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Umfassendes Planungswerk für Aargauer Gesundheitswesen :
Kommissionsberatungen zur Gesundheitspolitische Gesamtplanung (GGpl) abgeschlossen.

Die Kommission für Gesundheit und Sozialwesen (GSW) des Grossen Rates hat in acht Sitzungen die Gesundheitspolitische Gesamtplanung (GGpl) des Kantons Aargau beraten. In 26 Strategien sowie einer Standortdefinition für die öffentlich subventionierten Akutspitäler, die Stationäre Psychiatrie und die Spezialkliniken werden Eckpfeiler für die künftige gesundheitspolitische Ausrichtung gesetzt.

Ziel ist, eine qualitativ hoch stehende gesundheitliche Versorgung in allen Lebensbereichen für die Aargauer Bevölkerung sicherzustellen; eine Versorgung, deren Finanzierung auch realistisch ist.

Die Idee für eine Gesundheitspolitische Gesamtplanung entstand im Zusammenhang mit den Vorarbeiten für ein neues Spitalgesetz. Im Rahmen der Neuordnung der Zuständigkeit ist nämlich nicht mehr der Grosse Rat für den Erlass der Spitalkonzeption zuständig, sondern der Regierungsrat. Das vorliegende strategische Planungswerk ist eine Pionierleistung und könnte in seinen Aussagen nicht nur für den Aargau, sondern für die ganze Schweiz richtungweisend sein.

Das Konzept versteht sich als umfassendes Planungswerk, welches das Gesundheitswesen aus einer ganzheitlichen Sicht ausleuchtet und aufzeigt, in welche Richtung es sich in den nächsten Jahren entwickeln soll. Neben Qualität, Versorgungssicherheit, Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit, soll auch die Kostenentwicklung in kontrollierbare Bahnen gelenkt werden, ohne das Angebot zu schmälern.

In engagierter Arbeit haben sich die Kommissionsmitglieder mit den 25 Leitsätzen und einer Übergeordneten Strategie auseinander gesetzt. Sie haben Formulierungen gesucht, um die Aussagen zu präzisieren und Anträge gestellt, um die Strategien zu vervollständigen. Besonderes Gewicht wurde gelegt auf kostendämpfende Massnahmen, Wettbewerb und Anreizsysteme für eine verstärkte Zusammenarbeit und Konzentration von ähnlich gelagerten Angeboten. Im dreistufigen Spitalversorgungskonzept mit Grund-, Schwerpunkt- und Zentrumsversorgung wird ebenfalls eine verstärkte Koordination und Zusammenarbeit angestrebt, wobei die regionale Versorgung auch weiterhin gewährleistet sein wird. Neben der Versorgungssicherheit waren auch Qualität, Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit Themen, bei denen sich die Kommissionsmitglieder oft erst nach längeren Debatten, aber trotzdem grossmehrheitlich finden konnten.

Die Gesundheitspolitische Gesamtplanung mit den bereinigten Strategien wurde in der Schlussabstimmung mit 13 zu 0 einstimmig genehmigt.

  • Grosser Rat