Übergriffe in Wohn- und Beschäftigungsheim
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BKS ordnet Sofortmassnahmen an
Im Wohn- und Beschäftigungsheim Sternbild in Windisch sind gravierende Übergriffe auf zwei behinderte Bewohnerinnen vorgefallen. Regierungsrat Rainer Huber, der Vorsteher des für das Heim zuständigen Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS), hat als Sofortmassnahmen eine fristlose Entlassung und eine Freistellung angeordnet. Ausserdem hat das BKS Strafanzeige erstattet.
In einer der Wohngruppen im Wohn- und Beschäftigungsheim Sternbild in Windisch sind gravierende Übergriffe auf zwei Bewohnerinnen vorgefallen. Eine Bewohnerin mit Essstörungen wurde mehrfach genötigt, Erbrochenes wieder zu sich zu nehmen. Einer anderen Bewohnerin wurde einmal die Hand auf ein heisses Backblech gedrückt, was zu mittelschweren Verbrennungen führte.
Die Vorfälle wurden dem BKS am letzten Montag, 8. November, gemeldet. Nach sofortigen Abklärungen hat Regierungsrat Rainer Huber noch am gleichen Tag die fristlose Entlassung der Gruppenleiterin angeordnet. Die für den Wohnbereich zuständige Person, die bis am Dienstag, 9. November, im Urlaub weilte, wurde am Mittwoch nach Anhörung bis auf weiteres freigestellt. Aufgrund der vorgefallenen Übergriffe hat das BKS Strafanzeige erstattet. Zur Bewältigung der entstandenen schwierigen Situation wurde im Heim sofort eine externe Beratung eingesetzt.
Im "Sternbild" in Windisch leben 48 Erwachsene mit einer geistigen Behinderung und schwierigem Verhalten. Betreut werden sie in acht Wohngruppen und vier Beschäftigungsateliers. Das Heim wird durch eine Co-Leitung geführt, bestehend aus der Verantwortlichen für den Wohnbereich und der Verantwortlichen für die Administration und den Beschäftigungsbereich.
Die Leitung des Heims wird durch die Co-Leiterin sichergestellt, welche für den Beschäftigungsbereich und die Administration zuständig ist.