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Vorgehen bei der Strukturreform der Volksschule :
Erziehungsdirektor Peter Wertli informierte die Vertretungen der Lehrerschaft

Im Rahmen der regelmässigen Gespräche mit den Vertretungen der Lehrerschaft hat Erziehungsdirektor Peter Wertli über einen aktuellen Entscheid des Regierungsrates informiert: Bis Ende des Jahres 2000 soll dem Grossen Rat ein Gesamtbericht zur Strukturreform der Aargauer Volksschule unterbreitet werden.

Am Mittwoch traf sich Erziehungsdirektor Peter Wertli mit Vertretungen der Lehrerschaft: Kantonalkonferenz, Aargauischer Lehrerinnen- und Lehrerverband und Aargauer Mittelschullehrer-Verband. Im Rahmen dieser regelmässigen Aussprachen zwischen Erziehungsdepartement und Lehrerorganisationen orientierte der Erziehungsdirektor über einen Entscheid des Regierungsrates zum Vorgehen bei der Strukturreform der Volksschule.

Der Regierungsrat hat auf Antrag des Erziehungsdepartementes die Phase A der Projektarbeit Strukturreform Volksschule freigegeben. Sie soll zu Entscheidungsgrundlagen führen, ob und wie die Struktur Volksschule mit andern Kantonen harmonisiert und gleichzeitig die Schuldauer bis zur Matura von 13 auf 12 Jahre verkürzt werden kann. Ein entsprechender Gesamtbericht soll Ende Jahr 2000 dem Grossen Rat vorgelegt werden.

Das Parlament muss dann festlegen, ob die heutige Struktur im Aargau mit 5 Jahren Primarschule und 4 Jahren Oberstufe (Real-, Sekundar- und Bezirksschule) beibehalten wird (ein solcher Entscheid bedingte eine Änderung des Leitbildes), oder ob eine Anpassung an andere Kantone erfolgt, die mehrheitlich 6 Jahre Primarschule kennen. Im letzteren Fall muss auch über die Gestaltung der verkürzten Oberstufe entschieden werden, für die verschiedene Varianten denkbar sind. Ebenfalls zu entscheiden ist über die Umsetzung der Verkürzung der Schulzeit bis zur Maturität. Je nach Entscheid des Grossen Rates wird in einer Phase B die Gesetzgebung zu ändern sein.

Weiterführung der Arbeit am Leitbild Schule Aargau

Mit diesem Projekt wird die 3. Etappe der Umsetzung des Leitbildes Schule Aargau begonnen, das im Oktober 1996 vom Grossen Rat verabschiedet worden ist. Das Projekt umfasst die beiden Leitsätze 6 "Das aargauische Schulsystem wird vorerst beibehalten; es ist im Hinblick auf eine interkantonale Harmonisierung umzugestalten" und 7: "Die Schulzeit bis zur Maturität dauert in der Regel 12 Jahre (davon 4 Jahr Gymnasium/Kantonsschule)". Die Vorlage eines separaten Gesamtberichtes an den Grossen Rat entspricht der hohen Bedeutung dieser 3. Etappe der Schulgesetzrevision. Ihre Umsetzung ist damit nicht vor der nächsten Legislaturperiode 2001 - 2005 zu erwarten. Die 1. Etappe ist mit der Umsetzung der 5-Tage-Woche im Juni dieses Jahres vom Volk beschlossen worden. Die 2. Etappe mit der Regionalisierung der Oberstufe befindet sich zurzeit in der Vernehmlassung und wird längere Zeit zur Umsetzung benötigen, was die enge Verknüpfung mit der 3. Etappe begünstigt.

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