telefonnummer registriert wurden, stehen die Impfzertifikate nach Beantragung gesammelt zur Verfügung. Gehen Sie dafür auf die Website des Kantons Aargau: www.ag.ch → Coronavirus im Kanton Aargau → Covid-Zertifikat

Ausland: Bezug über Nationale Antragsstelle Covid-Zertifikat: www.covidcertificate-form.admin.ch → Covid-Zertifikat für Impfung oder Genesung im Ausland

Kann ich für eine andere Person (z. B. Familie) das Zertifikat beantragen?

Schweiz: Im Zuge der Impfung wurden Ihre persönlichen Daten sowie Ihre mobile Telefonnummer hinterlegt. Wenn Ihre Familienangehörigen unter der gleichen mobilen Telefonnummer registriert wurden, stehen die Impfzertifikate nach Beantragung gesammelt zur Verfügung. Gehen Sie dafür auf die Website des Kantons Aargau: www.ag.ch → “Coronavirus im Kanton Aargau” → “Covid-Zertifikat”

Ausland: Bezug über Nationale Antragsstelle Covid-Zertifikat: www.covidcertificate-form.admin.ch → “Covid-Zertifikat für Impfung oder Genesung im Ausland”

Wie lange ist mein Covid-Zertifikat gültig?

Für die Bestimmung der Gültigkeitsdauer ist das Bundesamt für Gesundheit BAG zuständig. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Falls sich die Gültigkeitsdauer aufgrund neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse ändern, wird diese automatisch angepasst. Sie müssen nichts unternehmen. Nach Import des Zertifikats in die Covid Cert App sowie im Zuge der Prüfung (digital oder in Papierform) kommen jeweils die aktuellen Gültigkeiten zur Anwendung.

Ist mein Covid-Zertifikat auch im Ausland und für Reisen gültig?

Das hängt von Ihrer Reisedestination ab. Bitte informieren Sie sich beim Reiseveranstalter oder bei der Fluggesellschaft. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BAG.

Wie lange dauert die Beantragung des Zertifikats?

Wenn Sie mit Ihren korrekten Daten erfasst wurden, dauert es wenige Minuten. Sollte eine Änderung Ihrer Daten erforderlich sein, so kann dies einige Tage dauern. Weitere Informationen finden Sie auf: www.ag.ch → “Coronavirus im Kanton Aargau” → “Covid-Zertifikat”

Das Covid-Zertifikat ist grundsätzlich kostenlos. Die Kosten trägt der Bund. Bei gewissen Testzertifikaten gibt es keine Kostenübernahme durch den Bund.

Was kostet mich die Bestellung eines Zertifikats?

Das Covid-Zertifikat ist grundsätzlich kostenlos. Die Kosten werden vom Bund übernommen. Bei gewissen Testzertifikaten gibt es keine Kostenübernahme durch den Bund.

Sollte Ihnen die Zertifikatserstellung in Rechnung gestellt werden, besteht die Möglichkeit, dass es sich um Betrug handelt. Prüfen Sie in diesem Fall mithilfe Ihrer "COVID Certificate"-App die Gültigkeit des Zertifikats.

Wie werden meine Daten im Kanton Aargau gespeichert?

Personendaten werden nicht zentral bei der Bundesverwaltung gespeichert. Die für die Signierung des Zertifikats benötigten persönlichen Daten werden vom System des Bundes gelöscht, sobald das Zertifikat generiert und übermittelt wurde. Ihre notwendigen persönlichen Daten wurden im Zuge Ihrer Registrierung für eine Impfung oder einen Test bereits erfasst. Diese Daten bilden die Grundlage für die Erstellung und Wiedererlangung Ihres Zertifikats. Ihre über das Online-Portal beantragten Covid-Zertifikate bleiben dort für den Falle eines Verlustes verfügbar, so dass Sie jederzeit Zugriff darauf haben.

Ich habe eine neue Telefonnummer (Wechsel zw. Registrierung und Zertifikatsantrag), was muss ich nun tun?

Bitte nehmen Sie mit uns über das Zertifikat-Antragsformular auf der kantonalen Webseite Kontakt auf und übermitteln Sie uns die dort aufgeführten Daten und Unterlagen. Wir werden Ihre Daten für Sie anpassen.

Meine Daten auf meiner Identitätskarte und dem Zertifikats-Portal weichen voneinander ab (z.B. Geburtsdatum oder Name). Wie soll ich vorgehen?

Bitte nehmen Sie mit uns über das Zertifikat-Antragsformular auf der kantonalen Webseite Kontakt auf und übermitteln Sie uns die dort aufgeführten Daten und Unterlagen. Wir werden Ihre Daten für Sie anpassen.

Ich habe die App heruntergeladen, komme aber nicht weiter. Was muss ich tun?

Nachdem Sie die App geladen und installiert haben, folgen Sie bitte den Hinweisen auf dem Bildschirm. Anschliessend können Sie den QR-Code des Zertifikats in Papierform oder vom Bildschirm einscannen.

Wenn dies nicht funktioniert, schreiben Sie uns eine E-Mail auf coronavirus@ag.ch.

Können Covid-Zertifikate ausgedruckt im Impfzentrum bezogen werden?

Nein, das ist nicht möglich. Sie können das Covid-Zertifikat für Geimpfte auf www.ag.ch/covid-zertifikat beantragen. Sie können dann über die App auch eine Version als PDF exportieren und ausdrucken.

Was ist das Covid-Zertifikat light?

Das Covid-Zertifikat "light" bietet die Möglichkeit, in der "COVID Certificate"-App eine datenminimierte Zertifikatskopie zu generieren. Diese Zertifikatskopie zeigt lediglich das Vorliegen eines gültigen Zertifikats an, jedoch ohne Gesundheitsdaten zu enthalten.

Was muss ich tun, wenn ich zwei Mal geimpft bin und mein Zertifikat bald abläuft?

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beobachten und evaluieren laufend die neuesten Daten und Erkenntnisse. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, kann die Gültigkeit verlängert werden. Nach einer Auffrischimpfung erhalten Sie ein neues Zertifikat, welches automatisch wieder 270 Tage gültig ist.

Wann und wo brauche ich das Zertifikat?

Bitte informieren Sie sich direkt bei Reiseveranstaltern oder Fluggesellschaften. Im Inland ist kein Zertifikat notwendig.

Private Betreiber dürfen aber eine Zugangsbeschränkung auf Personen mit einem Covid-19-Zertifikat vorsehen, sofern dies dem Schutz der Gesundheit der anwesenden Personen (Teilnehmende, Gäste etc.) dient, insbesondere von anwesenden besonders gefährdeten Personen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BAG.

Kann eine private Institution, etwa ein Restaurant oder ein Pflegeheim, das Zertifikat für den Zutritt verlangen? Und darf dies auch ein öffentliches Spital tun?

Private Betreiber von Einrichtungen und Betrieben sowie Organisatoren von Veranstaltungen dürfen weiterhin eine Zugangsbeschränkung auf Personen mit einem Covid-19-Zertifikat vorsehen, sofern dies dem Schutz der Gesundheit der anwesenden Personen (Teilnehmende, Gäste etc.) dient, insbesondere von anwesenden besonders gefährdeten Personen. Die Betreiber und Organisatoren müssen dabei sowohl die privatrechtlichen Schranken der Vertragsfreiheit beachten als auch die gesetzlichen Vorgaben, insbesondere des Datenschutzrechts, einhalten; namentlich müssen sie die anwesenden Personen über die Gründe für die Zugangsbeschränkung informieren. Ebenfalls eingehalten werden müssen die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes sowie die besonderen Schutzbestimmungen des Arbeitsrechts.

Für die Einführung einer Zertifikatspflicht in einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung, wie etwa einer Dienststelle der öffentlichen Verwaltung oder in einem Kantonsspital, braucht es eine entsprechende Rechtsgrundlage im kantonalen Recht, welche die Verwendung regelt, einschliesslich der datenschutzrechtlichen Vorgaben.

Kann ich Zertifikate auf andere Geräte weiterleiten/übertragen?

Informationen hierzu finden Sie unter www.ag.ch/covid-zertifikat. Das Zertifikat in PDF-Format können Sie an mehrere Endgeräte übertragen. Ebenso lassen sich mehrere Zertifikate in der "COVID Certificate"-App speichern. Für die Anzeige des Zertifikats auf dem Handy benötigen Sie hingegen die "COVID Certificate"-App. Eine Übertragung in eine andere App ist nicht möglich.

Woher bekomme ich den QR-Code für die App?

Das Covid-Zertifikat wird Ihnen auf Anfrage in Papierform oder als PDF-Dokument mit einem QR-Code zur Verfügung gestellt. Alle Informationen dazu finden Sie auf www.ag.ch/covid-zertifikat.

Ich habe die SMS zur Authentifizierung nicht erhalten. Wie soll ich vorgehen?

Bitte prüfen Sie Ihre registrierte Handynummer. Sollte sich diese zwischenzeitlich geändert haben nutzen Sie bitte das Zertifikat-Antragsformular auf der kantonalen Webseite und teilen uns diese mit. Wir werden die Daten für Sie anpassen und informieren Sie entsprechend.

