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Weniger Pflegetage in den Spitälern :
Erkenntnisse aus vier aktuellen Gesundheitsstatistiken

Die Aargauer Gesundheitsstatistiken 2020 zeigen: Mehr als die Hälfte der Eintritte in ein Akutspital sind notfallmässig, die Zahl der Hospitalisierungen in Spitälern sinkt, der Pflegebedarf beim Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim und die Spitex-Leistungen nehmen weiter zu.

Die neu erschienenen Publikationen von Statistik Aargau zur Krankenhaus- und Medizinischen Statistik sowie zur Statistik der Alters- und Pflegeheime (SOMED) und zur Spitex-Statistik 2020 geben einen Überblick über die Tätigkeit in den Kliniken und über die Pflege sowie Unterstützung der Menschen im Kanton Aargau. Beleuchtet werden die Themenkreise Finanzen, Mitarbeitende sowie Klientinnen und Klienten.

Zahl der Pflegetage sinkt in den Spitälern

Zum ersten Mal seit 2014 ist die Zahl der Pflegetage in den Aargauer Kliniken niedriger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patientinnen und Patienten über alle Kliniktypen bleibt 2020 jedoch in etwa auf Vorjahresniveau. Dieser Wert hat sich in den einzelnen Kliniktypen unterschiedlich entwickelt: In Akutspitälern hat sich die Aufenthaltsdauer seit dem Jahr 2001 um einen Drittel von 10 auf 6 Tage verkürzt, in psychiatrischen Kliniken um knapp die Hälfte von 72 auf 40 Tage. Dahingegen liegt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Rehabilitationskliniken im gleichen Zeitraum relativ konstant zwischen 27 und 30 Tagen.

Wie im Vorjahr lag der Anteil der notfallmässigen Eintritte über alle Kliniktypen bei rund 44 Prozent. In Akutspitälern waren es 51,3 Prozent der Fälle (2019: 51,7 Prozent), in den psychiatrischen Kliniken 61,2 Prozent (2019: 60,4 Prozent), während der Anteil der notfallmässigen Eintritte in Rehabilitationskliniken sowie Spezialkliniken erwartungsgemäss gering ist.

Todesfälle in Alters- oder Pflegeheimen

Im Jahr 2020, das stark durch die Covid-19-Pandemie geprägt war, stieg die Anzahl der Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen verglichen mit dem Vorjahr um 13,2 Prozent auf 2'612. Einzig in der Gruppe der unter 65-Jährigen bleibt die Zahl der Todesfälle unverändert. Am stärksten ist der prozentuale Anstieg bei den über 95-Jährigen (+33,8 Prozent, von 272 auf 364 Todesfälle). Das Total der verrechneten Stunden für pflegerische und hauswirtschaftliche Spitex-Leistungen hat im letzten Jahr um 30‘432 Stunden (+2,1 Prozent) zugenommen. Seit dem Jahr 2006 beträgt der Anstieg 895‘158 Stunden (+144,5 Prozent). Dieser Anstieg kann zum Teil durch die Veränderung der Grundgesamtheit erklärt werden.

Mehr zum Thema

Die Statistiken sind unter www.ag.ch/statistik > Themen > Gesellschaft > Gesundheit zu finden.

  • Departement Finanzen und Ressourcen