Wyna: Aargau und Luzern arbeiten zusammen
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Es geht vorwärts mit Hochwasserschutz und Renaturierung
Der Regierungsrat stimmt der Beteiligung des Kantons Aargau an den Kosten des Hochwasserrückhaltebeckens Eichmatt oberhalb Beromünster mit 2,2 Millionen Franken zu. Ebenso spricht er einen Projektierungskredit von 1,1 Millionen Franken für Hochwasserschutz- und Renaturierungsmassnahmen auf dem Aargauer Teilstück der Wyna.
Hochwasserschutz an der Wyna ist seit langem eine Herausforderung für Gemeinden und Kanton. In letzter Zeit häuften sich die Hochwasserereignisse. Allein von 1994 bis 1996 beliefen sich die Schäden im aargauischen Wynental auf über 30 Mio. Franken. Als am 10. Juni 1996 die reissenden Fluten der Wyna auch in Beromünster grosse Verwüstung hinterliessen, war endgültig klar, dass die Lösung über die Kantonsgrenzen hinweg gesucht werden muss.
Zeitgemässer Hochwasserschutz soll aber auch immer der Aufwertung des Lebensraumes für Menschen, Tiere und Pflanzen dienen. So entschlossen sich die Partner, in einer Arbeitsgruppe - mit Vertretern der Anliegergemeinden, der Kantone Luzern und Aargau sowie der regionalen Naturschutzorganisationen - unter Leitung des Repla-Präsidenten den Hochwasserschutz zusammen mit dem heute unbefriedigenden ökologischen Zustand der Wyna anzugehen. Hochwasserschutz und Renaturierung werden als unteilbares Paket behandelt.
Ein Hochwasserrückhaltebecken im Gebiet Eichmatt oberhalb Beromünster, ergänzt durch lokale Massnahmen in Menziken und Reinach, stellt im oberen Wynental für beide Kantone die günstigste Lösung dar. Das Bauprojekt für den Rückhaltedamm wie auch für die Renaturierung der Wyna zwischen Beromünster und dem Flugplatz lag im Sommer 1999 in Beromünster während 30 Tagen öffentlich auf. Es sind 15 Einsprachen eingegangen. An den auf Luzerner Gebiet anfallenden Baukosten von 4,4 Millionen Franken beteiligt sich der Kanton Aargau - als profitierender Unterlieger - gemäss Beschluss der Regierung vom 20. Oktober 1999 mit 2.2 Millionen Franken.
Bei jedem grösseren Hochwasser bildet sich auch hinter der Endmoräne im Gontenschwiler Moos ein See. Für den Hochwasserschutz des unteren Wynentals steht die gezielte Nutzung dieses natürlichen Rückhalteraumes im Vordergrund. Dabei wird den Anliegen der betroffenen Landwirte hohe Priorität eingeräumt.
Für die weitere Projektbearbeitung, die auch ergänzende, lokale Hochwasserschutzmassnahmen und die ökologische Aufwertung der Wyna auf aargauischem Kantonsgebiet umfasst, hat der Regierungsrat gleichzeitig einen Projektierungskredit von 1,1 Millionen Franken bewilligt. Die Arbeitsgruppe will die Arbeiten so bald als möglich ausschreiben. Der Bund hat Beiträge an die geplanten Massnahmen in Aussicht gestellt.
Der Regierungsrat hat auch den Kostenteiler gutgeheissen, nachdem die überwiegende Mehrheit der Gemeinden dem Konzept und dem Verteiler für die Projektierungsphase zugestimmt hat. Beide sollen jedoch, unter Berücksichtigung der Anliegen der Gemeinden, im Rahmen des Vorprojektes überprüft werden.