Vereinbarkeit von Beruf und Familie gezielt stärken
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Abschluss des Projekts
Was können Unternehmen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie tun? Wie können sie im eigenen und im Interesse ihrer Arbeitnehmenden familienfreundlicher werden? Ein Projekt der Fachstelle Familie und Gleichstellung und des Amts für Wirtschaft und Arbeit zeigt Wege auf.
Die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit wird nicht nur für Väter und Mütter, sondern auch für Klein- und Mittelunternehmen immer wichtiger. Das Projekt "Familienfreundliche KMU" bot zehn Klein- und Mittelunternehmen in den vergangenen zwei Jahren die Gelegenheit, mit der Unterstützung von Fachpersonen familienfreundliche Arbeitsbedingungen zunächst zu evaluieren und danach einzuführen. Dies mit dem Ziel, als Arbeitgeber für Eltern attraktiver zu werden, die Beruf und Familie unter einen Hut bringen wollen oder müssen. Gleichzeitig profitieren Unternehmen davon, wenn ihren Arbeitnehmenden besser gelingt.
Das von der Fachstelle Familie und Gleichstellung und dem Amt für Wirtschaft und Arbeit gemeinsam mit der Fachstelle UND, Familien- und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen, durchgeführte Projekt stiess bei den Unternehmen auf grosses Interesse. Die Palette der Massnahmen, welche die beteiligten KMU ergriffen haben, reichen von der Einführung flexibler Arbeitszeiten, angepassten Schichtmodellen und mit genügend Vorlauf angelegten Dienstplänen über die Schaffung eines Vaterschaftsurlaubs und die Regelung des Pflegeurlaubs für Kinder bis zur Einrichtung des flexiblen Arbeitsplatzes (Heim-/Telearbeit) und der Unterstützung bei der familienergänzenden Kinderbetreuung. Eine grosse Herausforderung bleibt bei allen Betrieben, flexible Arbeitszeiten oder Teilzeitarbeit nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer und auf allen Hierarchiestufen zu ermöglichen. Zudem ist die fehlende Transparenz im Lohnsystem nach wie vor ein Knackpunkt.
Die Ergebnisse des Projekts "Familienfreundliche KMU", das von der Aargauischen Industrie- und Handelskammer und dem Aargauischen Gewerbeverband begleitet wurde, werden an zwei Abschlussveranstaltungen in mitwirkenden Betrieben vorgestellt: Heute Dienstag, 16. August 2011, 17 bis 19 Uhr, im Zentrum Reusspark in Niederwil, am Donnerstag, 8. September 2011, 17 bis 19 Uhr, im Seehotel Hallwil in Beinwil am See. An der ersten Veranstaltung spricht Landstatthalter Susanne Hochuli, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales, an der zweiten Landammann Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres.