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Vom AEW zur Axpo Holding :
Umstrukturierung der Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK)

In vier Schritten werden die NOK umstrukturiert und das Kantonswerk AEW Energie AG in die neue Axpo Holding integriert. Als Aktionär dieser schlagkräftigen Organisation sind die Chancen für den Aargau am besten gewahrt.

Mit der Liberalisierung des Strommarktes wird Elektrizität zu einem handelbaren Produkt und die Energieverteilung zu einer Dienstleistung. Eine Trennung dieser beiden Leistungsbereiche ist im Elektrizitätsmarktgesetz (EMG) vorgesehen und verlangt ein völlig neues Geschäftssystem. Um in den sich rasch öffnenden Strommärkten bestehen zu können, wurde auf Anstoss der NOK ein Zusammengehen mit den fünf Werken der NOK-Kantone Aargau, St. Gallen/Appenzell, Schaffhausen, Thurgau und Zürich gesucht. Nach Prüfung mehrerer Alternativen, entschied sich der Aargau zum Zusammenschluss in einer strategischen Holding.

Vier Schritte zur Axpo Holding

Im Aargau sind die Grundlagen zur Umstrukturierung bereits vorhanden: Mit einem Ja zur Änderung der Kantonsverfassung und zur Änderung des Energiegesetzes am 27. September 1998, gab das Aargauer Stimmvolk grünes Licht zum Aufbau neuer Organisationsstrukturen. Ein Jahr später genehmigte der Grosse Rat die Umwandlung des AEW von der selbständigen Staatsanstalt in eine Aktiengesellschaft, die AEW Energie AG. Auch der erste Schritt auf dem Weg zur Holding ist mit der Gründung einer Handels- und Verkaufsgesellschaft erfolgt. In diesem Geschäft gelten die Regeln des freien Marktes.

Als zweiten Schritt hat die Regierung der Bildung einer Dachgesellschaft zugestimmt. Nach der Gründung werden die Kantone nur noch Aktien der Dachgesellschaft besitzen. Dieser zweite Schritt verpflichtet die NOK-Partner nicht zum dritten Schritt, dem Zusammenschluss der Kantonswerke zur Axpo Holding AG. Der Entscheid liegt beim Grossen Rat, die Weichen für den Zusammenschluss zu stellen. Als vierter und letzter Schritt erhält die Axpo Holding, nach internen Reorganisationen die definitive Struktur. Der Aargau wird insgesamt 25% der Aktien in einem Unternehmen halten, in dem die Aktienmehrheit in schweizerischen Händen bleibt.

Mit dem anvisierten Zusammenschluss kann der Kanton Aargau somit die Handlungsfähigkeit im neuen Umfeld bewahren und kann ein gewichtiges Wort mitreden. Vor allem ist es eine Chance, die heute in der AEW Energie AG verkörperten Werte auf kurze und lange Sicht zu erhalten.

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