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Zubringer N3-A98: Forderungskatalog wird umgesetzt :
Erfolg für Gemeinden und Repla Unteres Fricktal

Kürzlich fand in Rheinfelden eine Aussprache betreffend des im Bau befindlichen Autobahnzubringers A3-A98 statt. Schwerpunkt bildete die Einhaltung des 12-Punkte-Forderungskatalogs von 1991, den die betroffenen Gemeinden und die Repla Unteres Fricktal im Rahmen der Projektbereinigung gemeinsam eingereicht haben.

Mit der Anwesenheit von Regierungsrat Peter C. Beyeler, Kantonsingenieur Urs Schuler sowie dem Chef der kantonalen Verkehrsplanung Peter G. Schütz markierte das Baudepartement die Wichtigkeit der Anliegen der betroffenen Gemeinden und der Repla Unteres Fricktal. Einleitend wies Regierungsrat Beyeler darauf hin, dass von den rund 100 Auflagen aus der Projektgutheissung des Regierungsrates 65 umgesetzt und 35 in Bearbeitung sind, während dem nur zwei Auflagen bis jetzt nicht eingehalten werden können. Der Gesamtprojektleiter des Baudepartementes, Peter Dätwyler, orientierte über den Bearbeitungsstand der im 12-Punkte-Katalog formulierten Forderungen der Region.

Grosse Befürchtungen äusserten die Teilnehmenden, darunter auch der VCS Aargau, gegenüber den Behörden betreffend dem prognostizierten Verkehrsaufkommen bei der Zollanlage und den damit zusammenhängenden eventuellen LKW-Staus vor den Zollämtern. Die Hauptforderung lautet denn auch, dass die neue Verbindung eindeutig als Zubringer zu den beiden Autobahnen N3 und A98 sowie als regionale Brücke im Sinne des Ersatzes für die überlastete, bestehende Rheinbrücke bei der Altstadt dienen soll. Gemäss Wilhelm Stalder von der Zollkreisdirektion Basel besitzt die Schweiz aufgrund von Zollhandelsabkommen und den bilateralen Verträgen mit der EU nur einen beschränkten Spielraum betreffend Öffnungszeiten der Zollanlage. Er will diesen Spielraum in Rücksprache mit den betroffenen Gemeinden nutzen. Aufgrund der Vereinbarung zwischen Deutschland und der Schweiz von 1999 wird der neue Rheinübergang in Deutschland nicht ausgeschildert. Der Zoll Basel gilt weiterhin als Hauptzoll, auch der Zoll in Stein bleibt in dieser Form bestehen. Die Konzeption der Zollanlage betreffend LKW-Standplätzen und Ausbaustandard entsprechen uneingeschränkt den Vorgaben des genehmigten Ausführungsprojektes.

Sowohl der Rheinfelder Stadtammann Hansruedi Schnyder als auch sein Deutscher Kollege Oberbürgermeister Eberhard Niethammer beabsichtigen, die neue Rheinbrücke mit einem Fuss- und Fahrradsteg zu ergänzen. Sie wollen die entsprechenden Planungsarbeiten demnächst auslösen und die notwendigen Kredite beantragen. Das Baudepartement begrüsst diesen Entscheid, weist aber auf die kritische Terminsituation hin. Beidseits des Rheins sind die Bauarbeiten für den Zubringer bereits angelaufen.

Nicht jede Frage fand an dieser wichtigen Aussprache eine abschliessende Antwort. Dennoch zeigte sich, dass die Forderungen aus dem 12-Punkte-Katalog durch das Baudepartement umgesetzt werden. Insofern war die Zusammenkunft ein weiterer wichtiger, vertrauensfördernder Schritt im Dialog zwischen Gemeindebehörden, Parteien, Verbänden und dem Baudepartement.

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