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Unterschiedliche Ergebnisse bei der Rehwild- und Wildschweinbejagung :
Bilanz der Abschussplanung 2002/2004

Mit dem Abschluss des Jagdjahres hat die Sektion Jagd und Fischerei des aargauischen Finanzdepartements bei der Rehwildbejagung und der Wildschweinbejagung Bilanz gezogen. Die Jägerinnen und Jäger haben bei der Rehwildbejagung sehr gute Arbeit geleistet. Die Wildschweinbejagung verzeichnete einen markanten Rückgang.

Das reiche Äsungsangebot nach dem Sturmereignis Lothar führte in den letzten Jahren zu wachsenden Rehwildbeständen. Um der damit verbundenen dynamischen Entwicklung der Rehwildbestände wirksam zu begegnen, haben die dafür zuständigen Bezirksjagdkommissionen die Abschusszahlen für Rehe von 4700 auf 5200 Rehe pro Jahr angehoben. Dieses Ziel konnte dank dem grossen Einsatz der Jägerinnen und Jäger insgesamt zu 98 Prozent erreicht werden. In den von Lothar meistbetroffenen Jagdrevieren wurden die Abschussziele sogar leicht übertroffen. Einzelne Jagdgesellschaften haben ihren Abschuss seit 2002 um über 50 Prozent gesteigert und damit dem Anwachsen der lokalen Rehwildbestände angemessen Rechnung getragen.

Die Schwarzwildbejagung verzeichnete im Jagdjahr 2003 / 2004 einen markanten Rückgang. Mit 751 Wildschweinen wurden rund 45 Prozent weniger Tiere erlegt als im Vorjahr mit 1329 Wildschweinen. Dagegen stieg der Schaden an landwirtschaftlichen Kulturen im Jahr 2003 erneut an und erreichte einen neuen Höchstwert von rund 600?000 Franken. Ob die rückläufige Abschusszahl auf einen Bestandesrückgang hinweist und damit im laufenden Jahr weniger Schäden entstehen, muss zum heutigen Zeitpunkt offen bleiben. Auf alle Fälle gilt es, die Schwarzwildzahlen genau im Auge zu behalten, zumal der Wildschweinbestand innerhalb eines Jahres um über 150 Prozent (gemessen am Frühjahresbestand) zunehmen kann. Das Finanzdepartement empfiehlt, auch mit Blick auf das bestehende Defizit in der Wildschadenskasse von etwa 500'000 Franken, den eingeschlagenen Weg des kantonalen und eidgenössischen Wildschweinmanagements konsequent weiter zu beschreiten.

Unter Mitwirkung fast aller Aargauer Jagdgesellschaften hat das Schweizer Zentrum für die Kartographie der Fauna eine Umfrage zum Thema Luchs, Wildschwein und Fuchsräude (Infektionskrankheit durch Hautgrabmilben) durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass das Wildschwein bereits heute weiter verbreitet ist, als dies aufgrund des Schadenbildes bis anhin angenommen wurde. Die Fuchsräude bleibt auf einige wenige Fälle im Südwesten des Aargaus beschränkt. Beim Luchs konnte festgestellt werden, dass einzelne Tiere sporadisch den Jura durchstreifen. Die über den Mutschellen bis an die Aare vorgedrungene Luchsdame "Aika" aus dem Wiederansiedlungsprojekt LUNO hat sich wieder in die östliche Zentralschweiz zurückgezogen.

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