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Wanderungsgewinn wirkt stark auf Bevölkerungswachstum :
Aargauische Bevölkerung nimmt 2012 um 6'495 Personen zu

Gemäss der Jahrespublikation zur kantonalen Bevölkerungsstatistik nahm die Bevölkerung während des letzten Jahrs um 6‘495 Personen oder um 1,05 Prozent zu. Ende 2012 lebten damit 627‘893 Personen im Aargau. Das Bevölkerungswachstum gründet wiederum hauptsächlich auf einem positiven Wanderungssaldo, während der Geburtenüberschuss weniger stark dazu beiträgt. Bei der Altersstruktur hielt auch 2012 die Verschiebung zu den Altersklassen der über 64-Jährigen an.

Der Aargau ist mit 627'893 Einwohnerinnen und Einwohnern weiterhin der viertgrösste Kanton der Schweiz. Die schweizerische Bevölkerung hat daran einen Anteil von 484'379 Personen und die ausländische von 143'514 Personen oder 22,9 Prozent.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Einen grossen Beitrag zum Bevölkerungswachstum leistete bis gegen Ende der 90er-Jahre der jährliche Geburtenüberschuss. Dieser nahm seit 1973 von rund 2'800 auf aktuell rund 1'650 ab. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Geburtenzahl letztes Jahr aber wiederum leicht an. Im Vergleich zum Wanderungsgewinn spielt der Geburtenüberschuss bezüglich Bevölkerungswachstum dennoch eine untergeordnete Rolle.

Wanderungsbewegungen

Die Wanderungen schwankten in den letzten drei Jahrzehnten beträchtlich, mit jährlichen Werten von Zu- und Wegzügen zwischen rund 34'000 und 52'000 Personen. Die Zu- und Abwanderung war hauptsächlich beeinflusst von der jeweiligen Wirtschaftslage. Ab Mitte der 80er-Jahre war der Wanderungsüberschuss meist auch die grösste Wachstumskomponente, so auch im Jahr 2012 mit 6'655 Personen. Aktuell beeinflusst der Wanderungsgewinn das Bevölkerungswachstum etwa viermal stärker als der Geburtenüberschuss. Gegenüber den anderen Kantonen resultierten im Jahr 2012 die grössten Zuwanderungsüberschüsse aus den Nachbarkantonen Zürich, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Zug. Gegenüber dem Ausland steht Deutschland vor Italien und Portugal an erster Stelle.

Altersstruktur

Seit den frühen 70er-Jahren zeigt sich eine deutliche Verschiebung zu den höheren Altersklassen, dies aufgrund der geringeren Geburtenzahlen und der höheren Lebenserwartung. Damit verbunden ist die stetige Abnahme des Jugendquotienten (Verhältnis der unter 20-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen in Prozent) sowie die Zunahme des Altersquotienten (Verhältnis der 65-Jährigen und Älteren zu den 20- bis 64-Jährigen in Prozent). Im Jahr 2012 erreichte der Jugendquotient mit 32,7 Prozent einen neuen Tiefststand, während der Altersquotient gegenüber dem Vorjahr weiter anstieg.

  • Departement Finanzen und Ressourcen
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