Kann die Sprache in der Zertifikat-App gewählt werden?

Das ist teilweise möglich. Die durch die "COVID Certificate"-App unterstützten Sprachen umfassen Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Die Covid-Zertifikate werden in einer Amtssprache nach Wahl, jeweils in Kombination mit Englisch ausgestellt.

2. Impfung

2.1 Impfangebote

Welche Impfangebote gibt es derzeit im Kanton Aargau?

Eine Übersicht dazu finden Sie auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Wie kann ich mich anmelden?

Eine Übersicht über die derzeit verfügbaren Impfangebote und entsprechende Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Kann ich mich auch für einen Impftermin bei meinem Hausarzt anmelden?

Ja. Hausärztinnen und Hausärzte impfen in der Regel nur ihre eigenen Patientinnen und Patienten.

Ich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht in eines der Impfzentren gehen. Wie melde ich mich an?

Bitte besprechen Sie dies mit Ihrer behandelnden Ärztin oder mit Ihrem behandelnden Arzt. Für immobile Patientinnen und Patienten (Bettlägerigkeit vorausgesetzt) sind mobile Einsätze möglich. Alle Informationen zu den derzeit verfügbaren Impfangeboten finden Sie auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Wie melden sich Personen an, die an einer Allergie leiden?

Grundsätzlich genau gleich wie alle anderen Personen. Für Personen mit häufigen und bekannten Allergien wie etwa Pollen ist die Impfung unbedenklich. Lediglich für Personen mit Allergien auf einen Bestandteil des Impfstoffs (beispielsweise Propylenglykol, PEG oder Macrogol) ist eine Impfung derzeit nur mit dem Impfstoff "Covid-19 Vaccine Janssen" möglich. Für diese Impfung ist ein Termin notwendig, den Sie über www.ag.ch/covid-impfanmeldung buchen können.

Kann ich mich im Kanton Aargau für eine Impfung anmelden, wenn ich in einem anderen Kanton wohne?

Ja, das ist möglich. Bitte beachten Sie aber, dass die erste und die zweite Impfdosis in demselben Kanton bezogen werden muss. Für Auffrischimpfungen empfehlen wir, diese dort zu beziehen, wo bereits die Grundimmunisierung stattgefunden hat. Nur so kann sichergestellt werden, dass die relevanten Daten korrekt sind.

Können Patientinnen und Patienten aus Deutschland, die von grenznahen Hausärztinnen und Hausärzten im Kanton Aargau medizinisch betreut werden, im Kanton Aargau eine Covid-19-Impfung erhalten?

Das ist möglich, falls die Person eine Schweizer Krankenversicherung hat. Personen mit Wohnsitz Deutschland ohne Schweizer Krankenversicherung können sich nur in Deutschland impfen lassen.

Ich bin Auslandschweizer oder Grenzgängerin, kann ich mich im Kanton Aargau impfen lassen?

Ja. Der Bund übernimmt die Kosten von Covid-19-Impfungen, die bei den folgenden Personen durchgeführt werden:

  • a. Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben;
  • b. Personen, die in der Schweiz als Grenzgängerinnen oder Grenzgänger erwerbstätig sind;
  • c. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sowie deren enge Familienangehörige ohne Schweizer Bürgerrecht, die im gleichen Haushalt leben.

Grenzgänger sind Ausländer und Ausländerinnen, die ihren Wohnsitz in der ausländischen Grenzzone haben und innerhalb der benachbarten Grenzzone der Schweiz erwerbstätig sind. Als Grenzzonen gelten die Regionen, die in den zwischen der Schweiz und ihren Nachbarstaaten abgeschlossenen Grenzgängerabkommen festgelegt sind. Die Grenzgänger müssen wöchentlich mindestens ein Mal an ihren ausländischen Hauptwohnsitz zurückkehren.

Welche Dokumente muss ich zum Impftermin mitbringen?

Grundsätzlich benötigen Sie einen amtlichen Ausweis und Ihre Krankenkassenkarte bzw. einen anderen Versicherungsausweis.

Falls Sie bereits einmal an Covid-19 erkrankt waren, bringen Sie bitte auch einen positiven Testbescheid (PCR-, Antigen- oder Antikörper-Test) als Nachweis Ihrer Genesung zum Impftermin mit.

Falls Sie die Covid-19-Impfung in Ihr Impfbüchlein (Impfausweis) eintragen lassen möchten, bringen Sie auch dieses mit. Sie benötigen diesen Eintrag aber nicht unbedingt. Denn eine vollständige Grundimmunisierung berechtigt zu einem Zertifikat.

2.2 Weitere Fragen zur Impfung

Warum soll ich mich gegen Covid-19 impfen lassen?

Gute Gründe, sich impfen zu lassen:

  • Die Impfung schützt Sie vor einer Covid-19-Erkrankung. Obwohl manche Personen keine Symptome entwickeln oder einen milden Krankheitsverlauf haben, kann auch ein schwerer Verlauf möglich sein.
  • Nach einer Infektion mit dem Coronavirus können andauernde gesundheitliche Einschränkungen (beispielsweise Atemschwierigkeiten bei anstrengenden Tätigkeiten oder Müdigkeit, "Long-Covid") auftreten. Dies kann auch bei jüngeren, gesunden Personen der Fall sein. Indem Sie sich impfen lassen, besteht ein kleineres/kein Risiko, dass Sie sich überhaupt anstecken.
  • Sie schützen mit einer Impfung auch Personen in Ihrem Umfeld. Es gibt Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder bei denen die Impfung nicht so gut wirkt, weil das Immunsystem geschwächt ist. Mit der Impfung tragen Sie dazu bei, andere Personen zu schützen und die Anzahl Erkrankungen zu reduzieren. Das soziale und wirtschaftliche Leben ist durch das Coronavirus stark eingeschränkt. Je weniger Personen mit dem Coronavirus angesteckt werden, desto eher ist die Normalisierung des Alltags wieder möglich.

Auf was sollte ich im Zusammenhang mit der Impfung achten?

Am Tag der Impfung bis zwei Tage danach empfehlen wir Ihnen, Ihren Körper zu schonen, damit die schützende Immunität bestmöglich aufgebaut werden kann. Das heisst:

  • Keine körperliche Anstrengung
  • Kein Sonnenbad
  • Kein Alkohol

Benötige ich ein ärztliches Attest (Bescheinigung), um einen Impftermin zu erhalten?

Nein, das benötigen Sie nicht.

Kann ich mich nach einer Covid-19-Erkrankung impfen lassen?

Ja, das ist möglich. Als Beleg einer durchgemachten Covid-19 Infektion gelten ein positiver PCR oder ein positiver Antigen-Schnelltest, eine Isolations-Verfügung des Contact Tracing Centers sowie der Nachweis von SARS-CoV-2 Antikörpern im Blut (positive Serologie). Nachweise von Sars-Cov-2-Antiköper IgG werden nur anerkannt, wenn es sich um durch Swissmedic zertifizierte mikrobiologische Labore handelt. Die Regelung bezüglich des Erhalts eines Zertifikats ist unter www.ag.ch/coronavirus-zertifikat ersichtlich.

Wenn Sie bereits einmal an Covid-19 erkrankt waren, bringen Sie bitte einen positiven Testbescheid (PCR-, Antigen- oder Antikörper-Test) als Nachweis Ihrer Genesung zum Impftermin mit.

Wann erhalte ich eine Auffrischimpfung (Booster), also eine dritte Impfdosis?

Eine Auffrischimpfung ist für alle Personen ab 16 Jahren möglich, deren Grundimmunisierung (vollständige Impfung) mindestens vier Monate zurückliegt. Der Kanton Aargau orientiert sich an den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF).

Brauchen Jugendliche eine Einverständniserklärung der Eltern?

Nein, Kinder ab 12 Jahren können sich in den Impfzentren auch ohne Einverständniserklärung der Eltern impfen lassen, sofern sie urteilsfähig sind. Der Kanton Aargau orientiert sich hier an den Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Die Urteilsfähigkeit wird vor Ort von Fachpersonen eingeschätzt. Wir empfehlen allen Jugendlichen, den Impfentscheid mit den Eltern zur besprechen und sich bei der Impfung von den Eltern begleiten zu lassen. Kinder unter 12 müssen sich bei der Covid-19-Impfung immer von einer erziehungsberechtigten Person begleiten lassen.

Für welche Personen ist die Impfung derzeit nicht vorgesehen?

Momentan ist die Impfung gegen Covid-19 für folgende Personen nicht vorgesehen:

  • Kinder und Jugendliche unter 5 Jahren.

Ich bin schwanger. Darf ich mich gegen Covid-19 impfen lassen?

