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«Wir wurden mit Konfitüre gefüllt» :
Das Aargauer Kuratorium lanciert eine Netzpublikation mit Berichten aus den Auslandateliers

Seit 1978 bietet Aargauer Kuratorium in seinem Förderprogramm Atelieraufenthalte im Ausland an. Nach der Rückkehr aus den Auslandateliers berichten die Kulturschaffenden jeweils über ihre Erfahrungen. Eine Auswahl dieser kurzen, inhaltlich reichen Berichte liegt nun als Publikation auf www.ag.ch/kuratorium vor.

In den jährlichen Jurierungen Bildende Kunst, Film, Jazz, Klassik, Literatur, Kulturvermittlung, Rock/Pop und Theater vergibt das Aargauer Kuratorium neben finanziellen Förderbeiträgen auch drei- oder sechsmonatige Aufenthalte in einem seiner Ateliers in Berlin, London und Paris, verbunden mit einem monatlichen Beitrag an die Lebenshaltungskosten von 3'000 Franken. Über 200 Aargauer Kulturschaffende haben von dieser ganz auf die Künstlerpersönlichkeit gerichteten Art der Förderung schon profitieren können.

Die Kulturschaffenden fahren ohne Auftrag von Seiten des Aargauer Kuratoriums in die Ateliers. Sie verfassen nach ihrer Rückkehr jedoch kurze Berichte, die geradezu Bände sprechen. Sie erleben die Zeit im Auslandatelier im Rückblick oft als Meilenstein ihrer künstlerischen Entwicklung, der ihre kreativen Prozesse wesentlich beeinflusst hat.

Für die Internetpublikation "Wir wurden mit Konfitüre gefüllt" auf www.ag.ch/kuratorium / Publikationen wurde eine erste Auswahl Atelierberichte textlich redigiert und professionell und lesefreundlich gestaltet und mit einem einleitenden Text zur Bedeutung der Förderung mit Atelieraufenthalten, einer kurzen Geschichte und einer bebilderten Beschreibung der Aargauer Ateliers ergänzt.

Die Texte der Kulturschaffenden sind persönlich, erhellend, vielschichtig und nicht zuletzt auch witzig. So schreibt das Clown-Duo Pasta del amore nach seinem Aufenthalt in Berlin: "Und gäbe es für Ideen, Inspiration, Vielfältigkeit, Eigenständigkeit, Spielerei, Spiegelei, Spinnerei, Leidenschaft und Liebe ein einziges Wort, zum Beispiel Konfitüre, dann müsste man jetzt sagen: Wir wurden mit Konfitüre gefüllt."

  • Departement Bildung, Kultur und Sport