«Vom Nützlichen und Schönen» – Barocker Lebensstil auf Schloss Wildegg
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Programm zum Jahresthema 2011 auf Schloss Wildegg
Die Verbindung von Nützlichem und Schönem war charakteristisch für die Lebensweise der Menschen im 18. Jahrhundert. So war der repräsentative Garten mit den romantischen Pavillons nicht nur Gemüselieferant für die Familie Effinger und ihrer Gäste, sondern auch Lustgarten zum Flanieren und Erholungsoase im Alltag. Im Jahresprogramm 2011 steht dieses Thema im Mittelpunkt der Vermittlungsangebote in Schloss und Garten. Neu werden Schloss- und Gartengeschichte stärker miteinander verbunden.
Schulklassen und Erwachsenengruppen erfahren zum Beispiel auf einer Barocktour durch Garten und Schloss Geschichten aus der Schlosschronik um 1800 von Sophie von Erlach-Effinger. Diese führt mitten ins Leben der ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner. Auf dem Rundgang durchs Schloss werden Geschichten von Liebe und Freude, aber auch von Unglück und schweren Zeiten erzählt. Im Garten kann man flanieren wie zu Sophies Zeiten und sich an den exotischen Pflanzen aus Amerika erfreuen, welche im 18. Jahrhundert in Europa die Speisekarten bereicherten.
"Schöner Wohnen" im Barock
Das von Gärten, Wiesen und Rebland umgebene Schloss ist heute ein Erlebnisort der historischen Garten- und Wohnkultur. Die Wohn- und Arbeitsräume des Schlosses sind original eingerichtet und zeugen von der gehobenen Lebenskultur und dem erlesenen Geschmack der Familie Effinger. Möbel und Gemälde, Öfen und bemalte Tapeten, Uhren und Lampen, Porzellangeschirr waren stets vom Feinsten. Alltagsgegenstände dienten im Barock nicht nur dem eigentlichen Zweck, sondern waren auch Zierde und Freude im täglichen Leben, sowie Ausdruck der gesellschaftlichen Stellung.
Exotisches aus der "neuen Welt" im 18. Jahrhundert
Diese Charakteristik galt auch für den Garten. Wer etwas auf sich hielt, pflanzte exotische Gewächse, die aus neu entdeckten Ländern eingeführt wurden. So gelangten zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten, Tabak aus Südamerika und andern Kontinenten in den Garten auf Schloss Wildegg. Ob die Pflanzen zur Ernährung genutzt wurden oder der Zierde dienten, war oft nicht ganz klar.
Erfinder der barocken Schloss- und Gartenanlage war Bernhard Effinger
Um 1700 liess Bernhard von Effinger, der 6. Herr von Wildegg, die Anlage von einem Festungsbau in ein barockes Wohnschloss umbauen. Das Gebäude erhielt damit weitgehend sein heutiges Aussehen. Zur gleichen Zeit wurde der Nutz- und Lustgarten angelegt. Inspirieren für die grossartigen Terrassengartenanlagen liess sich Bernhard wohl auf seinen Reisen im In- und Ausland, die ihn unter anderem nach Heidelberg, Wien und Versailles führten.
Führungen und Erlebnisse im Jahresprogramm 2011
Das Schloss Wildegg lockt von Frühling bis Herbst mit Angeboten wie Führungen, Kursen und anderen Veranstaltungen. Zudem bietet die Schlossdomäne inmitten einer wunderschönen Landschaft verschiedene Möglichkeiten für private und geschäftliche Veranstaltungen und Anlässe im jahreszeitlichen Wandel.
Weitere Informationen unter Schloss Wildegg
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