Verbesserte Strukturen für das Kantonsspital Aarau
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Organisationsanalyse zeigt Massnahmen auf
Mit einer Reihe von Massnahmen soll das Kantonsspital Aarau für die Zukunft gerüstet werden. Eine von Gesundheitsdirektor Ernst Hasler in Auftrag gegebene Studie kommt zum Schluss, dass insbesondere die Führungsorganisation neu definiert werden soll.
Laut der Organisationsanalyse des Zürcher Beratungsbüros CGZ werden im Kantonsspital Aarau nach wie vor auf breiter Basis hervorragende medizinische und pflegerische Leistungen erbracht. Die Analyse zeigt aber auch interne als auch von aussen beeinflusste Schwachstellen auf. Mit verschiedenen Massnahmen sollen Verbesserungen erreicht werden.
Zu den vom Kantonsspital Aarau (KSA) wenig beeinflussbaren Faktoren gehören die Vorgaben des Kantons im Personalwesen. Dies behindert eine flexiblere Reaktion in der angespannten Personalmarktsituation im Gesundheitswesen. Deshalb soll hier die Eigenständigkeit des KSA erhöht werden.
Im Bereich der internen Schwachpunkte ortete die Organisationsanalyse Informationsdefizite seitens der Ärzteschaft. Ein Kommunikationskonzept soll die Ärzte besser in die Zukunftsentwicklung einbeziehen.Schwachstellen liegen ferner bei der Prozessorientierung. Das KSA ist heute vorab funktional organisiert. Die häufig hindernden Schnittstellen sowohl zwischen Organisationseinheiten verschiedener Hierarchiestufen als auch auf gleicher Hierarchiestufen sollen eliminiert werden.
Weitere Schwachpunkte liegen beim veralteten Informatiksystem, beim Rechnungswesen und im Controlling sowie bei der Koordination der zahlreichen komplexen Grossprojekte. Das Gesamtcontrolling soll deshalb direkt der obersten Spitalleitung unterstellt werden.
Wegen Personalknappheit beim Operationspersonal kann die OPS-Kapazität derzeit nicht voll genutzt werden. Bei Wahleingriffen kommt es deshalb oft zu längeren Wartezeiten. Um diese zu verkürzen, hat ein OPS-Manager seine Arbeit aufgenommen. Weitere Massnahmen sind in Prüfung.
Mit verschiedenen Massnahmen soll auch der Wertschätzung der Mitarbeitenden stärker Rechnung getragen werden.
Alle Massnahmen sollen noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Zusätzlich wird für das KSA bis Ende Jahr auch eine neue Führungsstruktur erarbeitet. Sie soll die Basis abgeben für die Führungsstruktur nach der geplanten Verselbständigung ab dem Jahr 2003. Als eine erste Massnahme wird der neue Präsident der Spitalleitung, Dr. Georg Ruflin, sein Amt als 50 Prozent-Pensum ausüben.