Die Impfung wird für alle Frauen, die eine Schwangerschaft planen, während der Schwangerschaft ab 12 Schwangerschaftswochen (ab dem 2. Trimester), sowie in der Stillperiode empfohlen. Das empfohlene Impfschema mit mRNA Impfstoffen weicht dabei nicht von dem der Normalbevölkerung ab. Mit der Anpassung der Empfehlung, auf alle schwangeren Frauen, die im September 2021 erfolgt ist, muss neu kein ärztliches Attest mehr ausgestellt werden und es ist auch keine schriftliche Einwilligung der zu impfenden Person mehr erforderlich.

Ich stille: darf ich mich impfen lassen?

Stillende Frauen können mit mRNA Impfstoffen geimpft werden.

Muss ich meine Einwilligung geben, bevor ich geimpft werde?

Ja, die müssen im Impfzentrum Ihre Zustimmung geben, bevor Sie geimpft werden.

Wer entscheidet bei Personen, die nicht mehr in der Lage sind, selbst zu entscheiden, ob sie geimpft werden oder nicht?

Ist eine Person nicht in der Lage, selbst zu entscheiden, ob sie eine Impfung will, muss die Beistandsperson diesen Entscheid fällen. Dieser Entscheid muss schriftlich vorliegen. Ohne eine Einwilligungserklärung finden keine Impfungen statt.

Wie informiert sich jemand, wenn sie/er kein Internet hat?

Für medizinische Fragen zur Impfung steht Ihnen die Infoline des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) (058 377 88 92) zur Verfügung. Ansonsten melden Sie sich bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder bei einer Apotheke.

Für allgemeine Fragen zum Coronavirus steht die Corona-Infohotline des Kantons zur Verfügung (062 835 51 10).

Ist die Impfung freiwillig?

Ja. Impfungen sind in der Schweiz freiwillig. Eine Impfpflicht ist nicht vorgesehen.

Muss ich immer noch in Isolation, wenn ich geimpft bin?

Ja. Eine Isolation gilt unabhängig vom Impfstatus.

Gelten Hygiene- und Verhaltensregeln für geimpfte Personen?

Ja. Die Hygiene- und Verhaltensregeln von Bund und Kanton sind vor, während und auch nach einer Impfung weiterhin einzuhalten.

Wie viel kostet die Impfung und wer bezahlt sie?

Die Covid-19-Impfung ist für alle Personen kostenlos. Die Kostenbeteiligung der Krankenkasse entfällt ebenfalls.

Welche Nebenwirkungen können nach der Impfung auftreten?

Gemäss den Impfstoffherstellern gibt es keine Sicherheitsbedenken. Die Impfstoffe sind gut verträglich.

Wie bei allen Medikamenten können Impfstoffe Nebenwirkungen verursachen. Sie sind meistens mild und von kurzer Dauer.

Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören:

  • Reaktion an der Einstichstelle wie Schmerzen, Rötungen und Schwellungen;
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit;
  • Muskel- und Gelenkschmerzen;
  • allgemeine Symptome wie Schüttelfrost, Fiebergefühl oder leichtes Fieber

Sehr selten kann es zu schweren Nebenwirkungen kommen, beispielsweise zu einer allergischen Reaktion. Eine solche Reaktion tritt meist unmittelbar nach der Impfung auf. Daher werden die geimpften Personen noch für eine gewisse Zeit nach der Impfung beobachtet und gegebenenfalls behandelt. Bei Personen, bei denen bereits schwere allergische Reaktionen aus der Vergangenheit bekannt sind, müssen im Fall einer Impfung entsprechende begleitende Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden.

Ernste, dauerhafte Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Es werden weiterhin Daten von den Behörden und Herstellerfirmen gesammelt. Ebenfalls werden die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe laufend überwacht.

Kann die Covid-19-Impfung Langzeitnebenwirkungen auslösen?

Nebenwirkungen von Impfstoffen treten meist kurz nach Impfungen auf, nicht erst neu nach Jahren.

Impfstoffe bleiben nicht im Körper "liegen". Totimpfstoffe (dazu gehören die COVID-19-Impfungen) werden innert Stunden wieder abgebaut. Daher zeigen sich Nebenwirkungen innert weniger Stunden bis 1 – 2 Tagen (selten noch einige Tage später) nach der Impfung.

Welche Covid-19-Impfstoffe werden in der Schweiz eingesetzt?

Der Bund hat Verträge mit verschiedenen Impfstoffherstellern abgeschlossen. Wenn ein Impfstoff von Swissmedic zugelassen ist, erhält die Schweiz aufgrund des Vertrages die Anzahl reservierter Impfdosen. Die Impfstoffhersteller liefern die reservierten Impfdosen gestaffelt über mehrere Monate in die Schweiz. Bisher sind in der Schweiz die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sowie der Impfstoff "Covid-19 Vaccine Janssen" zugelassen. Weitere Informationen auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Pfizer/BioNTech

Der Impfstoff von Pfizer/BioNTech wurde von Swissmedic am 19. Dezember 2020 zugelassen. Die Schweiz erhält 6 Millionen Impfdosen. Pfizer/BioNTech setzt bei ihrem Impfstoff auf die mRNA-Technologie.

Moderna

Der Impfstoff von Moderna wurde von Swissmedic am 12. Januar 2021 zugelassen. Die Schweiz erhält 13,5 Millionen Impfdosen. Auch Moderna setzt auf die mRNA-Technologie.

AstraZeneca

AstraZeneca hat einen vektorbasierten Impfstoff entwickelt. Dieser ist in der Schweiz nicht erhältlich.

Covid-19 Vaccine Janssen

Der Janssen-Impfstoff ist ein traditioneller Vektorimpfstoff, bei dem ein harmloses Adenovirus (menschliches Schnupfenvirus) als Transportmittel (Vektor) verwendet wird. Mit diesem Transportmittel werden dem Körper Informationen geliefert, um eine schützende Immunreaktion gegen einen Krankheitserreger aufzubauen. Der Schweiz stehen in einem ersten Schritt 150'000 Dosen zur Verfügung, dem Kanton Aargau deren 12'000.

Novavax

Der Impfstoff von Novavax befindet sich in der Entwicklung. Der Schweiz werden 6 Millionen Impfdosen geliefert, sofern die klinische Testphase und die Zulassung durch Swissmedic erfolgreich verlaufen. Der Impfstoff von Novavax ist ein proteinbasierter Impfstoff.

2.3 Fragen zu den Impfstoffen

Welche Covid-19-Impfstoffe werden in der Schweiz eingesetzt?

Der Bund hat Verträge mit verschiedenen Impfstoffherstellern abgeschlossen. Wenn ein Impfstoff von Swissmedic zugelassen ist, erhält die Schweiz aufgrund des Vertrages die Anzahl reservierter Impfdosen. Die Impfstoffhersteller liefern die reservierten Impfdosen gestaffelt über mehrere Monate in die Schweiz. Bisher sind in der Schweiz die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna sowie der Impfstoff "Covid-19 Vaccine Janssen" zugelassen. Weitere Informationen auf www.ag.ch/covid-impfanmeldung.

Pfizer/BioNTech

Der Impfstoff von Pfizer/BioNTech wurde von Swissmedic am 19. Dezember 2020 zugelassen. Die Schweiz erhält 6 Millionen Impfdosen. Pfizer/BioNTech setzt bei ihrem Impfstoff auf die mRNA-Technologie.

Moderna

Der Impfstoff von Moderna wurde von Swissmedic am 12. Januar 2021 zugelassen. Die Schweiz erhält 13,5 Millionen Impfdosen. Auch Moderna setzt auf die mRNA-Technologie.

Covid-19 Vaccine Janssen

Der Janssen-Impfstoff ist ein traditioneller Vektorimpfstoff, bei dem ein harmloses Adenovirus (menschliches Schnupfenvirus) als Transportmittel (Vektor) verwendet wird. Mit diesem Transportmittel werden dem Körper Informationen geliefert, um eine schützende Immunreaktion gegen einen Krankheitserreger aufzubauen.

Novavax

Der Impfstoff von Novavax befindet sich in der Entwicklung. Der Schweiz werden 6 Millionen Impfdosen geliefert, sofern die klinische Testphase und die Zulassung durch Swissmedic erfolgreich verlaufen. Der Impfstoff von Novavax ist ein proteinbasierter Impfstoff.

Kann ich wählen, welchen der zugelassenen Impfstoffe ich bekomme?

Nein, Impfwillige können nicht selbst wählen, welchen der zugelassenen Impfstoffe sie erhalten. Eine Ausnahme gilt für den Impfstoff Covid-19 Vaccine Janssen, für den es eine separate Anmeldung braucht.

Personen unter 30 Jahren wird von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) präferenziell eine Impfung mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech empfohlen. Dies gilt für die Grundimmunisierung sowie für die Auffrischimpfung. Personen, die nach wie vor den Impfstoff von Moderna wünschen, können diesen weiterhin erhalten.

Was ist mRNA und wie funktioniert ein mRNA-Impfstoff?

mRNA steht für "messenger-Ribonukleinsäure". Der menschliche Körper stellt von Natur aus mRNA her und braucht mRNA, um lebenswichtige Proteine herzustellen.

