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Umgestaltung der Ortsdurchfahrt in Berikon :
Diverse Massnahmen verringern die Attraktivität für den Durchgangsverkehr

Am 20. April 2009 starten die Bauarbeiten für die siedlungsorientierte Gestaltung der Kantonsstrasse K 411 in Berikon. Die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt ist Bestandteil der Folgemassnahmen N20/N4 in der Region Mutschellen. Da gleichzeitig umfangreiche Erneuerungsarbeiten an den Werkleitungen sowie Lärmschutzmassnahmen vorgenommen werden, erstreckt sich die Bauzeit bis in den Herbst 2011.

Ziel der Verkehrsberuhigungsmassnahmen in Berikon ist es, den Verkehr generell zu verlangsamen und gleichzeitig ein möglichst homogenes Geschwindigkeitsniveau zu erreichen. Die circa 2,3 Kilometer lange Innerortsstrecke von Berikon wird auf eine Breite von sechs Metern (zweimal drei Meter Fahrstreifen) zurückgebaut. Die Breite des Trottoirs variiert je nach Bereich zwischen 2 und 4,75 Metern (Boulevard). Zur Fahrbahn wird der Boulevard mit Alleebäumen abgegrenzt.

Die vierarmigen Kreuzungen Berimärt und Stalden werden je zu einem Verkehrskreisel umgestaltet. Im Bereich Kreisschule wird eine Mittelinsel eingebaut und bepflanzt. Am südlichen Dorfende wird ebenfalls eine Insel als Pförtner erstellt. Die Abfolge dieser Massnahmen zusammen mit den Bushaltestellen, welche teilweise auf der Fahrbahn angeordnet sind, mindern die Attraktivität für den Durchgangsverkehr.

Der überalterte Belag und die Fundation werden vollständig erneuert. Die Fahrspur muss in den einzelnen Bauabschnitten auf eine Spur eingeengt werden, der Verkehr wird dabei mit einer Lichtsignalanlage geregelt. Es wird an zwei Abschnitten gleichzeitig gestartet: Im Strassenstück Berikerhuus bis Stattgatter und im Abschnitt Gubelstrasse bis zum südlichen Dorfende (Mattenhof). Im weiteren Bauablauf verschieben sich die Bauabschnitte im Rhythmus von zwei bis vier Monaten von Süden gegen Norden auf die Mutschellenkreuzung zu.

Auf der ganzen Länge der Strasse wird die Trinkwasserleitung erneuert. Dabei werden auch bei über hundert Liegenschaften neue Hausanschlüsse bis an den Strassenrand geführt. Im Abschnitt der Oberwilerstrasse wird zudem die Kanalisation auf 230 Metern Länge neu verlegt. Neben diesen kommunalen Leitungen sind auch das AEW, die Swisscom, die Cablecom und der regionale Wasserverbund für die Aufrüstung ihrer Kabelanlagen besorgt. Schliesslich wird über den ganzen Sanierungsbereich die Strassenbeleuchtung angepasst. Die Boulevardanlage erhält dabei separate Beleuchtungskörper. Mit dem Strassenbau werden auch Massnahmen für den Lärmschutz umgesetzt.

Die Baumeisterarbeiten haben ein Volumen von rund 9,5 Millionen Franken. Die Kosten verteilen sich je nach Bauherrenzuständigkeit auf Kanton, Gemeinde und Drittwerke. Am Strassenbau beteiligt sich der Bund mit 84 Prozent Kostenanteil. Die kombinierte Arbeitsausführung ist für die beteiligten Bauherrschaften und für die Anstösser von Vorteil.

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt und der Gemeinderat Berikon bitten die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Verkehrsteilnehmenden um Nachsicht für die unvermeidliche Behinderung und danken für das Verständnis.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt