Von der Vision zur Tat
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Erfolgreiches 2. Aargauer Management-Roundtable
Der zweite Aargauer Management-Roundtable ist ein voller Erfolg: Über 300 führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur fanden sich am Donnerstag Nachmittag auf Schloss Lenzburg ein und schritten "Von der Vision zur Tat".
"Der heutige Abend steht im Zeichen der Zukunft", eröffnete Walter Cadosch, Leiter von Aargau Services am Donnerstagnachmittag den zweiten Aargauer Management-Roundtable auf Schloss Lenzburg. Mit dem Anlass, der im letzten Jahr erstmals stattfand und von Aargau Services und der Aargauischen Kantonalbank organisiert wird, wolle man ein Signal setzen. "Wir wollen an realen Beispielen aus Politik, Wirtschaft und Kultur zeigen, wie Ziele und Visionen umgesetzt wurden und werden", führte Cadosch aus.
Mit Regierungsrat Roland Brogli, Robert Barth, Gründer der Rivella AG, und Alexander Pereira, Intendant am Opernhaus Zürich, präsentierten drei hochkarätige Refernten aus Politik, Wirtschaft und Kultur ihre Visionen. "Vielleicht sind es gerade diese verschiedenen Perspektiven, die uns heute anregende Momente verschaffen", meinte Urs Grätzer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Aargauischen Kantonalbank. Der Kantonalbank sei es ein grosses Anliegen, Visionen zur Tat werden zu lassen und der Aargauer Wirtschaft immer wieder Impulse zu geben. Etwa mit der Aktion "Impulskredit, dem Aargau zuliebe". "Bis heute haben wir rund 240 Impulskredite mit einem Kreditvolumen von gegen 100 Millionen Franken gesprochen.
Regierungsrat Roland Brogli zeigte in seinem Referat unter anderem auf, wie der Kanton Aargau als Wohn- und Wirtschaftsraum noch attraktiver werden kann. Eines der wichtigsten Ziele sei dabei der nachhaltige Ausgleich des Staatshaushaltes. "Der Regierungsrat sieht dazu rigorose Massnahmen vor, welche den Staatshaushalt bereits ab nächstem Jahr entlasten werden." Die Massnahmen werden zum Teil zu Einschnitten und Leistungsabbau führen. "Doch sie sind für unsere Zukunft nötig.
Robert Barth zeigte in seinem Referat auf, wie vor gut 50 Jahren sein Wirtschaftstraum Wirklichkeit wurde: Der gebürtige Zürcher entwickelte Rivella und schuf so eines der grossen Schweizer Nationalgetränke. "Jeder Einwohner konsumiert heute im Schnitt pro Jahr 12.5 Liter unserer Getränke", führte Roth aus. Eine Vision allein sei es zwar nicht gewesen, die im Falle von Rivella zum Erfolg geführt habe. "Doch es ist immerhin gelungen, den Traum von einer den Ansprüchen unserer Tage genügenden KMU- und Familien-AG zu verwirklichen." Opernhaus-Intendant Alexander Pereira zeigte in seinen Ausführungen, dass es auch in der Kunst wichtig ist, Visionen und Träume zu entwickeln und zu realisieren.
Am anschliessenden Roundtable-Gespräch diskutierten die Referenten und Benno Schulthess, Kunstschaffender aus Widen über Fragen wie: Darf ein Regierungsrat Visionen haben und welche Grenzen werden ihm in der Realität gesetzt? Wie stark unterscheidet sich die Situation eines freischaffenden Künstlers von der eines Unternehmers? Sind Visionen in unserem Umfeld überhaupt noch realisierbar? Moderiert wurde das Gespräch von Peter Frey, langjähriger Bundeshausredaktor der Aargauer Zeitung und seit 1. Juni 2003 Kommunikationsberater im Generalsekretariat des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements.
Beim Apéro nutzten die rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur die Gelegenheit zum visionären Gedankenaustausch und folgten somit dem Aufruf von Regierungsrat Roland Brogli: "Haben wir den Mut, heute visionär zu sein - für die Realität der Zukunft!"