Vierte Etappe des erfolgreichen Naturschutzprogramms Wald
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Bis 2020 soll das Waldreservatsnetz fertig gebaut sein
Das erfolgreiche Naturschutzprogramm Wald geht in die vierte und letzte Etappe. Drei Viertel der gesteckten Ziele sind bereits erreicht. Bis 2020 sollen weitere geplante Reservate realisiert und die letzten, für die Zielerreichung nötigen Flächen gesichert werden. Der Unterhalt dieses wertvollen Netzes von Naturvorrangflächen gewinnt an Bedeutung. Nun führt der Regierungsrat eine Anhörung zur Kreditvorlage durch.
Das kantonale Naturschutzprogramm Wald hat zwei Stossrichtungen. Zum einen soll die Holznutzung auf geeigneten Waldflächen ganz eingestellt und den natürlichen Prozessen freien Lauf gelassen werden (Nutzungsverzicht in Naturwaldreservaten und Altholzinseln). Zum anderen werden Waldflächen mit seltenen Tier- und Pflanzenarten gezielt gepflegt (Spezialreservate) sowie geeignete Waldränder ökologisch aufgewertet. Eine Mittelstellung zwischen Naturvorrangfläche und bewirtschaftetem Wald nehmen die so genannten Eichenwaldreservate ein. Hierbei handelt es sich um Wälder, welche eine hohe Artenvielfalt und damit grosse Naturschutzwerte aufweisen, welche es zu erhalten gilt. Mit gewissen Auflagen können Eichenwaldreservate aber weiterhin genutzt und gepflegt werden.
Das Naturschutzprogramm Wald war 1996 auf 25 Jahre angelegt worden. In den ersten drei Programmetappen konnten bis heute in Zusammenarbeit mit den Waldeigentümern und Förstern vor Ort bereits 2'548 Hektaren Nutzungsverzichtsflächen und 841 Hektaren Spezialreservate gesichert werden. Ausserdem wurden 178 Kilometer Waldrand aufgewertet und 1966 Hektaren Eichenwaldreservate ausgeschieden. Nun sollen in der vierten Programmetappe 2014-2019 die Flächenziele von 10 Prozent Naturvorrangflächen und 7 Prozent Eichenwaldreservaten im Aargauer Wald erreicht werden.
Nach Abschluss des Naturschutzprogramms Wald wird der Unterhalt der Naturvorrangflächen zu einer Daueraufgabe des Departements Bau, Verkehr und Umwelt. Der Regierungsrat hat die entsprechende Kreditvorlage von 9,7 Millionen Franken zur öffentlichen Anhörung freigegeben, welche vom 17. August bis 16. November 2012 dauert.
Regierungsrat Peter C. Beyeler zeigt sich überzeugt von der Wirksamkeit dieses Programms: "Naturnahe Waldlebensräume leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt, für welche der Aargau eine Verantwortung trägt. Die kantonalen Beiträge sind aber auch deshalb gut investiertes Geld, weil sie langfristige Naturwerte schaffen, welche die Lebensqualität für die Bevölkerung im Kanton Aargau steigern."
Die Anhörung dauert bis zum 16. November 2012, die Unterlagen dazu finden Sie im Anhörungs-Archiv.