Aargauer Krebsdaten 2020 vorerst nicht in nationale Krebsstatistik aufgenommen
Seit dem 1. Januar 2020 muss für die Registrierung im Krebsregister eine Information der Patientinnen und Patienten erfolgt sein, damit diese ihr Widerspruchsrecht betreffend Registrierung ausüben können. Weil diese Angaben zur erfolgten Patienteninformation bei vielen Meldungen an das Krebsregister Aargau fehlten, bestehen zurzeit signifikante Datenlücken für das Jahr 2020. Dies führt vorerst zu einem Ausschluss des Jahres 2020 der Aargauer Krebsdaten von der am 12. Dezember 2023 erschienenen nationalen Statistik. Das Krebsregister Aargau wird in Absprache mit dem Departement Gesundheit und Soziales (DGS) in der ersten Jahreshälfte 2024 die fehlenden Daten soweit möglich nacherfassen.
Die Stiftung Krebsregister Aargau informierte die Abteilung Gesundheit im Departement Gesundheit und Soziales (DGS) im Herbst 2023, dass das Bundesamt für Statistik (BfS) auf Empfehlung der Nationalen Krebsregistrierungsstelle (NKRS) den Datensatz des Jahres 2020 des Krebsregisters Aargau vorerst nicht in die nationale Krebsstatistik für das Jahr 2020 aufnehmen kann. Die NKRS begründete diesen Entscheid mit signifikanten Datenlücken bei den Aargauer Krebsdaten 2020. Diese resultieren aus einer tieferen Erfassung von Krebsfällen, weil die Leistungserbringer die seit 1. Januar 2020 für eine Registrierung rechtlich vorausgesetzte Patienteninformation nicht an die Stiftung Krebsregister Aargau gemeldet hatten.
Die Aargauer Daten zu Krebsfällen aus dem Jahr 2020 sind daher noch nicht Teil der am 12. Dezember 2023 publizierten nationalen Krebsstatistik für die Jahre 2016–2020. Das DGS und das Krebsregister Aargau haben beschlossen, die umsetzungsbedingten Datenlücken durch eine Nacherfassung der Daten aus den Jahren 2020 und 2021 soweit möglich zu schliessen. Weil die kantonalen Krebsregister für die Krebsstatistik des Bundes jährlich einen vollständigen Datensatz aller erfassten Datenjahre melden, besteht die Möglichkeit, die Aargauer Daten in künftig publizierte nationale Krebsstatistiken einfliessen zu lassen.