Die mRNA im Impfstoff liefert dem Körper Informationen des Coronavirus. So kann der Körper Virus-Proteine herstellen. Die Proteine werden dann vom Körper als fremd erkannt. Sie lösen im Körper eine Immunreaktion aus. Der Körper bereitet sich dadurch auf die Bekämpfung des Virus vor. Bei einem Kontakt mit dem Virus wird die körpereigene Abwehr schneller aktiviert. So kann das Virus rasch unschädlich gemacht und eine Erkrankung verhindert werden.

Auch wenn die mRNA-Technologie bei Impfstoffen noch nicht weit verbreitet ist, wird bereits seit rund 10 Jahren weltweit daran geforscht. Zudem wurden schon andere mRNA-Impfstoffe in Studien erprobt.

Die Impfstoffe der Hersteller Pfizer/BioNTech und Moderna, mit welchen der Bund einen Vertrag hat, sind mRNA-Impfstoffe.

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Was ist mit einer "Kreuzimpfung" gemeint und ist das möglich?

Eine Kreuzimpfung ist die Verwendung von verschiedenen Impfstoffen für die unterschiedlichen Dosen der Impfung. Ein solcher Fall liegt beispielsweise vor, wenn Sie die Grundimmunisierung mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech erhalten haben und dann eine Auffrischimpfung mit dem Impfstoff von Moderna erhalten. Grundsätzlich soll eine Auffrischimpfung möglichst mit demjenigen Impfstoff verabreicht werden, der für die Grundimmunisierung benutzt wurde. Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) ermöglicht aber auch Kreuzimpfungen.

Wie lange bleibt die nRNA des Impfstoffs im Körper?

Die mRNA der Impfstoffe wird innert weniger Stunden bis Tage von den Zellen abgebaut. Nach dem Abbau der mRNA findet keine weitere Produktion des Virusproteins statt.

Kann ein mRNA-Impfstoff mein Erbgut (DNA/Gene) verändern?

Nein. Die mit der Impfung verabreichte mRNA kann nicht in den Zellkern gelangen und sich dort ins menschliche Erbgut (DNA/Gene) einbauen. Zudem werden sowohl die mRNA aus dem Impfstoff als auch die in den Zellen erzeugten Proteine vom Körper rasch wieder abgebaut. Denn zu diesem Zeitpunkt wurde die nötige Immunantwort bereits aufgebaut und die mRNA sowie die Proteine werden zum Schutz vor dem Coronavirus nicht mehr benötigt.

Die mit der Impfung verabreichte mRNA ist für unseren Körper nicht gefährlich. Der menschliche Körper stellt von Natur aus mRNA her und braucht mRNA, um lebenswichtige Proteine herzustellen. Zudem enthält auch das Coronavirus RNA, welche bei einer Infektion in unseren Körper gelangt. Die Impfung ist aber im Gegensatz zu einer Infektion harmlos. Denn durch die Impfung kann man nicht am neuen Coronavirus erkranken.

Auch wenn der mRNA-Impfstoff auf einer neuen Technologie basiert, wird schon seit rund 10 Jahren weltweit an mRNA-Impfstoffen geforscht. Damit sind bereits einige Studien und Resultate vorhanden.

Alle Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe finden Sie auf der Webseite von Infovac.

Erfahren Sie mehr zum mRNA-Impfstoff in der Frage: Was ist mRNA und wie funktioniert ein mRNA-Impfstoff?

Was ist ein Vektorimpfstoff?

Bei Vektorimpfstoffen wird ein harmloses Bakterium oder Virus als Transportmittel (Vektor) verwendet. Mit diesem Transportmittel werden dem Körper Informationen geliefert, um eine schützende Immunreaktion gegen einen Krankheitserreger aufzubauen. Im Falle der Impfung gegen das Coronavirus ist es die genetische Information (DNA) für sein typisches Spike-Protein (nur ein kleiner Teil des Coronavirus). Als Vektor kann ein ungefährliches Virus (zum Beispiel ein Adenovirus, das zu den Viren gehört, die eine Erkältung verursachen) verwendet werden. Die Viren sind so verändert, dass sie in einige menschliche Zellen zwar eintreten, aber sich nicht vermehren können und so auch die geimpfte Person nicht krankmachen. Nach Verabreichung des Impfstoffes dringen die Vektoren in die Körperzellen ein. Die Körperzellen produzieren dann das Spike-Protein des Coronavirus. Die hergestellten Proteine werden als fremd erkannt und der Körper löst eine Immunreaktion aus. Wenn die geimpfte Person später mit dem Coronavirus in Kontakt kommt, wird das Virus vom Immunsystem rasch erkannt und unschädlich gemacht. Somit kann eine Erkrankung verhindert werden.

Wirkt die Covid-19-Impfung und ab wann?

Kurz: ja, sie wirkt sehr gut.

Die mRNA Impfstoffe bieten einen sehr hohen Schutz vor Covid-19-Erkrankungen und auch vor schweren Verläufen. Der Schutz reduziert sich nach einer gewissen Zeit und deshalb können Personen, deren Grundimmunisierung mindestens vier Monate zurückliegt, eine Auffrischimpfung (Booster) erhalten. Obwohl der Impfstoff nachlässt, zeigt sich, dass der Schutz vor einem schweren Verlauf und damit vor einer Hospitalisierung nach wie vor sehr gut ist. Auch der Vektorimpfstoff von Janssen bietet einen Schutz vor schweren Verläufen und Hospitalisierungen. Der Schutz vor einer Infektion liegt tiefer als bei den mRNA-Impfstoffen.

Wer macht die Impfempfehlungen und wie werden die Impfempfehlungen erarbeitet?

Die Impfempfehlungen werden in der Schweiz von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) erarbeitet. Die EKIF ist eine unabhängige Expertenkommission.

Sobald die Arzneimittelbehörde Swissmedic die Zulassung für einen Impfstoff erteilt, erarbeitet die EKIF die Impfempfehlungen, basierend auf den Resultaten der klinischen Phase III Studien. Die Impfempfehlungen können sich pro Impfstoff unterscheiden, da jeder Impfstoff unterschiedliche Eigenschaften hat, die je nach Zielgruppe (z.B. besonders gefährdete Personen, Alter) möglicherweise anders wirken.

Zudem werden für die Impfempfehlungen die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse einbezogen und die aktuelle epidemiologische Lage berücksichtigt.

Verhindert die Covid-19-Impfung die Übertragung des Virus auf andere?

Wer geimpft ist, gibt das Virus weniger weiter als ungeimpfte Personen. Dies weil es trotz einer Impfung zu einer Ansteckung kommen kann mit einer nun aber sehr geringen Vermehrung der Viren, welche auch rasch wieder verschwinden. Hier bedarf es aber noch weitere Studien für genauere Erkenntnisse.

Sind die Impfstoffe wirksam und sicher?

Alle Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe finden Sie auf der Webseite von Infovac.

Wie wird die Impfung verabreicht und wie viele Impfdosen sind notwendig?

Die Impfung wird in den Oberarm gespritzt. Es sind zwei Impfungen für die Grundimmunisierung nötig, ausser beim Impfstoff Covid-19 Vaccine Janssen, der mit nur einer Dosis verimpft wird. Die zweite Impfung erfolgt etwa vier Wochen nach der ersten Impfung. Nach einer gewissen Zeit erfolgt eine Auffrischimpfung.

Was muss ich tun, wenn ich den Eindruck habe, dass durch die Covid-19-Impfung bei mir schwere oder unbekannte Nebenwirkungen auftauchen?

Leichte Nebenwirkungen sind in der Regel nach wenigen Tagen vorbei. Fühlen Sie sich jedoch nach der Impfung über längere Zeit unwohl? Oder hat sich Ihr Wohlbefinden verändert? Dann wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Die Meldung von möglichen schweren oder unbekannten Nebenwirkungen sollte, wenn immer möglich, über die impfende Fachperson oder Ihren Arzt / Ihre Ärztin erfolgen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass Einzelpersonen Nebenwirkungen direkt bei Swissmedic melden können. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website von Swissmedic.

Wie wird meine Covid-19-Impfung dokumentiert?

Jede Person, die sich impfen lässt, erhält von der Fachperson einen unterschriebenen Impfnachweis. Der Impfnachweis ist kein offizielles amtliches Dokument, es ist einzig eine Bestätigung, dass Sie geimpft worden sind. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung wird im Impfnachweis festgehalten, wo Sie die erste und die zweite Impfung bzw. die Auffrischimpfung (Booster) von welchem Impfstoff erhalten haben und ob die Immunisierung abgeschlossen wurde. Den Impfnachweis stellt die Organisation aus, die Sie geimpft hat (beispielsweise Impfzentrum, Pflegeheim, Arzt, Apotheke). Danach können Sie über das Portal www.ag.ch/covid-zertifikat ein amtliches Zertifikat beziehen.

Wie war es möglich, so schnell Impfstoffe gegen das Coronavirus (SARS-CoV-2) zu entwickeln?

Informationen dazu finden Sie auf der Webseite von Swissmedic.

Hat die Covid-19-Impfung Einfluss auf meine Fruchtbarkeit?

