Zunahme von illegal importierten Tieren im Aargau
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Jahresbericht 2014 des Amts für Verbraucherschutz ist erschienen
Fleischkontrolle, Küchenkräuter und Hundeshampoos – das Amt für Verbraucherschutz (AVS) des Kantons Aargau bearbeitet ein vielfältiges Themenspektrum. Der Jahresbericht informiert über Ereignisse, die das AVS im vergangenen Jahr beschäftigt haben.
Im Jahr 2014 haben die Mitarbeitenden des Lebensmittelinspektorats Inspektionen in 3'500 Betrieben durchgeführt. In 13 Betrieben mussten grössere Mengen Lebensmittel beschlagnahmt werden. Ein Betrieb wurde wegen gravierender Missstände vorübergehend geschlossen, in einem weiteren Fall wurden die Benutzung der Küche und die Abgabe von Speisen untersagt. Zur Ermittlung des Risikos eines Betriebs dient zum einen die Betriebsklasse, zum anderen das Ergebnis der letzten Kontrolle. 2014 wurde dieses System verfeinert und den Kontrollergebnissen eine noch höhere Bedeutung zugemessen.
Kein nicht deklariertes Pferdefleisch
Im Nachgang zu der in den Medien als "Pferdefleisch-Skandal" bekannt gewordenen verbreiteten Falschdeklaration von Fleischwaren beziehungsweise massiven Konsumententäuschung fand 2014 eine nationale Kampagne zu Tierarten in Hackfleischprodukten und Rohwürsten statt. Daran beteiligte sich auch die Sektion Chromatographie des AVS. Nicht deklariertes Pferdefleisch wurde dabei in keinem Produkt gefunden. In zwei Produkten eines Aargauer Betriebs wurden dagegen erhebliche Anteile von nicht deklariertem Schweine- und Pouletfleisch entdeckt.
Genaue Beurteilung bei Vorfällen mit Hunden
Vor grosse Herausforderungen wird der Veterinärdienst durch die zunehmende Zahl illegal importierter Tiere – in der Regel geht es um Hunde – gestellt. In jedem Fall werden umfangreiche Abklärungen nötig. Dies, um unter anderem zu vermeiden, dass Tierseuchen in die Schweiz eingeschleppt werden.
Seit Inkrafttreten der Bewilligungspflicht 2012 wurden 886 Haltebewilligungen für sogenannte Listenhunde ausgestellt, von denen aktuell 700 aktiv sind. Insgesamt waren Ende 2014 bei den Aargauer Gemeinden 36'767 Hunde registriert; der Anteil der Listenhunde betrug damit knapp 2 Prozent. Dem Veterinärdienst wurden im Berichtsjahr 516 Vorfälle mit Hunden gemeldet, von denen 33 Listenhunde betrafen. Bei ungefähr der Hälfte dieser Fälle wurden Personen leicht bis mittelschwer verletzt, bei der anderen Hälfte handelte es sich um Aggressionen unter Hunden. Der Veterinärdienst verfügte dort, wo es angezeigt war, Massnahmen zur Vermeidung künftiger gefährlicher Situationen.
Chemikalien auch in Tierprodukten
2014 wurde die nationale Kampagne "Produkte rund um das Tier" abgeschlossen. Die breit abgestützte Überprüfung umfasste Produkte, die unter das Chemikalienrecht fallen wie beispielsweise Hundeshampoos, Hufsalben oder Zeckenmittel. Separat getestet wurden Tierarznei- und Futtermittel. Im Rahmen der Kampagne wurden im Aargau insgesamt 57 Hersteller- und 5 Handelsbetriebe kontrolliert, von denen nach Chemikalienrecht knapp 18 Prozent zu beanstanden waren. Nach dem Abschluss der nationalen Kampagne wird die Projektleitung einen Bericht dazu erstellen und veröffentlichen.
Publikation im Internet
Ein Factsheet zum Jahresbericht sowie der vollständige Jahresbericht 2014 stehen im Internet auf der Webseite www.ag.ch > DGS > Verbraucherschutz > Jahresbericht & Publikationen zum Download zur Verfügung.