Vernissage "Kunst im öffentlichen Raum"
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Kunst für den Campus Brugg-Windisch
Mit der Fertigstellung des Campus-Neubaus wurden auch die fünf Kunstinterventionen in den Lichthöfen realisiert. Die Kantonale Kommission "Kunst im öffentlichen Raum" lädt die interessierte Öffentlichkeit zur Vernissage ein.
Der Kanton Aargau, vertreten durch die Immobilien Aargau sowie die kantonale Kommission "Kunst im öffentlichen Raum" haben im letzten Jahr einen Wettbewerb ausgeschrieben, um die Lichthöfe im Campus-Neubau in Brugg-Windisch künstlerisch zu gestalten. Pünktlich zum Semesterbeginn sind die fünf Siegerprojekte nun realisiert. Die ausgewählten Künstler Luigi Archetti, Zürich, Daniele Buetti, Zürich, Stefan Gritsch, Lenzburg, Peter Regli, Zürich und Werner Reiterer haben ihre künstlerischen Werke in den ihnen zugewiesenen viergeschossigen Lichthöfen vollendet. Die Kunstinstallationen können anlässlich einer öffentlichen Vernissage im Beisein der Künstler bewundert werden.
Datum: 11. September 2013, um 17.30 Uhr
Ort: Treffpunkt ist das bahnhofseitige Eingangsfoyer im Campus-Neubau.
Von Minimal Art bis Konzeptkunst
Die Aufgabe des Beurteilungsgremiums war nicht einfach. Aus den 63 eingereichten künstlerischen Bewerbungsdossiers wurden 15 selektioniert und zum Studienauftrag zugelassen. Aus diesen mussten einerseits die fünf aussagekräftigsten Werke evaluiert, aber auch das Nebeneinander der Arbeiten kuratorisch abgestimmt werden. Entstanden sind fünf Kunsträume, welche die aktuellen Tendenzen der zeitgenössischen Kunst abbilden – von der "Minimal Art" bis zur "Konzeptkunst". Die funktionale Architektur des Campus-Neubaus wird dabei spannungsreich und atmosphärisch aufgeladen.
Die Künstler und ihre Werke
Der Künstler und Musiker Luigi Archetti (*1955) füllt mit CLUSTER den Raum mit einem Schwarm aus gleichförmigen Gitarren aus Gips, die lautlos gegen ein schwarzes Loch driften, welches als Flachmalerei auf der Wand aufgemalt ist. Auch die Arbeit THE REFLECTION, THE IMAGE IS ME... BUT I AM NOT THE IMAGE von Daniele Buetti (*1955) weitet den vorhandenen Raum aus. Der Künstler hat eine Wand vollständig mit übereinander liegenden Spiegeln bedeckt. Davor ist eine Chromstahlstange montiert, die sich wie eine fragile Zeichnung vom Boden zur Decke zieht. In die Tiefe der Zeit führt die Arbeit TEXTUREN von Stefan Gritsch (*1951). Der Künstler arbeitet mit Formen und Folien aus Acrylfarbe. In seinem Lichthof hat er Teile des Verputzes abgenommen und mit rezyklierten Farbhäuten ausgekleidet; so erhält der Campus eine eigene Patina. Die fünf Adler von Peter Regli (*1959) beziehen sich auf lokale Geschichten. Vom amtierenden Schweizermeister im Motorsägen hergestellt und in je zwei Teile zersägt, entmachtet die Arbeit RH_288_2012 das Wappentier und transformiert es zur hilflosen Kreatur, die im Lichthof schwebt. Der Österreicher Werner Reiterer (*1964) hingegen erinnert mit einem leisen und viel zu langsamen Ticken eines Ungetüms von Uhr auf das Verrinnen der Zeit und schenkt uns dabei das Bild des Sonnenauf- oder untergangs hinter den Glasbrüstungen. Die Kunstinstallationen sind ab 16. September während des Schulbetriebs öffentlich zugänglich.