Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Wasserqualität der Reuss weiter verbessert :
Der Reussbericht 1994-1998 ist erschienen

Die Gewässerschutzmassnahmen im Einzugsgebiet der Reuss und ihrer Zuflüsse haben in den vergangenen fünf Jahren zu einer weiteren Verbesserung der Wasserqualität dieser Fliessgewässer geführt.

Die Kantone Aargau, Luzern und Zug veröffentlichen bereits zum fünften Mal einen gemeinsamen Bericht über den chemischen Zustand der Reuss unterhalb des Vierwaldstättersees und ihrer Nebengewässer Kleine Emme, Ron und Lorze für die Jahre 1994-1998. Damit dokumentieren die Anrainerkantone die Auswirkungen der Gewässerschutzmassnahmen mit den koordiniert erhobenen Messdaten von insgesamt 16 verschiedenen physikalischen und chemischen Messgrössen an 10 Untersuchungsstellen.

Dank dem Abschluss des Endausbaus der Abwasserreinigungsanlage Schönau im Kanton Zug entspricht die Untere Lorze nun wieder den gesetzlichen Anforderungen. Die Qualitätsziele der Reuss in Rottenschwil und Gebenstorf sind weitgehend eingehalten

Seit Beginn der Untersuchungen vor 25 Jahren verliess die Reuss den Vierwaldstättersee noch nie so sauber. Im Verlauf der Fliessstrecke wird der Fluss durch die Kleine Emme, die Lorze und verschiedene Abwasserreinigungsanlagen mit organischen Stoffen und Nährstoffen belastet. Mit Ausnahme des Nitrits - einem Zwischenprodukt des Abbaus von Stickstoffverbindungen im Gewässer - werden die Qualitätsziele für Fliessgewässer in der gesamten Reuss heute aber eingehalten. In der Kleinen Emme hängt der erhöhte Gehalt an gelöstem organischen Kohlenstoff (DOC) mit den im Einzugsgebiet gelegenen Torfböden zusammen. Ron und Lorze ihrerseits erhalten aus den nährstoffreichen Rotsee bzw. Zugersee eine hohe Grundbelastung an DOC.

Mit einem finanziellen Aufwand von über 60 Millionen Franken wurde die Abwasserreinigungsanlage Schönau im Kanton Zug in den Jahren 1992 bis 1998 ausgebaut. Die verbesserte Reinigungsleistung widerspiegelt sich deutlich in der besseren Wasserqualität der Lorze bei Frauental. Die verringerte Belastung der Lorze wirkte sich selbst in der Reuss bei Rottenschwil positiv aus.

Trotz den Erfolgen bei der Verbesserung der Wasserqualität unserer Fliessgewässer, bedarf es auch in Zukunft weiterer Anstrengungen sowohl bei der Vermeidung von Gewässerverschmutzungen, als auch bei der Reinigung des Abwassers. Für die weitere Verminderung der Nährstoffeinträge in die Gewässer ist besonders der haushälterische Umgang mit Düngemitteln in der Landwirtschaft unerlässlich.

Der ausführliche Bericht kann bei der Abteilung Umweltschutz des Aargauischen Baudepartementes gratis bezogen werden, Tel. 062 835 33 60.

  • Staatskanzlei