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Zusammenarbeit der Kantone Aargau und Luzern im Umweltschutz auf gutem Weg. :
Das Schiff "Synergie" gewinnt an Fahrt

Vor einem Jahr haben die Regierungen der Kantone Aargau und Luzern beschlossen, im Umweltschutz enger zusammenzuarbeiten. Zwei gemeinsame Projekte sind in der Zwischenzeit bereits realisiert worden. Das Schiff "Synergie" habe an Fahrt gewonnen, sagten am Montag die beiden Umweltschutzdirektoren, Regierungsrätin Margrit Fischer (LU) und Landammann Thomas Pfisterer (AG). Künftig soll die Kooperation aber noch intensiver als bisher erfolgen. Am Montag haben 30 Mitarbeitende der beiden Umweltschutzfachstellen gemeinsam neue Module festgelegt.

Mit gleichem Aufwand besser und effizienter werden und für weniger Geld einen (noch) besseren Umweltschutz in beiden Kantonen erreichen. Mit diesem Ziel haben die Kantone Aargau und Luzern 1997 Möglichkeiten für eine verstärkte Zusammenarbeit abgeklärt. Die Spannweite reichte von einer Zusammenarbeit im Einzelfall bis hin zu einer "virtuellen Firma Umweltschutz Aargau/Luzern".

Im Sommer 1998 haben sich die beiden Regierungsräte für einen Mittelweg entschieden. Wo es sich aus Kosten/Nutzen-Gründen aufdrängt und Wissens-Transfer sowie Effizienz gesteigert werden können, sollen ausgesuchte Umweltaufgaben kantonsübergreifend ausgeführt werden. Zwei Teilprojekte konnten bereits im ersten Jahr der Zusammenarbeit realisiert werden:

- ein aufeinander abgestimmtes Regenmessnetz
- gleicher Vollzug der Aufsicht über Tankanlagen in beiden Kantonen.

Ein weiteres Projekt - ein gemeinsames Luft-Immissionsnetz - steht kurz vor der Realisierung.

Das Schiff "Synergie" habe an Fahrt gewonnen, sagte die Luzerner Regierungsrätin Margrit Fischer an einer Medienorientierung. Neue Impulse seien aber nötig, dieses Schiff in Fahrt zu halten und wo nötig den Steuerkurs neu festzulegen. Die Zusammenarbeit müsse noch auf eine breitere Basis gelegt werden.

Der Aargauer Landammann Thomas Pfisterer legte Wert darauf, dass primär die Gemeinden, die Wirtschaft sowie die Einwohnerinnen und Einwohner der beiden Kantone von der verstärkten Zusammenarbeit auf Kantonsstufe profitieren können. In diesem Sinn begrüssten die beiden politisch für den Umweltschutz zuständigen Magistratspersonen die konkreten Ergebnisse einer Arbeitstagung in Luzern.

Rund 30 Mitarbeitende der beiden Umweltschutzfachstellen bearbeiteten neue Zusammenarbeits-Module für das Jahr 2000 und die folgenden Jahre.

- Im Laufe des kommenden Jahres soll die Zusammenarbeit im Gebiet der Luftüberwachung realisert werden, wozu vorerst grundsätzliche Entscheide der beiden Regierungen erforderlich sind.
- Ein anderer Schwerpunkt der Zusammenarbeit betrifft die seeexternen Massnahmen zur Sanierung des Hallwilersees. Für besondere ökologische Leistungen der Landwirtschaft im Seeeinzugsgebiet werden spezielle Direktzahlungen, die grösstenteils vom Bund finanziert werden, ausgerichtet.
- Im Bereich der Abfallplanung wird eine gemeinsame Nutzung der Abfallanlagen angestrebt.
- Weiter soll eine Zusammenlegung der beiden Bodenschutzfachstellen vorbereitet werden.

Eine ausgedehnte Liste weiterer gemeinsamer Projekte dokumentiert den Willen der beiden Umweltschutzfachstellen, zusammenzuwachsen.

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