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Wer geht noch an die Urne? :
Wahlverhalten bei den Grossratswahlen 2009

Die heute beim kantonalen Statistischen Amt erschienene Statistik über die Wahlbeteiligung gibt Aufschluss über die Zusammensetzung der Wählerinnen und Wähler respektive der Nichtwählerinnen und Nichtwähler bei den Grossratswahlen vom 8. März 2009.

Fragestellung

Bei den vergangenen Grossratswahlen vom 8. März haben gemäss den amtlichen Wahlprotokollen von 380'827 Stimmberechtigten 31,7 Prozent an den Wahlen teilgenommen. Wer aber sind diese rund 121'000 Wählerinnen und Wähler und wie unterscheiden sie sich von den Nichtwählerinnen und Nichtwählern? Diese Fragestellung wird in der nun vorliegenden Analyse des Statistischen Amts untersucht.

Unterschiede nach Geschlecht und Alter

Insgesamt ist die Wahlbeteiligung bei den Männern mit 33,9 Prozent leicht höher als bei den Frauen (30,0 Prozent). Nach Altersklassen betrachtet, kann festgehalten werden, dass der Wähleranteil der zwischen 25- und 74-Jährigen kontinuierlich zunimmt und danach wieder abfällt. Bei den Männern liegt dieser Punkt bei 80, bei den Frauen bereits bei 70 Jahren. Die Wahlbeteiligung lag bei den ganz jungen Frauen (unter 20 Jahren) etwas höher als bei den gleichaltrigen Männern.

Unterschiede nach Konfession und Zivilstand

Zwischen den reformierten und den römisch-katholischen Stimmberechtigten sind die Unterschiede im Wahlverhalten nur sehr gering. Grössere Abweichungen bestehen zwischen diesen beiden Gruppen und den übrigen Stimmberechtigten (mit anderer Religion oder Konfessionslose): Die Stimmbeteiligung der reformierten und der römisch-katholischen Stimmberechtigten liegt bei 33,6 Prozent bzw. 32,4 Prozent, diejenige der übrigen dagegen bei lediglich 26,9 Prozent.

Der Wähleranteil der ledigen Stimmberechtigten liegt mit durchschnittlich 21,6 Prozent deutlich unter demjenigen der Verheirateten mit 38,7 Prozent. Dabei ist dieser Unterschied bei den Männern noch ausgeprägter als bei den Frauen. Auffallend ist aber, dass die Gruppe der ledigen 18- bis 29-Jährigen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen eine höhere Wahlbeteiligung aufweist als diejenige der Verheirateten.

Unterschiede im Zeitablauf

Seit der Einführung des Frauenstimmrechts im Jahr 1971 liegt die Nichtwählerquote der Frauen auf einem höheren Niveau als die Quote der Männer. Es wird aber auch deutlich, dass die Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Männern und Frauen seither abgenommen haben.

Die Statistik über die Wahlbeteiligung an den Grossratswahlen 2009 im Kanton Aargau umfasst 40 Seiten und kann beim Statistischen Amt, Bleichemattstrasse 4, 5000 Aarau (Telefon: 062 835 13 00; E-Mail: statistik@ag.ch; Internet: www.ag.ch/staag/bestellung) zum Preis von 20 Franken bezogen werden.

  • Departement Finanzen und Ressourcen