Wichtige Schritte in der Planung des Fachhochschulcampus Brugg-Windisch
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Die Projekte Vision Mitte und Campus spannen zusammen
Die Projektleitung Vision Mitte erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Projekt Campus ein "Gesamtkonzept Raumentwicklung" für das Bahnhofgebiet Brugg-Windisch. Dieses Konzept klärt die städtebaulichen Rahmenbedingungen für die Realisierung des Fachhochschulcampus. An einer Medienkonferenz in Windisch orientierten die Projektleitung, die Gemeinden Brugg und Windisch mit Bildungsdirektor Rainer Huber über den aktuellen Projektstand.
Die Fachhochschule Aargau (FHA) ist eine Teilschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Sie besteht aus den fünf Departementen Technik, Wirtschaft, Gestalten, Soziale Arbeit und Pädagogik. Die Departemente sind zur Zeit verteilt auf 20 Gebäude in Aarau, Baden, Brugg und Zofingen.
Der Grosse Rat hat im letzten Dezember mit grosser Mehrheit Brugg-Windisch als Standort für alle fünf Departemente festgelegt. Sie sollen in einem Fachhochschulcampus zusammengefasst werden. Ein solcher Campus bietet viele Chancen:
- Er erschliesst über die Kantonsgrenzen hinaus ein grosses Einzugsgebiet und erlaubt eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unter den fünf Departementen der Fachhochschule.
- Er ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit den übrigen Teilschulen der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel, Muttenz und Olten.
- Er ebnet den Weg für Kooperationen mit der Universität Basel und mit dem Paul Scherrer Institut in Villigen.
- Der FH-Campus soll ein Innovationszentrum für die Wirtschaft und die Schulen des Aargaus und der Nordwestschweiz werden, das auch das kulturelle Leben des Kantons und der Region Brugg-Windisch befruchtet.
Im Standortentscheid des Grossen Rates wurde das Areal des zukünftigen Campus nicht bestimmt. Dazu ist ein gemeinsames Vorgehen des Kantons mit den beiden Standortgemeinden Brugg und Windisch notwendig. Die drei Partner sind übereingekommen, für das Gebiet südlich des Bahnhofs Brugg ein "Gesamtkonzept Raumentwicklung" auszuarbeiten. Dieses soll aufzeigen, wie das Gebiet längerfristig genutzt und gestaltet werden kann. Mit dieser Planung können wichtige Grundsatzfragen für den Campus geklärt werden: Auf welchem Areal wird er gebaut? Wie wird er verkehrstechnisch erschlossen? Wie wird er mit anderen Nutzungen vernetzt? Wie werden seine Gebäude in die neue Ortsmitte von Brugg-Windisch integriert?
Diese städtebauliche Frage der Gestaltung und Realisierung dieser neuen Ortsmitte ist Ziel des Projekts Vision Mitte der Gemeinden Brugg und Windisch, welches bereits vor dem Campusentscheid des Grossen Rates initiiert worden ist. Getragen wird das Projekt von der Stiftung Vision Mitte. Der Kanton beteiligt sich an der Stiftung für die Entwicklung des "Gesamtkonzeptes Raumentwicklung".
Für das Gesamtkonzept wird die Projektleitung Vision Mitte Studienaufträge an interdisziplinäre Expertenteams erteilen. Die komplexen Probleme sind nur durch Teams von Architekten, Verkehrsingenieuren, Landschaftsgestaltern und Städteplanern zu lösen. Die Resultate dieser Arbeiten werden im Frühling 2003 vorliegen.