Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Wenig Widerstand beim Projekt A1-Zubringer in Lenzburg :
Elf Einwendungen gegen das kantonale Strassenbauprojekt

Das Projekt A1-Zubringer Lenzburg lag vom 2. Juni bis 1. Juli 2014 öffentlich auf. Während dieser Frist gingen elf Einwendungen gegen das Projekt ein. Die Hauptelemente sind unbestritten. Die Einwendungen betreffen hauptsächlich die Busführung über die Othmarsingerstrasse.

Nordöstlich der Stadt Lenzburg liegt der A1-Zubringer Lenzburg, der das Bünztal und die Region Lenzburg mit der Autobahn verbindet. Verursacht durch die grossen Verkehrsströme, die sich am Knoten Neuhof kreuzen, kommt es in allen drei Richtungen – im Bünztal, in der Stadt Lenzburg und auf der A1 – zu Staus. Aufgrund der prognostizierten Verkehrszunahme für die Region sind Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsablaufs notwendig.

Umfassendes Projekt zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Sicherheit

Das Hauptziel ist die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des Knotens Neuhof. Als Hauptmassnahmen werden die Verkehrsströme am Knoten Neuhof durch den neuen Tagbautunnel entflechtet. Die Verkehrsströme von der Autobahn Richtung Bünztal und umgekehrt können durch den Tunnel kreuzungsfrei unter dem Knoten Neuhof hindurchgeführt werden.

Im Weiteren wird die Spange Hornerfeld als Verbindung der Hendschikerstrasse zum Kreisel Gexi gebaut. Als flankierende Massnahme wird der Verkehr von der Autobahn und vom Bünztal in Richtung Stadt Lenzburg am Knoten Neuhof auf die verfügbaren Strassenkapazitäten dosiert. Um genügend Kapazität und Stauraum zu schaffen, muss der Knoten Neuhof ausgebaut werden.

Durch das Projekt kann die Sicherheit massgebend erhöht werden. Insbesondere kann der Unfallschwerpunkt am Knoten Lindfeld saniert werden, indem die Linksabbiegebeziehungen aufgehoben werden.

Unter anderem werden auch verlässliche Reisezeiten gewährleistet. Die Buslinie 393 (Lenzburg-Mägenwil) soll deswegen neu über die Othmarsinger- und Gexistrasse geführt werden. Zudem wird im Rahmen des Projekts das Geh- und Radwegnetz angepasst. Die Lücken im kantonalen Radwegnetz werden geschlossen.

Einige Einwendungen zur Verlegung einer Buslinie

Die Einwendungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Ein Einwender ist mit dem vorgesehenen Landerwerb und den Beeinträchtigungen auf seinen Parzellen nicht einverstanden.
  • In zwei Einwendungen wird eine kreuzungsfreie Rad- und Fusswegverbindung vom Kreisel Gexi nach Lenzburg gefordert.
  • Die anderen acht Einwendungen bemängeln die Verlegung der Buslinie 393 auf die Othmarsingerstrasse beziehungsweise die nötige Anpassung der Gestaltung in der Othmarsingerstrasse. Es wird gefordert, dass die Buslinie 393 weiterhin über die Hendschikerstrasse und den Knoten Neuhof geführt wird.

Aufgrund der Vorgeschichte wurden Einwendungen erwartet - insbesondere wegen der Busführung über die Othmarsingerstrasse. Diese haben sich nun bestätigt. Die Einwendungen betreffen Elemente, die allenfalls im Rahmen der Einwendungsbehandlung gelöst werden können. Die geringe Anzahl der Einwendungen zeigt, dass das Vorhaben grundsätzlich mitgetragen wird. Bereits in der Volksabstimmung vom 3. März 2013 wurde dem Projekt mit 73 % deutlich zugestimmt.

Nächste Schritte

Als nächster Schritt im Genehmigungsverfahren müssen die Einwendungen behandelt werden. Ziel ist es, das Projekt zu optimieren, so dass möglichst viele Einwendungen zurückgezogen werden. Gleichzeitig mit diesen Entscheiden wird das Projekt gutgeheissen. Sofern die weiteren Verfahren optimal laufen, erfolgt der Baubeginn ab 2016. Die Bauzeit wird rund 3.5 Jahre dauern.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt