Zustimmung der EBK zum Bericht "Führung Schule vor Ort"
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Ein wesentlicher Beitrag zur Lösung der Probleme
Die Grossratskommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBK) hat den überarbeiteten Bericht "Führung Schule vor Ort" eingehend beraten und mit grosser Mehrheit zugestimmt
Der erste "Gesamtbericht Führung Schule vor Ort" lag bereits im August 2001 der EBK vor. Da die Bildungskommission auf diese erste Vorlage nicht eingetreten ist, hat das Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) den ersten Bericht zur Überarbeitung zurückgezogen. Der Bericht sowie die Leitsätze waren derart erklärungsbedürftig, dass ein sehr grosser Interpretationsspielraum bestand und der Weg zur Realisierung völlig offen war. Die Thematik selbst war von keiner Seite bestritten.
Diese Einigkeit vereinfachte die Ausgangslage, so dass das BKS innert kurzer Zeit eine Neufassung vorlegen konnte. Der nun vorliegende Bericht bietet Grundlagen und regelt die Funktionen der Neuorganisation des Inspektoratswesens, der Schulleitungen sowie der Schulpflegen in der Volksschule. Durch den Gesellschaftswandel werden die Ansprüche an die Schulen immer grösser. Nebst den bekannten Problemen im Bereich Unterricht sind auch die Anforderungen an Schulpflegen und Rektorate gestiegen. Für diese Führungsorgane, die im Milizsystem organisiert sind, hat die Belastung die Kapazitätsgrenze erreicht.
Damit die Qualität an unserer Volksschule aufrecht erhalten bleibt oder sogar gesteigert werden kann, braucht es klare Führungsstrukturen und innerhalb dieser Organisation klare Abgrenzungen. Professionalität auf Führungsebene ist gefragt; genügend Fach-, Führungs- und Sozialkompetenz sind Voraussetzungen. Im weiteren ist ein gutes Controlling geplant, das einerseits den Unterricht vor Ort prüft und im Dialog mit den Lehrkräften steht. Diese Aufgabe wird neu organisiert: es werden vier Regionalzentren von Inspektorengruppen gebildet. Zur Verarbeitung von Rückmeldungen sowie zur Analyse der Schulqualität und für Rückmeldungen seitens der Abnehmerschaft ist eine zentrale Evaluationsgruppe vorgesehen.
Die Einführung von professionellen Schulleitungen war in der EBK absolut unbestritten. Die Realität unterstreicht dies: bereits heute haben sich schon viele Schulen zu diesem Schritt entschieden. Einzig bei Kleinstschulen mit zwei bis drei Abteilungen können pragmatische Lösungsmodelle die Ausnahme sein. Mit diesem System sind Führungs- und Kontrollfunktionen klar geregelt und der Fluss der Rückmeldungen ist richtig organisiert. Die Kritik kann somit bei den richtigen, handlungskompetenten Instanzen einfliessen. Somit können Korrekturen und Steuerungsmechanismen wirkungsvoll umgesetzt werden und zu einer Qualitätssteigung des Schulunterrichts führen.
Die rechtlichen Grundlagen zu diesem Bericht bietet das sich in Arbeit befindende Gesetz über die Anstellung von Lehrpersonen (GAL). Die finanziellen Auswirkungen der "Führung Schule vor Ort" bzw. die flächendeckende Einführung von Schulleitungen und die Neuorganisation des Inspektorates belaufen sich auf rund 28 Mio. Franken. An diese Kosten werden analog der Höhe der jetzigen Inspektoren- und Rektorenkosten 4,3 Mio. Franken vom Kanton beigesteuert. Die restlichen Kosten müssen von den Gemeinden getragen werden, welche auch prioritäre Nutzniesser einer gut geführten und qualitativ hochstehenden Schule sind.
Mit dieser Neuorganisation auf der strategischen Ebene wird ein wesentlicher Beitrag zur Lösung der seit Jahren wachsenden Probleme in der Volksschule geleistet.