Nein, die Covid-19-Impfung hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Durch die Impfung werden keine Antikörper gegen die Plazenta gebildet. Durch die Impfung wird eine Abwehrreaktion des Körpers gegen das Coronavirus hervorgerufen. Diese Abwehrreaktion richtet sich sehr spezifisch gegen das Coronavirus und hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.

Unser Körper erkennt nach der Impfung das Coronavirus anhand seines typischen Spike-Proteins und kann das Virus gezielt bekämpfen. Das Spike-Protein des Coronavirus ähnelt leicht einem menschlichen Protein für die Entwicklung der Plazenta. Die Ähnlichkeit aber ist viel zu gering, um den Körper zu verwirren: Es ist unmöglich, dass die Antikörper gegen das Spike-Protein des Coronavirus sich auch gegen das körpereigene Protein für die Plazenta-Entwicklung richten.

Man kann sich das etwa so vorstellen: Zwei Telefonnummern haben als Gemeinsamkeit, dass beide die Ziffer 4 enthalten. Sie sind aber in jeder anderen Hinsicht unterschiedlich. Wenn man die eine Nummer wählt, erreicht man sehr spezifisch auch ihren Inhaber - und nicht den Inhaber der zweiten Nummer. In ähnlicher Weise richten sich die durch die Impfung stimulierten Antikörper nur gegen das Spike-Protein des Coronavirus.

3. Schutzkonzepte und Schutzmassnahmen in Betrieben und an Veranstaltungen

3.1 Schutzkonzepte

Wann bin ich verpflichtet ein Schutzkonzept zu erstellen und umzusetzen?

  • Es gibt keine Pflicht zur Erstellung eines Schutzkonzeptes. Es ist aber empfohlen, auf Hygienemassnahmen zu achten.

Was ist unter "Massnahmen zur Hygiene" zu verstehen?

Dazu gehören beispielsweise:

  • Händedesinfektionsmittel und Seife bei öffentlich zugänglichen Waschbecken
  • Regelmässige Reinigung viel berührter Kontaktflächen (Türklinken, Tische, etc.)
  • Handschuh- und Maskentragpflicht beim Umgang mit Lebensmitteln
  • Genügend Abfalleimer

Situativ können weitere Massnahmen erforderlich sein.

3.2 Betriebe und Veranstaltungen

Welche Zugangsbeschränkung gilt für öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe?

Es gelten die von den Einrichtungen selbst definierten Beschränkungen und Schutzmassnahmen, insbesondere in Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen.

4. Schutzmassnahmen, Tests und Vorgehen bei Symptomen

4.1 Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Welches sind die Symptome des Coronavirus?

Nicht alle haben dieselben Symptome. Folgende Symptome können auftreten:

  • Husten (meist trocken)
  • Halsschmerzen
  • Kurzatmigkeit
  • Fieber, Fiebergefühl
  • Muskelschmerzen
  • Plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns

Selten sind:

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Symptome
  • Bindehautentzündung
  • Schnupfen

Die Symptome sind unterschiedlich stark, sie können auch nur leicht sein. Ebenfalls möglich sind Komplikationen wie eine Lungenentzündung.

Wenn Sie eines oder mehrere der typischen Symptome haben, sind Sie eventuell am neuen Coronavirus erkrankt.

In diesem Fall:

  • Bleiben Sie zu Hause.
  • Wenden Sie sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung und lassen Sie sich testen.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Für eine Ansteckung mit dem Coronavirus ist in der Regel ein enger Kontakt (weniger als 1,5 Meter über mehr als 15 Minuten) mit einer infektiösen Person erforderlich. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen und Aerosole: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen. Wenn eine mit dem Coronavirus infizierte Person – anstatt in ein Taschentuch oder die Armbeuge – in die Luft niest oder hustet, bleiben Tröpfchen mit Viren auf Oberflächen und Gegenständen haften. Das Einhalten der grundlegenden Hygienemassnahmen (z. B. regelmässiges Händewaschen) ist weiterhin wichtig.

Eine Übertragung durch feinste Tröpfchen (Aerosole) über weitere Distanzen ist möglich. Diese Art der Übertragung könnte vor allem bei Aktivitäten eine Rolle spielen, die eine verstärkte Atmung erfordern. Dies kommt zum Beispiel bei körperlicher Arbeit, Sport, lautem Sprechen und Singen vor. Dasselbe gilt bei längerem Aufenthalt in schlecht oder nicht belüfteten Räumen, vor allem wenn die Räume klein sind. Weitere Informationen zu Aerosolen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit.

Nach einer Infektion dauert es meist wenige Tage (Spannweite 1 bis 14 Tage) bis die ersten Krankheitszeichen wie Atembeschwerden, Husten oder Fieber auftreten. In unklaren Situationen empfehlen wir jedoch unbedingt telefonische Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt oder einem der beiden Kantonsspitäler zu halten.

Alternativ können Sie sich bei weiterführenden Fragen zum Coronavirus auch an die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamts für Gesundheit wenden.

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung?

Eine Übertragung durch feinste Tröpfchen (Aerosole) über weitere Distanzen ist möglich, kommt aber nicht häufig vor. Diese Art der Übertragung könnte vor allem bei Aktivitäten eine Rolle spielen, die eine verstärkte Atmung erfordern. Dies kommt zum Beispiel bei körperlicher Arbeit, Sport, lautem Sprechen und Singen vor. Dasselbe gilt bei längerem Aufenthalt in schlecht oder nicht belüfteten Räumen, vor allem wenn die Räume klein sind. Weitere Informationen zu Aerosolen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit.

Kann das Virus auf Oberflächen überleben und übertragen werden?

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen: Niest oder hustet die erkrankte Person, können die Viren direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder Augen von anderen Menschen gelangen. Wenn eine mit dem Coronavirus infizierte Person – anstatt in ein Taschentuch oder die Armbeuge – in die Luft niest oder hustet, bleiben Tröpfchen mit Viren auf Oberflächen und Gegenständen haften. Momentan liegen keine exakten Erkenntnisse vor, wie lange die Viren auf verschiedenen Oberflächen ansteckend bleiben.

Berühren Sie danach die Oberflächen und Gegenstände und greifen sich mit der Hand an Auge, Nase oder Mund, gelangen die Viren in den Körper. Sie können sich infizieren.

Wichtig:

  • Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife.
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
  • Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge.
  • Waschen Sie nach jedem Husten und Niesen die Hände.

Reinigen Sie regelmässig Gegenstände oder Oberflächen, die Sie häufig berühren. Verwenden Sie dazu ein normales Reinigungsmittel.

Kann ein Paket oder Warenimport das Coronavirus übertragen?

Das Virus kann auf Oberflächen und Gegenständen haften bleiben.

Wichtig: Reinigen Sie regelmässig Gegenstände oder Oberflächen, die Sie häufig berühren. Verwenden Sie dazu ein normales Reinigungsmittel.

Kann das Coronavirus via Lebensmittel, Trinkwasser oder Alltagsgegenstände übertragen werden?

Eine Übertragung des Coronavirus durch Lebensmittel, Trinkwasser oder Alltagsgegenstände auf den Menschen ist bis jetzt nicht bekannt. Daher sind bei der Verwendung dieser Produkte keine besonderen Massnahmen wichtig. Achten Sie aber auf eine gute Küchenhygiene und folgen Sie den Hygieneempfehlungen des BAG:

  • Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife.
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
  • Husten oder niesen Sie in ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge.
  • Waschen Sie nach jedem Husten und Niesen die Hände.

Weitere Informationen zum Umgang mit Lebensmitteln finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.

Können Haustiere das Coronavirus verbreiten?

Generell ist es ist wichtig, beim Umgang mit Heim- und Nutztieren die üblichen Hygienemassnahmen wie regelmässiges Händewaschen, kein Gesicht ablecken lassen etc. konsequent anzuwenden.

Mehr Informationen zum Coronavirus im Zusammenhang mit Tieren finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.

Können Sie mir nähere Informationen zu den Fallzahlen geben?

Auf den folgenden Webseiten finden Sie ein grosses Angebot an Daten zur Covid-19-Pandemie in der Schweiz:

4.2 Vorgehen bei Symptomen und möglicher Ansteckung

Ich habe eine medizinische Frage zum Coronavirus, wer kann mir Auskunft geben?

Für medizinische Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.

Bei Fragen zum Vorgehen und Verhalten bei Symptomen und möglicher Ansteckung finden Sie Informationen auf der verlinkten Webseite.

Alternativ können Sie sich bei Fragen zum Coronavirus auch an die Telefon-Hotline (Tel. 058 463 00 00) des Bundesamtes für Gesundheit wenden.

Welche Personen gehören zur Risikogruppe und wie können sich diese schützen?

