Wieder weniger Volksschülerinnen und Volksschüler
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Ergebnisse der Schulstatistik 2003
Nach einem starken Anstieg der Zahl der Schüler und Schülerinnen an den Aargauer Volksschulen der Jahre 1986 bis 1996 ist seit 1997 wieder eine rückläufige Tendenz feststellbar.
Auch 2003 stieg als Auswirkung der früheren Entwicklung die Zahl der Oberstufenschüler gegenüber dem Vorjahr noch an, während sich auf Primarschulstufe ein weiterer deutlicher Rückgang abzeichnete. Im November des Jahres 2003 zählten die Volksschulen inklusive Kindergarten 77'186 Schüler und Schülerinnen. Dies geht aus der neusten Schulstatistik hervor.
Die Schulstatistik wird jährlich anfangs November erhoben. Sie erfasst den Bestand an Schülern und Schülerinnen nach Schulart, Schulort, Geschlecht, Nationalität und zahlreichen weiteren Merkmalen. Im Rahmen der statistischen Auswertung dieser Angaben werden sowohl die aktuellen Strukturen der Schulen als auch, in Verbindung mit früheren Erhebungen, ihre zeitlichen Entwicklungen dargestellt und analysiert. Diese dienen als wichtige Planungsgrundlage.
Bezirksschule: hoher Mädchenanteil
Im Jahr 2003 lag der Anteil der Schülerinnen in der Realschule bei 45,5% und in der Sekundarschule praktisch ausgeglichen bei 49,6%. Auffallend ist dagegen der vergleichsweise hohe Anteil der Schülerinnen in der Bezirksschule mit 52,9%. Seit 1977 lag der Frauenanteil in der Bezirksschule stets über 50%.
Mehr Mittelschülerinnen und Mittelschüler
2003 verzeichneten die Mittelschulen erstmals seit 1998 wieder einen Anstieg ihrer Schülerzahl auf eine Bestand von 4'166 Schülerinnen und Schüler. Die Maturitätsabteilungen stiegen dabei um 40, die Diplomabteilungen um 203 Schülerinnen und Schüler. Der starke Anstieg bei den Diplomabteilungen ist zwar mehrheitlich auf das erstmalige Führen einer dritten Klasse bei den Lehrgängen der Diplommittelschule zurückzuführen. Die Zahl der Neueintritte stieg aber ebenfalls von 1'147 im Jahr 2002 auf 1'240 an.
14'500 an den Berufsschulen
Insgesamt 4'992 Schülerinnen und Schüler besuchten im November 2003 eine kaufmännische Berufsschule. Der Frauenanteil betrug 67,6%. Ueberdurchschnittlich viele Schülerinnen zählten dabei die Verkaufsanlehre und die Ausbildung zur Verkäuferin. Der Prozentsatz an ausländischen Berufsschülern liegt bei den kaufmännischen Ausbildungen bei 18,7%. Auffallend ist dabei der hohe Ausländeranteil in der Verkaufsanlehre. 68,3% der Jugendlichen, die eine Verkaufsanlehre machen, sind ausländischer Nationalität.
9'605 Schülerinnen und Schüler besuchten eine gewerblich-industrielle Berufsschule. Der Frauenanteil ist deutlich tiefer als bei den kaufmännischen Ausbildungen. Ueber alle Berufe gemittelt lag er 2003 bei 22,9%. Die prozentualen Anteile schwanken von Berufsgruppe zu Berufsgruppe erheblich. Mit über 90% sind in den Bereichen Körperpflege und Heilbehandlung vor allem Frauen vertreten. Dagegen sind im Baugewerbe und in der Metall- und Maschinenindustrie nur sehr wenige Schülerinnen zu finden.