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Verzicht auf den A3-Halbanschluss Schinznacherfeld? :
Öffentliche Orientierung der Repla Brugg Regio zusammen mit dem Baudepartement

An einer von der Repla Brugg Regio organisierten Informations-Veranstaltung orientierten die Verantwortlichen des Baudepartements am 17. Mai 2005 über das weitere Vorgehen betreffend A3-Halb-anschluss Schinznacherfeld. Baudirektor Peter C. Beyeler plädierte dabei für den Verzicht auf eine Öffnung und für eine entsprechende Richtplanänderung.

Im Dezember 1996 hatte der Grosse Rat den A3-Halbanschluss Schinznacherfeld in den Richtplan aufgenommen. Gleichzeitig erteilte er den Auftrag, im Rahmen der Untersuchungen über die verkehr-lichen Auswirkungen der A3 auch die Folgen einer Realisation dieses zusätzlichen Anschlusses zu überprüfen.

Kosten und Nutzen stimmen nicht überein

Analysen mit dem kantonalen Verkehrsmodell in den Jahren 2002 und 2003 zeigten in der Folge, dass eine Öffnung des A3-Halbanschlusses Schinznacherfeld zu unerwünschten regionalen Verkehrsverlagerungen führen und die umliegenden Gemeinden wie Möriken-Wildegg, Holderbank, Schinznach-Bad, Villnachern und Umiken mit beträchtlichem Mehrverkehr belasten würde. Damit die Ortsdurchfahrten in diesen Gemeinden nicht stärker belastet wären, müssten die im kantonalen Richtplan freigehaltenen Umfahrungen Veltheim, Villnachern und Umiken sowie ein neuer Aare-übergang bei Wildegg gebaut werden. Die für diese Vekehrs-infrastruktur aufzuwendenden Mittel von gegen CHF 100 Mio. stehen nach Ansicht des Baudepartements in keinem Verhältnis zum entstehenden Nutzen. Die mit dem Modell aufgezeigte Verkehrsentwicklung bei einer Öffnung des Halbanschlusses wäre auch keineswegs im Sinne einer nachhaltigen Verkehrspolitik.

Baudepartement empfiehlt Verzicht auf Öffnung

Wie Regierungsrat Peter C. Beyeler, Vorsteher des Baudepartements, an einer von der Repla Brugg Regio initiierten öffentlichen Orientierung erklärte, empfiehlt das Baudepartement daher einen Verzicht auf die Öffnung des Halbanschlusses und plädiert für die Beibehaltung des Status Quo. Dem Grossen Rat soll eine Richtplan-Anpassung beantragt werden, die keine Öffnung des Halbanschlusses und die Streichung der Umfahrungen Umiken, Villnachern, Schinznach-Dorf und Veltheim vorsieht. Das Projekt Aarebrücke Wildegg ist davon ausgeklammert, weil es im Zusammenhang mit der Verkehrssanierung Wildegg gesondert geprüft wird.

Die Haltung des Baudepartements deckt sich mit der Strategie der Repla Brugg Regio, die mittelfristig eine Stärkung der Nord-Süd-Achse aus dem Unteren Aaretal via Brugg-Windisch ins Birrfeld zu den A1-/A3-Anschlüssen vorsieht. Auf dieser Achse liegen auch die regionalen Entwicklungs-schwerpunkte Brugg-Windisch sowie das Birrfeld (Birr/Lupfig). Das linksufrige Aaretal soll nicht weiter mit Verkehrsinfrastrukturausbauten belastet werden.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt