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Weniger Stau an der Grenze :
Neue Gestaltung des Grenzüberganges Koblenz – Waldshut/Tiengen

Der Grenzübergang in Koblenz soll leistungsfähiger werden. Unter der Leitung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt hat eine Arbeitsgruppe Lösungsvorschläge erarbeitet, um den Verkehr möglichst flüssig zu halten.

Tag für Tag passieren rund 11'000 Fahrzeuge den Grenzübergang Koblenz-Waldshut; bezüglich Lastwagenverkehr gehört der Grenzübergang gar zu den fünf oder sechs am stärksten frequentierten Grenzübergängen der Schweiz. Entsprechend häufig und lang sind die Staus.

Die grenzüberschreitend zusammengesetzte Arbeitsgruppe "Grenzübergang Koblenz-Waldshut/Tiengen" unter Leitung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat sich deshalb auf die Suche nach Lösungen gemacht, um die Verkehrsprobleme zu entschärfen. Und das möglichst rasch. Aus diesem Grund hat die Arbeitsgruppe nur Lösungsvorschläge am bestehenden Brückenstandort geprüft.

Folgende Varianten stehen im Vordergrund: Auf Schweizer Seite liesse sich der Verkehrsablauf mit einer Lichtsignalanlage merkbar verbessern, allerdings muss dafür die Schweizer Grenzabfertigung genügend weit von der Anlage entfernt sein, damit sich die Fahrzeuge bei Grünphasen auch tatsächlich bewegen können.

Deshalb müsste der Schweizer Zoll bei dieser Lösung auf die andere Brückenseite wechseln direkt gegenüber der deutschen Zollstelle wäre Platz vorhanden. Als Alternative ist aber auch eine Variante mit Einbezug des Schweizer Zollplatzes denkbar, so dass die Grenzabfertigung am alten Ort bleiben würde. Diese beinhaltet ein Linksabbiegeverbot und den Bau eines Kreisels westlich der bestehenden Zollanlage. Auf diese Möglichkeit müsste zurückgegriffen werden, wenn eine Verlagerung der Zollabfertigung auf die deutsche Rheinseite nicht zum Tragen kommt.

Auch auf deutscher Seite sind Massnahmen notwendig. So schlagen die Verkehrsplaner einen Ausbau des Knotens gleich nach dem Grenzübergang vor. Alternative dazu wäre ein Kreisel mit zusätzlicher Unterführung für die Strecke Waldshut Tiengen, doch ist das eine sehr teure Variante, der seitens der Strassenverwaltung in Deutschland keine Realisierungschancen eingeräumt wird.

Eine Entlastung bringt der bereits beschlossene Bau einer neuen Zollabfertigungsanlage speziell für den Schwerverkehr. Sie soll 2009 in Betrieb gehen. Auch wird die Strasse von Tiengen bis zur Zollanlage von zwei auf drei Spuren ausgebaut, was den Verkehrsfluss verbessert. Zu weniger Stau führen wird auch der Plan, die Zollabfertigung auf beiden Seiten der Brücke durch einen Spurausbau zu beschleunigen.

Die Arbeitsgruppe " Grenzübergang Koblenz-Waldshut/Tiengen" wird die Lösungsvorschläge jetzt nochmals sehr genau prüfen. Welches Bauprojekt erarbeitet werden soll, wird im Herbst dieses Jahres entschieden.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt