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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Stillstand ist Rückschritt. Diese Erkenntnis trifft für die Bildung in besonderem Masse zu. Lebenslanges Lernen bedeutet, sich immer wieder auf Wandel, Veränderungen, Innovationen einzulassen, sich immer wieder aufs Neue mit Neuem auseinanderzusetzen. Es bedeutet aber auch, dass das Grund-, Aus- und Weiterbildungsangebot stets den neuen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Entwicklungen anzupassen ist. Dabei sind die notwendigen Reformprozesse mit Augenmass und Gespür für das Machbare zu gestalten. Im Entwicklungsleitbild 2017-2026 (ELB) sind die bildungspolitischen Ziele des Regierungsrats in einem programmatischen Leitsatz zusammengefasst: "Qualität und Effizienz der Bildung steigern".

"Die gesellschaftlichen Ansprüche an die Schulbildung sind hoch und steigen weiter an", heisst es im ELB zum immerwährenden bildungspolitischen Reform- und Weiterentwicklungsbedarf. Als Beispiel wird der technologische Wandel angeführt - insbesondere die Digitalisierung, welche entsprechende neue Kompetenzen erfordern. Im ELB-Kapitel "Stossrichtungen" finden konkret der neue Aargauer Lehrplan für die Volksschule, die neue Ressourcierung sowie die Überprüfung der Führungsstruktur der Volksschule Erwähnung. Auch auf der Sekundarstufe II geht es darum, auf künftige Entwicklungen vorbereitet zu sein: Die Berufsschullandschaft wird neu ausgestaltet, um die einzelnen Schulen als Kompetenzzentren zu stärken, und im Mittelschulbereich werden zwei neue Standorte evaluiert.

Mitte Legislatur kann ein positives Fazit gezogen werden, was den Stand dieser bildungspolitischen Reformvorhaben betrifft. Die im politischen Fahrplan vorgesehenen Termine sowie Zwischen- und Umsetzungsziele werden gemäss heutigem Kenntnisstand eingehalten. Die damit zusammenhängenden bildungspolitischen Diskussionen finden auf einer sachlich-konstruktiven Ebene statt.

So wichtig und drängend all diese Bildungsreformen sind: Dem Regierungsrat ist es auch wichtig, dass die Veränderungen und Neuerungen in für alle Beteiligten machbaren Schritten eingeführt und umgesetzt werden. Nur so ist das zentrale Ziel zu erreichen: immer wieder neue Generationen von Schülerinnen und Schülern angemessen auf das Leben und auf die Berufswelt vorzubereiten. Bildungspolitische Reformen sind eine wichtige Investition in die Zukunft – gerade auch im Kanton Aargau.

Wir wünschen eine spannende Lektüre.
Regierungsrat Kanton Aargau