Weniger Maturanwärter bei den Neueintritten
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Aargauer Mittelschulen: Wachstum bei den Wirtschaftsdiplomschulen
Im August dieses Jahres werden 1160 Schülerinnen und Schüler in die sechs Aargauer Mittelschulen eintreten, 71.6 Prozent davon in den Maturitätslehrgang, je 14.2 Prozent in die Wirtschaftsdiplomschule und die Diplommittelschule. Das Gewicht der Maturität gegenüber den Diplomlehrgängen nimmt im Vergleich zu 1999 leicht ab.
Die ausgeglichenen Anmeldezahlen an die beiden Diplomlehrgänge bedeuten ein Erstarken der Wirtschaftsdiplomschule, die bisher nur rund halb soviele Eintritte wie die Diplommittelschule hatte.
1160 Jugendliche beginnen im neuen Schuljahr einen Ausbildungslehrgang an den Aargauer Mittelschulen. Das sind 19 mehr als letztes Jahr. 830 Schülerinnen und Schüler (71.6 Prozent, Vorjahr: 73.6 Prozent oder 840) treten in einen Maturitätslehrgang ein. Zur Anmeldung gehört auch die Wahl eines Faches, mit dem in den ersten beiden Jahren der Maturität ein Akzent gesetzt werden kann. Das beliebteste der vier Fächer ist Geistes- und Sozialwissenschaften, das von über einem Drittel aller Angemeldeten gewählt worden ist. Ein Viertel belegt Moderne Sprachen, ein guter Fünftel Mathematik und knapp 18 Prozent Latein. Damit treten im Verhältnis mehr Schülerinnen und Schüler ins Akzentfach Geistes- und Sozialwissenschaften ein als im Jahr 1999. Die Entwicklung geht vor allem auf Kosten des Akzentfachs Mathematik, das im Vorjahr von über einem Viertel belegt wurde.
WDS mit Berufsmatura als Gewinnerin
Das Gewicht der Diplomlehrgänge innerhalb der Mittelschule hat weiter zugenommen. 28.4 Prozent der Eintretenden (Vorjahr: 26.4 Prozent) haben sich an der Wirtschaftsdiplomschule (WDS) oder der Diplommittelschule (DMS) eingeschrieben. Neu ist die Verteilung auf die beiden Diplomrichtungen. Die Anmeldungen teilen sich genau hälftig auf WDS und DMS auf, während 1999 die DMS fast doppelt so viele Eintritte verzeichnete wie die WDS. Der Erfolg der WDS dürfte mit der Neustrukturierung des Lehrgangs auf den Beginn des neuen Schuljahres zu begründen sein. Die WDS eröffnet nun die Möglichkeit, nach dem dreijährigen Lehrgang an der Kantonsschule und einem Praxisjahr in einem Betrieb die Berufsmaturität zu erlangen, welche den prüfungsfreien Zugang an die Fachhochschule Wirtschaft erlaubt.
Mit Umteilungen gegen 3 Mio. Franken gespart
Aufgrund der angespannten Finanzlage des Kantons ist das Erziehungsdepartement bestrebt, die Auslastung der Schulabteilungen und deren Zahl zu optimieren. Dies hat zur Folge, dass 80 Schülerinnen und Schüler oder rund 7 Prozent, nicht in diejenige Schule eintreten können, an die sie sich angemeldet haben. Damit können sieben Klassen eingespart werden, was jährlich Einsparungen von gegen 3 Mio. Franken ermöglicht, ohne dass darunter die Qualität des Unterrichtes leidet. 46 Jugendliche werden regional (innerhalb der Plätze Aarau und Baden/Wettingen) zugeteilt, 34 überregional (beispielsweise im Fall der Diplommittelschule von der Kantonsschule Wettingen an die Neue Kantonsschule Aarau). Bei diesen Zuteilungen wurde darauf geachtet, dass die Jugendlichen mit Kolleginnen und Kollegen aus derselben Herkunftsschule und demselben Wohnort zusammen bleiben können und die Kantonsschule mit öffentlichen Verkehrsmitteln in zumutbarer Zeit erreicht werden kann.