Entwicklungsleitbild des Regierungsrats

Das Entwicklungsleitbild ist das langfristige Planungsinstrument des Regierungsrats. Es ist die oberste Planungsvorgabe mit einem Zeithorizont von 10 Jahren und wird zu Beginn jeder neuen Legislaturperiode überarbeitet.

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Entwicklungsleitbild 2017–2026: Für die Menschen im Aargau (© Kanton Aargau)

Der Kanton Aargau ist ein attraktiver Kanton. Fachkräfte sind verfügbar, die Steuerbelastung ist moderat und die Erreichbarkeit der umliegenden Wirtschaftszentren und des Flughafens sind gut. Der Kanton Aargau ist gemessen an seiner Bevölkerung der viertgrösste Kanton und bezogen auf seine Wertschöpfung der fünftgrösste Kanton der Schweiz. Diese gute Ausgangslage bietet Entwicklungschancen im sich akzentuierenden interkantonalen und internationalen Wettbewerb.

Es gibt aber auch bedeutende strukturelle Herausforderungen zu meistern. Auf der einen Seite führt das Bevölkerungswachstum zu höheren Schülerzahlen, zu mehr Spitalbehandlungen und zu zusätzlichem Verkehr, was sich in den Kosten niederschlägt. Auf der anderen Seite bewirken das teilweise schwierige wirtschaftliche Umfeld zusammen mit dem Strukturwandel in der Wirtschaft auch in den kommenden Jahren tiefere Margen- und Unternehmensgewinne, was sich unmittelbar auf die Steuereinnahmen auswirkt.

Eine grosse Chance, die es für den Industrie- und Energiekanton Aargau zu nutzen gilt, ist der technologische Wandel und die fortschreitende Digitalisierung. Wissen und Innovation werden künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen und einen wesentlichen Faktor im internationalen Standortwettbewerb darstellen.

Der Regierungsrat reagiert auf die aktuellen und sich abzeichnenden Entwicklungen. In insgesamt zehn Strategien werden die Herausforderungen und Chancen für den Kanton Aargau aufgezeigt und daraus ableitend die damit verbundenen Stossrichtungen des Regierungsrats skizziert. Die Umsetzung der zehn Strategien erfolgt in der laufenden Legislatur in der Aufgaben- und Finanzplanung.

Ergänzt wird das Entwicklungsleitbild um eine finanzielle Langfristperspektive. Diese schätzt – aufgrund von demografischen, volkswirtschaftlichen und aufgabenspezifischen Einflussfaktoren – die Aufwand- und Ertragsentwicklung bis ins Jahr 2026.