Besonders gefährdet sind folgende Personen:

  • ältere Menschen (Das Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus steigt mit zunehmendem Alter. Vorerkrankungen erhöhen das Risiko zusätzlich.)
  • schwangere Frauen
  • Erwachsene mit Trisomie 21
  • Erwachsene mit bestimmten Formen folgender chronischer Krankheiten
    • Bluthochdruck
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Diabetes
    • Lungen- und Atemwegserkrankungen
    • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
    • Krebs
    • Adipositas (BMI ≥ 35 kg/m2)
    • Niereninsuffizienz
    • Leberzirrhose

So können Sie sich schützen:

Wenn Sie eine ältere Person sind oder eine der oben aufgeführten Vorerkrankungen haben, gelten folgende Massnahmen:

  • Waschen Sie sich gründlich und regelmässig die Hände mit Seife.
  • Vermeiden Sie unnötige Kontakte und halten Sie Abstand zu anderen Personen (mindestens 1,5 Meter).
  • Befolgen Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln auch, wenn Sie Freunde oder Familie treffen. Beispielsweise indem Sie beim Rausschöpfen des Essens nicht dasselbe Besteck anfassen und nicht aus demselben Glas trinken etc.
  • Vermeiden Sie Stosszeiten an Orten mit hohem Personenaufkommen (beispielsweise Pendlerzeiten im ÖV oder am Bahnhof, Einkaufen am Samstag). Wenn Sie sich trotzdem an Orten mit hohem Personenaufkommen aufhalten und den nötigen Abstand nicht einhalten können, tragen Sie stets eine Hygienemaske.

Haben Sie Krankheitssymptome insbesondere Husten (meist trocken), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit, Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen oder plötzlicher Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns), dann rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Auch am Wochenende. Beschreiben Sie Ihre Symptome und sagen Sie, dass Sie zu den besonders gefährdeten Personen gehören.

Erkrankungen mit dem Coronavirus können sehr unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen haben nur milde Symptome und merken kaum, dass sie krank sind. Andere benötigen eine intensive Behandlung im Spital. Es ist wichtig, im Alltag auf grundlegende Hygienemassnahmen zu achten, genau wie während der Grippe und Erkältungszeit.

Wie soll man sich verhalten, wenn man Erkältungs- und Grippesymptome aufweist?

Es ist wichtig, dass möglichst alle Ansteckungen mit dem Coronavirus erkannt werden. Wenn Sie sich krank fühlen oder Sie einzelne Symptome haben, die auf das Coronavirus hindeuten, dann gehen Sie gemäss untenstehendem Ablauf vor. Dieses Vorgehen gilt ebenfalls für Kinder über 6 Jahre. Ausführliche Informationen zum Vorgehen bei Kindern unter 6 Jahren finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit .

  • 1. Kontaktreduktion: Bleiben Sie zu Hause und vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen.
  • 2. Testempfehlung: Machen Sie den Coronavirus-Check. Sie erhalten am Ende des Checks eine Empfehlung. Wenn Sie sich testen lassen sollen, erhalten Sie Informationen zum weiteren Vorgehen.
  • 3. Testen: Lassen Sie sich testen, wenn Ihre Ärztin / Ihr Arzt dies empfiehlt. Testkosten werden vom Bund übernommen, wenn die Testkriterien des BAG erfüllt sind.
  • 4. Bis zum Testergebnis: Bleiben Sie zu Hause und folgen Sie den Anweisungen zur Isolation. Vermeiden Sie alle Kontakte zu anderen Personen bis das Testergebnis vorliegt. Sobald das Testergebnis vorliegt: folgenden Sie dem passenden Vorgehen auf der folgenden Seite.

Mehr Informationen unter Vorgehen und Verhalten bei einer möglichen Ansteckung.

Welche Testkriterien gelten für Kinder?

Informationen finden Sie auf der BAG-Webseite zu den Themen Kinder mit Symptomen und möglicher Ansteckung.

Was kosten die Covid-Tests im Kanton Aargau? Gibt es kostenlose Tests zum Erhalt eines Covid-Zertifikats?

Bitte informieren Sie sich beim Testzentrum. Für Personen mit Symptomen sind die PCR-Tests gratis und werden vom Bund bezahlt. Antigen-Schnelltests sind auch für symptomfreie Personen kostenlos.

Wir führen ein Lager durch und möchten alle Teilnehmenden vorher testen. Wer übernimmt die Kosten?

Für Kinder- und Jugendliche unter 16 Jahren sind Tests stets kostenlos. Die Kosten für Antigen-Schnelltests werden ebenfalls vom Bund übernommen. Die individuellen PCR-Tests sind nicht kostenlos. Es gibt keine generelle Kostenübernahme bei Lagern durch den Bund.

Wo kann ich mich testen lassen?

Die Tests können in Spitälern, in Arztpraxen oder Gesundheitszentren sowie in einigen Apotheken durchgeführt werden. Die Listen zu den Testorten entnehmen Sie bitte der Webseite.

Sie können den Coronavirus-Check des BAG machen. Wenn der Test empfiehlt, dass Sie sich testen lassen sollen, erhalten Sie Anweisungen, wie Sie vorgehen müssen.

Wer darf Corona-Tests durchführen?

Alle Ärztinnen und Ärzte sowie Kliniken dürfen PCR-Tests durchführen. Es ist den behandelnden Ärztinnen und Ärzten überlassen, ob sie den Test selber durchführen wollen oder die Patientinnen und Patienten in eine entsprechende Klinik zuweisen. In diesem Sinne liegt es in der Entscheidungskompetenz der behandelnden Fachperson über den Ort der Testdurchführung zu bestimmen und die Patientinnen und Patienten entsprechend zu informieren.

Die Antigen-Schnelltest dürfen zusätzlich von den Apotheken angeboten werden, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.

Wie ist die Vergütung der Coronatests geregelt?

Informationen dazu finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Wie kann ich sicher sein, dass ich zu einem seriösen Testanbieter gehe?

Die vom Kanton Aargau bewilligten Testzentren sind auf der Webseite www.ag.ch/coronavirus-test aufgeführt.

Welche Anforderungen gelten für den Betrieb eines Testzentrums?

Die Anforderungen an ein Testzentrum sind hier definiert.

Im Kanton Aargau bedarf es zur Durchführung von Sars-CoV-2-Schnelltests zur Fachanwendung ausserhalb von bewilligten Laboratorien oder Arztpraxen, Apotheken, Spitälern, Alters- und Pflegeheimen und sozialmedizinischen Institutionen sowie Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause einer Betriebsbewilligung. 

Wie wird eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt?

Mit dem Coronavirus-Check finden Sie am einfachsten heraus, ob Sie sich testen lassen sollen.

Personen mit typischen Krankheitssymptomen von Covid-19 sollten sich testen lassen und müssen bei einem positiven Testresultat in Isolation. So können Infektionsketten unterbrochen werden.

Eine abschliessende Bestätigung ist nur durch eine Laboranalyse möglich. Für die Laboranalyse wird ein Abstrich aus Nase und Rachen genommen werden oder ein Spucktest durchgeführt. Bestätigt das Labor eine Ansteckung, wird die erkrankte Person gemäss Vorgaben des kantonsärztlichen Dienstes isoliert. Das Contact Tracing instruiert infizierte Personen.

Was passiert, wenn man positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Idealerweise reduzieren Sie Ihre Kontakte und bleiben insbesondere bei Symptomen zu Hause. Die Isolationspflicht hat der Bundesrat per 1. April 2022 aufgehoben. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit.

Wie lange dauert es zwischen Ansteckung und Erkrankung? Und ab wann ist eine Person ansteckend?

Die "Inkubationszeit" des Coronavirus, das heisst die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt meist fünf Tage. Sie kann jedoch bis zu 14 Tage dauern.

Wer am neuen Coronavirus erkrankt, ist während einer langen Zeit ansteckend. Nämlich:

  • Etwa 48 Stunden bevor Symptome auftreten, das heisst bevor man überhaupt merkt, dass man sich angesteckt hat.
  • Während man Krankheitssymptome hat. Dann ist man am ansteckendsten.
  • Bis mindestens 48 Stunden nach Ende der Symptome.

Während der ganzen Zeit: Beachten Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln.

Mein Arbeitgeber will, dass ich mich testen lasse. Wer bezahlt die Kosten?

Falls ein Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmenden einen Test verlangt, muss er die Kosten dafür übernehmen. Nur wenn der Test im Rahmen der repetitiven Tests im Betrieb erfolgt, übernimmt der Bund die Kosten.

4.3 Massnahmen und Verhaltensempfehlungen

Wo/wann ist das Tragen einer Maske vorgesehen?

Beachten Sie diesbezüglich die aktuellen Vorgaben des Bundes und des Kantons sowie das für die Situation geltenden Schutzkonzept.

Was muss man beim Reisen beachten?

Wichtige Informationen zum Reisen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit unter Informationen für Reisende.

Bei Reisen ins Ausland empfehlen wir beim Zielland abzuklären, welche Einschränkungen gelten.

Zudem gilt für alle Länder: Die Einreisevorschriften können sich aufgrund der epidemischen Entwicklung sehr schnell ändern. Informieren Sie sich bei der Botschaft oder dem Konsulat Ihres Ziellandes, ob die Einreise an diesem Tag ohne Beschränkungen möglich ist oder ob es neue Einreisebestimmungen gibt.

Was ist zu tun, wenn ich aus dem Ausland zurückkehre?

