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Weniger Schülerinnen und Schüler ohne Anschlusslösung :
Ergebnisse aus der Schulabgängerbefragung STEP I 2012

Seit 2008 wird im Kanton Aargau die Schülerabgängerbefragung STEP I am Ende der obligatorischen Volksschulzeit durchgeführt. Erneut zeigt sich, dass im Vergleich zu den Vorjahren weniger Schülerinnen und Schüler ohne Anschlusslösung dastehen.

Mit der Schulabgängerbefragung STEP I liegen die Anschlusslösungen aller 6'925 Aargauer Schülerinnen und Schülern aus der Regel-, Sonder- und Privatschule vor. Der grösste Teil der Jugendlichen im Abschlussjahr 2012 (96,9 Prozent) verlässt die Volksschule. Die anderen 3,1 Prozent bleiben ein weiteres Jahr in der Volksschule.

Anschlusslösungen im Überblick

24,5 Prozent der Aargauer Abgängerinnen und Abgänger wechseln nach der Volksschule direkt an ein Gymnasium oder eine Mittelschule. 57,0 Prozent beginnen nahtlos eine Ausbildung in einem Lehrbetrieb. Insgesamt starten 81,5 Prozent der Schulabgängerinnen und -abgänger direkt mit einer weiterführenden Ausbildung auf der Sekundarstufe II. 13,6 Prozent besuchen ein Brückenangebot oder greifen auf eine andere Zwischenlösung zurück. Weitere 3,3 Prozent entscheiden sich für ein Praktikum oder beginnen mit einer ungelernten Erwerbsarbeit. Einige Abgängerinnen und Abgänger aus der Sonderschule setzen ihren Weg in einem ausserkantonalen Heim oder an einem ausserkantonalen Beschäftigungsplatz fort. Es bleiben 1,5 Prozent oder 102 Lernende, die kurz vor Abschluss noch nicht wissen, welchen Weg sie nach der Volksschule einschlagen werden.

Entwicklung über fünf Jahre

Für Regelklassen, Kleinklassen, Werkjahr, Berufswahljahr sowie Integrations- und Berufsfindungsklasse ist ein Vergleich mit den Erhebungen der Vorjahre möglich. Zwischen den fünf Erhebungen von 2008 bis 2012 lassen sich in der Wahl der Anschlusslösungen leichte Verschiebungen erkennen.

Im Vergleich zur ersten Erhebung (2008) hat der Anteil der Abgängerinnen und Abgänger, die in eine allgemeinbildende Schule eintreten, um 4,7 Prozentpunkte zugenommen und liegt nun bei 22,4 Prozent. Die Nachfrage nach beruflicher Grundbildung ist weiterhin konstant. Rund 57 Prozent entscheiden sich für eine duale Berufsausbildung und knapp 3 Prozent für eine berufliche Vollzeitschule. Nachdem von 2008 bis 2010 ein Rückgang bei den Brückenangeboten und Zwischenlösungen festgestellt wurde, hat sich seither der Anteil bei rund 13 Prozent etabliert. Die Wahl eines Praktikums oder die Aufnahme einer Erwerbsarbeit bleibt mit 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant.

Stetig kleiner wurde die Gruppe der Jugendlichen, die ohne Anschlusslösung die Volksschule verlassen. Ihr Anteil betrug 2008 noch 2,4 Prozent aller Abgängerinnen und Abgänger. Jahr für Jahr nahm dieser Anteil ab und erreicht nun im Jahr 2012 1,5 Prozent.

Die Statistiken sind unter www.ag.ch/statistik > Themen > Gesellschaft > Bildung zu finden.

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