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Weniger Pflegetage bei den stationären Patienten :
Jahresbericht der Psychiatrischen Dienste und der Kantonalen Behindertendienste

Die Psychiatrischen Dienste des Kantons Aargau verzeichneten im Jahr 2000 erneut eine stärkere Nachfrage bei den ambulanten Behandlungs- und Dienstleistungsangeboten. Dagegen gingen die stationären Pflegetage leicht zurück. Bei gleichbleibendem Stellenplan sind deshalb die Mitarbeitenden zunehmend gefordert. Bei den Kantonalen Behindertendiensten mussten sogar Wartelisten geführt werden.

Das Jahr 2000 der Psychiatrischen Dienste (PD) war geprägt von der Eröffnung einer Alterswohngruppe sowie der Umlagerung von fünf Stellen vom stationären in den ambulanten Bereich. Daneben machten die PD auch mit der voll besetzten Forschungsabteilung mit international beachteten Projekten auf sich aufmerksam.

Geringerer Staatszuschuss

Die Betriebsrechnung 2000 (gemäss Staatsrechnung) der gesamten Psychiatrischen Dienste schliesst mit Einnahmen von 43,0 Mio. Franken. Diese liegen 3,1% unter dem Voranschlag. Zurückzuführen ist dies vor allem auf den Rückgang der Pflegetage um 2?910 Tage. Der Grund liegt in der kürzen Aufenthaltsdauer und der Verlagerung von der stationären zur ambulanten Behandlung. Die Patientenaustritte stiegen von 1?496 im Vorjahr auf 1?541.
Die Ausgaben von 69,1 Mio. Franken konnten um 4,1% unter dem Voranschlag gehalten werden. Dies ist hauptsächlich auf den zeitlich verschobenen Investitionsaufwand im Informatikbereich, aktive Sparanstrengungen beim Sachaufwand und auf eine Reduktion im Personalaufwand zurückzuführen.Der Staatszuschuss ging im vergangenen Jahr um 7,7% auf 26,1 Mio. Franken zurück. Umgerechnet beträgt er pro Einwohnerin bzw. Einwohner des Kantons Aargau knapp 48 Franken (im Vorjahr 52 Franken).

Wartelisten bei den Behindertendiensten

Die Kantonalen Behindertendienste bestehen seit drei Jahren. Im Zentrum für Arbeit und Beschäftigung (ZAB) musste - bedingt durch die grosse Nachfrage nach geschützten Arbeitsplätzen (derzeit 105) - eine Warteliste geführt werden.
Für das Wohn- und Beschäftigungsheim Sternbild (WHS) war das Jahr 2000 ein Jahr der ersten Konsolidierung. Dies, nachdem in den vorangegangenen Jahren noch immer neue Wohngruppen oder Ateliers eröffnet wurden. Auch für das WHS besteht eine Warteliste, die 48 Plätze sind voll belegt. Es ist zur Zeit nicht absehbar, wann es freie Plätze geben wird.
Die Betriebsrechnung 2000 (gemäss Staatsrechnung) der gesamten Behindertendienste schliesst bei Einnahmen von 7,761 Mio. Franken und Ausgaben 7,728 Mio. Franken mit einem Einnahmenüberschuss von 33'000 Franken ab. Dieser Überschuss ist neben der zurückhaltenden Ausgabenpraxis auch auf die Anpassung der Verbuchungstechnik im Zentrum für Arbeit und Beschäftigung zurückzuführen. Dadurch konnten einmalige Mehreinnahmen der BSV-Beiträge von 700'000 Franken ausgewiesen werden.

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