Die geltenden Regelungen dazu finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit BAG.

Können kleinere Gruppen unbedenklich Ferien in der Schweiz machen?

Die geltenden Regelungen dazu finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Gesundheit BAG.

Welche Verhaltensempfehlung gilt für die Bevölkerung?

Beachten Sie die aktuellen Vorgaben des Bundes und des Kantons:

Einreisende in die Schweiz müssen Testresultate vorweisen. Wo kann man diese im Kanton Aargau einsenden?

Wer aus dem Ausland in die Schweiz einreist, muss ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen. Alle Einreisenden müssen ein ausgefülltes Einreiseformular vorweisen. Weitere Informationen finden Sie auf der BAG Seite Informationen zum Einreiseformular. Zudem müssen ungeimpfte oder nicht-genesene Einreisenden nach 4-7 Tagen ein weiteres negatives Testresultat vorweisen. Die Testkosten müssen von den Einreisenden selber getragen werden. Eine Quarantäne ist nicht notwendig.

4.4 Contact Tracing

Was muss ich tun, wenn ich ein positives Testresultat auf Covid-19 erhalten habe?

Der Bundesrat hat die Isolationspflicht per 1. April 2022 aufgehoben. Damit entfällt auch das Contact Tracing. Wir empfehlen Ihnen weiterhin, insbesondere bei Symptomen wenn möglich zu Hause zu bleiben.

5. FAQ Repetitives Testen (ReTe)

5.1 Allgemein

Welche Unternehmen können beim repetitiven Testen teilnehmen?

Der Bund übernimmt die Kosten von repetitiven Tests in Gesundheits- und Betreuungseinrichtungen sowie in Betriebene der kritischen Infrastrukturen.
Detailinformationen erhalten Unternehmen, die am repetitiven Testen teilnehmen möchten, über die Mailadresse retebe-covid@ag.ch.

Welche sozialmedizinischen Einrichtungen können am repetitiven Testen teilnehmen?

Alle Betreuungseinrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Sonderschulen im Kanton Aargau können am ReTe teilnehmen.

Interessierte Einrichtungen und Sonderschulen können sich via hier anmelden.

Können sich einzelne Mitarbeitende, die wegen des Dienstplans nicht am Spucktest mitmachen können, einen Antigen-Schnelltest machen oder einen Selbsttest?

Die Probenabgabe darf auch an verschiedenen Wochentagen erfolgen. Insbesondere wenn beispielsweise Schichtarbeitende berücksichtigt werden sollten. Es ist sicherzustellen, dass die Proben auch zur Sammelstelle gebracht werden.

Antigen-Schnelltests oder Selbsttests können als Ergänzung eingesetzt werden, sind aber nicht Teil des kantonalen repetitiven Testens. Die Kosten müssen in der Folge durch die Firma getragen werden.

Wie hoch muss der Prozentsatz der Teilnehmenden in einem Unternehmen mindestens sein, damit das Resultat aussagekräftig ist?

Je mehr Mitarbeitende teilnehmen desto sicherer fühlen sich auch die Arbeitskolleginnen und -kollegen und Sie erreichen als Arbeitgeber die maximale Wirkung und den Nutzen, nämlich das Identifizieren von asymptomatisch infizierten Personen. Selbst Kleinstbetriebe mit nur einer testwilligen Person können am kantonalen repetitiven Testen teilnehmen.

Was kostet die Teilnahme?

Die Testungen sind im Rahmen des Projekts "Repetitives Testen" des Kantons kostenlos. Die teilnehmenden Organisationen tragen den personellen Aufwand, der beispielsweise für das Zusammentragen und Verpacken der Proben notwendig ist, selbst.

Bei den sozialmedizinischen Einrichtungen werden nicht sämtliche Kosten direkt vom Kanton beglichen. Die zusätzlichen Aufwendungen (zum Beispiel zusätzliche Personalkosten), welche die Einrichtungen haben werden, können separat bei der Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten (SHW) zur Prüfung eingereicht werden (corona.shw@ag.ch).

Wie oft wird der Test durchgeführt?

Mitarbeitende von Spitälern und Kliniken, stationären Pflege-einrichtungen, Leistungserbringer der Hilfe und Pflege zu Hause (beispielsweise Spitex) sowie Betreuungseinrichtungen mit direktem Kontakt zu Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern Können sich zwei Mal pro Woche mittels ReTe auf eine Covid-19-Infektion testen lassen.

Ich bin schon einmal positiv auf Covid-19 getestet worden. Soll ich beim Betriebstesten mitmachen?

Personen, die Covid-19 überstanden haben, sollten innerhalb von sechs Monaten nach der Infektion bei den Tests nicht mitmachen. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass der Pooltest positiv ausfällt (das Virus kann über eine gewisse Zeitdauer nachgewiesen werden).

Ich habe Covid-19 Symptome. Darf ich beim repetitiven Testen mitmachen?

Nein, symptomatische Personen dürfen nicht mitmachen und müssen direkt einen Covid Test in einem Testzentrum machen. Die vom Kanton Aargau bewilligten Testzentren sind auf der Webseite www.ag.ch/coronavirus-test aufgeführt.

Dürfen geimpfte Personen am regelmässigen Testen teilnehmen?

Ja. Einmal geimpfte Personen dürfen am repetitiven Testen teilnehmen. Für vollständig geimpfte Personen ist eine Teilnahme am repetitiven Testen nicht empfohlen, aber ebenfalls möglich.

Wo kann ein Betrieb Sammeltaschen nachbestellen?

  1. Sammeltaschen können direkt über rete-material@ag.ch nachbestellt werden.
  2. In Ausnahmefällen kann der Betrieb, wenn er keine Sammeltaschen mehr hat und die Proben dringend ins Labor müssen, eine eigene gepolsterte Tasche verwenden und bei der Sammelstelle einwerfen.

Sind ReTe-Resultate relevant für das Covid-Zertifikat?

Es gibt grundsätzlich die Möglichkeit, für die Teilnahme am repetitiven Testen (Pooltests) ein Testzertifikat zu erhalten. Zum Erhalt eines Zertifikates muss die Probenabgabe unter Aufsicht einer verantwortlichen Person erfolgen. Die verantwortliche Person muss dem Kanton namentlich genannt werden und ist für die korrekte Probenabgabe persönlich verantwortlich.

Welche ist die gesetzliche Grundlage, wonach der PCR-Test nur dann gültig ist, wenn er durch eine Gesundheitsfachperson durchgeführt wird?

Seitens Kanton Aargau wird wie folgt argumentiert: Die PCR Speichel-Tests, die beim repetitiven Testen einsetzt werden, sind genau und aussagekräftig. Die Probe-Entnahme beim repetitiven Testen ist allerdings individuell und selbstverantwortlich. Die Zuweisung der Speichelprobe zu einer bestimmten Person kann deshalb nicht belegt/nachgewiesen werden. Aus diesem Grund können die Resultate aus dem ReTe nicht als Basis für ein Covid-Zertifikat hergezogen werden.

6. Wirtschaft und Gewerbe

Was gilt für Wirtschaft und Gewerbe?

Aktuelle Informationen finden Sie auf der Seite Wirtschaft & Gewerbe des Kantons oder bei Fragen zu Massnahmen des Bundes oder Schutzkonzepten auf den Webseiten des BAG.

Welche Aspekte müssen im Bereich der Landwirtschaft beachtet werden?

Für Fragen betreffend Landwirtschaft gibt der Fragen- und Antwortenkatalog des Bundesamts für Landwirtschaft BWL Auskunft.

7. Bildung und Betreuung

Wie soll eine KITA oder Tagesstätte handeln, wenn Mitarbeitende oder Kinder erkranken?

Bitte beachten Sie die Angaben auf der Webseite Informationen für Kitas, Tagesfamilien und Tagesstrukturen.

Welche Schutzmassnahmen gelten für familien- und schulergänzende Betreuungsangebote?

Bitte beachten Sie die Angaben auf der Webseite Informationen für Kitas, Tagesfamilien und Tagesstrukturen.

Dürfen Grosseltern ihre Grosskinder hüten?

Mit steigendem Alter nimmt das Risiko für einen schweren Verlauf einer Erkrankung mit dem neuen Coronavirus zu. Dies gilt verstärkt für Personen mit einer Vorerkrankung wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen, Krebs, Bluthochdruck, Adipositas Grad III sowie Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen. Sie sollten sich besonders schützen. Wenn Sie als Grosseltern ihre Grosskinder hüten möchten, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Besprechen Sie Ihre Situation bei Unsicherheit mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, besonders, wenn Sie an Vorerkrankungen leiden
  • Sie sollten sich gesund fühlen und keine Krankheitssymptome aufweisen. Das gilt auch für die Personen in Ihrem Familienumfeld. Hüten Sie keine Kinder, wenn Sie, Ihr Grosskind oder jemand in der Familie des Kindes krank ist, auch bei leichten Symptomen.
  • Befolgen Sie die Hygiene- und Verhaltensregeln, indem Sie zum Beispiel häufig die Hände waschen, keine Gläser mit den Kindern teilen und Abstand von den Eltern halten.
  • Versuchen Sie, wenn möglich das Ansteckungsrisiko zu minimieren, indem Sie z. B. Aktivitäten draussen verfolgen oder sich, wenn möglich, nur mit Ihrem oder Ihren Enkelkindern ohne die Eltern treffen.
  • Bei Kindern ab 12 Jahren steigt das Risiko für eine Erkrankung und Übertragung auf andere Personen an. Entsprechend sollten bei älteren Enkelkindern die Abstandsregeln eingehalten sowie nach Möglichkeit Masken getragen werden.
  • Meiden Sie Orte mit hohem Personenaufkommen, zum Beispiel Bahnhöfe oder öffentliche Verkehrsmittel während Stosszeiten.

