Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

UKW-Investitionen liegen im Interesse des Aargaus :
Regierungsrat äussert sich zur UKW-Landschaft Schweiz

UKW bleibt bis auf weiteres die Haupttechnik für die Verbreitung von Radioprogrammen. Gerade für den Aargau sind weitere Investitionen der Radio-Betreiber in diese Technik sinnvoll. Dies hält der Regierungsrat in seiner Anhörungsantwort ans Bundesamt für Kommunikation (Bakom) fest.

Das Bakom wollte von den Kantonen und weiteren Vernehmlassern unter anderem wissen, ob sich Investitionen in die Ultrakurzwellen-Technik heute noch lohnen, nachdem die neue digitale Rundfunktechnik über kurz oder lang einen vollkommen störungsfreien Empfang ermöglichen wird. Der Regierungsrat ist der Auffassung, dass gerade für den Grenz- und Mittellandkanton Aargau die Verbesserung des UKW-Empfangs der eigenen Programme (Argovia, Regionaljournal DRS und Kanal K) weiterhin notwendig ist.

Die neue digitale Rundfunktechnik erfordert Investitionen in der Grössenordnung von 200 Millionen Franken sowie die Bereitschaft der Konsumenten, neue Empfangsgeräte zu kaufen. Daher rechnet auch der Regierungsrat damit, dass die Ablösung von UKW durch DAB (Digital Audio Broadcasting) noch einige Zeit auf sich warten lassen wird. Der Regierungsrat hält eine weitere Verdichtung der UKW-Frequenzen (mehr Programme mit geringerem Frequenzabstand) für möglich und spricht sich im Interesse der Marktnähe der Radioprogramme dafür aus, die Zusatzfrequenzen den bestehenden Privatsendern zu reservieren.

Der Regierungsrat vertritt ferner die Auffassung, für ein sprachregionales (d.h. die ganze Deutschschweiz abdeckendes) Privatradio als Konkurrenz zu Radio DRS sei der Markt zu klein. Diesen Vorschlag hatte die deutsche "Goldmedia"-Marktstudie gemacht. Sinkende Werbemargen und eine noch grössere Programmvielfalt (Spartenprogramme mit individueller Nutzung durch die Hörerinnen und Hörer) werden nach Meinung der Aargauer Regierung zu einer nochmals verschärften Konkurrenz und Konzentration im Radiomarkt führen.

Vor diesem Hintergrund spricht sich der Regierungsrat im Interesse der Programmvielfalt und Chancengleichheit unter den Privatradios für eine pragmatische Finanzierung der DAB-Investitionen aus den TV-Werbeeinnahmen und Empfangsgebühren der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG aus.

  • Regierungsrat