8. Kultur-, Sport und gemeinnützige Bereiche

Was ist ein enger Kontakt in der Schule und bei Freizeitaktivitäten? Wer muss in Quarantäne?

Gilt für Schule und Freizeitaktivitäten (z. B. Fussballtraining):

Kinder im Vor- oder Schulalter (obligatorische Schule) gelten nicht als enger Kontakt, wenn keine Häufung von Fällen (= max. 1 Fall innerhalb der Gruppe) vorliegt.

Ab 16 Jahren werden die Jugendlichen wie erwachsene Personen hinsichtlich Übertragungs- und Krankheitsrisikos betrachtet.

Sofern im Training alle Jugendlichen im Schulalter (max. 9. Klasse) trainieren, werden sie untereinander nicht als enge Kontakte betrachtet.

Anders ist die Situation für die erwachsenen Trainer. Sofern die Abstandsregel von 1,5 Metern zwischen Trainer und Jugendlichen nicht eingehalten werden, werden diese Personen als enge Kontakte betrachtet.

Sollte der Jugendliche aufgrund eines Erkrankungsfalls im Team (bspw. Trainer) unter Quarantäne stehen, gilt dies nicht für die ganze Familie. Die Familie würde dann unter Quarantäne stehen, wenn der Jugendliche selber erkranken (=infiziert) würde.

Mehr Informationen zu Sportaktivitäten.

9. Gesundheits-, und Sozialwesen sowie Gemeinden

Was sollten betreuende Angehörige wissen?

Halten Sie sich an die Empfehlungen, damit Sie sich und die betreute Person schützen:

  • Waschen Sie sich gründlich und regelmässig die Hände mit Seife.
  • Vermeiden Sie unnötige Kontakte und halten Sie Abstand zu anderen Personen (mindestens 1,5 Meter). Auch wenn Sie Freunde oder Familie treffen.
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit Stosszeiten an Orten mit hohem Personenaufkommen (beispielsweise Pendlerzeiten im ÖV oder am Bahnhof, Einkaufen am Samstag).
  • Lassen Sie Ihr Umfeld wissen, welche Unterstützung Sie benötigen und nehmen Sie die Unterstützung an oder kontaktieren Sie Organisationen wie die Spitex.
  • Sprechen Sie mit anderen Menschen über Ihr Erleben, Ihre Gedanken und Gefühle – mit Ihrer Familie, Freunden oder Bekannten oder auch mit Fachpersonen.
  • Bereiten Sie den Fall vor, dass Sie selbst krank werden: Bestimmen Sie – möglichst gemeinsam mit der von Ihnen betreuten Person – eine Stellvertretung. Schreiben Sie wenn möglich gemeinsam das Wichtige auf, damit alles rasch greifbar ist, wenn Sie krank würden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit.

Welche Empfehlungen gibt es für die Krankenpflege und Hilfe zu Hause?

Informieren Sie sich auf der Seite Informationen für Gesundheitsfachpersonen über die Schutzkonzepte und -massnahmen.

Kann beim Kanton Schutzmaterial bezogen werden?

Grundsätzlich gilt, dass private und öffentliche Organisationen für die Beschaffung von Schutzmaterial selbst verantwortlich sind. Da die Verfügbarkeit von Schutzmaterial im April 2020 nicht gewährleistet war, hat der Kanton das ihm verfügbare Schutzmaterial an Organisationen des Gesundheitswesens sowie an Betriebe gratis abgegeben.

Auf dem freien Markt ist Schutzmaterial (z. B. Hygienemasken, Handschuhe, Desinfektionsmittel etc.) seit ca. Mitte Mai 2020 wieder ohne Einschränkungen verfügbar. Deshalb wurde die kantonale Gratisabgabe an Organisationen des Gesundheitswesens per 15. Juni 2020 eingestellt. Die Abgabestelle Zeughaus Aarau wurde ebenfalls auf diesen Zeitpunkt geschlossen.

Bezüglich Beschaffung von Schutzmaterial verweisen wir auf den ordentlichen Beschaffungsweg. Eine Auskunft über mögliche Bezugsquellen ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Der Bund beschafft Mangelgüter für das Gesundheitswesen im Sinne einer subsidiären Unterstützung. Im Pflegebereich tätige Organisationen und Gesundheitsfachpersonen können allfällige Gesuche um Unterstützung direkt an die im Kanton zuständige Stelle (in der Regel die Kantonsapotheken) richten. Eine Liste der Kantonsapothekerinnen und Kantonsapotheker ist auf der verlinkten Webseite zu finden.

Sind Besuche in Spitälern, Kliniken, Psychiatrien und Pflegeheimen wieder erlaubt?

Die Institutionen müssen über ein Schutzkonzept verfügen. Darin wird geregelt, wie die Hygiene- und Schutzmassnahmen eingehalten werden. Jeder Institutionstyp – Spital, Rehaklinik, Psychiatrie und Pflege- oder Altersheim – entscheidet selbstständig, in welchem Masse sie Besuche gewähren können, sodass die Hygiene- und Schutzmassnahmen eingehalten werden können. Eine Anmeldung ist daher immer empfehlenswert. Grundsätzlich gelten für alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betriebe folgende Grundregeln:

  • Händehygiene: Alle Personen reinigen sich regelmässig die Hände.
  • Distanzregeln: Alle Personen halten 1,5 Meter Abstand zueinander. Das Einhalten der Distanzregel von 1,5 Metern bleibt mit den Hygieneregeln die wichtigste Massnahme, um Übertragungen zu verhindern. Eine Unterschreitung des Abstands ist zulässig, wenn geeignete Schutzmassnahmen wie das Tragen einer Gesichtsmaske oder das Anbringen zweckmässiger Abschrankungen vorgesehen werden.
  • Schutzmassnahmen: Schutzmassnahmen wie Abschrankungen oder obligatorisches Tragen von Masken sollen umgesetzt werden, falls die Distanz nicht eingehalten wird.
  • Kontaktdaten: Es müssen Kontaktdaten erhoben und während 14 Tagen aufbewahrt werden, falls es während mehr als 15 Minuten zu einer Unterschreitung der Distanz von 1,5 Metern ohne Schutzmassnahmen kommen kann. Die betroffenen Personen müssen über das Sammeln der Kontaktdaten informiert werden. Die Erhebung von Kontaktdaten ist nur dann eine Alternative zu den Distanzregeln oder Schutzmassnahmen, wenn im betreffenden Betrieb oder an der betreffenden Veranstaltung diese aufgrund der Art der Aktivität, wegen örtlicher Gegebenheiten oder aus betrieblichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht umgesetzt werden können.
  • Nachweispflicht: Jeder der Öffentlichkeit zugängliche Ort muss in der Lage sein, ein Schutzkonzept vorzulegen, das die Einhaltung dieser Prinzipien gewährleistet.

Einige Kantone haben spezifische Vorkehrungen getroffen, zum Beispiel Einrichtungen bzw. Gebäude für Quarantänen vorbereitet. Gibt es auch im Kanton Aargau solche vorbereiteten Einrichtungen?

Es besteht gegenwärtig kein Bedarf und keine Veranlassung, Menschen ausserhalb ihrer sozialen Strukturen in Quarantäne zu nehmen. Aktuell sind Lösungen im privaten Umfeld oder in Hotels zu suchen.

In diesem Zusammenhang ist wichtig, zwischen Isolation und Quarantäne zu unterscheiden:

Isolation: Eine Person, die am neuen Coronavirus erkrankt ist, muss sich isolieren. Das bedeutet, dass sie jeglichen Kontakt mit anderen Personen vermeiden sollte. Wenn der Test positiv ist, dann wird das CONTI – die Kompetenz- und Koordinationsstelle Contact Tracing des Kantonsärztlichen Dienstes – aktiv.

Quarantäne: Eine Person, die mit einer am neuen Coronavirus erkrankten Person in engem Kontakt stand, muss in Quarantäne. Sie werden von den CONTI-Mitarbeitenden kontaktiert und informiert. Die Quarantäne bedeutet, dass sie mit anderen Personen keinen Kontakt haben sollten. Damit kann man vermeiden, dass sie unwissentlich andere Personen anstecken. So werden Übertragungsketten unterbrochen.

Mehr Informationen zur Isolation und Quarantäne und zu CONTI.